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Kamerakauf – Arri 16 ST (Film) oder Canon XL 1 (Video)
Die Arri St ist für Tonaufnahmen absolut ungeeignet, weil viel zu laut. Wenn müsste es also eine SR sein, und da vorzugsweise die SR2. Was die Kosten angeht, so kriegt man speziell für die Postpro inzwischen sehr günstig gebrauchte Schneidetische etc. Aber das Kopierwerk ist in jedem Fall teurer als mit DV drehen. Wenn man aber später auf Film FAZen muss, ist die Ersparnis wieder dahin.

Die Canon XL1 ist nicht unbedingt die beste Lösung für DV. Lieber Geld sparen und die XM1 nehmen, wenn es Canon sein soll. Sonst gibt es auch von anderen Anbietern sehr feine Geräte.

Film hat natürlich Vorteile von der Farbwiedergabe, dem Kontrastumfang etc. Allerdings sollte man eher bei Spielfilmen auf Filmmaterial setzen, für Dokus ist Video (speziell DV) sicher günstiger (weil man mehr Material drehen muss).

Die Entscheidung sollte man vielleicht davon abhängig machen, ob das Endergebnis auf Leinwand oder auf dem TV-Bildschirm laufen soll. Vom Licht setzen und von der Belichtung her ist Video (um ein tolles Ergebnis zu bekommen) oft noch aufwändiger als Film. Lernen (Ausleuchten etc.) muss man also für beide Medien.

Movie-College-Team

Also ich meine wenn Du z. B. eher viele Reportagen drehen willst die auch nicht all zu aufwändig werden sollen eher Video also XL1. Wenns eher wenigere Projekte dafür aber hochwertig werden soll – Film. Wenn ich mich entscheiden müsst würde ich mich aber trotz allem ganz klar für die 16 ST entscheiden, weil Film einfach vom Bild her wesentlich schöner ist, leider aber auch teurer.

Andi
Motorfocus nur an Amateurkameras?
Keinen Motorfocus haben die Profikameras weil die Sensoren der Amateurkameras die Entfernung üblicherweise mittenbetont messen und in der Kadrage häufig die Elemente, die scharf abgebildet werden sollen, gar nicht in der Mitte des Bildes liegen. Deshalb wird beim Spielfilm die Schärfe bei Bewegungen oder Schwenks vom Kameraassi von Hand gezogen. Eine automatische Kamera weiß schließlich nicht, was die Bildgestalter wollen. Aber auch da sind bereits Lösungen erarbeitet, bei denen die Schärfe automatisch ermittelt wird...

Motorische Zoomantriebe gibt es nicht, weil diese im Kinobereich verpönt sind. Auch wenn es, insbesondere in Italien und Frankreich in den 70 er Jahren Mode war, bei laufender Kamera die Brennweite zu verändern. Allerdings gibt es für Profiobjektive Zubehör, bei dem Zahnkränze und Motoren extern angeflanscht werden und Motorzoom erlauben.

Bei professionellen Videokameras dagegen sind Motorzoom-Objektive üblich.

Movie-College-Team
Amerikanische Filme wirken besser – eine Frage der Kamera?
Die Wertigkeit eines Films hängt von vielen Faktoren ab. Besonders auffällig sind natürlich das Licht und die Ausstattung. Wer mit aufwändigem Licht, an teuren Locations arbeiten kann, hat damit auch einen höheren „Production-Value“ zu bieten. Das erhöht die Brillanz, den Schärfeeindruck, man hat knackigere Bilder, es sieht einfach besser aus. Aber es kostet viel Geld. Amerikanische Produktionen sind deutlich höher im Budget als europäische.

Die Geschichte mit den Kameras ist so eine Sache. Panavision garantiert für gute Optiken und gute Kameras. Aber die verwendeten Optiken und Kameramodelle basieren zum Teil auf denen anderer Hersteller (Mitchell, Arri). Man kann genau so gute Bildqualität erzielen wenn man z. B. Arri-, Moviecam- oder Mitchell-Kamera und Zeiss-Optiken verwendet. Die gibt es beim US-Verleih Otto Nemenz, aber natürlich auch bei diversen anderen Firmen auch hier in Deutschland.

Am wichtigsten sind gute Objektive und wie gesagt gutes, intelligent gesetztes, aufwändiges Licht. Wichtig ist ebenfalls das Format. 35 mm garantiert hohe Güte. Bei uns wird für Kino oft auf Super 16 gedreht und dann per Blow-up auf 35 mm umkopiert. Ein weiterer Faktor sind die Kopierwerke. Die Wahl des Kopiermaterials (Print) kann die Qualität zusätzlich erhöhen.

Was die TV-Serien angeht, so kommt zu den vorgenannten Unterschieden noch hinzu, dass außer Akte X, die anderen genannten („Für alle Fälle Stefanie“, „Klinikum Berlin Mitte“) auf Video gedreht sind, das sieht eben einfach (noch) nicht so gut aus, wie Film.

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