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Lange Schlangen und ausverkaufte Vorstellungen- Solothurn lockte zahlreiche Besucher in die zum Teil recht großen Kinosäle 

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Festival Solothurn

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Leistungsschau des Schweizer Filmschaffens

Die Solothurner Filmtage finden alljährlich im Januar im zauberhaften Städtchen Solothurn statt und bieten eine Werkschau des jeweils vergangenen Jahres über das Schweizer Filmschaffen. Hier werden diverse Filme nachgespielt, die bereits auf anderen Festivals zu sehen waren, aber es gibt auch Entdeckungen zu machen bei Filmen die hier uraufgeführt werden.

Die diesjährige Filmreihe "rencontre" ist der Schweizer Produzentin Ruth Waldburger gewidmet, die auf eine breite Palette an Produktionen mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard etc. zurückblicken kann.

Ähnlich wie in Saarbrücken werden auch in Solothurn Schulklassen an das Kinoschaffen herangeführt und in anschließenden Diskussionen und mit hervorragend aufbereitetem Begleitmaterial zu ausgewählten Filmen zur Analyse des Gesehenen angeregt.

Die Atmosphäre, vor allem bei den Filmpremieren ist genial, vollbesetzte Kinosäle und ein sehr aufgeschlossenes Publikum machen die in manchen der fünf Spielstätten teilweise doch recht kleine Leinwand (Reithalle mit Konferenzsaal-Bestuhlung) schnell vergessen. Beteiligte Kinos sind: Palace, Capitol, Canva, Canva Club, Canva Blue, das Kino im Unterbau und die für das Festival zum Kinosaal umfunktionierte Reithalle.

Solothurn ist auch und vielleicht sogar ganz besonders, Branchentreff, bei dem sich auch Produzenten, Regisseure, Förderer etc. aus dem benachbarten Ausland zum Meinungsaustausch zusammenfinden. Die besondere Atmosphäre des überschaubaren Ortes bei dem man sich unweigerlich in einem der benachbarten Lokale wieder trifft, macht Solothurn für manche Filmschaffende sogar zu Lieblingsfestival.

Darsteller Silberwald

Saladin Dellers, Naftali Wyler, Basil Medici, die jugendlichen Hauptdarsteller von "Silberwald"  

Nur wenige Filme erlebten in Solothurn ihre Erstaufführung, einer davon war der mutige Erstlingsspielfilm "Silberwald" der Berner Regisseurin Christine Repond. 

Der Film wurde in Anwesenheit der Hauptdarsteller, darunter viele Laien, wie Saladin Dellers, Naftali Wyler, Basil Medici, aber auch Profis wie Heidi Züger, Dieter Stoll und Carmen Klug Supp sowie der beinahe kompletten Filmcrew vor einem begeisterten Premierenpublikum aufgeführt. 

Die Produktion der Schweizer DschointVentschr Zürich entstand in Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen und Allary-Film München. Christine Repond erhielt nur wenige Tage nach der Aufführung in Solothurn den Preis der Interfilm-Jury auf dem Max Ophüls Wettbewerb in Saarbrücken. 

Silberwald, Christine Repond

Preise und Ehrungen

 

Was wäre auch ein Filmfestival, das sich so nennt, aber keine Preise vergibt. Auch auf dem Solothurner Filmfestival werden die besten Filmprojekte gebührend geehrt. 

Prix de Soleure: Die Jury bestimmt hier einen Kinofilm, der in besonderer Weise den Humanismus als Bestandteil hat und diesen auch eindrucksvoll filmisch inszeniert.

Prix du Public: Diesen Preis erhält ein Film aus dem Abendprogramm, den das Publikum zu seinem Lieblingsfilm wählt.

Prix Pathé - Preis der Filmpublizistik: Hier geht es ausnahmsweise nicht um Filme - zumindest nicht um das Medium Film. Der Preis der Filmpublizistik wird an FilmkritikerInnen verliehen, die für herausragende Beiträge zum aktuellen Schweizer Filmschaffen geehrt werden. Differenziert wird hier noch zwischen "Printmedien" und "elektronische Medien". In ersterem konnte Christian Jungen mit seiner Kritik "Bitte mehr Mut und Haltung" überzeugen. In der Kategorie "elektronische Medien" wurde Daniel Hürlimann für seinen Radiobeitrag über die Dreharbeiten des Films "Lionel" (Mohammed Soudani) ausgezeichnet. 

Wasseramt Gemeinden: Zum Film gehört auch Filmkultur; das mögen viele vergessen - aber vergessen wird nicht, wer sich in besonderer Weise um die Schweizer Filmkultur verdient gemacht hat. Dafür wird seit 2002 der Anerkennungspreis der Wasseramt Gemeinden verliehen. 2011 an die Journalistin und langjährige Chefredaktorin des Ciné-Bulletin Françoise Deriaz.

Silberwald, Christine Repond

Preisträger 2011

 

Branchentreff

Im Landhaus traf sich die Schweizer Filmbranche  

Das Warten hat ein Ende- endlich sind die Preisträger für den Prix de Soleure und den Prix de Public bekannt gegeben.
Lausanner Regisseur Jean-Stéphane konnte sich den mit CHF 60'000 dotierten Preis Prix de Soleure unter Nagel reißen. Sein Dokumentarfilm "Cleveland contre Wall Street" überzeugte die Schweizer Jury. Der Film erzählt die bewegende und reale Geschichte der amerikanischen Stadt Cleveland, die am 11. Januar 2008 gegen 21 Banken Anklage erhebt- diese sind nach Ansicht der Bürger für die verheerende Immobilienkrise verantwortlich. Bevor es jedoch zum Prozess kommt, macht die Wall Street ein Strich durch Rechnung.

Der Publikumspreis PRIX DU PUBLIC gesponsert von Swiss Life und Die Schweizerische Post ging an Paul Riniker für seinen Film "Sommervögel".  

 
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