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"Metropolis"-Remake geplant

Der Stummfilm von 1927 wird neu aufgelegt

Der Kult Science-Fiction Klassiker "Metropolis" von Fritz Lang, der seit 1927 weltweit Wellen schlägt (dafür aber die Ufa damals fast in den finanziellen Ruin getrieben hat) soll nun neu aufgelegt werden.

Der deutsche Produzent Thomas Schühly ("Der Name der Rose") hat sich hierfür die Rechte gesichert, mit ins Boot genommen soll außerdem Mario Kassar werden, der unter anderem den "Terminator" produziert hat. Der Drehbeginn ist für 2009 geplant.

(Quelle www.focus.de)  20.12.2007

Zuviel Film?

Strukturwandel im Kino

Es gab dieses Jahr neben guten und schlechten Filmen, vor allem viele Filme. Experten fragen sich nun, ob es nicht zu viele waren. Das Kino durchlebt einen deutlichen Strukturwandel, es gibt mehr Filme aber weniger Kinobesucher. Bis Ende des Jahres werden alleine in Deutschland 480 Filme über die Leinwände flimmern, vor 5 Jahren waren es noch 100 Filme weniger, in den letzten 10 Jahren haben sich die jährlichen Filmstarts verdoppelt. Die Verleiher beschweren sich, da es fast unmöglich ist, bei einem solchen Filmandrang noch freie Saale für Pressevorführung zu bekommen und auch Kinobetreiber sind überfordert, da jede Woche neue Filme anlaufen und sie die meisten Werke schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm nehmen müssen. Alleine im Herbst wurden 66 verschiedene Filme in deutschen Kinos gezeigt. Das Problem ist, dass die meisten Exemplare nach kurzer Zeit schon wieder aus den Kinos raus sind und das Publikum, meistens nicht viel davon mitbekommt. Vor allem unbekannte Produktionen, die nicht durch Werbung an jeder Ecke angepriesen werden, erlangen nur dürftige Besucherzahlen. Dieses Schicksal droht aber auch den Hollywoodstreifen, die zurzeit eindeutig weniger einspielen, als in den vergangenen Jahren.

Nur 60 Filme konnten dieses Jahr eine Zuschauerzahl von einer halben Millionen oder mehr erreichen. In der Branche macht sich Unmut breit, viele sind sich dem Problem bewusst, doch etwas ändern will keiner.

Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG warnt davor, dass ein Überangebot an Filmen allen das Geschäft vermiese. "Alle müssen sich fragen, ob die Filme, die sie ins Kino bringen, auch tatsächlich premiumtauglich sind und die Zuschauer ins Kino holen".

Tatsache ist, dass sich ein neuer Trend entwickelt hat, Filmfreunde können sich freuen, denn es gibt eindeutig mehr zu sehen als noch in der Vergangenheit. Ob unter diesem Zeitdruck wirklich noch gute Filme produziert werden, muss jeder selbst entscheiden. Sicher ist aber, dass wir einige gute Filme verpassen werden, denn was kommt bei einer solchen Angebotsvielfalt noch beim Verbraucher an?

(Quelle www.taz.de)  20.12.2007

Neue Vereinbarung mit Autoren

Produzenten suchen Zwischenlösung

Es ist mittlerweile schon zu Gewohnheit geworden, das Fernsehprogramm hat einen Sprung in die Vergangenheit gewagt hat und  TV-Programme sind mit Wiederholungen überhäuft . Es ist sicher mal ganz schön an alte Zeiten erinnert zu werden, es ist allerdings fraglich, ob die amerikanischen Zuschauer  Interesse an einem verjüngten George Clooney haben, der mit braunem Jackett und übertrieben großen Schulterpolstern, als neuer Emergency Room-Star angepriesen wird. Leider ist der Hollywoodschauspieler schon lange nicht mehr in der Erfolgsserie zu sehen und allmählich werden die ständigen Wiederholungen zum Laster.

Zurzeit sind insgesamt 50 Shows eingestellt worden und die meisten Sender setzen auf „alte Schinken“, die schon lange keiner mehr sehen will.

Unter anderem die Produzenten der Lettermann-Show haben von ewigen Einbusen bezüglich der Einschaltquoten genug und setzen nun auf neue Vereinbarungen mit der Autorengewerkschaft. Auf konkrete Dinge konnte man sich zwar nicht einigen, auch die Verhandlungen Anfang Dezember haben leider kein brauchbares Ergebnis gebracht. Dennoch setzen die Sender nun auf einzelne Vereinbarungen zwischen Autoren und Produzenten und hoffen so, zumindest ab Januar vereinzelt wieder neue Shows senden zu können. Geplant ist ein  vorübergehenden Vertrag mit dem amerikanischen Autorenverband.

(Quelle www.sternl.de)  19.12.2007

Allen vs Oscar

Woody Allen lehnt weitere Auszeichnungen ab

Hollywood sei nicht seine Welt, nannte der 72-jährige FIlmemacher als Grund für seine ablehnende Haltung der Oscar-Auszeichung gegenüber. Nach 3 Oscars hat er beschlossen, sich von der Glitzerwelt L.A.´s zu distanzieren.

"Ein Film ist für sie vor allem die Möglichkeit, hunderte Millionen von Dollar zu machen", sagte Allen dem Magazin "Leben" der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit". Seine Motivation sei nicht das Geld, sondern ein Verständnis-Prozess.

"Filme sind meine Therapie. Würde ich keine Filme schreiben, dann schriebe ich Theaterstücke oder Bücher. Wenn ich nicht schreibe, fühle ich mich jämmerlich."  Mit der Finanzmaschine Hollywood könne er sich nicht identifizieren, meinte Allen.  "Ich bin kein Hollywood-Filmemacher und bin es nie gewesen, ich bin ein New Yorker Filmemacher".

(Quelle www.tagesspiegel.de)  17.12.2007

Hollywood zahlt zu viel

Schauspieler überbezahlt 

Natürlich kann eine Produktion schon vor Beginn des Drehs von einer bestimmten Besucherzahl ausgehen, wenn ein Starschauspieler für die Hauptrolle besetzt ist. Neu ist jedoch, dass man sich in der Vergangenheit des Öfteren verkalkuliert hat und es einige Hollywoodgrößen gibt, die somit eindeutig überbezahlt sind. Eine amerikanische Zeitung veröffentlichte kürzlich die Top Ten der überbezahltesten Schauspieler, Nicole Kidman und Russell Crowe an erster Stelle. Das "Forbes Magazin" berichtete außerdem von überraschenden Zahlen bezüglich der letzten Filmflops. Für die Verfilmung "der goldene Kompass" erhielt Nicole Kidmann 15 Millionen Dollar, der Film spielte nur 26 Millionen ein und kostete insgesamt 200 Millionen Dollar. Auch Russel Crowe landete mit seinen letzten beiden Streifen "Das Comeback" und "Ein gutes Jahr" keine Publikumstreffer und verdiente im Verhältnis zu den Einnahmen der Filme zu viel. Auf der anderen Seite bewegen sich diese Investitionen in solchen Millionenhöhen, dass ein einziger Film vergangene Verluste auch wieder einspielen kann. Crow´s neueste Verfilmung "American Gangster" nahm insgesamt 173 Millionen US-Dollar ein, kostete aber nur 100 Millionen US-Dollar. Adam Sandler, Cameron Diaz, Denzel Washington, Will Smith und Tom Cruise sind ebenfalls in den Top 10 der überbezahlten Hollywoodstars vertreten.

(Quelle www.welt.de)  14.12.2007

Klaus Kleber bleibt beim ZDF

Kein neuer Redakteur für den Spiegel 

Das Nachrichtenmagazin der Spiegel hatte Klaus Kleber als Nachfolger von Stefan Austs einen Platz als Chefredakteur angeboten. Überraschender Weise lehnte Kleber das Angebot aber ab und betonte, dass es eine Ehre sei für diesen Posten vorgeschlagen zu werden, er dem ZDF aber treu bleiben würde. Als Leiter der "heute journal"-Redaktion spielt Kleber auch für das ZDF eine wichtige Rolle, Kleber bekannt als Spitzenmann des Journalismus wurde schon 2003 von der ARD abgeworben. Armin Mahler der Geschäftsführer der SPIEGEL-Mitarbeiter KG, sagte dazu: "Natürlich bedauern wir die Absage von Claus Kleber. Wir werden nun ohne Zeitdruck und in Ruhe die Suche nach einem Chefredakteur für den SPIEGEL fortsetzen." Kleber begründete seine Absage damit, dass er sich dem Medium TV mehr verpflichtet fühle, er sagte auch: "Wir stehen mit dem 'heute-journal', mit unseren Nachrichtensendungen im ZDF an der Schwelle des digitalen Zeitalters. In einem Jahr senden wir mit neuester Technik aus dem modernsten News-Studio Europas. Die Informationsgesellschaft wird sich verändern, ein ungeheuer spannender Prozess. Den will ich zusammen mit meinem Team gestalten."

(Quelle www.spiegel.de)  13.12.2007

Was läuft bei der Berlinale?

Filmfestspiele geben erste Filme bekannt

Doris Dörrie „Kirschblüten Hanami “ wird  Deutschland bei der 58. Berlinale im Februar vertreten. Der Film erzählt die Geschichte des an Krebs erkrankten Rudi (gespielt von Elmar Wepper) und seiner esoterischen Frau (Hannelore Elsner). Neben dieser deutschen Produktion gaben die internationalen Festspiele  weitere 7 Filme bekannt, die im Wettbewerb laufen sollen. An den Start gehen unter anderem Filme aus den USA, China, Brasilien, Mexiko, Großbritannien und Polen. Gewinner der Berlinale 2000 tritt dieses Mal mit  "There Will Be Blood" an. Der Film ist eine Anlehnung an Upton Sinclairs Roman "Oil" und erzählt vom sagenhaften Aufstieg eines erfolglosen Silberminenbesitzers. Der mexikanische Filmemacher Fernando Eimbcke gehört mit "Lake Tahoe" zu den Teilnehmern, wobei in seinem Film die Geschichte eines Sechzehnjährigen behandelt wird, der den plötzlichen Tod seines Vaters verarbeiten muss.

Bis Mitte Januar sollen alles Filme feststehen.

 

(Quelle www.zeitt.de)  11.12.2007

Steuergelder für den Bambi

200.000 für Glamour-Gala

Der bayrische Rechnungshof übt scharfe Kritik an der Subventionierung der Bami-Gala. Schon 2005 wurde die übertriebene Gala-Unterstützung aus Steuergeldern kritisiert. Die Frage ist warum man an anderen Stellen harte Einschränkungen in Kauf nehmen muss, andererseits aber Geld in den Glamour investiert. Die Staatskanzlei verteidigt sich damit, dass es sehr wichtig sei, dass Bayern Medienstandort Nr.1 bleibt. Die Rechnungsprüfer betonten, dass Bayern vermutlich Angst hatte nicht mehr als Veranstaltungsort in Frage zu kommen. Allerdings stand Bayern schon als Veranstaltungsort fest, bevor es überhaupt eine Zusage für eine Subventionierung gab. Außerdem wurde bekannt, dass auch die Bambi-Veranstaltung 2006 in Stuttgart von der baden-württembergischen Landesregierung mit Steuermitteln unterstützt worden war. Ein Sprecher des Staatsministerium in Stuttgart erklärte "Der Beitrag des Landes wurde vollständig aus den im Haushalt für Öffentlichkeitsarbeit bewilligten Mitteln finanziert."

(Quelle www.spiegelt.de)  05.12.2007

Verleihung des "Kennedy"-Preises in den USA

Ehrung für Martin Scorsese und Steve Martin

In den USA wurde nun zum 30. Mal der renommierte "Kennedy"-Preis für "lebenslangen Beitrag zur amerikanischen Kultur" verliehen. Unter den diesjährigen fünf Preisträgern befanden sich - neben Sängerin Diana Ross, Pianist Leon Fleisher und "Beach Boys"-Frontmann Brian Wilson - der Hollywood-Regisseur Martin Scorsese ("The Departed", "Gangs of New York") und Schauspieler und Komiker Steve Martin ("Solo für zwei", "Roxanne"). Übergeben wurde der Preis von US-Außenministerin Condoleezza Rice.

(Quelle www.derstandart.at)  04.12.2007

Fades Fernsehspiel

Verleihung des europäischen Filmpreises

Von den zahlreichen prominenten Gästen dürfte sich die Mehrzahl gelangweilt haben - die Gala entpuppte sich als mühsame Prozedur, die jeglicher Pointen entbehrte. Jan-Josef Liefers und seine französische Kollegin Émanuelle Béart führten durch den Abend, schafften es aber nicht, ihn mit Inhalt zu füllen.

Den europäischen Filmpreis und den Preis für Regie erhielt das rumänische Abtreibungsdrama "Vier Monate, drei Wochen und 2 Tage" von Cristian Mungiu, Fatih Akin wurde für das Drehbuch zu "Auf der anderen Seite" ausgezeichnet. "Das Parfüm" erhielt für Kamera und Production Design Preise

Wim Wenders, der Präsident der Europäischen Filmakademie, gab mit großem Bedauern die Abwesenheit Jean-Luc Godards bekannt, der an diesem Abend für sein Lebenswerk geehrt werden sollte. "Niemand hat sich so etwas getraut.", sagte Wenders über das Werk des 76-jährigen.

(Quelle www.faz.net)  03.12.2007

Bambi 2007

Mut-Bambi für Tom Cruise

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ergriff gestern Abend auf sehr stürmische Weise Partei für die umstrittene Stauffenbergverfilmung von Tom Cruise. Er versuchte deutlich zu machen, dass Deutschland von der Verfilmung profitieren würde und über den deutschen Widerstand so mehr bekannt werden würde. Er erklärte auch, dass sein Vorgänger Historiker Joachim Fest immer betonte, dass sich ein Weltstar der Sache annehmen müsste, um für die nötige Präsents zu sorgen. Mit dem Mut-Bambi heimste sich Cruise nicht nur Lob des Laudators ein, sonder wurde mit einem teilweise missmutigem Publikum konfrontiert. Einer der Gala-Gäste Heiner Lauterbach meine nach der Verleihung,  "Einen Film zu drehen, dafür 50 Millionen Dollar zu bekommen - ich finde, da gibt es Mutigeres." Lauterbach argumentierte, dass es kein Unterschied zu deutschen Schauspielern gäbe und Cruise nur mehr Geld zu Verfügung stünde. Cruise war schon vor den Dreharbeiten zu seinem neuen Film auf heftige Kritik gestoßen, vor allem als Anhänger der Scientology Kirche, wurde es ihm erst verboten im Bendlerblock, Stauffenbergs Hinrichtungsstätte, zu drehen.

 

(Quelle www.kleinezeitung.at)  30.11.2007

Film+ 07

Schnittpreise vergeben

Film+ findet dieses Jahr zum siebten Mal im Kölner Kino OFF Broadway und dem Filmforum im Museum Ludwig statt. Auch dieses Jahr treffen sich wieder Editoren, Filmemacher, Filmstudenten und das Kölner Publikum, um die "unsichtbare" Arbeit des Cutters zu würdigen. Der Schnittpreis Spielfilm ging an Hansjörg Weißbrich für "Der Liebeswunsch", mit "die Unzerbrechlichen" gewann Ana Pohl den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm  und der Förderpreis der BMW-Group ging an Rudi Zieglmeier für "Bildfenster/Fensterbilder". Das Programm stellte natürlich die Filme der Preisträger in den Mittelpunkt. Abgerundet wurde die Preisverleihung von einer der Filme umfassenden Hommage-Reihe und Panels zu entsprechenden Schwerpunkten.

(Quelle www.filmplus.de)  28.11.2007

Autorenstreik trifft Europa

Illuminati-Deh gestoppt

Scheinbar sind die Ausmaße des seit 2 Wochen andauernden Autorenstreiks in den USA, größer als  noch vor einigen Tagen vermutet. Das britische Filmstudio Pinewood teilte gestern mit, dass das Drehbuch zum Bestsellerroman Illuminati nicht fertig gestellt werden konnte und die Dreharbeiten deshalb auf weiteres verschoben werden. Unter anderem machte Brad Pitt dem Studio eine Absage, da er mit dem Drehbuch nicht einverstanden war. Auf Grund des Streiks hat das Studio nun auch keine Möglichkeit die aktuelle Fassung umzuschreiben. Das Studio Pinewood, welches als das erfolgreichste in ganz Europa gilt, darf sich nun im nächsten Jahr auf einen Umsatzrückgang von ca. 4,17 Millionen Euro einstellen. Alle Hoffnung liegt nun auf dem neuen Verhandlungsgespräch am Montag, Fakt ist das der Filmindustrie täglich 21 Millionen Dollar verloren gehen und endlich Bewegung in die Sache kommen muss. Keine Neuigkeiten gibt es hingegen im Bezug auf die Forderungen der Bühnenarbeiter am Broadway. Es kam sogar soweit, dass ein Theaterbetreiber die Gewerkschaft auf 35 Millionen Dollar verklagte.

(Quelle www.morgenpost.de)  23.11.2007

Fernando Fernán-Gómez verstorben

Spanische Schauspielikone stirbt an Darmkrebs

Der spanische Schauspieler starb gestern im Alter von 86 Jahren in einem Madrider Krankenhaus. Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Fernando Fernán-Gómez schon seit einem Monat wegen Darmkrebs in Behandlung war. Während seiner 50 jährigen Karriere wurde er zum bekanntesten Schauspieler seines Landes und erhielt mehrmals den spanischen Filmpreis Goya, 2005 wurde er auf der Berlinale für sein Lebenswerk geehrt. Fernán-Gómez spielte in 200 Filmen mit und führte bei 20 selbst Regie, im spanischen Fersehen verkörperte er unter anderen Don Quijote. Er wurde als einziger spanischer Schauspieler in die königliche Sprachakademie aufgenommen

(Quelle www.tagesspiegel.de)  22.11.2007

Autorenstreik geht weiter

Solidarität mit den Streikenden

Die streikenden Drehbuchautoren Hollywoods geben nicht nach. Seit dem 5. Dezember stehen sie erstaunlich geschlossen hinter  den Ansprüchen auf eine höhere Beteiligung an den Gewinnen aus neuen, digitalen Plattformen. Die Autoren von Fernsehserien und nun auch vereinzelt von Kinofilmen möchten ihren Streik fortsetzen, bis die Produzenten ihnen entgegenkommen.

Auch Hollywoodgrößen verkündigten ihre Solidarität mit den Streikenden - und Umfragen zufolge steht die Mehrheit der amerikanischen Zuschauer hinter der Bewegung-

Am kommenden Montag wollen der Produzentenverband AMPTP und die streikende Autorenvereinigung WGA die Verhandlungen wieder aufnehmen, weil die Produzenten von der Bedingung abließen, der Streik müsste als Voraussetzung für Verhandlungen fallengelassen werden.

Prognosen über einen bis zum nächsten Sommer anhaltenden Streik und einbrechende Fernsehquoten werden nun vorübergehend revidiert.

(Quelle www.faz.net)  21.11.2007

Christoph Fromm gewinnt Drehbuchpreis

Drehbuch "Sierra" wird ausgezeichnet

Die Bundesregierung vergab gestern Abend den Preis in der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) an den Dozent an der Filmakademie Ludwigsburg und freien Drehbuchautor in München, für sein noch unverfilmtes Drehbuch "Sierra". Die Auszeichnung soll die Bedeutung des professionellen Drehbuchschreibens würdigen, erklärte der Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Preisverleihung.

"Sierra" ist die Geschichte des Obergefreiten Jaksch und der Kindersoldatin Sheela die zusammen versuchen in einem afrikanischen, vom Bürgerkrieg zerrissenen Land, eine Hilfslieferung der UN in ein Flüchtlingscamp zu bringen. 2008 sollen die Dreharbeiten beginnen.

(Quelle tagesspiegel.de)  15.11.2007

 Delbert Mann ist tot

Oscar-prämierter Regisseur verstorben

Der US-amerikanische Regisseur Delbert Mann verstarb am Sonntag in Los Angeles an einer Lungenentzündung. 

Gleich sein erster Kinofilm "Marty" von 1955 wurde mit Preisen überhäuft und in Cannes wie in Hollywood zum besten Film des Jahres gekürt und gewann Oscars für Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller.

Nach einigen Kinoproduktionen wie "Begierde unter Ulmen" mit Sophia Loren und Anthony Perkins (1958) und "Ein Hauch von Nerz" (1961) mit Cary Grant wandte er sich dem Fernsehen zu und machte sich mit Werken wie der Verfilmung von Remarques "Im Westen nichts Neues" (1979) einen Namen.        1967 wurde er Präsident des US-Regisseur-Verbandes.

Delbert Mann realisierte im Laufe seines Lebens mehr als 100 Fernsehfilme.

(Quelle tagesspiegel.de)  14.11.2007

 Kinos kapitulieren vor Fussball-EM

Schweizer Kinokette schließt die Tore

Die Kino-Theater-AG (kitag) wird während der Fussball- Europa-Meisterschaft vom 9.-22- Juni 2008 ihre Kinos geschlossen halten.

Grund seien die voraussichtlich einbrechenden Besucherzahlen und die mangelde Anzahl der Filmstarts, da die Verleihe es vermeiden, ihre Produktionen in dieser Zeit anlaufen zu lassen.

In einigen Schweizer Städten führt diese Maßnahme zu einem vorübergehenden Totalausfall des Kinobetriebs, da die Häuser mancherorts alle in der Hand der kitag sind. 

Die Nachricht fand erstaunlich wenig Beachtung in der Presse - bleibt die Frage nach der Demokratie in der europäischen Kinolandschaft.. 

(Quelle tagblatt.ch)  13.11.2007

Medientage München

Gestern Starttermin Medientage

Mit der Eröffnung durch Ministerpräsident Beckstein und einem interessanten Hinweis bezüglich der Freiheit der Medien begannen gestern Vormittag die 9. Medientage München in der Messestadt. Zahlreiche Vertreter aus allen Bereichen wie print, online, Radio und TV wie auch das Kino sind vertreten. Jugendliche Besucher sollten die Möglichkeit, sich im Mediencampus bei verschiedenen Hochschulen Informationen einzuholen, nicht verpassen. 

Von Kommunikationstechnik über Webdesign bis hin zu audio engineering haben Interessenten an einer Ausbildung im Medienbereich die Möglichkeit, sich detailliert über die Realität des jeweiligen Berufsbildes zu informieren.              

Der Mediencampus besticht nicht durch eine überwätigende Anzahl an Infoständen, ist aber sicherlich eine große Hilfe für die ganz Unschlüssigen, die "irgendwas mit Medien" machen wollen und sich davon noch ein Bild machen müssen.

(Quelle medientage.de)  08.11.2007

Strafanzeige gegen Regisseurin

Tatort-Folge hat ungeahnte Folgen

Die Story des Tatorts vom 23. Dezember in welchem es um Inzest in einer alevitischen Familie und Mord ging, hat die deutsche alevitische Gemeinde aufgebracht und zu öffentlichen Protesten geführt. Neben einem offenen Brief an den Innenminister und Demonstrationen hat die Gemeinde nun auch Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Drehbuchautorin und Regisseurin der Folge, Angelina Maccarone ist völlig überrascht von den Vorwürfen. Für Sonntag, den 30. Dezember ist eine Großdemonstration in Köln angekündigt.

(Quelle: Focus)  30.12.2007

Jerzy Kawalerowicz ist tot

Altmeister des polnischen Films

Er hat polnische Filmgeschichte geschrieben, nicht nur mit seinen Filmen, wie "Nachtzug", "Mutter Johanna von den Engeln" oder "Faraon", sondern auch durch seine Arbeit als Vorsitzender des Verbands polnischer Filmschaffender sowie als Kreativdirektor des Filmstudios Kadr. Am 27. Dezember ist er 85 jährig in der polnischen Hauptstadt verstorben.

(Quelle NZZ)  29.12.2007

Kinowelt auf Französisch

Canal + übernimmt voraussichtlich Mehrheit

Nach Meldungen im amerikanischen Fachblatt Variety steht die Übernahme der Mehrheitsanteile von Kinowelt durch Canal+ unmittelbar bevor. Das ursprünglich Münchner Unternehmen war nach Liquiditätsproblemen neustrukturiert nach Leipzig umgezogen und gehört zu den großen DVD und Filmvertrieben in Deutschland.

(Quelle www.variety.com)  23.12.2007

Autorenstreik in Hollywood

Verhandlungen abgebrochen, Ende nicht in Sicht

Nach fünf weiteren Wochen Arbeitskampf wurden die Verhandlungen für eine bessere Vergütung für die Weiterverwertung der Arbeiten der Autoren auf DVDs und im Internet, abgebrochen. David Young, Verhandlungsführer der Gewerkschaft, warf den Studios vor, die Autoren nicht als Partner zu akzeptieren: "Sie verlangen von uns, auf unsere Zukunft zu verzichten - vor allem in den neuen Medien." Die Produzenten Kritisierten ihrerseits, der Abbruch solle den Streik unnötig hinauszögern.

Inzwischen gefährdet der Streik 50 TV-Shows und 15.000 Arbeitsplätze. 21 Millionen Dollar kostet dieser am Tag. In der kommenden Woche müssten praktisch alle Fernsehproduktionen stoppen, die in irgendeiner Weise auf Manuskripte angewiesen sind. Ein Ende ist nicht in Sicht.

(Quelle www.tagesspiegel.de)  10.12.2007

Der amtliche Presseausweis

Innenminister fordern Anschaffung

Die Innenmisterkonferenz hat beschlossen, den "amtlichen" Presseausweis abzuschaffen. Hierbei sorgt ein schon oft diskutiertes Thema wieder für Trubel und macht erneut auf die Fragwürdigkeit des organisierten Journalismus in Deutschland aufmerksam. Bei der International Academic Society hat er nach Doktor- und Adelstitel schon den wichtigsten Stellenwert und verspricht außer Schnellabfertigung an Flug-, Bahn-, und Seehäfen auch freie Disco und Clubbesuche. Die G.N.S. Presseagentur wirbt neben einem Presseausweis mit "Autorisierte Akkreditierungs-Urkunde", was genau damit gemeint ist, wird allerdings nicht verraten. Der DJV beschwert sich über diese Entwicklung und betont, dass die meisten Ausweise nicht echt seien. Leider ist diese Aussage aber falsch, auch wenn immer mehr Agenturen Presseausweise anbieten, ist es trotzdem nicht verboten. Auch die Kommentare, es gäbe nur vier richtige Verbände, denen es erlaubt sei einen Presseausweis auszustellen, ist nicht richtig. Einen "amtlichen Presseausweis" gibt es somit nicht. Der Gesetzgeber hat diesbezüglich keine genauen Angaben gemacht und überlässt diese Frage den Berufsverbänden, die sich seit Jahren nicht darauf einigen können, ab wann man ein "echter" Journalist ist. Seit Mai 1993 gibt es aber eine Art Vereinbarung zwischen der Innenministerkonferenz und vier Verbänden - dem Bundesverband der Zeitungsverleger, der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union, dem Deutschen Journalisten-Verband und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Hierbei dürfen nur diese Verbände behauten, dass Ihr Ausweis von den Innenministern anerkannt wird. 2004 erkämpfte sich eine Reihe von Fotojournalisten ebenfalls das Recht, einen anerkannten Presseausweis zu erstellen. 2006 wurde nach einer Innenministerkonferenz beschlossen, dass noch weiteren Verbänden ein "amtlicher" Presseausweis zusteht, der DPV, die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und die Jungen Medien Deutschland gehörten unter anderem dazu.

(Quelle www.heiset.de)  07.12.2007

Evel Knievel gestorben

Der Urvater des Motorrad-Stunts

Während seiner langen Karriere in der er die Welt durch aufsehenerregende Stunts in Atem hielt, hat Evel Knievel sich vermutlich jeden Knochen gebrochen, den man sich brechen kann. Das hat ihn nie davon abgehalten, neue, aufsehenerregende Stunts zu wagen. Seine Stunts waren in Filmen wie "Death Defiers", "Freebie and the Bean" oder "The Bionic Woman" zu sehen. Nun ist er 69 jährig gestorben.

(Quelle:Homepage)  01.12.2007

Mord nach Fernsehshow schockt Spanien

Sendung "El Diario de Patricia" soll abgesetzt werden

Die tägliche Show "El Diario de Patricia" (Patricias Journal), des spanischen Senders Antena 3, verspricht den Zuschauer die "besten Überraschungen" und "emotionalsten Begegnungen". Mitte November, war die Russin Swetlana Orlowa zu Gast in der Sendung um eine dieser "emotionalen Begegnungen" zu erleben. Als dann ihr Ex-Freund Ricardo Antonio N. ihr vor einem Millionenpublikum einen Heiratsantrag macht, lehnt sie diesen bestimmt ab. Mit gutem Grund. Erst sechs Wochen zuvor hatte sie sich von dem gelernten Fleischer getrennt, weil er sie schwer misshandelt und bedroht hatte. Vier Tage später wird Swetlana Orlowa mit aufgeschlitzter Kehle im Eingag ihres Hauses gefunden. Ricardo N. steht unter Mordverdacht.

Dieser Vorfall schockierte Spanien und brachte eine Diskussion ins rollen, ob "El Diario de Patricia" überhaupt moralisch Vertretbar sei. Die Frauenschutzbeauftragte der Spanischen Regierung, Encarnación Orozco, bezeichnete die Macher der Show als "verantwortungslos". "Sie haben einem Gewalttäter die Chance gegeben, sein Opfer erneut zu erniedrigen" hieß es. Eine solche Sendung habe "weder Ethik noch Moral", kritisierte auch Sonderstaatsanwältin María Soledad Cazorla.

Neben harscher Kritik gegen jede Form reißerischer Reality-Shows forderten Zuschauer-Verbände, "El Diario de Patricia" ganz abzusetzen.

(Quelle: spiegel)  27.11.2007

Romuald Pekny gestorben

Österreichischer Charakter-Schauspieler

Seine große Stärke war stets das Theater, doch auch im Film hat er Zeichen gesetzt und gebrochene, zerrissene Figuren dargestellt. Dabei waren es vor allem Fernsehspiele und Serien in denen er zu sehen war. Seine letzte Fernseharbeit war 1999 "Das Biest im Bodensee". Romuald Pekny verstarb 87 jährig in Linz.

(Quelle: Spiegel)  09.11.2007

Sendeverbot in Pakistan

Internationale Medien mit Sendeverbot belegt

Pakistanische Behörden haben die Sendungen von internationalen Fernsehstationen wie BBC und CNN in den landesweiten Kabelnetzen unterbrochen. Daraufhin setzte ein Run auf Sattelitenschüsseln ein, um weiterhin unzensiert Nachrichten empfangen zu können. Die instabile Situation in Pakistan wird durch eine Vielzahl von politischen Einschränkungen begleitet.

(Quelle: Süddeutsche Online)  09.11.2007

 

Oktober

 

Peter Viertel ist tot!

Drehbuchautor verstarb mit 87

Drehbuchautor Peter Viertel ist gestern im Alter von 86 Jahren in einer Privatklinik in Marbella verstorben, nur kurze Zeit nach dem Tod seiner Frau Deborah Kerr, die Mitte Oktober verstarb. Viertel wurde 1920 in Dresden geboren und wanderte während des 2. Weltkrieges mit seinen Eltern nach Amerika aus. Sein Vater Berthold Viertel war ein erfolgreiche Theatermacher und seine Mutter Salka Steuermann eine bekannte Drehbuchautorin. Auf Grund seiner bekannten Eltern konnte Viertel schon in jungen Jahren wichtige Kontakte knüpfen, was seine Kariere nachhaltig beeinflusste. Er arbeitete für Regisseur-Größen wie Clint Eastwood, Alfred Hitchcock und John Huston. Peter Viertel  verfasste Drehbücher zu Filmen wie "African Queen" und "Der alte Mann und das Meer". Seine Erfahrungen bei den Dreharbeiten zu "African Queen" verarbeitete er zu seinem bekanntesten Roman "Mann im Dschungel", umgenannt in "weißer Jäger, schwarzes Herz" wurde das Drehbuch 1990 von Clint Eastwood verfilmt.

(Quelle spiegel.de)  06.10.2007

Autorenstreik in Hollywood

Wie lange reichen die Geschichten?

Amerikanische Autoren legen heute zum ersten Mal seit 20 Jahren ihre Stifte nieder, sie fordern einen neuen Tarifvertrag, der ihnen unter anderem eine höhere Beteiligung an DVD-Einnahmen verspricht. Die Streikmaßnahmen wurden US-weit eine Minute nach Mitternacht ausgesprochen, alleine in Los Angeles entschlossen sich 3000 Autoren zu streiken. Die Industrie rechnet jetzt schon mit vielen hundert Millionen Dollar Verlusten. Wie schnell die benötigten Geschichten der Autoren ausgehen, ist im Moment noch schwer zu sagen. Sicher ist, dass vor allem Shows, die jeden Tag ausgestrahlt werden, nur schwer auf ihre Gags verzichten können. Allerdings bereiten sich die Sender seit Beginn des Jahres auf Ausfälle vor, da man schon seit längerem mit einem Streik rechnet. Vor allem Groß-Studios verfügen über große Mengen an Materialien. Außerdem werden viele Soaps über Wochen im Voraus gedreht. Sollte sich der Streik jedoch über einen längeren Zeitraum hinziehen, müssen sich Zuschauer täglicher Sendungen mit ständigen Wiederholungen abfinden und neue Sendungen werden vermutlich gar nicht mehr ausgestrahlt.

(Quelle diepresse.com)  05.10.2007

Autoren Streiken

Verhandlungen in Hollywood gescheitert!

Die Autorengewerkschaft "Writers Guild" berichtete am Abend, dass die Drehbuchautoren in Hollywood auf Grund der der gescheiterten Tarifverhandlung beschlossen haben zu streiken. Die Autoren werden am Freitag per Email über den Streikbeginn informiert, so die Gewerkschaft. Dieser Streik wäre der erste Autorenstreik seit 20 Jahren und könnte bei höherem Ausmaß eine große Gefahr für Filmproduktionen darstellen. "Writers Guild" fordern vor allem eine bessere Vergütung für Schreiber, deren Arbeit auf DVDs, im Internet und auf Mobiltelefonen verbreitet wird. Die seit Juli laufenden Verhandlungen haben leider nicht das gewünschte Ergebnis gebracht, die Autoren sehen im Streik die einzige Möglichkeit ihre Interessen zu verteidigen. 1988 kam es zum letzten Mal zu einem solchen Streik, 22 Wochen kämpften Autoren für bessere Arbeitsbedingungen. Damals musste die Filmindustrie einen Verlust von 500 Millionen Dollar in Kauf nehmen.

(Quelle zeit.de)  02.10.2007

Film und Revolte 

Bundesweiter Aktionstag

Der 13. Bundesweite Aktionstag am 31.Oktober 2007 in Frankfurt  widmet sich dem Thema "Film und Revolte".  Anlass ist der Beginn der Studenten-Revolte vor 40 Jahren. Am 2. Juni 1967 kam es beim Besuch des Schahs zu einer folgenschweren Auseinadersetzung zwischen Polizei und Studenten, wobei einer der Studenten Benno Ohnesorg erschossen wurde. Dieses Ereignis war auf keinen Fall erfreulich für die deutsche Geschichte, sorgte aber für einen Fortschritt der Filmgeschichte. Filmen wurde von diesem Tag zum "Kampfmittel", es entstanden kurze "Flugblattfilme" die sich zwischen Dokumentation und Agitation bewegten. Das Filmfest beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser Zeit und zeigt Filme und spätere Produktionen über die Revoltejahre. Im Programm sind unter anderem Brodmanns "Der Polizeistaatsbesuch" und Helga Reidemeisters "Aufrecht gehen".

(Quelle kino-zeit.de)  30.10.2007

Evelyn Hamann verstarb am Wochenende

Hamburger Schauspielerin ist tot

Mehrfach ausgezeichnet und doch bescheiden - die Schauspielerin Evelyn Hamann zog es stets vor, ihre Arbeit gut zu machen statt im Glanzlicht zu stehen.

Unvergessen bleibt sie in ihren Rollen an der Seite des Komikers Loriot, der sie als seinen "Glücksfall" ´bezeichnete. Auch als unerbittliche Sekretärin Adelheid an der Seite der Komissare Strobel und Pohl bleibt sie in Erinnerung. Ihre Serie "Evelyn Hamanns Geschichten aus dem Leben" läuft seit 14 Jahren im ZDF.

Die gebürtige Hamburger Schauspielerin stammte aus einer Musikerfamilie und absolvierte eine klassiches Schauspielkarriere.

Dem Theater blieb sie zeitlebens eng verbunden. 

(Quelle stern.de)  29.10.2007

Prix Lux für "Auf der anderen Seite"

Kulturpreis des europ. Parlaments für Fathi Akin

Das europäische Parlament verleiht heute zum ersten Mal den Prix Lux. Zu den Gewinnern zählen Produzent Klaus Maeck, corazón international, und die Hauptdarstellerin Hanna Schygulla für Fatih Akins Film "Auf der anderen Seite". Mit dem Prix Lux möchte das europäische Parlament verdeutlichen, wie wichtig die Kultur jedes einzelnen Landes ist. Außerdem erhofft man sich, die europäische Integration zu fördern. "Auf der anderen Seite" thematisiert den kulturellen Austausch zwischen deutschen und türkischen Bürgern, der Film trifft somit genau ins Schwarze. Akins ausgezeichneter Film wird nun in 23 Amtssprachen der Europäischen Union untertitelt, außerdem wird eine 35mm-Kopie je Sprachfassung hergestellt und es soll eine Fassung für Hörgeschädigte geben.

(Quelle Filmzeitung.de)  24.10.2007

Deborah Kerr

Schottische Schauspielerin  in Suffolk verstorben 

Mit ihrer Hauptrolle als frustrierte Offziersgattin in Fred Zinnemanns Kriegsdrama "Verdammt in alle Ewigkeit" ("From Here to Eternity") von 1953 verschaffte sich die gebürtige Schottin den Durchbruch. In einer für die prüden Fünfziger sehr freizügigen Liebesszene sieht man sie in der Ozeanbrandung ein sehr leidenschaftliches Verhältnis mit dem Untergebenen ihres Mannes eingehen. 

Ihrer ersten Oscar-Nominierung für ihre Rolle in "Verdammt in alle Ewigkeit" mit Spencer Tracy folgten fünf weitere, sie spielte mit den größten männlichen Stars der fünfziger und frühen sechziger Jahre wie Yul Brunner, Cary Grant und Richard Burton. Die als Deborah Jane Trimmer erhielt den Preis jedoch erst 1994 in Form des Honorary Award für ihr Lebenswerk - der Hollywood-Rekord für erfolglose Oscar-Nominierungen einer Darstellerin hält sie ebenfalls.

Die zierliche Deborah Kerr setzte sich dank ihres schauspielerischen Talents gegen ihre US-Konkurrentinnen durch, blieb dem Glamour  Hollywoods aber stets ein wenig fremd. 1968 nahm sie Abschied von der Traumfabrik, weil die Zunahme von Sex und Gewalt sie abstießen.

Sie lebte zuletzt mit ihrem Ehemann, dem deutschen Schriftsteller Peter Viertel in der Zurückgezogenheit eines Schweizer Klosters.

(Quelle spiegel.de)  23.10.2007

Rekordbeteiligung

Auslands-Oscar gefragter den je

Welche Filme für den Oscar nominiert werden, gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills am 22. Januar bekannt. Schon jetzt fiebern mehr Länder mit als je zu vor und erhoffen sich eine Nominierung. Für den besten nicht englischsprachigen Film gab es dieses Jahr eine Rekordbeteiligung, 65 Länder reichten ihre Filme ein. Neu dabei sind unter anderem Irland und Aserbaidschan. Weitere Teilnehmer sind "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky für Österreich, der von Fatih Akin mitproduzierte Film "Takva - Gottesfurcht" für die Türkei, der Zeichentrickfilm "Persepolis" für Frankreich, "Katyn" von Andrzej Wajda für Polen, außerdem die Cannes-Gewinner "Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage" von Cristian Mungiu für Rumänien. Für Deutschland schickt Fatih Akin den Film "Auf der anderen Seite" ins Rennen und ist somit bei gleich zwei Filmen beteiligt.

(Quelle Focus.de)  19.10.2007

Neue Film-und Medienakademie

Hessen gründet neue Hochschule

Filmbranche, Hochschulen und Politik wollen das Bundesland als Film- und Medienstandort stärken. Unter Federführung der Hochschule für Gestaltung in Offenbach soll eine "praxisgerechte Ausbildung" angeboten werden.  Die neue Film- und Medienakademie soll die Ausbildungsangebote der Hochschulen untereinander sowie die Kooperation der Unternehmen und Institutionen koordinieren und intensiver vernetzen.

(Quelle filmzeitung.de)  16.10.2007

Godard und Ballhaus

Ehrenpreis für Lebenswerk

Am 1. Dezember findet in Berlin die 20. Preisverleihung der Europäischen Filmakademie statt. In Rahmen der Veranstaltung werden der französische Regisseur Jean-Luc Godard und der deutsche Kameramann Michael Ballhaus mit den Ehrenpreis für ihre exzellente Arbeit als Filmschaffende ausgezeichnet.

Godard (76) ist schon seit 50 Jahren im Filmgeschäft tätig und sei ein "versierter Kenner und Kritiker der Filmkunst", zudem habe er großen Einfluss auf das europäische Kino genommen, betonte die Europäische Filmakademie in Berlin. Auf Grund dieser Leistung werde er für sein Lebenswerk geehrt.

Ballhaus gilt als einer der bedeutendsten Kameramänner des deutschen und internationalen Films. Er hat in Deutschland sowie den USA mit den bedeutenden Regisseuren zusammengearbeitet, darunter Rainer Werner Fassbinder, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola. Über die Auszeichnung äußerte sich der 72 Jährige "hoch erfreut", der Preis sei für ihn "Anerkennung meiner Leistungen".

(Quelle tagesspiegel.de)  12.10.2007

Stellenabbau bei der BBC

Mehrere tausend Jobs gefährdet

Der britische Fernsehsender fiel in letzter Zeit immer wieder mit negativen Meldungen auf und hat nun bekannt gegeben, dass aufgrund der erheblichen finanziellen Probleme Kürzungen bevorstehen.       Der größten öffentlich-rechtlichen Anstalt der Welt fehlen umgerechnet fast 2,9 Milliarden Euro, die sich aus fehlenden Gebühreneinnahmen ergeben.

Von den weltweit mehr als 23.000 Mitarbeitern sind nun mehr als zehn Prozent gefährdet.

Zuvor war die BBC durch eine Reihe von Skandalen unangenehm aufgefallen: Sie musste Fehlverhalten bei einer Anrufer-Show einräumen und ein Bußgeld von rund 74.000 Euro zahlen,  den Chef von BBC One aufgrund eines irreführenden Berichts über die Queen zurücktreten lassen und sich von der Medienaufsicht Ofcom rügen lassen.

(Quelle spiegel.de)  10.10.2007

Bundesliga auf Premiere?

Kirch soll die Rechte für 2009/2010 erhalten

Der ehemalige Fernsehmanager soll die TV-Rechte im Auftrag der DFL vergeben und mit seiner neugegründeten Firma Sirius als Zwischenhändler von 2009 an die Medienrechte an der Fußball-Bundesliga vergeben.

Die DFL gründet zudem eine Auslandsgesellschaft zur internationalen Vermarktung, die im Zeitraum von 2009 bis 2015 Erlöse von etwa 460 Millionen Euro erbringen soll. "Damit verfügt die Bundesliga über die größte finanzielle Absicherung ihrer Geschichte", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Profivereine können sich auf eine Erhöhung der Einnahmen um fast 20 Prozent freuen. Die künftigen Rechteinhaber sollen von der Kirch-Firma Sirius stellt den künftigen Rechteinhabern ein Bundesliga-TV  mit Live-Berichterstattung. ZDF und der derzeitige Rechteinhaber Premiere zeigten bereits Interesse, signalisierten aber eine Befürchtung höherer Kosten.

 

Vor fünf Jahren hatte Kirch mit seinen Unternehmen Insolvenz angemeldet und für eine der größten Pleiten in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gesorgt. Ende September meldete er sich überraschend mit verschiedenen Projekten zurück.

Bedenken aufgrund der historischen Pleite hatte es bei der DFL-Spitze kaum gegeben. "Die Vergangenheit hat keine entscheidende Rolle gespielt", sagte Rauball.

(Quelle spiegel.de)  10.10.2007

Rosa geht in Rente

Ausstellung zum 65. Geburtstag

Das "Schwule Museum Berlin" bereitet zum 65. Geburtstag des bekannten Filmregisseurs Rosa von Praunheim (25. November) eine "kritisch-liebevolle-Homage" zu seinem Leben und Werk vor. Die Ausstellung soll zu dem auch die Einflüsse und Reaktionen, die sein Lebenswerk in der Öffentlichkeit hinterließ, dokumentieren, betonte das Museum in der Ankündigung am Dienstag. 

Praunheim gilt als wichtigster Vertreter des postmodernen deutschen Films. Vor allem seine Dokumentation von 1970 "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" machte ihn zum öffentlichen Wegbereiter und einer der Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland.

(Quelle newsticke.welt.de)  09.10.2007

Harald Schmidt plant Abschied

Pocher macht alleine weiter

Noch bevor Harald Schmidts neue ARD-Show mit Oliver Pocher am 25. Oktober startet, plant dieser bereits seinen Abschied. Er wolle "Schmidt & Pocher" nur ein, zwei Jahre machen um sich dann in Zukunft verstärkt dem Theater zuwenden. "Danach kann er alleine auf Sendung gehen, täglich, so wie ich früher, während ich selbst nur noch Urlaubsvertretung mache. Das wäre mein Ideal" sagte der 50-Jährige der Stuttgarter Zeitung. Pocher könne dann allein weiter machen, da er der einzige sei, der eine Late-Night-Karriere starten könne.

(Quelle süddeutsche.de)  08.10.2007

Bambi für Sophia Loren

Die itallenische Schauspielerin wird den Bambi ihr am 27. November zum neunten Mal entgegennehmen - dieses Jahr für ihr Lebenswerk und ihre Rolle als "unvergleichliche kulturelle Botschafterin ihrer italienischen Heimat".

Seit ihrer Hauptrolle in "Aida" 1953 hat die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete Grande Dame in über 100 Filmen gespielt. 

"Der neunte BAMBI für Sophia Loren ist eine Verbeugung vor einer starken Frau, die mit ihrer unwiderstehlichen Ausstrahlung, ihrem großen Talent und ihrem unbestechlichen Charakter Außergewöhnliches vollbracht hat."

(Quelle Filmzeitung.de.net)  05.10.2007

Schauspielerin Luis Maxwell ist tot
Die Schauspielerin Luis Maxwell, welche seit dem ersten Bond Film "Dr. No" (1965) bis zum letzten Roger Moore-Bond "Im Angesicht des Todes" (1985) die legendäre  "Miss Moneypenny" verkörperte, starb 80-jährig am Samstag den 29.09.2007 in einem Krankenhaus in Australien.
Für Roger Moore sei Maxwells Tod "ein Schock"; sie sei "für die Bond-Filme ein großer Gewinn gewesen", so der Ex-Bond Schauspieler.

(Quelle faz.net)  01.10.2007

Privatsender wollen auch Gebühren

Neue Überlegungen der Privaten

Die Finanzierungssicherheit der öffentlich-rechtlichen Sender und ihr immer stärkeres Engagement im Internet sind den Privatsendern schon lange ein Dorn im Auge. Auf der letzten Mitgliederversammlung des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) hat deren Präsident geäußert, dass man über ein Gebührensplitting nachdenke, also die Mitfinanzierung von Privatsendern aus den Fernsehgebühren. Schließlich trügen die Privatsender auch zur gesellschaftlichen Vielfalt bei, so argumentierte Doetz. Man darf gespannt sein, wie ARD und ZDF über einen solchen Griff nach ihren Kassen denken werden.

(Quelle: tagesspiegel.de)  27.10.2007

Maria Schraders Regie-Debüt

"Liebesleben" begeistert auf römischem Filmfest

Im Gegensatz zu den Hollywood-Stars, die im diesjährigen römischen Filmfest für keine Highlights sorgen, begeistern die europäischen Filme umso mehr. Darunter die Verfilmung des Bestsellers "Liebesleben" von der israelischen Autorin Zeruya Shalev. Der gleichnamige Film ist Schraders Regie-Debüt und erzählt die Gesichte von Ya´ra, eine junge verheiratete Frau die Chancen auf eine Kariere in der Universität hat. Da trifft sie den um einige Jahre älteren Arie und verfällt seiner Anziehungskraft. Obwohl er nur an einer sexuellen Beziehung interessiert zu sein scheint, ist sie bereit, ihr bisheriges Leben für diesen Mann aufzugeben - bis ein Geheimnis ihrer Eltern ans Tageslicht kommt, zu dem Arie der Schlüssel ist. Schrader gelingt ein schöner, anmutiger Film, der auf dem Filmfest an der Tiber in den Vordergrund gerückt ist und einen bleibenden positiven Eindruck auf das Publikum gemacht hat.

(Quelle: tagesspiegel.de)  25.10.2007

Nach 10 Jahren zurück

Coppola präsentiert neuen Film

Zehn Jahre nach Francis Ford Coppolas letztem Film "Der Regenmacher", stellt der 68-Jährige seinen zweistündigen "Youth Without Youth" (Jugend ohne Jugend) in dem römischen Filmfestival vor. Nach der gescheiterten zehnjährigen Arbeit an seinem Riesenprojekt "Megalopolis", bekommt Cappola das Buch des rumänischen Philosophen, Religionswissenschaftlers und Romanciers Mircea Eliade.  "Es war wie eine Offenbarung, meine Kreativität lag am Boden damals, mir ging es wie dem Protagonisten in dem Buch" sagt er heute nach der langen Zeit der Frust. Herausgekommen ist eine mysteriöse Love Story, in der Bruno Ganz mit einer kleinen, aber feinen Rolle und die verwandlungsfähige Alexandra Maria Lara beeindrucken.

(Quelle: newsticker.welt.de)  21.10.2007

US-Autoren drohen mit Streik 

Writers Guild of America (WGA) fordert mehr Geld

Autoren in den USA gehören zu den Bestverdienern im Filmgeschäft, für die Erneuerung ihres Tarifvertrages mit den Produzenten fordern Sie nun Beteiligungen an Erlösen aus DVD, Internet und sonstigen neuen Medien. So soll etwa auf jede DVD ein Zuschlag von 8 Cent erhoben werden, ein betrag den die Produzenten angesichts des harten Preiskampfes im DVD-Bereich ablehnen. Sollte es zu keiner Einigung bis 31. Oktober kommen, droht die WGA damit, dass ab 1. November keine Zeile mehr geschrieben wird.

(Quelle: Spiegel)  18.10.2007

Tom Cruise "Valkyrie" 

Kopierwerksschaden

Es gehört zu den Albträumen aller Filmschaffenden, wenn das Ergebnis aufwändiger Dreharbeiten, ja sogar mehrerer Drehtage durch einen technischen Fehler unbrauchbar gemacht wird. Ausgerechnet die auch wegen schwieriger Genehmigungsverfahren und Unfälle am Filmset ins Gerede gekommene Produktion "Valkyrie" muss nun wichtige Teile nachdrehen, weil in einem Münchner Kopierwerk das Negativ angeblich mit falschen Chemikalien bearbeitet wurde. 

Ausgerechnet jener Drehort, dessen Genehmigung besonders umstritten war, der sogenannte Bendlerblock ist von dem Schaden betroffen. Der Film über die Widerstandsbewegung der Offiziere um Stauffenberg, denen es beinahe gelungen wäre, Hitler zu töten, kostet 80 Million Dollar. Nun muss, zum Unmut der Betreiber, an der Gedenkstätte erneut gedreht werden. 

Kopierwerksschäden sind selten und das betroffene Kopierwerk besitzt einen exzellenten Ruf. Dass ein solcher Vorfall ausgerechnet bei einem solchen Vorzeigeprojekt auftritt, kann man nur als gewaltiges Pech bezeichnen.

(Quelle: Tagesspiegel)  07.10.2007

 

August & September 2007

 

Drehbuch gestohlen
Der Filmemacher Francis Ford Coppola beklagt den Verlust seines neuen Drehbuches. In der Nacht waren fünf bewaffnete Männer in sein Haus in Buenos Aires eingedrungen und hatten neben einer FIlmkamera und persönlichen Gegenständen auch den Computer des Regisseurs mitgenommen, auf dem sich das Drehbuch zu seiner neuen Produktion "Tetro" befand. Coppola will im kommenden Februar in Argentinien mit den Dreharbeiten beginnen.

Er ließ heute eine Belohnung für die Rückgabe des Rechners oder zumindest der Daten ausrufen.. "Es waren die Ergebnisse kreativer Arbeit einer langen Zeit", sagte eine seiner Angestellten.

(Quelle spiegel.de)  28.09.2007

Abhörskandal in Hollywood
Der Hollywood-Regisseur John McTiernan muss eine viermonatige Haftstrafe antreten. Er war angeklagt, FBI-Beamte belogen zu haben, die ihn im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen den als  "Privatdetektiv" der Stars bekannten Anthony Pellicano befragten.

Dabei stellte sich heraus, dass McTiernan Pellicano angeheurt hatte, um auf illegale Weise Informationen über den Produzenten Charles Roven zu erhalten.

Das Urteil wurde am Montag in Los Angeles festgesetzt.

(Quelle: sueddeutsche.de)  25.09.2007

Fatih Akin Oscarverdächtig
Der Hamburger Regisseur geht mit seinem neuen Film "Auf der anderen Seite" für Deutschland ins Rennen.  Von einer Fachjury gemeinsam mit 4 anderen deutschen Produktionen ausgewählt, harrt das Familiendrama der endgültigen Entscheidung am 24. Februar.

"Auf der anderen Seite" hatte bereits in Cannes den Preis für das beste Drehbuch erhalten und lief im Wettbewerb zahlreicher internationaler Festivals.

In Deutschland wird er morgen in den Kinos starten.

(Quelle: rp-online.de)  19.09.2007

Preisträger Filmfest Oldenburg 
Der "German Independence Award - Bester Deutscher Film" wurde an Jakob M. Erwa für sein Spielfilmdebüt "Heile Welt" verliehen, das von den Orientierungsversuchen dreier Jugendlicher erzählt. Der mit 8000 Euro dotierte Preis wurde am Sonntag zusammen mit dem  "German Independence Award - Publikumspreis"  verliehen, der an Jan-Hinrik Drevs für sein Gefängnisdrama "Underdogs" ging. Die Gewinner erhielten zudem eine Avid-Schnitt-Software.

 

Als weitere Auszeichnung wurde der ebenfalls mit 8000 Euro dotierte Otto-Sprenger-Preis an die Brüder Ben und Dominik Reding für ihr Drama "Für den unbekannten Hund" vergeben.

 

Mit der Preisverleihung und der internationalen Premiere von "The Astronaut Farmer" von Michael Polish endete am Sonntag Abend das 14. Internationale Filmfest Oldenburg, das sich immer mehr als Forum des unabhängigen Kinos in Deutschland etabliert.

(Quelle: filmzeitung.de)  18.09.2007

Joachim Hansen gestorben

Schauspieler verstarb mit 77 Jahren

Der deutsche Schauspieler Joachim Hansen erlag vergangenen Donnerstag den Folgen einer Hirnblutung und verstarb im Alter von 77 Jahren in Berlin..

Bekannt wurde er in den fünfziger Jahren durch die Hauptrolle im Film "Der Stern von Afrika". 

Er spielte in vielen  internationalen Film-Produktionen wie "Die Brücke von Remagen", übernahm allein zwischen 1957 und 1962 die männliche Hauptrolle in 19 Filmen und spielte u.a. die Rolle des Hitler-Attentäters Graf Stauffenberg in der ZDF-Produktion "Operation Walküre".

(Quelle: ln-online.de)  18.09.2007

Stauffenberg-Drama erhält Drehgenehmigung

Die Pforten des Bendlerblocks werden geöffnet

Die Produzenten des Hollywood-Dramas "Valkyrie", einem Film über den Widerstand gegen Hitler, haben nach langem Ringen mit dem deutschen Verteidigungsministerium nun doch die Drehgenehmigung für das historische "Bendlerbock"-Gebäude erhalten. Dieses  war Schauplatz der Erschießung Stauffenbergs nach seinem fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler und daher für die Authentizität des Films enorm wichtig.

(Quelle: faz.net)  17.09.2007

Kein Regiedebut für Ben Affleck

Hauptdarstellerin erinnert an McCann-Fall

In dem Regiedebut „Gone Baby Gone“ von Ben Affleck geht es um das  Paar Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan), die in Boston gemeinsam als Privatdetektive arbeiten. Sie übernehmen den Fall der vierjährigen vermissten Amanda. Das Mädchen scheint allerdings eine eindeutige Ähnlichkeit mit der in Portugal verschwundenen Madeleine McCann zu haben. Der Filmverleih Buena Vista International will den Film deshalb vorerst nicht in britischen Kinos zeigen. Die Darstellerin des kleinen Mädchens trägt zwar im Film den Namen Amanda, ihr richtiger Name ist allerdings Madeleine. Der Film welcher auf einem Roman von Dennis Lehane basiert, wurde schon vor einem Jahr gedreht und soll laut Sprecher des Filmverleihs BBC keine Anlehnung an den McCann-Fall sein. Ben Affleck äußerste sich während des Filmfestes im französischen Deauville zu der Problematik und versicherte, "Wir wollen den Film nicht veröffentlichen, wenn dieser einen wunden Punkt trifft". Und so ist es dann auch gekommen, zumindest scheint der Filmverleih BBC kein Risiko eingehen zu wollen.

(Quelle: unterhaltung.de)  14.09.2007

Filmkunstmesse in Leipzig 

Über 900 Gäste besprechen Filmmarketing

 

Seit Montag läuft die Filmkunstmesse in Leipzig, bis Freitag werden sich zum 7. Mal Verleiher und Branchenvertreter mit Besitzern von Kleinkunst- und Arthouse-Kinos etwa  60 Filme gemeinsam anschauen und deren Bewerbung diskutieren. 

Nicht nur Trailer und Plakate, auch Starttemine und bisweilen selbst der deutsche Titel werden  hier besprochen. Durch Auswertung der Publikumsreaktionen ziehen Verleiher und Kinobesitzer Schlüsse auf die Vermarktung der Filme in Deutschland.

Der Verband bietet weiterhin den Kinobetreibern Seminare und Vorträge zur Programmgestaltung und Führung der Häuser an.

Auch der Status des Kinos ist Gesprächsthema -  angesichts der zunehmenden medialen Versorgung der Konsumenten und der aktuellen Bedrohung der kleineren Kinos durch die zurückgehenden Einnahmen aus der Werbeindustrie ist es durchaus angebracht, sich einmal mehr der Bedeutung der Vielfalt in der deutschen Kinolandschaft  bewusst zu werden.

Die Werbebranche zieht sich mehr und mehr aus Investitionen in unabhängige Kinos zurück, um sich mehr auf die Einnahmen in Multiplex-Kinos zu konzentrieren. Dabei vernachlässigt sie den Kaufkraft und den Anspruch des durchschnittlichen Arthouse-Besuchers.

Der Branchenverband AG-Kino - Gilde Deutscher Filmkunsttheater erhofft sich von der Messe wieder einen regen Austausch von Kinobetreibern mit Verleihern und Kollegen, es werden ebenfalls Regisseure und Schauspieler anwesend sein.  

 

(Quelle: tagesspiegel.de)   12.09.2007

Die Helden von Venedig 

Hauptpreis geht an Ang Lee für "Lust, Caution" 

Der taiwanesische Oscar-Preisträger Ang Lee ("Brokeback Mountain", "Tiger and Dragon") erhält zum zweiten Mal binnen zwei Jahren den begehrten "Goldenen Löwen" für den besten Film, "Se, Jie" ("Lust, Caution").

Der silberne Löwe für die beste Regie erhielt Brian de Palma ("Mission: Impossible") für seinen Streifen "Redacted". 

 

Die Preisträger in der Übersicht:

 

Goldener Löwe für den besten Film: "Lust, Caution" von Ang Lee

Goldener Ehrenlöwe für das Lebenswerk: Bernardo Bertolucci

Silberner Löwe für die beste Regie: "Redacted" von Brian De Palma

Spezialpreis der Jury: "Le Grain et le Mulet" von Abdellatif Kechiche und "I'm Not There" von Todd Haynes

Speziallöwe für das geschlossenste Werk: "12" von
Nikita Mikhalkov

"Coppa Volpi" für den besten Schauspieler: Brad Pitt in "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" von Andrew Dominik

"Coppa Volpi" für die beste Schauspielerin:
Cate Blanchett in "I'm Not There" von Todd Haynes

Marcello-Mastroianni-Preis für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung: Hafsia Herzi, in "La Graine et le mulet" von Abdellatif Kechiche

 

(Quelle: spiegel.de)   10.09.2007

14. Internationales Filmfest Oldenburg
Verleihung des "German Independence Awards" Vom 12. bis zum 16. September findet das Independent-Festival in Oldenburg statt. Gezeigt werden unabhängige deutsche und internationale Produktionen; das einzigartige Spektrum wird durch Sonderreihen und Specials vertieft. Das Festival bezeichnet sich selbst als „non competitive film festival“ und bleibt dieser Maxime seit nun 14 Jahren treu, hält eisern den Kurs an  Hollywood und Standardproduktionen vorbei und versteht „kontrovers“ als „prädikat wertvoll“. Ehrengast ist dieses Jahr Abel Ferrara, aus dessen Lebenswerk 7 Filme präsentiert werden. Der Regisseur ist ab dem 14.9. persönlich anwesend.   Neben der Bekanntmachung unabhängiger Filmemacher und ihrer Arbeiten durch Berührung mit dem Publikum verleiht das Festival auch seit 1998 den „German Independence Award – Bester Deutscher Film“. Eine internationale Jury bestimmt, welche Arbeiten dem Ideal des unabhängigen Kinos am nächsten kommen.

Erweitert werden die Auszeichnungen durch den „German Independence Award – Kurzfilm“, der 2007 Premiere hat und  jungen Filmemachern den Einstieg erleichtern soll, sowie den Otto Sprenger-Preis, der dieses Jahr zum ersten Mal in Oldenburg verliehen wird. Diese Auszeichnung ist mit 8000 Euro dotiert und wird an junge Filmemacher aus Norddeutschland vergeben. Durch internationalen Ausdehnung und  außergewöhnliche Arbeiten qualifiziert sich „The  Oldenburg“ mit seiner besonderen Atmosphäre eines kleinen Festivals immer mehr vom Insidertipp zu einer namhaften Plattform für beeindruckende Produktionen.

Selbst der Trailer - stets von Regisseuren mit Rang und Namen umgesetzt - zeugt von zunehmender Bekanntheit, die aber der Hingabe an das Credo „independent“ keinen Schaden tut. Er ist auf der Seite des Festivals einzusehen: www.filmfest-oldenburg.de.

(Quelle: filmfest-oldenburg.de)   07.09.2007

Filmfestival in Venedig

Irakkrieg im Kino angekommen

Gleich zwei Antikriegsfilme stehen während den Filmfestspielen in Venedig im Mittelpunkt. Der Film „Redacted“ von Hollywood-Regisseur Brian De Palma wurde eher verhalten aufgenommen, wobei „the Valley of Elah“ das Publikum mehr begeisterte und für 10 Minuten Standing Ovations sorgte. In diesem Film macht sich ein US-Veteran auf die Suche nach seinem Sohn, der kurz nach der Rückkehr aus dem Irak ermordet wird. Regisseur Paul Haggis erzählt, dass er mit seinem Film keine Kritik an der US-Regierung ausüben möchte, wichtiger scheint ihm die Psyche der Soldaten nach traumatischen Kriegserlebnissen zu sein. Während des Films erfährt der Vater des ermordeten Soldaten, dass sein Sohn während seines Einsatzes irakische Gefangene folterte und absichtlich ein Kind mit dem Panzer überfuhr. Gerade wegen dieser Szenen lässt sich Haggis Haltung zum Irakkrieg trotzdem erkennen. Lange war man sich nicht sicher, ob es nicht zu gewagt wäre, dieses noch sehr aktuelle Thema zu verfilmen. Doch gerade die fragliche Berichterstattung in den amerikanischen Medien motivierte die beiden Regisseure zu ihren Filmen.

(Quelle: focus.de)   03.09.2007

Teures Gemüse

Supermarktkette verklagt Amateur-Rapper

Eine Millionen Dollar verlangt die Supermarktkette A&P von zwei ehemaligen Aushilfsarbeitern, die angeblich mit einem Rapvideo den Namen der Firma in dem Dreck gezogen haben. Die beiden Brüder Mark and Matthew D'Avella, die sich in dem Video unter anderem mit roter Beete in den Genitalbereich schlagen, können die Aufregung nicht verstehen, "Wir veralbern doch bloß die Seltsamkeit dieser ganzen Gangsta Rap-Videos". Die Kundin, die sich über das “ekelhafte“ Video beschwert hat, sei wohl schon lange mit der Familie der beiden Studenten verfeindet. Tatsache ist jedoch, dass die jungen Rapper auf keine Peinlichkeit verzichten um ihr Video "Produce Paradise" ordentlich ins lächerliche zu ziehen. Angeblich ist auf dem Video aber keine Exakte Verbindung zu der Supermarktfiliale zu erkennen, das Logo auf der Mütze eines der jungen Männer scheint kaum lesbar. Mark and Matthew D'Avella holen jetzt zum Gegenschlag aus, direkt von ihrer Internetseite können Fans des Videos eine Beschwerde an A&P senden, bis jetzt haben 600 Sympathisanten von dieser Idee Gebrauch gemacht.

(Quelle: heise.de)   31.08.2007

 

 

Berühmter Nachwuchsfilmpreis vergeben

"First Steps Awards" für junge Filmschaffende

Am Potsdamer Platz in Berlin wurde zum mittlerweile achten Mal einer der renommiertesten deutschen  Nachwuchspreise verliehen;  im Rahmen dessen werden Abschlussarbeiten von Filmstudenten geehrt. 
Der "First Steps Award" beweist seine Glaubwürdigkeit bzw. Aussagekraft unter anderem mit dem Beispiel eines diesjährigen Jurymitgliedes:
Hans Weingartner, welcher den begehrten Preis vor sechs Jahren verliehen bekam, drehte vor drei Jahren den Kinoerfolg "Die fetten Jahre sind vorbei".
Gewinner dieses Jahres sind u.a. Tom Zenker für seinen Spielfilm „Der blinde Fleck“ und Eva Neymann für Ihren Dokumentarstreifen „Wege Gottes“.

 

(Quelle: tagesspiegel.de)   29.08.2007

Hansjörg Felmy gestorben

Schauspiellegende starb mit 76

Der gebürtige Berliner erlag schon am letzten Freitag einer langen und schweren Krankheit. Bereits seit Mitte der Neunziger litt er an Osteoperose. Er gehörte seit den fünfziger Jahren zu den bedeutendsten Bühnen-, Film- und Fernsehschauspielern Deutschlands. "Zum Abstinenzler tauge ich nicht“, sagte der leidenschaftliche Raucher und Rotweintrinker über seine Lebensweise. 1973 gab er sein Debüt in der Tatort-Serie der ARD. Er mimte bei 20 Folgen den Kommissar Haferkamp. Danach zog er sich aus dem Fernsehgeschäft zurück und war wieder mehr auf der Bühne zu sehen. Mitte der Neunziger nahm er dann von seinem Künstlerleben wegen gesundheitlicher Probleme Abschied.

(Quelle: faz.net)   27.08.2007

 

Schauspieler Ben Becker wiederbelebt

Überarbeitung führte zu Kreislaufzusammenbruch

Der Schauspieler Ben Becker ("Schlafes Bruder", "Comedian Harmonists") erlitt am heutigen Montag einen sehr ernsten Kreislaufzusammenbruch, der laut Beckers Sprecherin auf Überarbeitung und Stress zurückzuführen sei.  Becker musste nach seinem Auffinden wiederbelebt werden.
Gerüchte über Drogenmissbrauch wies die Sprecherin zurück.

(Quelle: faz.net)   27.08.2007

Armin Müller-Stahl beendet seine Karriere

Wohl nur noch ein Film

Einer der renommiertesten deutschen Schauspieler, Armin Müller-Stahl, hat nun sein Karriere-Ende angekündigt.
Demnach solle nach dem derzeitigen Dreh der "Buddenbrooks" noch lediglich ein Film folgen, den Herr Müller-Stahl gemeinsam mit seinem Sohn drehen will. Hiernach wird sich der 76-jährige wohl mit seinen anderen Leidenschaften befassen - wie etwa die Malerei.

 

(Quelle: Der Tagesspiegel)   

Unfall am Set

Dreharbeiten zum neuen Cruise-Film sorgen für 11 Verletzte!

Bei den Dreharbeiten zum neuen Cruise-Film "Valkyrie" wurden gestern Abend 11 Menschen verletzt, teilweise schwer. In einer Kurve stürzten die Personen von einem Lastwagen und mussten sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Die Dreharbeiten wurden somit vorerst abgebrochen. Der  Film von Regisseur Bryan Singer behandelt dass Hitler-Attentat um Stauffenberg. Für die Dreharbeiten wurden am Wochenende unter anderem  das frühere Reichsluftfahrt- und heutige Bundesfinanzministerium gesperrt. Der Film steht dennoch unter Kritik, da Cruise Anhänger der umstrittenen Scientology-Organisation ist.

 

(Quelle: Der Tagesspiegel)   

Publikumspreis des Filmfestivals von Locarno 

Preis geht an Frank Oz für "Sterben für Anfänger"

Der Regisseur Frank Oz (u.a. die Originalstimme von Yoda aus "Star Wars") wird mit dem Publikumspreis von Locarno ausgezeichnet.
Damit hat sich der Film gegen Konkurrenten wie "Das Bourne Ultimatum" und "Hairspray" (mit John Travolta und Christopher Walken) durchgesetzt.
Der Film dreht sich um die chaotischen Verhältnisse rund um den Hauptdarsteller Daniel Macfadyen ("Stolz und Vorurteil") während des Begräbnisses seines Vaters.

 

(Quelle: Der Tagesspiegel)  17.08.2007

 

"Am Ende kommen Touristen" 

Über den Umgang mit Auschwitz

Am 16.08.07 startet der neue Film des jungen Regisseurs Robert Thalmann ("Netto"), der mit "Am Ende kommen Touristen" sein zweites Kinoprojekt vorstellt. In diesem Streifen thematisiert Thalmann den Umgang mit dem Thema Auschwitz, wobei er deutsche wie polnische Protagonisten portraitiert und somit die heutige Auffassung bzw. den modernen Umgang mit diesem brisanten Thema veranschaulicht. 
Statt eines postmodernen Melodrams über die Tragweite des Holocaust  erwartet den Zuschauer ein "vergnüglicher" Film über eine sich im Laufe der Zeit veränderte Sicht- und Herangehensweise an die Thematik, und somit eine neuartige Schilderung des Umgangs mit der Geschichte.

 

(Quelle: Die Zeit)  13.08.2007

Franz Antel ist tot

Sündiger Filmemacher

Er war sicherlich keiner der Regisseure, den Cineasten als einen Künstler der Leinwand beschrieben hätten. Denn seine teilweise fraglichen Heimatfilme, "Frau Wirtin treibt es jetzt noch toller" (1966), " Otto ist auf Frauen scharf" (1968), ließen nicht zuletzt wegen Ihres Titels, an jeglichem Anspruch zweifeln. Vor allem seine einst familienfreundlichen Produktionen scheinen heute nur noch den Wenigsten ein Begriff zu sein. Antel fand immer wieder Gefallen daran, den nostalgischen Glanz der Monarchie neu aufleben zulassen und verzichtete dabei nicht im Geringsten auf die ständige Eintönigkeit, von der seine Filme befallen waren. Somit schien zwischen "Kaisermanöver" und "Kaiserball" die Abwechslung völlig in Vergessenheit zu geraten. Mit diesen Filmen macht er sich einen Namen, dem er 1981 zu entfliehen versuchte, als er mit Karl Merkatz in der Titelrolle das zeitkritische Theaterstück "Der Bockerer" verfilmte. Diesem Stück fehlte es nicht an Ernsthaftigkeit und brachten Antels Humor und Milieukenntnis bestens zu Geltung. Als er 2003 den für ihn letzten Teil der Brockerer-Serie fertig stellte, gelang ihm ein Werk, das im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken vermutlich nicht in Vergessenheit geraten wird.

(Quelle: Berliner Morgenpost)  13.08.2007

Ulrich Plenzdorf tot

Bekannter Drehbuchautor

Der 72-Jährige Drehbuch- und Romanautor starb am Donnerstag in Berlin. Plenzdorf wurde als Kind einer Arbeiterfamilie in der DDR geboren. Er schrieb die Drehbücher zu Filmen wie "Die Legende von Paul und Paula", "Liebling Kreuzberg" und "Ein fliehendes Pferd".

(Quelle: ND)  10.08.2007

Michelle Pfeiffer auf dem "Walk of Fame"

Der neueste Stern  auf dem berühmten Sidewalk

Michelle Pfeiffer ("Dangerous Minds", "Scarface") wurde kürzlich mit einem Stern auf dem "'Walk of Fame" verewigt. Damit erhält die Schauspielerin den Pflasterstein Nr. 2345.

(Quelle: standart.at)  08.08.2007

Filmfest Locarno wird 60

Eröffnungsfilm ist japanischer Anime

Das diesjährige Filmfest Locarno feiert seinen 60. Geburtstag und wurde mit dem japanischen Animationsfilm "Vexille" von Fumihiko Sori eröffnet. Natürlich sind auch genügend Hollywood-Größen mitsamt deren Filmen vertreten; u.a. Robert Rodriguez mit "Planet Terror" und John Travolta in "Hairspray". Für einen detaillierten Spielplan und ausführliche Hintergrundinfos besucht die offizielle Seite unter http://www.pardo.ch/

(Quelle: tagesspiegel.de)  06.08.2007

Dreh-Start für "Buddenbrooks"

Thomas Manns Roman wird neu verfilmt

Am Montag den 30.07.07 begannen die Dreharbeiten zum neuesten "Buddenbrooks"-Streifen.

Regie bei diesem Mammutwerk, welches voraussichtlich Ende 2008 in die deutschen Kinos kommen soll, führt Heinrich Breloer; dieser zeichnete sich ebenfalls für das 2001 erschienene Doku-Drama "Die Manns" verantwortlich. 

Als Schauspieler verpflichtet sind unter anderem Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Jessica Schwarz, August Diehl und Mark Waschke. Der Produktions-Etat liegt bei etwa 15 Mio Euro.

(Quelle: spielfilm.de)  2.08.2007

Neuer Uwe Boll-Film: "Far Cry" mit Til Schweiger

Neueste Videospielverfilmung

Der auf Game-Adaptionen spezialisiert und dafür mit einem recht zweifelhaften Ruf bedachte Urfürst des deutschen Trash-Kinos, Uwe Boll, bringt  für etwa 30 Millionen Euro Produktionskosten das Videospiel-Spektakel "Far Cry" auf die große Leinwand. Mit an Bord sind voraussichtlich Til Schweiger, Ralf Möller und Udo Kier. Geplanter Kinostart ist 2008. 

(Quelle: Der Tagesspiegel)  2.08.2007

Peter Kuiper

78 jährig gestorben

Beinahe seit Anfang des deutschen Fernsehens war Peter Kuiper bei zahllosen Fernsehspielen, Krimis und Spielfilmen dabei.  Ob Stahlnetz, der Kommissar oder Derrick, immer wieder überzeugte Kuiper in verschiedensten Rollen. Auch Fassbinder holte ihn in vier Folgen von "Berlin Alexanderplatz". Zuletzt spielte er 2006 eine Nebenrolle in dem Film "Until Death" mit Jean-Claude van Damme.

(Quelle: Berliner Morgenpost)  29.09.2007

Sie lebt! Oder doch nicht?

Die DDR im Film

Zum Tag der Deutschen Einheit übt sich das Fernsehen wieder im Historisieren unserer jüngeren Vergangenheit. Gleich vier Filme und zwei flankierende Dokumentationen werden gesendet. Aber diese Filme stellen die DDR geschönt da. Sie wird fernsehgerecht aufgepeppt und verzerrt damit das tradierte Bild dieser Epoche und das, der Menschen, die dort lebten.

Anhand dieser Historienfilme kann man sehr gut ablesen, was sie einem über eine Gesellschaft erzählen, die meint, solche Filme zu brauchen. Der Palast der Republik wird abgerissen, aber gleich nebenan wird die DDR im Deutschen Historischen Museum archiviert, und im Film wird sie wieder aufgebaut.

(Quelle: Spiegel)  26.09.2007

Urgestein der deutschen Krimiszene

Jürgen Roland gestorben

Er hat als Regisseur in der deutschen Fernsehlandschaft Zeichen gesetzt und das Krimi-Genre in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten geprägt. Von ersten Serien wie "Der Polizeibericht meldet" über das legendäre "Stahlnetz" sowie Edgar Wallace Filmen reichte seine Bandbreite bis hin zu diversen Tatort Folgen. Insgesamt hat er rund 100 TV- und Kinofilme geschaffen. Roland verstarb im Alter von 81 Jahren nach einer langen Krankheit in Hamburg.

(Quelle: Spiegel)  23.09.2007

Teilsieg für Breuer

Leo Kirch kann nicht punkten

Die Jüngeren wissen nicht einmal mehr, wer Medienunternehmen wie Pro7 gegründet und ein gewaltiges Medienimperium geschaffen hat und dessen Geschicke durch den Konkurs der Kirch-Gruppe 2002 anders als erhofft verliefen. Kirch gibt dem ehemaligen Deutsche Bank Chef Breuer Mitschuld an dem Untergang, weil dieser angeblich an einem Komplott gegen die Kirch-Gruppe beteiligt gewesen sei. Seitdem versucht Kirch juristisch gegen Breuer vorzugehen und Schadensersatz einzufordern. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt, bei der Kirch Breuer angezeigt hat, sieht dies nach umfangreichen Befragungen und Untersuchungen allerdings anders und hat die Ermittlungen eingestellt. Breuer und die deutsche Bank werten dies für den in Kürze beginnenden Prozess als günstiges Vorzeichen. Man darf gespannt sein, ob Kirch mit seiner 1,6 Millionen Euro Forderung an Schadensersatz erfolgreich sein wird.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)  22.09.2007

Online Pläne von ARD und ZDF

Oettinger will Grenzen ziehen

Während etwa Zeitungsverlage in der Regel ihre Online Auftritte selbst finanzieren müssen, stehen den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten Teile der Fernsehgebühren zur Verfügung. Dies ruft Kritik auch bei den Privatsendern hervor. Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, das Engagement der Sender im Internet klar zu begrenzen.

(Quelle: Focus)  15.09.2007

Jane Wyman gestorben

 Schauspielerin verstarb mit 93 Jahren

Die international beliebte Schauspielerin verstarb heute in ihrem Haus in Palm Springs. 

1948 erhielt sie einen Oscar für ihre Rolle als gehörloses Mädchen Belinda in dem Film „Johnny Belinda“, und wurde später bekannt mit ihrer langjährigen Hauptrolle in der Serie „Falcon Crest“, in der sie von 1981 bis 1990 das intrigante Familienoberhaupt eines kalifornischen Weinguts spielte.

Schon vor ihrer Oscar-Auszeichnung war sie in den Staaten  eine gefeierte Schauspielerin.

Ihre Hochzeit mit dem damaligen Warner-Kollegen Ronald Reagan wurde von der Presse als ideale Verbindung gefeiert, hielt aber nur 8 Jahre. Sie bekam mit dem späteren US-Präsidenten zwei Kinder und adoptierte ein weiteres. Nach der Scheidung weigerte sie sich, zu ihrer Ehe Stellung zu nehmen, bezeichnete es als „schlechten Geschmack, über Ex-Männer oder Ex-Frauen zu sprechen“, sprach sich aber selbst nach Reagans Tod 2004 nur positiv über ihn aus - „Amerika hat einen großen Präsidenten verloren und einen großen, liebevollen und sanften Mann."

Ihre zahlreichen Fans, Freunde und Bekannte trauern heute um die großartige Schauspielerin und Hollywood-Ikone.

(Quelle: Spiegel)  11.09.2007

Finnische Regisseure wollen streiken

Filmförderung nicht erhöht

Finnischie Regisseure veröffentlichten am Montag ein Protestschreiben, in dem sie den staatlichen Geiz anprangerten. Sie richten sich vor allem gegen den finnischen Kulturminister Stefan Wallin. Er habe sein Versprechen nicht gehalten, die Filmförderung um 80 Prozent zu erhöhen. Wallin weißt den Vorwurf allerdings zurück. Er sagte gegenüber der BBC, es sei nie nie eine genaue Höhe festgelegt gewesen und auch er sei für eine faire Förderung von Kunst und Kultur, wobei die Höhe sicherlich geringer ausfallen wird als von den Regisseuren gefordert.

Die Regisseure warnten, dass der finnische Film Schaden davon tragen würde und das dieser Schaden noch vergrößert werden kann, wenn sie ihre Arbeit niederlegen. Das Arthouse- und Independentkino sei traditionell auf staatliche Unterstützung angewiesen.

(Quelle: Spiegel)  08.09.2007

Staat begrenzt TV-Abzocke

Telefongebühren werden begrenzt

Nachdem es aller Kritik zum Trotz nach wie vor unzählige Zuschauer gibt, die ihre Telefonrechnungen für angeblich höchste Gewinnchancen mehr als strapazieren, haben diverse Gerichtsverfahren die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter erregt. Besonders Spielsüchtige hatten sich bei den einschlägigen Dauerquizsendungen finanziell ruiniert und versucht, gerichtlich gegen exorbitante Telefonrechnungen vorzugehen. Um diese vor sich selbst und besonders gierigen TV-Veranstaltern zu schützen, soll ab 1. September die maximale Minutengebühr bei 0137... Nummern auf 50 Cent begrenzt werden. Außerdem werden die Anbieter verpflichtet, am Ende jedes Anrufes eine Gebührenansage zu schalten.

(Quelle: Focus)  15.08.2007

Überraschender Abgang

Premierechef wirft hin

Premiere scheint sich wieder gefangen zuhaben, doch gerade jetzt bittet Georg Kofler um Auflösung seines Vertag. Die Lizenz zur Bundesliga-Übertragung hatte der Sender vor einigen Wochen, dem Konkurrenten Arena weggeschnappt und somit befand sich Premiere auf dem Weg der Besserung. Als Gesellschafter einer Unternehmensgruppe soll es nun für Kofler weitergehen. Mit völlig veränderten Zukunftsplänen startet er nun in die Zukunft, in der Medienbranche will er nicht mehr arbeiten. Seit 2002 ist er Premierechef und half dem Unternehmen aus der damalig schweren Situation. Ihm gelang es Premiere, das damals noch der Kirch-Gruppe gehörte, neu zu stabilisieren und einen Haupteigentümer zu finden, der dem Medienimperium, das nötige Kapital zukommen ließ. Unter seiner Führung ging Premiere 2005 an die Börse. Einen Tiefpunkt erlitt das Unternehmen erneut, als es 2006 die Bundesligarechte verlor. Doch jetzt wo auch dieses Problem behoben ist, scheint es schwer verständlich, dass Kofler dem Imperium den Rücken zuwendet. Doch für ihn scheint es genau der richtige Moment für einen Ausstieg zu sein.

(Quelle: Spiegel)  13.08.2007

Festival von Locarno beendet

Durchwachsenes Programm

Das diesjährige Jubiläumsprogramm von Locarno wurde allgemein als sehr unterschiedlich in der Qualität bewertet. Zuviel Mainstream, zu wenig Entschlossenheit, attestierten Kritiker der Programmauswahl. Den Hauptpreis des Wettbewerbs erhielt Masahiro Kobayashi für «Ai no yokan (The Rebirth)». 

(Quelle: NZZ)  12.08.2007

Kinostarts ab 09.08.07

Dixie Chicks, Evan Allmächtig u.a.

Neu im Kino für diese Woche: 

-Der Nachfolger von "Bruce Allmächtig": "Evan Allmächtig". Der schon beim "Bruce" regieführende Tom Shadyac verheizt ein Rekord-Komödien-Budget von 200 Mio. Dollar. Hauptdarsteller Steve Carell ("Little Miss Sunshine") hat sich somit vom Side-Character im Vorgänger zum Hauptprotagonisten gemausert. 

-Die US-Countryband "Dixie-Chicks" (bekannt u.a. durch deren Anti-Bush-Statements) werden porträtiert in der Doku "Shut Up & Sing"

-Der Name ist Programm: "Slasher", das Regiedebut von Frank W. Montag, versorgt die Horror- und Splatter-Fangemeinde mit neuem Material.

-"Reine Geschmackssache", von Regisseur Ingo Rasper, erzählt die Geschichte einer konfliktreichen Vater-Sohn-Beziehung

-"Angel - ein Leben wie im Traum", der neueste Streifen von Francois Ozon ("8 Frauen). Filmbeschreibung und Kritik gibt's hier.

-"Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft" vom "Herr der Ringe"-Produzenten Robert Shaye.

-"Half Moon" vom preisgekrönten irakischen Regisseur und Drehbuchautor Bahman Ghobadi ("Schildkröten können fliegen") schildert die Reise eines kurdischen Musikers im irakisch-iranischen Niemandsland, der Musiker für ein Konzert finden will.

- Mit "Ich glaub', ich lieb' meine Frau" wagt sich Chris Rock als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller an das Remake des Filmklassikers "Die Liebe am Nachmittag" von 1972.

-"10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen" vom niederländischen Regisseur Rolf de Heer.

(Quelle: faz.net)  08.08.2007

 

Juli 2007

 

Michelangelo Antonioni ist tot

Regisseur von "Blow-up"

Im Alter von 94 Jahren verstarb der Avantgarderegisseur Antonioni am Montag in seinem Haus. Mit seinen ästhetischen Filmen galt der Künstler als Legende. Mit Filmen wie "La Notte", "Zabriskie Point" und "L'avventura" erlang der in Ferrara geborene Filmemacher Weltruhm. 1985 erlitt er einen Schlaganfall und zog sich zunächst aus dem Filmgeschäft zurück. Sein letztes Werk war der Kurzfilm "Eros".

(Quelle: Spiegel)  31.07.2007

Ulrich Mühe ist tot

Schauspieler erlag Krebsleiden

Ulrich Mühe ist am vergangenen Sonntag in Walbeck in Sachsen-Anhalt gestorben. Der 54-jährige Schauspieler erlag einem Krebsleiden, zu dem er sich erst am Wochenende öffentlich bekannt hatte. In dem Oskar-prämierten Film "Das Leben der anderen" spielte Mühe unter anderem den Stasi-Offizier. Nach seiner Rückkehr von der Preisverleihung musste er sich einer schweren Magenoperation unterziehen. Aus Sachsen stammend studierte Mühe an der Leipziger Theaterhochschule und war während der DDR-Zeit an der Berliner Volksbühne und am Deutschen Theater engagiert. Für seine „Macbeth“-Inszenierung verpflichtete Heiner Müller ihn 1982 an der Volksbühne. Seit 1983 war er Mitglied des Deutschen Theaters und wurde zum Star des Ensembles. Für Film und Fernsehen arbeitete er zudem und wurde 2005 mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

(Quelle: FAZ)  25.07.2007

Constantin feuert Schlöndorff

Konzern missbilligt Artikel

Die Produktionsfirma Constantin Film hat dem Regisseur Volker Schlöndorff am vergangenen Freitag gekündigt. Der Hintergrund für die Entlassung Schlöndorffs, der für die Constantin die Verfilmung des Romans "Die Päpstin" vorbereitete, sei sein Artikel in der "Süddeutschen Zeitung"  vom 12. Juli gewesen. In diesem habe der renommierte Filmemacher ohne Absprache mit der Constantin Kritik geübt an den neuen Mischformen von Film und Fernsehen. Seinen Aussagen zu Folge beunruhige ihn, dass "Filmprojekte unter Ausnutzung von Filmfördermitteln und in Koproduktion mit dem Fernsehen entstünden, erst im Kino liefen und danach zu TV-Mehrteilern umgearbeitet und als "Director's Cut" vermarktet würden". Er nannte in diesem Zusammenhang auch Produktionen der Constantin als Beispiele. Schlöndorffs Auffassung habe das Vertrauensverhältnis zerstört und die Finanzierung der "Päpstin" erschwert, so die Constantin. Als Ersatz werden derzeit Gespräche mit potenziellen neuen Regisseuren geführt.

(Quelle: Tagesspiegel)  23.07.2007

Mueller-Stahl für Tom Cruise

Mehr Gelassenheit gefordert

Armin Mueller-Stahl hat Tom Cruise in der Debatte um den umstrittenen Stauffenberg-Film unterstützt. Der 76-jährige Schauspieler kritisiert den Streit um den neuen Film "Valkyrie" seines Kollegen Cruise, der wegen seiner geplanten Verkörperung des deutschen Widerstandskämpfers aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Organisation Scientology heftig angegriffen worden ist. So wurde dem Hollywoodstar im Vorfeld die Drehgenehmigung im historischen Bendlerblock in Berlin verweigert. Dort war der eigentliche Graf Schenk Claus von Stauffenberg nach seinem missglückten Attentat auf Hitler mit anderen Mitgliedern des Widerstands hingerichtet worden. Mueller-Stahl fordert von den Anklägern mehr Gelassenheit. Sie sollen Cruise als Schauspieler danach beurteilen, ob er seine Rolle glaubwürdig spielt. "Und genau das kann man erst, wenn der Film fertig ist – nicht vorher", so Mueller-Stahl. Die Dreharbeiten zum Film beginnen am 19. Juli in den Filmstudios Babelsberg, der mit 4,8 Millionen Euro aus dem neuen Deutschen Filmförderfonds unterstützt wird.

(Quelle:Focus)  17.07.2007

Stellenabbau bei Pro7 / Sat1

Investoren wollen mehr Rendite

Die Pro7 Sat1 Senderfamilie ist Kummer gewohnt, nicht zum ersten Mal steht sie durch Investoren vor tiefgreifenden Veränderungen. Die neuen Besitzer KKR und Permira haben ihre ursprüngliche Zusage, keinen Personalabbau zu betreiben, nach nur wenigen Monaten über Bord geworfen und nun angekündigt, 200 Stellen abzubauen. Vor allem an News- bzw. Magazinformaten soll gestrichen werden. Dabei haben Privatsender im Vergleich etwa mit der ARD, ein geradezu winziges Personalaufkommen. Dass die Streichung der News-Sparte wohl kaum zu einer Qualitätssteigerung führen wird, ist anzunehmen. 

(Quelle: Spiegel)  15.07.2007

Ahmadineschad verweigert Stone die Zusage

Oliver Stone darf keinen Portraitfilm drehen

Als einer der wenigen Regisseure in Hollywood, die politische Themen aufgreifen, wollte Stone einen Portraitfilm über Ahmadineschad drehen. Dieser verweigerte aber die Zusage erwartungsgemäß. Stone gehöre zum Gefolge des großen Satans, so Ahmadineschad. Die Regierung Irans hat aber geschickt gekontert. Sie stellte die Forderung, wenn sie Stones Anliegen nachgeben würden, müsste ein iranischer Filmemacher ein Portrait über Bush drehen dürfen. Das käme einer Art bilateraler Gespräche gleich, die ganz entspannt im Kino stattfinden könnten, vielleicht sogar als Double-Feature...

(Quelle: FAZ-Online)  5.07.2007

Cruise bekommt keine Genehmigung in Berlin

Und F. H. von Donnersmarck wütet in der FAZ

Das neue Filmprojekt vom Scientologen Tom Cruise vollzieht die Geschichte von Graf von Stauffenberg nach. Mr. Cuise sieht sich dabei selber in der Rolle des Grafen. Nun wurden ihm für seinen Dreh in Berlin die Genehmigungen verweigert. Der neue Vertreter Deutschlands Florian Henckel von Donnersmarck in der Traumfabrik vertritt seinen Kollegen mit folgenden Worten: "Waren uns Stauffenberg und Konsorten nach dem Krieg noch undeutsche Vaterlandsverräter, so ist uns heute selbst der größte Star der Siegernation nicht gut genug, unseren Übermenschen Stauffenberg zu spielen, wenn dieser Star in seinen persönlichen Überzeugungen nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs Deutschlands liegt", schrieb von Donnersmarck in einem heute veröffentlichten Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Cruise werde mit seiner Rolle als Stauffenberg "das Ansehen Deutschlands mehr befördern als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können". 

(Quelle: Spiegel-Online)  3.07.2007

Ingmar Bergman gestorben

Er starb im Alter von 89 Jahren auf Farö

Er galt als der Übervater des europäischen Autorenkinos und er empfang 1997 in Cannes die "Palme aller Palmen" als "bester Regisseur aller Zeiten". Über den innersten Kern seiner Filmarbeit meinte er selbst: "Ich weiß nämlich, dass wir mit Hilfe des Films in bisher nie gesehene Welten eindringen können. In Wirklichkeiten außerhalb der Wirklichkeit." In den letzten Jahrzehnten lebte er zurückgezogen auf der Ostseeinsel Farö, seiner Wahlheimat. Er hinterlässt 8 Kinder aus fünf Ehen.

(Quelle: Der Tagesspiegel)  30.07.2007

Mr. Spock kehrt zurück

Leonard Nimoy spielt wieder Kultrolle

Der Schauspieler Leonard Nimoy kehrt erneut zurück als Mr. Spock in der weltbekannten Star Trek-Serie. Laut dem Branchenblatt "Daily Variety" gab das Studio Paramount auf der Messe Comic-Con International in San Diego bekannt, dass der 76-jährige Nimoy im 11.Teil der Filmreihe wieder den Halb-Vulkanier verkörpern werde. Nimoy wird sich die Rolle mit dem 30-jährigen Schauspielerkollegen Zachary Quinto teilen, der Spock als jungen Mann spielen wird. Unter Umständen wird Nimoy durch ein weiteren "Raumschiff-Enterprise"-Veteranen verstärkt. Dem selben Bericht zufolge versuche der Regisseur J.J. Abrams den Captain-Kirk-Darsteller William Shatner ebenfalls für das Projekt zu gewinnen. Über die Handlung des Weltraum- Abenteuers halten sich die Macher wie immer im Stillschweigen.

(Quelle: Der Tagesspiegel)  30.07.2007

Britische TV-Show flog auf

TV-Abenteurer schläft im Hotel

Die Britische Fernsehshow "Born Survivor" ist aufgeflogen. Der Star der TV-Show, Bear Grylls, der in der Sendung den harten Burschen mimt und in der Wildnis überleben muss, schläft nach Enthüllungen einer britischen Zeitung in Wirklichkeit im Hotel. Millionen von Zuschauern fieberten mit, als der Überlebenskünstler sich als moderne Ausgabe des Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel durchzuschlagen hatte und Schlangen den Kopf zum Frühstück abbiss. Ein Berater der TV-Show hat nun ausgepackt und die wahren Abläufe hinter den Kulissen offen gelegt, so berichtet die "Sunday Times". Demnach habe der ehemalige Elite-Soldat Grylls nicht auf einer einsamen Insel sondern Hawaii bestehen müssen. Auch soll er nicht unter freiem Himmel genächtigt, sondern sich nach Drehschluss in einem komfortablen Hotel  zurückgezogen haben. Dies bestätigte auch eine Sprecherin des Senders Channel 4, der nun die Produktionsfirma auffordern werde zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen.  

(Quelle: Spiegel)  24.07.2007

Betrug bei Gameshows der BBC

Falsche Gewinner bei Gameshows ("Blue Peter")

Die erfolgreichsten interaktiven Gameshows Englands, haben diverse Male Gewinner aus dem Publikum nur vorgetäuscht. Auch wurden Anrufer über technische Probleme, in die Sendung zu schalten nicht informiert, sie telefonierten also ohne jede Chance und zahlten die extra hohen Telefonkosten. Shows wie "Comic Relief", "Sport Relief" oder "Kinder in Not" arbeiteten mit unsauberen Methoden. Eine Show im Radio sendete sogar Shows, die ein Jahr alt waren, als Live, die Anrufer hätten also niemals in die Sendung durchgestellt werden können. Zehn BBC-Producer wurden einstweilen suspendiert. Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hatte die Vorfälle untersucht und ist rigoros eingeschritten. Sie verhängte eine Strafe in Höhe von 50.000 Pfund gegen die BBC. Peanuts im Vergleich zu den Einnahmen aus den Telefonbetrügereien, aber immerhin ein Zeichen. Hierzulande wären derart konsequente Kontrollmechanismen ebenfalls wünschenswert.

(Quelle: Welt Online)  21.07.2007

Edward Yang

Taiwanesischer Regisseur 58 jährig gestorben

Der Regisseur des neuen Taiwanesischen Kinos galt als Wegbereiter einer modernen Filmsprache in Taiwan. Man rechnete ihn zu den Vertretern einer neuen Welle im taiwanesischen Kino. Im Jahr 2000 erhielt er für „Yi Yi“, seinem letzten Film, auf dem internationalen Filmfestival in Cannes den Regie-Preis und wurde damit auch in Europa bekannt. Yang starb in Beverly Hills an Krebs.

(Quelle: epd-Film)  13.07.2007

Ein Tag mit Rhein-Main TV

Des isch brutal

Wer Lust hat, einen Tag Rhein-Main-TV zu schauen, den erwartet folgendes: Fernsehpredigerinnen, Reportagen über Modeschauen, Frisurenberatungssendungen, das "Spiritfon TV" für eine Zukunftsvorhersage durch Kartenlege-Magie, Verkaufssendungen en gros, und immer wieder Nachrichten aus dem heimeligen Rhein-Main Gebiet.

(Quelle: FAZ Online)  11.07.2007

Hollywood wiederholt sich

So viele Fortsetzungsfilme wie noch nie 

Shrek 3, Fluch der Karibik 3, Die Hard 4.0, James Bond-Casino Royale, Spider-Man 3, Hostel 2, Ocean's Thirteen, Harry Potter 5, ausserdem neue Rambo, Rocky oder Indiana Jones-Filme usw. Laut der Zeitschrift "Variety" ist jeder dritte Film ein Fortsetzungfilm. Was früher eine Ausnahme war, hat sich inzwischen zur normalen Strategie entwickelt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Für eine Fortsetzung muss nicht mehr so um Aufmerksamkeit kämpfen, ist stärker kalkulierbar, d.h. das wirtschaftliche Risiko ist geringer und Fortsetzungen spielen meist höhere Gewinne ein als die "Originale".

(Quelle: Zeit)  03.07.2007

 

 

Juni 2007

 

Spanien im Kinostreik

Tausende von Kinos protestieren

In Spanien haben in einem 24-stündigen Streik tausende Kinos gegen ein neues Filmgesetz protestiert. Streitpunkt ist die Einfügung einer Quote, die die Betreiber dazu verpflichtet, in ihrem Kinoangebot mindestens ein Viertel spanischer und europäischer Filme vorzuführen. In der Gesetzesnovelle ist von der spanischen Regierung eine Flexibilisierung der Quote vorgesehen, nicht aber deren Streichung. Eine solche Regelung gäbe es in allen EU-Ländern, und man könne nur so das spanische und europäische Kino im Angesicht der amerikanischen Vorherrschaft fördern, sagte die Kulturministerin Carmen Calvo. Laut dem Verband der Kinobetreiber (FECE) interessieren sich nur 5 Prozent der Kinogänger für spanische Filme. Die Quote selbst hat zu einem Verlust von einer Milliarde Euro geführt. Vom Verband werden als Ausgleich unter anderem steuerliche Erleichterungen für die Kinos gefordert.

(Quelle: Tagesspiegel)  18.06.2007

Rudolf Arnheim gestorben

Der Filmtheoretiker starb im alter von 102 Jahren

Der 1904 in Berlin geborene Arnheim schrieb schon früh Kritiken zu Filmen, bevor er 1928 Redakteur der "Weltbühne" wurde. Er schrieb schon bald ein erstes Werk "Film als Kunst" (1932). Viele weitere sollten folgen. Schon vor dem Krieg ging er in römisches Exil, dann nach England und fand schliesslich in den USA eine neue Heimat. Dort arbeitete er als Dozent in New York und ab 1968 an der Harvard University in Boston. Am letzten Samstag starb er in Ann Arbor, Michigan.

(Quelle: Tagesspiegel)  13.06.2007

Politik wird verfilmt

Nach "GG19" nun das Projekt "8" 

Während "GG19" sich der Verfilmung von 19 Punkten des Grundgesetzes widmete, (das Ergebnis, umgesetzt von 18 Nachwuchs-Regisseur-inn-en ist jetzt im Kino zu sehen), wird nun schon das nächste ähnlich gelagerte Projekt gedreht. Allerdings sind es diesmal altgediente Profis, welche die Beiträge zum Episodenprojekt erstellen. Aus dem "United Nations Development Programm" verfilmen acht renommierte Regisseure die acht Millenniumsziele der UN. So dreht Wim Wenders derzeit in Heiligendamm beim G-8-Gipfel.

(Quelle: Berliner Morgenpost)  07.06.2007

 

 

Bayern wehrt sich

ARD / ZDF Internetpläne 

Es ist ein wenig, wie zum Beginn des Satellitenzeitalters, als die Privatsender aus dem All zu empfangen waren und erste Gebührenkritiker meldeten, ja gar kein öffentlich-rechtliches Fernsehen zu nutzen und folglich auch keine Gebühren zahlen zu müssen. Im Eiltempo packten ARD und ZDF ihre Programme auf die gleichen Transponder und das Argument war obsolet. Im Internet war die Strategie ähnlich,- der Gedanke jedes Handy, jeden Computer gebührenpflichtig zu machen, war einfach zu verlockend. Inzwischen verschickt die GEZ an Firmen und Haushalte Briefe mit dem Inhalt dass jeder Internet-PC neuerdings ein Fernsehgerät sei und gebührenpflichtig. Die Proteste gegen diese Zwangsabgabe für Computer, die vor allem in Unternehmen sicher nicht zum Fernsehschauen genutzt werden, sind nicht abgeebbt, da wollen die Sender das zusätzlich generierte Gebührenaufkommen massiv just in Internetauftritte investieren. 52 Millionen Euro sollen es allein dieses Jahr sein. Bayerns Medienminister, Eberhard Sinner fordert momentan eine klare Begrenzung dieser Aktivitäten, die mit der ursprünglichen Grundversorgung mit Fernsehen nur noch wenig gemein haben. 

(Quelle: Spiegel)  29.06.2007

Digitaler Großangriff der ARD

Die Strategie der Zusatzdienste 

In der digitalen Welt ist eine Großoffensive der ARD geplant. Die öffentlich-rechtliche Sendergemeinschaft sieht vor, einen zunehmenden Teil ihrer staatlich gestützten Einnahmen für digitale Zusatzdienste wie HDTV, Handy-TV, Audio- und Videoportale im Internet und digitale Dienste im Hörfunk einzusetzen. Künftig die Gebühreneinnahmen für digitale Angebote einzusetzen, wird vom ARD-Vorsitzenden Raff bei der Vorstellung der neuen Strategie dementsprechend kommentiert: "Die Rundfunkgebühr wird in der digitalen Medienwelt zur Content-Flatrate für Qualitätsinhalte". Dabei hatte erst Ende April die EU-Kommission ihre Untersuchung der Gebührenfinanzierung von ARD und ZDF gegen Auflagen eingestellt. Bis 2009 gilt es der Vorgabe aus Brüssel nach für die ARD klar zu definieren, wie sie sich als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt digital betätigen darf. Der Auftrag der EU sei es zu verhindern, dass öffentlich-rechtliche Sender Ihren Auftrag der Grundversorgung und Geld der Gebührenzahler dazu verwenden, um privatwirtschaftlichen Unternehmen im Internet unfair Konkurrenz zu machen.

(Quelle: Spiegel)  19.06.2007

Kamerapreis für Contergan

David Slama erhält Ehrenkamera 

David Slama ist zum Ehrenkameramann bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Kamerapreises in Köln gekürt worden. Unter anderem führte er die Kamera bei mehreren Filmen Adolf Winkelmanns und jüngst bei dem noch nicht gesendeten und kontrovers diskutierten Film "Contergan - Eine einzige Tablette". Zu den weiteren Gewinnern unter den dreizehn Kameramänner und Cutter, die beim 17. Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet wurden, gehören Tomas Erhart für den Fernsehzweiteiler "Die Mauer - Berlin 61" und Theo Birkens für den Spielfilm "Der Liebeswunsch" als beste Kamera des Kinofilms.

(Quelle: Berliner Morgenpost)  18.06.2007

 

Mai 2007

 

Romy Schneiders 25.Todestag

Ein Rückblick auf ihr dramatisches Leben 

Am 28.5.1982 wurde Romy Schneider tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ihre Todesursache bleibt ungeklärt, wodurch sie zur unsterblichen Legende des europäischen Films wird. Ihr Leben und Sterben waren spektakulärer als man es glaubhafter in einem Film erzählen könnte. Erlangt sie schon im jugendlichen Alter schnelle Berühmtheit mit den Sissi-Heimatfilmen, flieht sie bald darauf vor diesem Image nach Frankreich und führt dort mehrere unglückliche Beziehungen. Nach dem Tod ihres Sohnes durch einen Unfall verliert sie langsam den Boden unter den Füßen. Bis zu ihrem Tod sollte nicht mal ein Jahr vergehen. „Vor der Kamera kann ich alles, im wahren Leben nichts“.

(Quelle: Tagesspiegel)  29.05.2007

Goldene Palme für Filmschocker

4 Monate, 3 Wochen und zwei Tage 

Der rumänische Regisseur Cristian Mungiu wurde für seine erschütternde, eindringliche Geschichte einer Abtreibung mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Fatih Akin bekam für "Auf der anderen Seite" den Preis für das beste Drehbuch verliehen.

(Quelle: Spiegel)  28.05.2007

Laurence Olivier wird 100

Huldigung in Cannes 

Das Filmfestspiel in Cannes ehrt den britischen Mimen und Charakterdarsteller Laurence Olivier an diesem Dienstag anlässlich seines hundertsten Geburtstages. Dem 1989 verstorbenen Olivier wird mit drei Vorführungen seiner berühmtesten Shakespeare-Filme gehuldigt. Das von ihm gegründete Londoner National Theatre wird erst im Herbst einen Galaabend zu seinen Ehren veranstalten. In England übernimmt die Stadt Dorking, die Geburtsstätte Oliviers, die Feierlichkeiten zu seinem Ehrentag.

(Quelle: FAZ)  22.05.2007

Studenten-Oscar vergeben

Filmpreis für "NimmerMeer"

Nach "Das Leben der Anderen" erhält mit "NimmerMeer" von Toke Constantin Hebbeln (28) der zweite deutsche Hochschulfim einen Oscar. Diesmal handelt es sich um den internationalen Studenten-Oscar als bester ausländischer Film, wie die Academy am Donnerstag verlauten lies. Der 60-Minüter ist mit einem Budget von 55 000 EUR an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entstanden. Vier der fünf Filme die es in der Endrunde geschafft hatten stammen aus Deutschland.

(Quelle: FAZ)  18.05.2007

Kurt Linda

Deutscher Trickfilmzeichner gestorben

Es gab in Deutschland in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts nicht viele Zeichentrickkünstler, zu aufwändig, langwierig und teuer war die Produktion abendfüllender Zeichentrickfilme. Nischen fanden die Zeichner bestenfalls in der Werbung. Kurt Linda war einer, der sich an lange Zeichenfilme heranwagte und in diesem Genre in Deutschland Erfolge verzeichnen konnte. Herausragend etwa die 1969 entstandene Kästner Verfilmung "Die Konferenz der Tiere". Nun ist er im Alter von 88 Jahren in der Nähe von München verstorben.

(Quelle: Taz) 09.05.2007

Gusti Wolf gestorben

Bekannt aus dem Wiener Burgtheater

Gusti Wolf ist Ende letzter Woche im Alter von 95 verstorben. Die Schauspielerin wurde am 11. April 1912 in Wien geboren, wo Sie auch immer wieder in den Kammerspielen und vor allem im Burgtheater auftrat. An diesem war sie im Laufe ihres Lebens in über hundert Rollen zu sehen gewesen. Neben verschiedensten Theaterengagements, unter anderem in Berlin und Hamburg, spielte sie auch häufig in Kino und Fernsehproduktionen, z. B. die Großmutter in der österreichischen Kultserie "Cotton Ermittelt". In letzter Zeit wandte sich Wolf wieder verstärkt dem Theater zu und hatte noch 2006 im Rahmen des Mozartfestvials eine Rolle in dem Stück "Mozart Werke Ges.m.b.H.".

(Quelle: Welt Online) 08.05.2007

"My Father My Lord" gewinnt Tribeca-Filmfestival

Publikumspreis für "Taxi to the Dark Side" 

Das zwöltägige Tribeca-Filmfest wurde nach dem 11.September 2001 von Robert De Niro und Jane Rosenthal gegründet. Dieses Jahr sind 250 Spielfilme und Dokumentationen aus 41 Ländern zu sehen. Die deutsche Angela Maccarone mit ihrem Film „Vivere“ war für die Kategorie „Bester Film“ nominiert. Den Preis in dieser Kategorie erhielt aber David Volach für seinen Film „My Father My Lord“.

(Quelle: Zeit) 03.05.2007

Regisseure gegen Vergabepraxis 

Deutsche Filmakademie in der Kritik

Bei der diesjährigen Verleihung des deutschen Filmpreises kommen im Vorfeld immer deutlicher Stimmen deutscher Regisseure auf, die die Vergabepraxis der deutschen Filmakademie kritisieren. Gegenstand der Kritik ist die ungerechte Verwendung der Filmpreisgelder für Erfolgsproduktionen. So, die Meinung, werde der mit drei Millionen Euro höchstdotierte Kulturpreis des Landes von der Filmakademie als "Subventions- Kuchen unter den Subventionsmitglieder verteilt" und nicht mehr wie anfänglich von einem unabhängigen Gremium des Bundeskulturministeriums. Als Folge des Massenabstimmungsverfahrens werden dadurch zunehmend die kleineren, künstlerisch wertvollen Filme benachteiligt, die ursprünglich gefördert werden sollten. 

(Quelle: Zeit) 03.05.2007

Zauberformel für Kinoerfolg

Mit Mathematik-Modell zum Kassenschlager

Produktionsbudgets explodieren und Filme werden immer teurer. Jüngste Beispiele sind der dritte Teil des Piraten-Abenteuers "Fluch der Karibik", der 225 Mio. Euro verschlang, und Spider-Man 3, der sogar mit 258 Mio. zu Buche schlägt und nun den Rekord hält. Dieser Trend kommt  Banken und Finanz- Anlegern gerade recht, die verstärkt in die Ware Film investieren. So sind laut Hollywood Experten in den letzten drei Jahren vier bis sechs Milliarden Dollar in den Filmsektor geflossen. Das Filmbusiness ist ein Hochrisikogeschäft, das als unberechenbar gilt. Epagogix, eine Londoner Finanzberatungsfirma, gibt nun vor, die unkalkulierbaren Risiken berechnen und eine Formel für den wirtschaftlichen Erfolg eines Films anbieten zu können. Durch feinaufgegliederte Analyse der ehrzählerischen Einheiten des Drehbuchs soll das Einspielergebnis ermittelbar werden. Ebenfalls auf Mathematik basierend wendet  Thorsten Hennig-Thurau von der Londoner Cass Business School ein vergleichbares Verfahren an. Mit Hilfe eines ökonotmetrischen Modells will er auf der Basis bereits gelaufener Filme Einspielergebnisse der Zukunft berechnen.

(Quelle: FAZ)  29.05.2007

Vorwürfe gegen Fassbinder Foundation

Streit um das Erbe des Filmemachers

Unter der Hand gab es schon immer Auseinandersetzungen zwischen den Nächsten von Rainer Werner Fassbinder. Juliane Lorenz, die sich als seine Witwe bezeichnet, hat eine Stiftung gegründet und beschickt seitdem die Welt mit Kopien von Fassbinder-Filmen. Nun hat Ingrid Caven, die zwei Jahre lang mit Fassbinder verheiratet war, schwere Vorwürfe gegen die selbsternannte Leiterin der "Fassbinder-Foundation" erhoben. Sie verbreite „unzählige Verfälschungen und Halbwahrheiten“ über Fassbinder und grenze bewusst andere ehemalige Weggefährten Fassbinders aus. Unterstützt wird dieser Vorwurf unter anderem von Kameramann Michael Ballhaus.

(Quelle: Welt online) 26.05.2007

Veruntreute Gebührenzahler-Millionen

Geschäftsführer von SR Tochter unter Verdacht

Eigentlich sind es für öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten eher die unabhängigen Produzenten, denen man misstraut und denen man teure Bürgschaften bei jedem Projekt abverlangt. Nun hat eine ARD-Landesanstalt möglicherweise vergessen, genauer die Finanzgeschicke der eigenen Tochterfirma zu überwachen. Die Telefilm Saar, eine Tochter des Saarländischen Rundfunks hat auf bisher noch nicht geklärte Weise, wie es inzwischen aussieht, ca. 21 Millionen Euro durch undurchsichtige Machenschaften ihres Geschäftsführers, der inzwischen spurlos verschwunden ist, verloren. Möglicherweise steht die Telefilm Saar vor dem Konkurs.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung) 19.05.2007

Altersfreigabe nach Nikotingehalt

Zigaretten im Film verderben Freigabe

Die Motion Picture Association of America berät Richtlinien, wonach Filme, welche zum Zigarettenkonsum anregen oder diesen gar fördern, eine andere Altersfreigabe erhalten sollen. Diese Maßnahme soll Produzenten, Regisseure und Drehbuchautoren zwingen, krankheitsauslösende Elemente wie Rauchen oder schlechte Ernährung aus ihren Filmen auszusparen und damit pädagogisch sinnvollen Einfluss auf Kinder und Jugendliche zu nehmen.

(Quelle: Telepolis) 13.05.2007

Deutsche Filmpreise vergeben

Überwiegend seicht aber harmonisch

Die Preisverleihung für die "Lolas", die deutschen Filmpreise erhielt gute Noten, als Preisträger setzten sich jene Nominierten durch, welche den größten Bekanntheitsgrad hatten. Die im Vorfeld geäußerte Kritik, dass künstlerisch wertvollere Independent-Filme erst gar keine Chance hätten, durch das Auswahlverfahren zu kommen, wurde durch die Entscheidungen nicht wiederlegt. Abräumer des Abends ein deutscher Mainstream-Film: "Das Parfüm" (Regie Tom Tykwer). Bester Spielfilm in Gold "Vier Minuten" (Regie: Chris Kraus) und bester Spielfilm in Silber "Wer früher stirbt, ist länger tot" (Regie: Marcus H. Rosenmüller). Bester Kinder- und Jugendfilm "Hände weg von Mississippi" (Regie: Detlev Buck) und bester Dokumentarfilm "Workingman's Death" (Regie: Michael Glawogger). Unantastbar auf jeden Fall der Ehrenpreis für Armin Müller Stahl.

(Quelle: Deutsche Filmakademie) 05.05.2007

30 Jahre "Star Wars"

Sozioland startet Fanumfrage

Zum 30-jährigen Jubiläum der Kino-Kultserie um die Sternenkrieger gibt es nun eine Fanumfrage gestartet von Sozioland. Dabei werden für Fans scheinbar wichtige Fragen wie "Bist du ein Jedi oder ein Sith?" gestellt. Den Fragebogen kann man, ohne Registrierung oder Nennung persönlicher Daten, im Web ausfüllen. Den Link dazu erhaltet ihr hier.

(Quelle: Sozioland) 04.05.2007

 

April 2007

 

Drehbuchautoren erkämpfen sich bessere Position

Hollywoods Starautoren drehen den Spieß um

"Wenn du ein schlechtes Drehbuch hast, lass es bleiben. Wenn du ein gutes Drehbuch hast, bastle nicht daran rum.“ Das ist der Geheimtipp, nachdem der zweifache Oscargewinner Clint Eastwood seit Jahrzehnten Filme dreht.
Und dieser Überzeugung sind auch die Drehbuchautoren. Deshalb gründeten 20 der besten Hollywoodautoren nun die Firma „Writers Co-OP“. Sie arbeiten zusammen mit dem Warner-Studio, haben aber eine vertragliche Absicherung für die komplette künstlerische Freiheit. Das heißt weder Studio noch Regisseur können sie zu Änderungen zwingen. Beaufsichtigt wird ihr arbeiten allein von einem Autorengremium. 
Für dieses Konzept verantwortlich sind vor allem John Wells, ein  Autorenguru der TV-Branche („West Wing“), und seine kaum weniger namhaften Kollegen Tom Schulman („Club der toten Dichter“) und Nicholas Kazan („Die Affäre der Sunny von B.“).
Das die ausgeweiteten Einflüsse der Drehbuchautoren nicht den dauernden Krieg mit den Regisseuren bedeuten, darüber sind sie sich sicher. Die Autoren wollen nur mehr involviert sein, um ihr Buch den betreffenden besser nahe bringen zu können. Sie glauben so an eine bessere Zusammenarbeit.

(Quelle: Welt) 24.04.2007

Ex- "Report"- Moderator erhebt Vorwürfe

Franz Alt beklagt "Häppchenjournalismus"

Der Umgang mit Informationen und Magazinen in der ARD missfällt Franz Alt sichtlich. Die Kürzung der Sendelängen von 45 auf 30 Minuten und die Zwänge der Journalisten, sich an die Privatsender anzupassen, würde auf Dauer immer mehr Zuschauer kosten. Alt warnt vor Fehlentwicklungen wie bei der BBC, die dort nun mühsam wieder korrigiert werden.

(Quelle: Focus) 13.04.2007

"Radio Free Europe" Reporterin

In Bagdad erschossen

Die Gewalt gegen Journalisten weltweit reißt nicht ab. Nun wurde die 50-jährige Irak-Korrespondentin Khamail Khalaf die seit 2004 für den Radiosender Radio Free Europe, Radio Liberty aus dem Irak berichtet, ermordet in Bagdad aufgefunden.

(Quelle: Spiegel) 06.04.2007

Berühmter Hollywood-Hügel in Flammen

Brandstiftung am Wahrzeichen

Ein durch jugendliche Brandstifter ausgelöstes Feuer hat sich bedrohlich nahe an die Studiokomplexe und das berühmte Hollywood-Wahrzeichen vorgearbeitet. Das Wahrzeichen der Filmproduktionsstätten wurde ursprünglich 1923 in den Hügeln von Los Angeles als Werbegag einer Maklerfirma aufgestellt. Der rund 60 Hektar große Brand konnte durch den Einsatz von über 200 Feuerwehrleuten und Lösch-Hubschraubern inzwischen gelöscht werden.

(Quelle: Welt) 01.04.2007

"Scottys" letzte Reise

Asche von James Doohan ins All geflogen

Am Samstagabend wurde die Asche von Schauspieler James Doohan besser bekannt aus seiner Rolle des Chefingenieurs "Scotty" aus "Raumschiff Enterprise"  in Richtung All geschossen. Ganz bis in die unendlichen Weiten führte die Reise nicht, nach kurzer Zeit kehrte die Rakete an einem Fallschirm planmäßig wieder zurück. Neben der Asche von Doohan war auch die des Astronauten Gordon Cooper sowie von rund weiteren 200 Menschen an Bord.

(Quelle: Berliner Zeitung) 30.04.2007

Premierenfeier ohne roten Teppich

Filme vor dem offiziellen Sendestart im Internet

Häufig sind viele Filme schon vor der Kinopremiere 3-4 Tage vorher im Netz zu bekommen. Meist sind es DVD-Kopien oder Abfilmungen aus Kinos. Besonders beliebt bei den Raubkopieren sind Thriller und Animationsfilme, welche zu 100% aus dem World Wide Web erhältlich sind. Auch bei Action-, Horrorfilmen und Komödien ist die Quote sehr hoch. Der Dokumentarfilm hingegen wird nur zu 12% kopiert.

(Quelle: Financial Times Deutschland) 30.04.2007

Kar-wai eröffnet Cannes

Filme im Wettbewerb

"My Blueberry Nights", das erste englischsprachige Filmprojekt des chinesischen Regisseurs Wong Kar-Wai, wird das internationale Filmfest in Cannes eröffnen. Im Jahre 1997 hatte er dort als erster Chinese eine goldene Palme für die beste Regie gewonnen. Ausserdem im Wettbewerb ist Fatih Akin mit seinem neuen Film "Auf der anderen Seite".

(Quelle: Screen Daily) 20.04.2007

"Eine einzige Tablette"

Neues Urteil zum Verbot

Das Hamburger Oberlandesgericht hat im den Rechtsstreit um die Ausstrahlung des Films "Eine einzige Tablette" vier Urteile aus niederer Instanz aufgehoben. Gegen die Ausstrahlung des TV-Dramas um den Contagan-Skandal in 50ern hatten gleich mehrere Parteien eine einstweilige Verfügung erwirkt, unter Anderem das verantwortliche Chemieunternehmen Grünenthal und der Anwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen. Das Gericht widersprach nun Auffassung, dass Betroffene eine historisch verfälschte Darstellung der Ereignisse nur noch in Ausnahmefällen hinnehmen müssten. Trotzdem konnten sich die Kläger in vielen Punkten durchsetzten, das neue Urteil auf der Basis einer aktuellen, bereits in vielen Punkten überarbeiteten Fassung des Films gefällt wurde. Auch kann der Film wegen der zwei noch ausstehenden Verfügungen nach wie vor nicht ausgestrahlt werden.

(Quelle: FAZ.NET) 10.04.2007

Eva Katharina Schultz gestorben

Berliner Staatsschauspielerin

Im Alter von 84 Jahren ist die Schauspielerin am 3. März, veröffentlicht in einer Todesanzeige des Berliner Tagesspiegel, verstorben. In Gießen begann Schultz ihre Theaterkarriere und setzte sie in Berlin fort. Auch im Kino und Fernsehen machte sie bei ein paar Produktionen mit. Als Synchronsprecherin war sie lange erfolgreich. In Jule und Jim sprach sie die Stimme der Jeanne Moreau. 

(Quelle: Frankfurter Rundschaul) 02.04.2007

 

März 2007

 

Große Gemälde im Flimmerkasten

Ikono, der neue Kunst-Sender

Es war die Idee von Elizabeth Markevitch. Die Kunsthistorikerin will mit ihrem Sender Ikono, die Kunst auch denen zugänglich machen, die sonst keine Museen oder Ausstellungen besuchen würden. 
Ikono ist täglich zwei Stunden via Satellit empfangbar und zeigt die Kunstwerke ohne Kommentar und Werbeunterbrechung.
In Japan kämpfen die Macher von Ikono, 13 Kunstliebhaber, für einen Sendeplatz rund um die Uhr. Und auch Hotels und Flughäfen sind interessiert an einer 24h Ausstrahlung in  ihren Warte-Lounges.
Das es dabei jedoch nicht mehr um das Interesse an Kunst, sondern um Berieselung geht, stört die Chefredakteurin Markevitch  nicht. "Keiner muss die Kunst verstehen, es geht nur um das gute Gefühl."

(Quelle: Fokus) 26.03.2007

"Eine einzige Tablette"

Streit um Contergan-Film

Der Spielfilm über die Pille Contergan darf bisher nicht ausgestrahlt werden. Zurzeit wird im Oberlandesgericht (OLG) Hamburg diskutiert wie weit die Kunst bei der Realität sein darf und wie weit sie davon Abstand halten muss. Die Firma Grünenthal, damaliger Hersteller des Schlafmittels, und der Anwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen, Anwalt der geschädigten Contergan-Opfer, klagen gegen den Film. Sie fühlen sich in dem Film falsch dargestellt. Welche Änderungen auf die Produktionsfirma Zeitsprung noch zukommen wird zeigt die Urteilsverkündung, die am 10. April gefällt werden soll.

(Quelle: Sueddeutsche) 21.03.2007

Stuart Rosenberg gestorben

Amerikanischer Filmregisseur

Donnerstag letzte Woche starb der Regisseur Stuart Rosenberg mit 79 Jahren an einem Herzschlag in Beverly Hills. Seinen Durchbruch schaffte er 1967 mit dem Film "Der Unbeugsame" mit Paul Newman in der Hauptrolle. Das Drama wurde viermal für den Oscar nominiert und gewann den Oscar für die Beste Nebenrolle. Er machte Krimiserien, Komödien, Westernparodien und Horrorfilme.

(Quelle: Welt) 20.03.2007

Adolf- Grimme Preis

Das "Sommermärchen" sahnt ab.

Die Gewinner des wichtigsten deutschen Fernsehpreises stehen bereits fest. Am 30. März wird nicht nur Sönke Wortmann für sein "Sommermärchen" mit dem Preis ausgezeichnet, sondern auch viele andere Formate erhalten diese besondere Ehrung. Darunter: "Unter dem Eis" (ARD), die Doku- Soap "Stellmichein" (ZDF/Arte), "Extreme Activity" (ProSieben), "Türkisch für Anfänger" (ARD), "Meine verrückte türkische Hochzeit" (ARD), "Wut" (ARD/WDR), "Arnies Welt" (ARD/WDR), "Monitor" (ARD/WDR). 
Insgesamt werden dieses Jahr jedoch zum ersten Mal nur 12 der eigentlich 14 Preise verliehen.
Eine besondere Anerkennung neben dem Grimm-Preis kommt jedoch Sönke Wortmann zu. Er wird von der Jury als Regisseur des erfolgreichsten Medienereignisses 2006 gelobt.

(Quelle: Spiegel) 15.03.2007

Bollywood in Köln

Indische Spielfilmproduktion in Deutschland

In Köln herrscht derzeit Chaos. Für eine Bollywoodproduktion mit dem Sänger und Superstar Himesh Reshammiya wurde die neugotische Agnes-Kirche komplett für eine Nachtszene verhangen. Die Crew besteht aus 85 Leuten aus Indien. Dazu sind zusätzlich etwa 800 Statisten im Einsatz. Das Team wird an rund 50 Tagen drehen. Auch andere Schauplätze wie Rüdesheim, Stuttgart und Baden-Baden wurden schon genutzt. Die Liebesgeschichte mit Musik und Happy End soll später im Sommer in die Kinos und ins Fernsehen kommen.

(Quelle: Tagesspiegel) 14.03.2007

Milliardenklage gegen YouTube und Google

Viacom fordert Schadensersatz

Viacom, der Medienkonzern zu dem über 130 Fernsehgesellschaften gehören, fordert Schadensersatz für zahlreiche illegal auf YouTube präsentierte Filme des Unternehmens. Da YouTube Google gehört, ist klar, wer die Zeche zahlen soll. Viacom hat heute in NewYork Klage eingereicht.

(Quelle: Süddeutsche) 13.03.2007

Filmgeschichte im Schrank

Filmkostüme in London versteigert

Am Dienstagabend nahm in London eine ungewöhnliche Versteigerung ihr Ende. In dem Auktionshaus Bonham’s wurden Kleidungsstücke aus der Filmgeschichte für unglaubliche Preise an Fans weitergegeben. Ein Umhang aus „Star Wars“ wechselte für umgerechnet 80.000 € den Besitzer. Auch aus den James Bond-Filmen, „Braveheart“, „Evita“, „Titanic“ und Harry Potter Verfilmungen kamen Filmklamotten des britischen Filmausstatters Angels unter den Hammer.

(Quelle: Tagesspiegel) 07.03.2007

Osteuropa ist mein Schicksal

"Strajk"  kommt in die Kinos

Beharrlich und stur revolutioniert sie die polnische Werft und schreibt somit fast Weltgeschichte. Anna, „Die Heldin von Danzig“, ist gewissermaßen die Gründerin der „Solidarnosc“ in Polen. Mit seinem umstrittenen Film will der 67-jährige Regisseur dieser einfachen, aber doch heldenhaften Arbeiterin ein Denkmal setzen.

(Quelle: Tagesspiegel) 07.03.2007

Scientology in "Wetten dass…?"

Darf Travolta zu Gottschalk auf die Couch

Am 31. März soll die beliebte Unterhaltungssendung aus Freiburg gesendet werden. Gast soll am Abend John Travolta sein. Der Ministerpräsident aus Baden-Württemberg Günther Oettinger appellierte an die Fernsehgremien sich gegen ein so berühmtes Scientology-Mitglied als Gast zu entscheiden. Gerade da kürzlich erst eine neue Scientology-Zentrale in Freiburg eröffnet hat. Das ZDF meint, dass der Schaden bei einer Ausladung zu hoch sei. Mit Travoltas Management wurde im Voraus vereinbart, dass über Scientology nicht gesprochen wird. Bellut, Programmdirektor des ZDF, gegenüber der FAZ: "Weder Thomas Gottschalk noch die Redaktion haben ein Interesse daran, dass eine Unterhaltungssendung durch ein so ernstes Thema wie Scientology in Mitleidenschaft gezogen wird".

(Quelle: Spiegel) 28.03.2007

"Wetten dass ..?" goes Hollywood

ZDF-Show wird von US-Sender gekauft

Unter schwierigen Bedingungen und Umwegen verkaufte das ZDF die Lizenzrechte für die erfolgreichste Samstagabend-Show Europas an eine amerikanische TV-Senderfamilie. Am 30. März soll eine Pilotsendung der amerikanischen Version von "Wetten dass…?" von dem Sender ABC produziert werden. Wenn der Pilot erfolgreich ist, wird wöchentlich eine einstündige Show ausgestrahlt. "Top, die Wette gilt" wird jedoch nicht von Thomas Gottschalk angesagt werden, sondern von dem britischen Moderatoren-Duo Ant and Dec.

(Quelle: Spiegel) 21.03.2007

TV-Skandal in England

Medienaufsicht Ofcom bemängelt TV-Quiz-Sendungen.

Das sich Zuschauerinteraktion via Telefon zu einer lukrativen Einnahmequelle für die Fernsehsender entwickelt hat ist spätestens seit "Wer wird Millionär" auch in Deutschland kein Geheimnis mehr. TV-Quiz-Sendungen gibt es mittlerweile auf nahezu allen Sendern. Es gibt sogar Sender die sich fast ausschließlich auf dieses Format stützen und so den Großteil ihrer Einnahmen erwirtschaften. In England kamen in den letzten Wochen verschiedene Betrugsfälle ans Licht die schließlich zur Schließung des TV-Quiz-Kanals ITV Play führten. Aber auch gegen andere Sender darunter sogar die BBC wurden Vorwürfen erhoben. Die Medienaufsicht Ofcom bemängelte unterschiedlichste Verstöße, von unlösbaren Fragen über falsche Gewinner bis hin zu Quiz-Sendungen vom Band.

(Quelle: Spiegel) 20.03.2007

Film Festival für Handyfilmer

Kino im Miniformat

In einer Minute wird ein kunstvoll geschnittener Kurzfilm gezeigt. Aufgenommen mit einem handelsüblichen Mobiltelefon. Handy - Regisseur Cyril Jagot lässt seine Hauptfigur durch den Nachmittag hetzen. Mit diesem Film gewann er letztes Jahr beim französischen Mobile Film Festival den Preis für das beste Drehbuch. Dafür nahm er jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit ein paar Schnappschüsse auf und konstruierte diese mit zusätzlich gedrehtem Material zu einer kleinen Geschichte. Natürlich alles mit dem Handy. Das Mobile Film Festival gibt es auch in der deutschsprachigen Version. Anmeldeschluss ist der 27. April 2007 und nähere Informationen gibt es bei der Wettbewerbs-Webseite.

(Quelle: Spiegel) 19.03.2007

Betty Hutton ist tot

Leinwand- und Bühnenstar

Mit 86 Jahren starb die berühmte Broadwaykünstlerin in Palm Springs. Um 1950 feierte die Sängerin und Komödiantin ihre größten Erfolge. Für den Film "The Miracle of Morgan's Creek" wurde sie von Regisseur Preston Sturges vor die Kamera geholt. Sie spielte in weiteren Filmen wie "Annie Get Your Gun" und "The Greatest Show on Earth" mit. Danach wurde es still um die energiegeladene Schauspielerin. Als Comeback-Versuche scheiterten musste sie sich als Haushälterin durchschlagen.

(Quelle: Spiegel) 14.03.2007

Hollywoods Goldjahr

2006 verzeichnete Rekordzahlen

2006 war für die Filmindustrie in Hollywood ein verdienstreiches Jahr. Nicht nur dass die Einnahmen an den weltweiten Kinokassen einen Rekord von 25,8 Milliarden verzeichneten und die Besucherzahlen in den Kinos erstmals wieder seit drei Jahren auf 1,45 Milliarden stiegen, auch kamen 2006 deutlich mehr Filme ins US- Kino als im Jahr davor. Dies lag vor allem am zweiten Teil des Piratenfilmes "Fluch der Karibik", der rund 1 Milliarde Dollar weltweit einspielte. 

(Quelle: Tagesspiegel) 09.03.2007

Britisches Filmfinanzierungsmodell

GAAP-Scheme vor dem Aus

Das erfolgreiche und beliebte Steuer-Abschreibungsmodell welches eine Vielzahl von britischen Filmproduktionen in der Restfinanzierung erst ermöglichte, wird zur Verwunderung und Enttäuschung Vieler in der britischen Filmindustrie durch neue Einkommensgesetz-Regelungen für den Film künftig nicht mehr anwendbar. 

(Quelle:Screen) 03.03.2007

Egon Monk ist tot

Regisseur und Drehbuchautor

Gestern verstab Egon Monk 79- jährig in Hamburg. Der Drehbuchautor und Regisseur hatte an der Defa mit seinem Regiestudium begonnen und war Mitglied des Berliner Ensembles gewesen, wo er u.a. mit Bertold Brecht zusammenarbeitete. "Die Geschwister Oppenheim" und "Die Bertinis" gehören zu seinen bekanntesten Spielfilmwerken. 

(Quelle:Tagesspiegel) 01.03.2007

 

Februar 2007

 

Oscar Verleihung 

"And the oscar goes to..."


Nicht-englischsprachiger Film: „Das Leben der Anderen“ (Deutschland)

Bester Film: „Departed: Unter Feinden“

Bester Animationsfilm: "Happy Feet"

Beste Darstellerin (Hauptrolle): Helen Mirren "The Queen"

Bester Darsteller (Hauptrolle): Forest Whitaker "The Last King of Scotland"

Beste Darstellerin (Nebenrolle): Jennifer Hudson "Dreamgirls"

Bester Darsteller (Nebenrolle): Alan Arkin "Little Miss Sunshine"

Beste Regie: Martin Scorsese: "The Departed"

Bestes Original-Drehbuch: "Little Miss Sunshine"

Bestes adaptiertes Drehbuch: William Monahan "The Departed"

Beste Kamera: Guillermo Navarro "Pans Labyrinth"

Bester Schnitt: Thelma Schoonmaker "The Departed"

Beste Tonmischung: "Dreamgirls"

Beste Tonschnitt: "Letters From Iwo Jima"

Beste Filmmusik: Gustavo Santaolalla "Babel"

Bester Filmsong: Melissa Etheridge "I Need to Wake Up" aus "An Inconvenient Truth"

Beste Kostüme: Milena Canonero für "Marie Antoinette"

Beste Maske: "Pans Labyrinth"

Beste Ausstattung: "Pans Labyrinth"

Beste Spezial-Effekte: "Pirates of the Caribbean 2"

Bester Dokumentarfilm: "An Inconvenient Truth" (Al Gore)

Bester kurzer Dokumentarfilm: "The Blood of Yingzhou District"

Bester kurzer Trickfilm: "The Danish Poet"

Bester kurzer Realfilm: "West Bank Story"

Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Komponist Ennio Morricone

Jean Hersholt Award (Oscar-Statue): Sherry Lansing

 

26.02.2007

Fons Rademakers tot 

Oscar Gewinner für "De Aanslag"

Der holländische Filmregisseur Fons Rademakers ist am Donnerstag in Genf gestorben. Rademakers wurde 86 Jahre alt und gewann 1986 den Oscar für den Film "De Aanslag" (Das Attentat) in der Sparte bester ausländischer Beitrag. Das Werk ist eine Verfilmung von Harry Mulischs Roman.

(Quelle: fr-online) 16.02.2007

Filmkritiken von der Berlinale 

Folgende Filme wurden bisher besprochen:

  • The good German 
  • Sakuran 
  • Aufrecht stehen 
  • Blindflug 
  • Nachmittag 
  • Scott Walker 
  • Here´s looking at you 
  • Itty Bitty Titty Committee 
  • Luo Ye Gui Gen 
  • Fay Grim
  • Die Fälscher

    Hier: Berlinale-Kritiken

16.02.2007

Beschwerde bei Berlinale 

Taiwan empört

Bei der Berlinale laufen dieses Jahr zwei Filme aus Peking - "Spider Lilies" und "Mei". Doch die Tatsache, dass diese in der Rubrik "Taiwan, China" laufen, führte zu Empörung und einem Protestschreiben der taiwanesischen Regierung. Ursache ist der schon Jahrzehnte andauernde Konflikt zwischen Taipeh und Peking, welches Taiwan als Teil von China sieht. Der Protest begründet sich darauf, dass Taiwan ein unabhängiger Staat mit Meinungs- und Pressefreiheit sowie ein Filmland ohne Zensur ist. Die Bundesrepublik selbst hat Taiwan offiziell nicht anerkannt. Auf den Filmfestspielen in Venedig und Cannes laufen taiwanesische Filme auch stets unter der Rubrik "Taiwan".

(Quelle: Spiegel) 08.02.2007

Französische Césars verliehen

Triumph für "Lady Chatterley" 

Der Termin war wohlgewählt, so knapp vor der Oscar-Verleihung. Am Samstagabend wurden die französischen Césars vergeben. Als bester französischer Film wurde "Lady Chatterley" von Pascale Ferran ausgezeichnet, die Hauptdarstellerin aus dem Film,  Marina Hands erhielt den César als beste Hauptdarstellerin. Der César für die beste Regie ging an Guillaume Canet für  "Ne le dis à personne".

(Quelle: Le Monde) 25.02.2007

Deneuve beraubt

3000€ geklaut 

Unbekannte haben am Donnerstag die 63 jährige französische Film-Diva Catherine Deneuve bestohlen. Die Täter haben 3000 Euro aus ihrer Handtasche genommen, die anscheinend einen Moment unbeobachtet war, als Deneuve von der Berlinale zurückkam. Bekannt ist sie aus Klassikern wie "Belle du jour" von Louis Bunuel und "le dernier metro" von Francois Truffaut.

(Quelle: Lycos) 23.02.2007

Erik Schuhmann gestorben

Durchbruch mit "Himmel ohne Sterne"

Der 1925 im sächsischen Grechwitz geborene Erik Schuhmann ist mit 81 Jahren München gestorben. Sein Durchbruch gelang ihm 1955 mit "Himmel ohne Sterne". Er spielte in Filmen wie "Nacht fiel über Gotenhafen" und "Old Surehand". Außerdem wurde er von Rainer-Werner Fassbinder in "Lili Marleen" und "Die Sehnsucht der Veronika Voss". Nebenbei war er auch als Synchronsprecher Tony Curtis, Cary Grant und Jack Nicholson tätig.

(Quelle: Tagesspiegel) 21.02.2007

Hollywood Komponist Ray Evans

stirbt 92 jährig 

Seine Songs standen im Mittelpunkt vieler Hollywood Produktionen. Titel wie„Buttons and Bows“, „Mona Lisa“ oder „Whatever Will Be, Will Be“ besser bekannt als „Que Sera, Sera“ aus Hitchcocks "Der Mann der zuviel wusste", aber auch Titelmusiken zu diversen Fernsehserien stammten aus seiner Feder.

(Quelle: Tagesspiegel) 18.02.2007

TV Legende

"Derrick" Schöpfer gestorben 

Am 27. Januar ist Herbert Reinecker im Alter von 92 Jahren gestorben. Als Aushängeschild des ZDFs, war Reinecker der erfolgreichste TV-Krimi Autor Deutschlands. Er entwickelte die erfolgreiche Serie "Derrick" sowie die Serien "Kommissar" und "Siska". Außerdem verfasste er Drehbücher zu "Traumschiff" und "Jakob und Adele".

(Quelle: Spiegel) 08.02.2007

DGA für Scorsese

"The Departed" räumt ab

Es sieht gut aus für Martin Scorsese. Nach dem kürzlich gewonnenen Golden Globe für "The Departed", hat er nun auch den Regiepreis des Verbandes der US- Regisseure (DGA) erhalten. Das ist ein viel versprechendes Zeichen für den Oscar, da der Preis als Garant dafür gilt. Seit 1949 gab es nur sechs Filme, die nachdem sie den DGA- Preis gewonnen hatten, nicht auch den Oscar erhielten. Scorsese selbst war schon sechs Mal mit seinen Filmen für den DGA nominiert u.a. für Taxi- Driver, musste ihn jedoch immer an andere abtreten.

(Quelle: Spiegel) 05.02.2007

Farah Fawcett´s Geburtstagsparty

Familienstreit eskaliert

Auf der Geburtstagsparty von Farah Fawcett kam es zu einer gewalttätigen Eskalation zwischen ihrem Lebensgefährten und Schauspieler Ryan O´Neal und seinem 42- jährigen Sohn Griffin. Dabei soll O´Neal seinen Sohn mit einer Waffe bedroht haben, dieser wiederum habe sich mit einem Schürhaken gewehrt. Der Familienstreit brachte O´Neal hinter Gitter, gegen 40.000 Dollar Kaution wurde er jedoch freigelassen.

(Quelle: Spiegel) 05.02.2007

Goldene Kamera

Gala in Berlin

Auch in diesem Jahr waren wieder unzählige Stars zur Preisverleihung der Goldenen Kamera anwesend. Neben Edgar Selge ist Corinna Harfouch mit der Goldenen Kamera für beste Schauspieler ausgezeichnet worden. Lilo Pulver wurde mit dem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Hollywood Größen Nicholas Cage und Pierce Brosnan kam ebenfalls ein Preis zu Gute, wie auch Lionel Richie für sein musikalisches Gesamtoeuvre. Chefdirigent der Berliner Philharmonie wurde mit einem Spezialpreis für sein Engagement in Sachen Jungendarbeit gekürt.

(Quelle: Süddeutsche) 02.02.2007

Filmstiftung NRW 

25 Projekte gefördert

Insgesamt 11,2 Mio. Euro an Förderung hat die Filmstiftung Nordrhein- Westfalen in 25 Filmprojekte investiert. Die Projektspanne umfasst u.a. die deutsch- russische Koproduktion "Anonyma" in der  Max Färberböck´s ("Aimée und Jaguar") Regie führt, den neuen Kinofilm von Oskar Roehler "Lulu und Jim" und die internationale Produktion "Disengagement" des israelischen Regisseurs Amos Gitai mit Jeanne Moreau und Juliette Binoche, die 400.000 Euro Unterstützung erhält.
Zum ersten Mal fördert die Filmstiftung auch die Überarbeitung des Drehbuchs, für die insgesamt 200.000 Euro bereitstehen und die an mehrere Kölner Produktionsfirmen, wie z.B. Pandora und Lichtfilm gehen.

(Quelle: Tagesspiegel) 01.02.2007

 

Januar 2007

 

Sidney Sheldon gestorben

Schöpfer der ´Bezaubernden Jeannie`

Der Bestsellerautor erlag im Alter von 89JAhren einer Lungenentzündung.
Neben ´Bezaubernde Jeannie` schrieb er auch die Erfolgs Sitcom ´Hart aber Herzlich`. Als begehrter Drehbuchautor in Hollywood schrieb er Thriller wie den zuletzt verfilmten ´Der Zorn der Götter`.
Sein Rezept für gute Drehbücher gab er in einem früheren Interview preis: Ich schreibe spannende Geschichten über interessante Menschen in gefährlichen Situationen, und versuche dabei den Leser immer bei der Stange zu halten.

(Quelle: Spiegel) 31.01.2007

Requisiteur am Set verunglückt

Dreharbeiten zu "Jumper"

Bei den Dreharbeiten in Toronto zu dem Science-Fiction Film "Jumper" von Regisseur Doug Liman kam es zu einem tödlichen Unfall, als eine Kulisse aus gefrorenem Sand, Eis und Erde auf mehrere Mitarbeiter hinunterstürzte. Requisiteur David Ritchie war sofort tot, ein weiterer Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

(Quelle: Hollywood Reporter) 28.01.2007

Peer Raben gestorben

Komponist für Filmmusik

Der Komponist Peer Raben verstarb am Sonntag im Alter von 66 Jahren an Krebs. Raben war ein enger Freund Fassbinders und sein Komponist. Bevor die beiden sich 1967 trafen war Raben selbst als Theater- Regisseur in München tätig. Insgesamt komponierte er 150 Filmmusiken u.a. für Wong Kar-Wei und Sergej Stanojkovski.

(Quelle: Tagesspiegel) 23.01.2007

Solveig Dommartin

Mit 48 Jahren gestorben 

Sie war Lebensgefährtin und Hauptdarstellerin von Wim Wenders und wurde dem Publikum durch die Rolle der Zirkus-Artistin, in die sich der Engel (Bruno Ganz) verliebt, bekannt. Auch in weiteren Wenders Filmen "In weiter Ferne, so nah!" und "Bis ans Ende der Welt" wirkte sie mit, bei letzterem schrieb sie auch am Drehbuch mit. Sie starb am 11. Januar an einem Herzinfarkt.

(Quelle: FR Online) 22.01.2007

Panne beim BR

Stoiber tritt nicht zurück 

In der Nacht vom 16.01. auf den 17.01. wurde fälschlicherweise der  Rücktritt des bayrischen Ministerpräsidenten Stoiber im BR gesendet. Dabei handelte es sich um einen Nachruf, den der BR für den Fall eines Rücktrittes Stoibers produziert hatte. Das peinliche Missgeschick sieht die CSU jedoch locker.

(Quelle: Tagesspiegel) 18.01.2007

DVD- Stopp für "Das Leben der Anderen"

Verbot des Audiokommentars des Regisseurs 

In einem Rechtsstreit haben Gregor Gysi und die Schauspielerin Jenny Gröllmann gegen den Audiokommentar von Florian Henckel von Donnersmarck auf der DVD des "Leben der Anderen" Recht bekommen. Darin machte der Regisseur Anspielungen auf eine Stasi- Vergagenheit der Schauspielerin und des Politikers. 
Der Vertrieb der DVD`s mit den Verdächtigungen wurde noch im Dezember 2006 angehalten und der Kommentar nach Absprache mit Donnersmarck geändert.

(Quelle: Tagesspiegel) 18.01.2007

Georg Tressler  gestorben

Regisseur von "Die Halbstarken"

Der in Österreich geborene Regisseur mischte den deutschen Nachkriegsfilm kräftig auf mit seinem Jugend-Epos "Die Halbstarken", im Jahre 1957. Der Film bot der damaligen deutschen Jugend durch eine Reihe begabter Nachwuchsdarsteller, darunter Horst Buchholz, neue Leitbilder, ähnlich wie es in den USA durch eine Reihe von James-Dean Filmen geschah. Tressler starb vergangene Woche im Alter von 89 Jahren.

(Quelle: FR Online) 13.01.2007

Carlo Ponti gestorben

Produzent von Dr. Schiwago

Der in Mailand geborene, italienische Erfolgsproduzent Carlo Ponti ist gestern im hohen Alter von 96 Jahren gestorben. In seiner beruflichen Laufbahn produzierte er mehr als 100 Filme. Darunter Klassiker wie Fellinis "La Strada" und Leans "Dr. Schiwago". 
Er entdeckte damals die junge Sophia Loren, die er zum Star machte und später auch heiratete.

(Movie College) 11.01.2007

Fondsanleger sollen Steuern nachzahlen

VIP Fonds 3 und 4 betroffen

Das zuständige Finanzamt München will von bis zu 12000 Anlegern, die in VIP-Fonds investiert und damit Steuern gespart haben, Steuernachzahlungen von etwa 275 Millionen Euro einfordern. Statt das Geld als Risikokapital vollständig in Filme zu investieren, hatte der Fondsbetreiber angeblich den größten Teil als Festgeld bei Banken deponiert. Damit sei der Fiskus getäuscht worden. Angeblich wird auch gegen weitere Film- Fonds- Gesellschaften ermittelt.

(Quelle:Süddeutsche Zeitung) 05.01.2007

Traurige Bilanz für 2006

81 Journalisten getötet

Der deutsche Journalistenverband hat für das vergangene Jahr eine Bilanz der im Beruf getöteten Journalisten aufgestellt. Darüber hinaus wurden 871 Journalisten festgenommen, 56 Journalisten wurden entführt.

(Quelle:Spiegel) 04.01.2007

ARD Chef will mehr Geld von Wirtschaft

Fritz Raff und die Gebühren

Der neue ARD-Chef äußert in einem Interview mit dem Handelsblatt seine Sichtweise zu den steigenden Kosten in der ARD, der Computerabgabe und wie er über Einspaarungen bei den Ausgaben denkt.

(Quelle:Handelsblatt) 02.01.2007

Karel Svoboda begeht Selbstmord

Komponist der "Biene Maja"

Der tschechische Komponist Karel Svoboda hat Selbstmord begannen. 
Svoboda begann seine Musikerkarriere in den 60er Jahren mit der tschechischen Rockband "Mefisto" und wurde international bekannt als Komponist des Schlagersängers Karel Gott. Außerdem schrieb er die überall bekannte Titelmusik zur Kinderserie "Biene Maja". 
Erst im November letzten Jahres war sein Musical "Golem" in Prag uraufgeführt worden.

(Quelle: Süddeutsche) 29.01.2007

Filmkritiker wehren sich

Schelte durch Rohrbach wird beantwortet

Die herbe Schelte gegen die deutsche Filmkritik, die Günther Rohrbach unlängst im "Spiegel" äußerte, wird vom Verband der deutschen Filmkritiker scharf zurückgewiesen. Wie in öffentlichen Meinungsschlachten immer wieder mal bemüht, fühlt sich der Verband an Ressentiments gegen die Kulturkritik erinnert, wie sie bis ins dritte Reich hineinreiche. Ob dies den Kern des Streits trifft, möge jeder selbst am Interview nachprüfen.

(Quelle: Taz) 27.01.2007

Oscar- Nominierungen

"Das Leben der Anderen"

Nachdem Florian Henckel von Donnersmarck schon alle nennenswerten deutschen Preise für sein Stasi- Drama gewonnen hat, geht "Das Leben der Anderen" jetzt auch in der Kategorie "bester nicht- englischsprachiger Film" ins Rennen um den Oscar.
Als Favorit in der Sparte "bester Film" gilt Alejandro González Iñárritus "Babel", der alleine sechs weitere Nominierungen trägt. Mit ihm konkurrieren Scorseses "The Departed" "Letters from Iwo Jima" von Clint Eastwood, "Little Miss Sunshine" von Jonathan Dayton und Valerie Faris und Stephen Frears "The Queen“.
Sollte "Das Leben der Anderen" gewinnen, wäre das der erste Oscar- Sieg für einen deutschen Film seit 2003. Damals erhielt Caroline Link für  „Nirgendwo in Afrika“ die Trophäe.

(Quelle: Süddeutsche) 24.01.2007

Bayerische Filmpreise

"Wer früher stirbt..." räumt ab

In einer ungewöhnlich langen Preisverleihung wurden am vergangenen Freitag die bayerischen Filmpreise vergeben. Sowohl der hoch dotierte Produzentenpreis als auch der Nachwuchsregiepreis gingen an "Wer früher stirbt ist länger tot". Für den Film "Vier Minuten" wurde Monica Bleibtreu als beste Schauspielerin, Hannah Herzsprung  als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Regisseur und Autor Chris Kraus bekam den Drehbuchpreis. Auch der Nachwuchsproduzentenpreis ging an "Vier Minuten". Tom Tykwer wurde für die beste Regie bei "Das Parfüm" geehrt.

(Quelle: Spiegel) 22.01.2007

Golden Globes 2007

Die Preisträger

Bester Film (Drama): Babel 

Bester Film (Musical oder Komödie): Dreamgirls 

Bester Regisseur: Martin Scorsese - The Departed-Unter Feinden 

Bester Schauspieler (Drama): Forest Whitaker - The Last King of Scotland 

Bester Schauspieler (Musical oder Komödie): Sacha Baron Cohen - Borat 

Beste Schauspielerin (Drama): Helen Mirren - Die Queen 

Beste Schauspielerin (Musical oder Komödie): Meryl Streep - The Devil Wears Prada 

Bester Nebendarsteller: Eddie Murphy - Dreamgirls 

Beste Nebendarstellerin: Jennifer Hudson - Dreamgirls 

Bester nicht englischsprachiger Film: Letters From Iwo Jima (USA) 

Bester Zeichentrickfilm: Cars 

Bestes Drehbuch: Peter Morgan - Die Queen 

Bester Originalsong: The Song of the Heart - Happy Feet 

Beste Originalmusik: Alexandre Desplat - The Painted Veil 

Cecil B DeMille Award: Warren Beatty

 

(Quelle: Spielfim.de) 16.01.2007

Berlinale-Jury komplett

Viele Promis an Bord

Die internationalen Berliner Filmfestspiele haben die Liste der Jurymitglieder, welche über die Vergabe der Bären entscheiden wird, bekannt gegeben. Unter dem Vorsitz von Paul Schrader werden Hiam Abbass, Mario Adorf, Gael García Bernal, Willem Dafoe, Nansun Shi und Molly Malene Stensgaard, am 18. Februar die Bären des aktuellen Jahrgangs verteilen. 

(Quelle: Berlinale) 12.01.2007

Klaus Poche verstorben

Schriftsteller und Drehbuchautor

Der Schriftsteller und Drehbuchautor Klaus Poche ist am Dienstag im Alter von 79 Jahren in Köln gestorben. Klaus Poche gehörte seit 1994 der Abteilung Film- und Medienkunst der Berliner Akademie der Künste  an. Er verfasste Kurzgeschichten, Reportagen, Romane und Drehbuchvorlagen wie zum Beispiel für das DDR-Fernsehspiel Geschlossene Gesellschaft, das 1978 auf scharfe Kritik der offiziellen SED-Kulturpolitik stieß. 

(Quelle: dpa) 10.01.2007

 

 
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