Der Kult Science-Fiction Klassiker "Metropolis"
von Fritz Lang, der seit 1927 weltweit Wellen schlägt (dafür
aber die Ufa damals fast in den finanziellen Ruin getrieben
hat) soll nun neu aufgelegt werden.
Der deutsche Produzent Thomas Schühly ("Der Name der
Rose") hat sich hierfür die Rechte gesichert, mit ins
Boot genommen soll außerdem Mario Kassar werden, der unter
anderem den "Terminator" produziert hat. Der
Drehbeginn ist für 2009 geplant.
Es gab dieses Jahr neben guten und
schlechten Filmen, vor allem viele Filme. Experten fragen sich
nun, ob es nicht zu viele waren. Das Kino durchlebt einen
deutlichen Strukturwandel, es gibt mehr Filme aber weniger
Kinobesucher. Bis Ende des Jahres werden alleine in
Deutschland 480 Filme über die Leinwände flimmern, vor 5
Jahren waren es noch 100 Filme weniger, in den letzten 10
Jahren haben sich die jährlichen Filmstarts verdoppelt. Die
Verleiher beschweren sich, da es fast unmöglich ist, bei
einem solchen Filmandrang noch freie Saale für Pressevorführung
zu bekommen und auch Kinobetreiber sind überfordert, da jede
Woche neue Filme anlaufen und sie die meisten Werke schon nach
kurzer Zeit wieder aus dem Programm nehmen müssen. Alleine im
Herbst wurden 66 verschiedene Filme in deutschen Kinos
gezeigt. Das Problem ist, dass die meisten Exemplare nach
kurzer Zeit schon wieder aus den Kinos raus sind und das
Publikum, meistens nicht viel davon mitbekommt. Vor allem
unbekannte Produktionen, die nicht durch Werbung an jeder Ecke
angepriesen werden, erlangen nur dürftige Besucherzahlen.
Dieses Schicksal droht aber auch den Hollywoodstreifen, die
zurzeit eindeutig weniger einspielen, als in den vergangenen
Jahren.
Nur 60 Filme konnten dieses Jahr eine
Zuschauerzahl von einer halben Millionen oder mehr erreichen.
In der Branche macht sich Unmut breit, viele sind sich dem
Problem bewusst, doch etwas ändern will keiner.
Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender der
Constantin Film AG warnt davor, dass ein Überangebot an
Filmen allen das Geschäft vermiese. "Alle müssen sich
fragen, ob die Filme, die sie ins Kino bringen, auch tatsächlich
premiumtauglich sind und die Zuschauer ins Kino holen".
Tatsache ist, dass sich ein neuer Trend
entwickelt hat, Filmfreunde können sich freuen, denn es gibt
eindeutig mehr zu sehen als noch in der Vergangenheit. Ob
unter diesem Zeitdruck wirklich noch gute Filme produziert
werden, muss jeder selbst entscheiden. Sicher ist aber, dass
wir einige gute Filme verpassen werden, denn was kommt bei
einer solchen Angebotsvielfalt noch beim Verbraucher an?
Es ist mittlerweile schon zu Gewohnheit
geworden, das Fernsehprogramm hat einen Sprung in die
Vergangenheit gewagt hat und TV-Programme sind mit
Wiederholungen überhäuft . Es ist sicher mal ganz schön an
alte Zeiten erinnert zu werden, es ist allerdings fraglich, ob
die amerikanischen Zuschauer Interesse
an einem verjüngten George Clooney haben, der mit braunem
Jackett und übertrieben großen Schulterpolstern, als neuer
Emergency Room-Star angepriesen wird. Leider ist der
Hollywoodschauspieler schon lange nicht mehr in der
Erfolgsserie zu sehen und allmählich werden die ständigen
Wiederholungen zum Laster.
Zurzeit sind insgesamt 50 Shows
eingestellt worden und die meisten Sender setzen auf „alte
Schinken“, die schon lange keiner mehr sehen will.
Unter anderem die Produzenten der
Lettermann-Show haben von ewigen Einbusen bezüglich der
Einschaltquoten genug und setzen nun auf neue Vereinbarungen
mit der Autorengewerkschaft. Auf konkrete Dinge konnte man
sich zwar nicht einigen, auch die Verhandlungen Anfang
Dezember haben leider kein brauchbares Ergebnis gebracht.
Dennoch setzen die Sender nun auf einzelne Vereinbarungen
zwischen Autoren und Produzenten und hoffen so, zumindest ab
Januar vereinzelt wieder neue Shows senden zu können. Geplant
ist ein vorübergehenden Vertrag mit dem amerikanischen
Autorenverband.
Hollywood sei nicht seine Welt, nannte
der 72-jährige FIlmemacher als Grund für seine ablehnende
Haltung der Oscar-Auszeichung gegenüber. Nach 3 Oscars hat er
beschlossen, sich von der Glitzerwelt L.A.´s zu distanzieren.
"Ein Film ist für sie vor allem die
Möglichkeit, hunderte Millionen von Dollar zu machen",
sagte Allen dem Magazin "Leben" der Hamburger
Wochenzeitung "Die Zeit". Seine Motivation sei nicht
das Geld, sondern ein Verständnis-Prozess.
"Filme sind meine Therapie. Würde
ich keine Filme schreiben, dann schriebe ich Theaterstücke
oder Bücher. Wenn ich nicht schreibe, fühle ich mich jämmerlich."
Mit der Finanzmaschine Hollywood könne er sich nicht
identifizieren, meinte Allen. "Ich bin kein
Hollywood-Filmemacher und bin es nie gewesen, ich bin ein New
Yorker Filmemacher".
Natürlich kann eine Produktion
schon vor Beginn des Drehs von einer bestimmten Besucherzahl
ausgehen, wenn ein Starschauspieler für die Hauptrolle
besetzt ist. Neu ist jedoch, dass man sich in der
Vergangenheit des Öfteren verkalkuliert hat und es einige
Hollywoodgrößen gibt, die somit eindeutig überbezahlt sind.
Eine amerikanische Zeitung veröffentlichte kürzlich die Top
Ten der überbezahltesten Schauspieler, Nicole Kidman und
Russell Crowe an erster Stelle. Das "Forbes Magazin"
berichtete außerdem von überraschenden Zahlen bezüglich der
letzten Filmflops. Für die Verfilmung "der goldene
Kompass" erhielt Nicole Kidmann 15 Millionen Dollar, der
Film spielte nur 26 Millionen ein und kostete insgesamt 200
Millionen Dollar. Auch Russel Crowe landete mit seinen letzten
beiden Streifen "Das Comeback" und "Ein gutes
Jahr" keine Publikumstreffer und verdiente im Verhältnis
zu den Einnahmen der Filme zu viel. Auf der anderen Seite
bewegen sich diese Investitionen in solchen Millionenhöhen,
dass ein einziger Film vergangene Verluste auch wieder
einspielen kann. Crow´s neueste Verfilmung "American
Gangster" nahm insgesamt 173 Millionen US-Dollar ein,
kostete aber nur 100 Millionen US-Dollar. Adam Sandler,
Cameron Diaz, Denzel Washington, Will Smith und Tom Cruise
sind ebenfalls in den Top 10 der überbezahlten Hollywoodstars
vertreten.
Das Nachrichtenmagazin der Spiegel hatte Klaus Kleber als
Nachfolger von Stefan Austs einen Platz als Chefredakteur
angeboten. Überraschender Weise lehnte Kleber das Angebot
aber ab und betonte, dass es eine Ehre sei für diesen Posten
vorgeschlagen zu werden, er dem ZDF aber treu bleiben würde.
Als Leiter der "heute journal"-Redaktion spielt
Kleber auch für das ZDF eine wichtige Rolle, Kleber bekannt
als Spitzenmann des Journalismus wurde schon 2003 von der ARD
abgeworben. Armin Mahler der Geschäftsführer der
SPIEGEL-Mitarbeiter KG, sagte dazu: "Natürlich bedauern
wir die Absage von Claus Kleber. Wir werden nun ohne Zeitdruck
und in Ruhe die Suche nach einem Chefredakteur für den
SPIEGEL fortsetzen." Kleber begründete seine Absage
damit, dass er sich dem Medium TV mehr verpflichtet fühle, er
sagte auch: "Wir stehen mit dem 'heute-journal', mit
unseren Nachrichtensendungen im ZDF an der Schwelle des
digitalen Zeitalters. In einem Jahr senden wir mit neuester
Technik aus dem modernsten News-Studio Europas. Die
Informationsgesellschaft wird sich verändern, ein ungeheuer
spannender Prozess. Den will ich zusammen mit meinem Team
gestalten."
Doris Dörrie „Kirschblüten Hanami “
wirdDeutschland
bei der 58. Berlinale im Februar vertreten. Der Film erzählt
die Geschichte des an Krebs erkrankten Rudi (gespielt von
Elmar Wepper) und seiner esoterischen Frau (Hannelore Elsner).
Neben dieser deutschen Produktion gaben die internationalen
Festspiele weitere
7 Filme bekannt, die im Wettbewerb laufen sollen. An den Start
gehen unter anderem Filme aus den USA, China, Brasilien,
Mexiko, Großbritannien und Polen. Gewinner der Berlinale 2000
tritt dieses Mal mit "There
Will Be Blood" an. Der Film ist eine Anlehnung an Upton
Sinclairs Roman "Oil" und erzählt vom sagenhaften
Aufstieg eines erfolglosen Silberminenbesitzers. Der
mexikanische Filmemacher Fernando Eimbcke gehört mit
"Lake Tahoe" zu den Teilnehmern, wobei in seinem
Film die Geschichte eines Sechzehnjährigen behandelt wird,
der den plötzlichen Tod seines Vaters verarbeiten muss.
Der bayrische Rechnungshof übt scharfe
Kritik an der Subventionierung der Bami-Gala. Schon 2005 wurde
die übertriebene Gala-Unterstützung aus Steuergeldern
kritisiert. Die Frage ist warum man an anderen Stellen harte
Einschränkungen in Kauf nehmen muss, andererseits aber Geld
in den Glamour investiert. Die Staatskanzlei verteidigt sich
damit, dass es sehr wichtig sei, dass Bayern Medienstandort
Nr.1 bleibt. Die Rechnungsprüfer betonten, dass Bayern
vermutlich Angst hatte nicht mehr als Veranstaltungsort in
Frage zu kommen. Allerdings stand Bayern schon als
Veranstaltungsort fest, bevor es überhaupt eine Zusage für
eine Subventionierung gab. Außerdem wurde bekannt, dass auch
die Bambi-Veranstaltung 2006 in Stuttgart von der
baden-württembergischen Landesregierung mit Steuermitteln
unterstützt worden war. Ein Sprecher des Staatsministerium in
Stuttgart erklärte "Der Beitrag des Landes wurde
vollständig aus den im Haushalt für Öffentlichkeitsarbeit
bewilligten Mitteln finanziert."
In den USA wurde nun zum 30. Mal der
renommierte "Kennedy"-Preis für "lebenslangen
Beitrag zur amerikanischen Kultur" verliehen. Unter den
diesjährigen fünf Preisträgern befanden sich - neben
Sängerin Diana Ross, Pianist Leon Fleisher und "Beach
Boys"-Frontmann Brian Wilson - der Hollywood-Regisseur
Martin Scorsese ("The Departed", "Gangs of New
York") und Schauspieler und Komiker Steve Martin
("Solo für zwei", "Roxanne"). Übergeben
wurde der Preis von US-Außenministerin Condoleezza Rice.
Von den zahlreichen prominenten Gästen
dürfte sich die Mehrzahl gelangweilt haben - die Gala
entpuppte sich als mühsame Prozedur, die jeglicher Pointen
entbehrte. Jan-Josef Liefers und seine französische Kollegin
Émanuelle Béart führten durch den Abend, schafften es aber
nicht, ihn mit Inhalt zu füllen.
Den europäischen Filmpreis und den Preis
für Regie erhielt das rumänische Abtreibungsdrama "Vier
Monate, drei Wochen und 2 Tage" von Cristian Mungiu,
Fatih Akin wurde für das Drehbuch zu "Auf der anderen
Seite" ausgezeichnet. "Das Parfüm" erhielt
für Kamera und Production Design Preise
Wim Wenders, der Präsident der
Europäischen Filmakademie, gab mit großem Bedauern die
Abwesenheit Jean-Luc Godards bekannt, der an diesem Abend für
sein Lebenswerk geehrt werden sollte. "Niemand hat sich
so etwas getraut.", sagte Wenders über das Werk des
76-jährigen.
FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher
ergriff gestern Abend auf sehr stürmische Weise Partei für
die umstrittene Stauffenbergverfilmung von Tom Cruise. Er
versuchte deutlich zu machen, dass Deutschland von der
Verfilmung profitieren würde und über den deutschen
Widerstand so mehr bekannt werden würde. Er erklärte auch,
dass sein Vorgänger Historiker Joachim Fest immer betonte,
dass sich ein Weltstar der Sache annehmen müsste, um für die
nötige Präsents zu sorgen. Mit dem Mut-Bambi heimste sich
Cruise nicht nur Lob des Laudators ein, sonder wurde mit einem
teilweise missmutigem Publikum konfrontiert. Einer der Gala-Gäste
Heiner Lauterbach meine nach der Verleihung, "Einen
Film zu drehen, dafür 50 Millionen Dollar zu bekommen - ich
finde, da gibt es Mutigeres." Lauterbach argumentierte,
dass es kein Unterschied zu deutschen Schauspielern gäbe und
Cruise nur mehr Geld zu Verfügung stünde. Cruise war schon
vor den Dreharbeiten zu seinem neuen Film auf heftige Kritik
gestoßen, vor allem als Anhänger der Scientology Kirche,
wurde es ihm erst verboten im Bendlerblock, Stauffenbergs
Hinrichtungsstätte, zu drehen.
Film+ findet dieses Jahr zum siebten Mal im Kölner Kino
OFF Broadway und dem Filmforum im Museum Ludwig statt. Auch
dieses Jahr treffen sich wieder Editoren, Filmemacher,
Filmstudenten und das Kölner Publikum, um die
"unsichtbare" Arbeit des Cutters zu würdigen. Der
Schnittpreis Spielfilm ging an Hansjörg Weißbrich für
"Der Liebeswunsch", mit "die
Unzerbrechlichen" gewann Ana Pohl den Bild-Kunst Schnitt
Preis Dokumentarfilm und der Förderpreis der BMW-Group
ging an Rudi Zieglmeier für
"Bildfenster/Fensterbilder". Das Programm stellte
natürlich die Filme der Preisträger in den Mittelpunkt.
Abgerundet wurde die Preisverleihung von einer der Filme
umfassenden Hommage-Reihe und Panels zu entsprechenden
Schwerpunkten.
Scheinbar sind die Ausmaße des seit 2 Wochen andauernden
Autorenstreiks in den USA, größer als noch vor einigen
Tagen vermutet. Das britische Filmstudio Pinewood teilte
gestern mit, dass das Drehbuch zum Bestsellerroman Illuminati
nicht fertig gestellt werden konnte und die Dreharbeiten
deshalb auf weiteres verschoben werden. Unter anderem machte
Brad Pitt dem Studio eine Absage, da er mit dem Drehbuch nicht
einverstanden war. Auf Grund des Streiks hat das Studio nun
auch keine Möglichkeit die aktuelle Fassung umzuschreiben.
Das Studio Pinewood, welches als das erfolgreichste in ganz
Europa gilt, darf sich nun im nächsten Jahr auf einen
Umsatzrückgang von ca. 4,17 Millionen Euro einstellen. Alle
Hoffnung liegt nun auf dem neuen Verhandlungsgespräch am
Montag, Fakt ist das der Filmindustrie täglich 21 Millionen
Dollar verloren gehen und endlich Bewegung in die Sache kommen
muss. Keine Neuigkeiten gibt es hingegen im Bezug auf die
Forderungen der Bühnenarbeiter am Broadway. Es kam sogar
soweit, dass ein Theaterbetreiber die Gewerkschaft auf 35
Millionen Dollar verklagte.
Der spanische Schauspieler starb gestern im Alter von 86
Jahren in einem Madrider Krankenhaus. Erst vor einigen Tagen
wurde bekannt, dass Fernando Fernán-Gómez schon seit einem
Monat wegen Darmkrebs in Behandlung war. Während seiner 50
jährigen Karriere wurde er zum bekanntesten Schauspieler
seines Landes und erhielt mehrmals den spanischen Filmpreis
Goya, 2005 wurde er auf der Berlinale für sein Lebenswerk
geehrt. Fernán-Gómez spielte in 200 Filmen mit und führte
bei 20 selbst Regie, im spanischen Fersehen verkörperte er
unter anderen Don Quijote. Er wurde als einziger spanischer
Schauspieler in die königliche Sprachakademie aufgenommen
Die streikenden Drehbuchautoren Hollywoods geben nicht
nach. Seit dem 5. Dezember stehen sie erstaunlich geschlossen
hinter den Ansprüchen auf eine höhere Beteiligung an
den Gewinnen aus neuen, digitalen Plattformen. Die Autoren von
Fernsehserien und nun auch vereinzelt von Kinofilmen möchten
ihren Streik fortsetzen, bis die Produzenten ihnen
entgegenkommen.
Auch Hollywoodgrößen verkündigten ihre Solidarität mit
den Streikenden - und Umfragen zufolge steht die Mehrheit der
amerikanischen Zuschauer hinter der Bewegung-
Am kommenden Montag wollen der Produzentenverband AMPTP und
die streikende Autorenvereinigung WGA die Verhandlungen wieder
aufnehmen, weil die Produzenten von der Bedingung abließen,
der Streik müsste als Voraussetzung für Verhandlungen
fallengelassen werden.
Prognosen über einen bis zum nächsten Sommer anhaltenden
Streik und einbrechende Fernsehquoten werden nun
vorübergehend revidiert.
Die Bundesregierung vergab gestern Abend den Preis in der
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) an den Dozent an der
Filmakademie Ludwigsburg und freien Drehbuchautor in München,
für sein noch unverfilmtes Drehbuch "Sierra". Die
Auszeichnung soll die Bedeutung des professionellen
Drehbuchschreibens würdigen, erklärte der
Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Preisverleihung.
"Sierra" ist die Geschichte des Obergefreiten
Jaksch und der Kindersoldatin Sheela die zusammen versuchen in
einem afrikanischen, vom Bürgerkrieg zerrissenen Land, eine
Hilfslieferung der UN in ein Flüchtlingscamp zu bringen. 2008
sollen die Dreharbeiten beginnen.
Der US-amerikanische Regisseur Delbert Mann verstarb am
Sonntag in Los Angeles an einer Lungenentzündung.
Gleich sein erster Kinofilm "Marty" von 1955
wurde mit Preisen überhäuft und in Cannes wie in Hollywood
zum besten Film des Jahres gekürt und gewann Oscars für
Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller.
Nach einigen Kinoproduktionen wie "Begierde unter
Ulmen" mit Sophia Loren und Anthony Perkins (1958) und
"Ein Hauch von Nerz" (1961) mit Cary Grant wandte er
sich dem Fernsehen zu und machte sich mit Werken wie der
Verfilmung von Remarques "Im Westen nichts Neues"
(1979) einen Namen.
1967 wurde er Präsident des US-Regisseur-Verbandes.
Delbert Mann realisierte im Laufe seines Lebens mehr als
100 Fernsehfilme.
Die Kino-Theater-AG (kitag) wird während der Fussball-
Europa-Meisterschaft vom 9.-22- Juni 2008 ihre Kinos
geschlossen halten.
Grund seien die voraussichtlich einbrechenden
Besucherzahlen und die mangelde Anzahl der Filmstarts, da die
Verleihe es vermeiden, ihre Produktionen in dieser Zeit
anlaufen zu lassen.
In einigen Schweizer Städten führt diese Maßnahme zu
einem vorübergehenden Totalausfall des Kinobetriebs, da die
Häuser mancherorts alle in der Hand der kitag
sind.
Die Nachricht fand erstaunlich wenig Beachtung in der Presse -
bleibt die Frage nach der Demokratie in der europäischen
Kinolandschaft..
Mit der Eröffnung durch Ministerpräsident Beckstein und
einem interessanten Hinweis bezüglich der Freiheit der Medien
begannen gestern Vormittag die 9. Medientage München in der
Messestadt. Zahlreiche Vertreter aus allen Bereichen wie print,
online, Radio und TV wie auch das Kino sind vertreten.
Jugendliche Besucher sollten die Möglichkeit, sich im
Mediencampus bei verschiedenen Hochschulen Informationen
einzuholen, nicht verpassen.
Von Kommunikationstechnik über Webdesign bis hin zu audio
engineering haben Interessenten an einer Ausbildung im
Medienbereich die Möglichkeit, sich detailliert über die
Realität des jeweiligen Berufsbildes zu
informieren.
Der Mediencampus besticht nicht durch eine überwätigende
Anzahl an Infoständen, ist aber sicherlich eine große Hilfe
für die ganz Unschlüssigen, die "irgendwas mit
Medien" machen wollen und sich davon noch ein Bild machen
müssen.
Die Story des Tatorts vom 23. Dezember in welchem es um
Inzest in einer alevitischen Familie und Mord ging, hat die
deutsche alevitische Gemeinde aufgebracht und zu öffentlichen
Protesten geführt. Neben einem offenen Brief an den
Innenminister und Demonstrationen hat die Gemeinde nun auch
Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Drehbuchautorin
und Regisseurin der Folge, Angelina Maccarone ist völlig
überrascht von den Vorwürfen. Für Sonntag, den 30. Dezember
ist eine Großdemonstration in Köln angekündigt.
Er hat polnische Filmgeschichte geschrieben, nicht nur mit
seinen Filmen, wie "Nachtzug", "Mutter Johanna
von den Engeln" oder "Faraon", sondern auch
durch seine Arbeit als Vorsitzender des Verbands polnischer
Filmschaffender sowie als Kreativdirektor des Filmstudios Kadr.
Am 27. Dezember ist er 85 jährig in der polnischen Hauptstadt
verstorben.
Nach Meldungen im amerikanischen Fachblatt Variety steht
die Übernahme der Mehrheitsanteile von Kinowelt durch Canal+
unmittelbar bevor. Das ursprünglich Münchner Unternehmen war
nach Liquiditätsproblemen neustrukturiert nach Leipzig
umgezogen und gehört zu den großen DVD und Filmvertrieben in
Deutschland.
Nach fünf weiteren Wochen Arbeitskampf wurden die
Verhandlungen für eine bessere Vergütung für die
Weiterverwertung der Arbeiten der Autoren auf DVDs und im
Internet, abgebrochen. David Young, Verhandlungsführer der
Gewerkschaft, warf den Studios vor, die Autoren nicht als
Partner zu akzeptieren: "Sie verlangen von uns, auf
unsere Zukunft zu verzichten - vor allem in den neuen
Medien." Die Produzenten Kritisierten ihrerseits, der
Abbruch solle den Streik unnötig hinauszögern.
Inzwischen gefährdet der Streik 50 TV-Shows und 15.000
Arbeitsplätze. 21 Millionen Dollar kostet dieser am Tag. In
der kommenden Woche müssten praktisch alle
Fernsehproduktionen stoppen, die in irgendeiner Weise auf
Manuskripte angewiesen sind. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Die Innenmisterkonferenz hat beschlossen,
den "amtlichen" Presseausweis abzuschaffen. Hierbei
sorgt ein schon oft diskutiertes Thema wieder für Trubel und
macht erneut auf die Fragwürdigkeit des organisierten
Journalismus in Deutschland aufmerksam. Bei der International
Academic Society hat er nach Doktor- und Adelstitel schon den
wichtigsten Stellenwert und verspricht außer
Schnellabfertigung an Flug-, Bahn-, und Seehäfen auch freie
Disco und Clubbesuche. Die G.N.S. Presseagentur wirbt neben
einem Presseausweis mit "Autorisierte
Akkreditierungs-Urkunde", was genau damit gemeint ist,
wird allerdings nicht verraten. Der DJV beschwert sich über
diese Entwicklung und betont, dass die meisten Ausweise nicht
echt seien. Leider ist diese Aussage aber falsch, auch wenn
immer mehr Agenturen Presseausweise anbieten, ist es trotzdem
nicht verboten. Auch die Kommentare, es gäbe nur vier
richtige Verbände, denen es erlaubt sei einen Presseausweis
auszustellen, ist nicht richtig. Einen "amtlichen
Presseausweis" gibt es somit nicht. Der Gesetzgeber hat
diesbezüglich keine genauen Angaben gemacht und überlässt
diese Frage den Berufsverbänden, die sich seit Jahren nicht
darauf einigen können, ab wann man ein "echter"
Journalist ist. Seit Mai 1993 gibt es aber eine Art
Vereinbarung zwischen der Innenministerkonferenz und vier
Verbänden - dem Bundesverband der Zeitungsverleger, der
Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union, dem
Deutschen Journalisten-Verband und dem Verband Deutscher
Zeitschriftenverleger. Hierbei dürfen nur diese Verbände
behauten, dass Ihr Ausweis von den Innenministern anerkannt
wird. 2004 erkämpfte sich eine Reihe von Fotojournalisten
ebenfalls das Recht, einen anerkannten Presseausweis zu
erstellen. 2006 wurde nach einer Innenministerkonferenz
beschlossen, dass noch weiteren Verbänden ein
"amtlicher" Presseausweis zusteht, der DPV, die
Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und die Jungen Medien
Deutschland gehörten unter anderem dazu.
Während seiner langen Karriere in der er die Welt durch
aufsehenerregende Stunts in Atem hielt, hat Evel Knievel sich
vermutlich jeden Knochen gebrochen, den man sich brechen kann.
Das hat ihn nie davon abgehalten, neue, aufsehenerregende
Stunts zu wagen. Seine Stunts waren in Filmen wie "Death
Defiers", "Freebie and the Bean" oder "The
Bionic Woman" zu sehen. Nun ist er 69 jährig gestorben.
Sendung "El Diario de Patricia" soll abgesetzt
werden
Die tägliche Show "El Diario de Patricia"
(Patricias Journal), des spanischen Senders Antena 3,
verspricht den Zuschauer die "besten
Überraschungen" und "emotionalsten
Begegnungen". Mitte November, war die Russin Swetlana
Orlowa zu Gast in der Sendung um eine dieser "emotionalen
Begegnungen" zu erleben. Als dann ihr Ex-Freund Ricardo
Antonio N. ihr vor einem Millionenpublikum einen Heiratsantrag
macht, lehnt sie diesen bestimmt ab. Mit gutem Grund. Erst
sechs Wochen zuvor hatte sie sich von dem gelernten Fleischer
getrennt, weil er sie schwer misshandelt und bedroht hatte.
Vier Tage später wird Swetlana Orlowa mit aufgeschlitzter
Kehle im Eingag ihres Hauses gefunden. Ricardo N. steht unter
Mordverdacht.
Dieser Vorfall schockierte Spanien und brachte eine
Diskussion ins rollen, ob "El Diario de Patricia"
überhaupt moralisch Vertretbar sei. Die
Frauenschutzbeauftragte der Spanischen Regierung, Encarnación
Orozco, bezeichnete die Macher der Show als
"verantwortungslos". "Sie haben einem
Gewalttäter die Chance gegeben, sein Opfer erneut zu
erniedrigen" hieß es. Eine solche Sendung habe
"weder Ethik noch Moral", kritisierte auch
Sonderstaatsanwältin María Soledad Cazorla.
Neben harscher Kritik gegen jede Form reißerischer
Reality-Shows forderten Zuschauer-Verbände, "El Diario
de Patricia" ganz abzusetzen.
Seine große Stärke war stets das Theater, doch auch im
Film hat er Zeichen gesetzt und gebrochene, zerrissene Figuren
dargestellt. Dabei waren es vor allem Fernsehspiele und Serien
in denen er zu sehen war. Seine letzte Fernseharbeit war 1999
"Das Biest im Bodensee". Romuald Pekny verstarb 87
jährig in Linz.
Pakistanische Behörden haben die Sendungen von
internationalen Fernsehstationen wie BBC und CNN in den
landesweiten Kabelnetzen unterbrochen. Daraufhin setzte ein
Run auf Sattelitenschüsseln ein, um weiterhin unzensiert
Nachrichten empfangen zu können. Die instabile Situation in
Pakistan wird durch eine Vielzahl von politischen
Einschränkungen begleitet.
Drehbuchautor Peter Viertel ist gestern im Alter von 86
Jahren in einer Privatklinik in Marbella verstorben, nur kurze
Zeit nach dem Tod seiner Frau Deborah Kerr, die Mitte Oktober
verstarb. Viertel wurde 1920 in Dresden geboren und wanderte
während des 2. Weltkrieges mit seinen Eltern nach Amerika
aus. Sein Vater Berthold Viertel war ein erfolgreiche
Theatermacher und seine Mutter Salka Steuermann eine bekannte
Drehbuchautorin. Auf Grund seiner bekannten Eltern konnte Viertel schon in jungen Jahren wichtige Kontakte knüpfen, was
seine Kariere nachhaltig beeinflusste. Er arbeitete für
Regisseur-Größen wie Clint Eastwood, Alfred Hitchcock und
John Huston. Peter Viertel verfasste Drehbücher zu
Filmen wie "African Queen" und "Der alte Mann
und das Meer". Seine Erfahrungen bei den Dreharbeiten zu
"African Queen" verarbeitete er zu seinem
bekanntesten Roman "Mann im Dschungel", umgenannt in
"weißer Jäger, schwarzes Herz" wurde das Drehbuch
1990 von Clint Eastwood verfilmt.
Amerikanische Autoren legen heute zum ersten Mal seit 20
Jahren ihre Stifte nieder, sie fordern einen neuen
Tarifvertrag, der ihnen unter anderem eine höhere Beteiligung
an DVD-Einnahmen verspricht. Die Streikmaßnahmen wurden
US-weit eine Minute nach Mitternacht ausgesprochen, alleine in
Los Angeles entschlossen sich 3000 Autoren zu streiken. Die
Industrie rechnet jetzt schon mit vielen hundert Millionen
Dollar Verlusten. Wie schnell die benötigten Geschichten der
Autoren ausgehen, ist im Moment noch schwer zu sagen. Sicher
ist, dass vor allem Shows, die jeden Tag ausgestrahlt werden,
nur schwer auf ihre Gags verzichten können. Allerdings
bereiten sich die Sender seit Beginn des Jahres auf Ausfälle
vor, da man schon seit längerem mit einem Streik rechnet. Vor
allem Groß-Studios verfügen über große Mengen an
Materialien. Außerdem werden viele Soaps über Wochen im
Voraus gedreht. Sollte sich der Streik jedoch über einen
längeren Zeitraum hinziehen, müssen sich Zuschauer
täglicher Sendungen mit ständigen Wiederholungen abfinden
und neue Sendungen werden vermutlich gar nicht mehr
ausgestrahlt.
Die Autorengewerkschaft "Writers Guild"
berichtete am Abend, dass die Drehbuchautoren in Hollywood auf
Grund der der gescheiterten Tarifverhandlung beschlossen haben
zu streiken. Die Autoren werden am Freitag per Email über den
Streikbeginn informiert, so die Gewerkschaft. Dieser Streik
wäre der erste Autorenstreik seit 20 Jahren und könnte bei
höherem Ausmaß eine große Gefahr für Filmproduktionen
darstellen. "Writers Guild" fordern vor allem eine
bessere Vergütung für Schreiber, deren Arbeit auf DVDs, im
Internet und auf Mobiltelefonen verbreitet wird. Die seit Juli
laufenden Verhandlungen haben leider nicht das gewünschte
Ergebnis gebracht, die Autoren sehen im Streik die einzige
Möglichkeit ihre Interessen zu verteidigen. 1988 kam es zum
letzten Mal zu einem solchen Streik, 22 Wochen kämpften
Autoren für bessere Arbeitsbedingungen. Damals musste die
Filmindustrie einen Verlust von 500 Millionen Dollar in Kauf
nehmen.
Der 13. Bundesweite Aktionstag am 31.Oktober 2007 in
Frankfurt widmet sich dem Thema "Film und
Revolte". Anlass ist der Beginn der
Studenten-Revolte vor 40 Jahren. Am 2. Juni 1967 kam es beim
Besuch des Schahs zu einer folgenschweren Auseinadersetzung
zwischen Polizei und Studenten, wobei einer der Studenten
Benno Ohnesorg erschossen wurde. Dieses Ereignis war auf
keinen Fall erfreulich für die deutsche Geschichte, sorgte
aber für einen Fortschritt der Filmgeschichte. Filmen wurde
von diesem Tag zum "Kampfmittel", es entstanden
kurze "Flugblattfilme" die sich zwischen
Dokumentation und Agitation bewegten. Das Filmfest beleuchtet
die verschiedenen Aspekte dieser Zeit und zeigt Filme und
spätere Produktionen über die Revoltejahre. Im Programm sind
unter anderem Brodmanns "Der Polizeistaatsbesuch"
und Helga Reidemeisters "Aufrecht gehen".
Mehrfach ausgezeichnet und doch bescheiden - die
Schauspielerin Evelyn Hamann zog es stets vor, ihre Arbeit gut
zu machen statt im Glanzlicht zu stehen.
Unvergessen bleibt sie in ihren Rollen an der Seite des
Komikers Loriot, der sie als seinen "Glücksfall"
´bezeichnete. Auch als unerbittliche Sekretärin Adelheid an
der Seite der Komissare Strobel und Pohl bleibt sie in
Erinnerung. Ihre Serie "Evelyn Hamanns Geschichten aus
dem Leben" läuft seit 14 Jahren im ZDF.
Die gebürtige Hamburger Schauspielerin stammte aus einer
Musikerfamilie und absolvierte eine klassiches
Schauspielkarriere.
Das europäische Parlament verleiht heute zum ersten Mal
den Prix Lux. Zu den Gewinnern zählen Produzent Klaus Maeck,
corazón international, und die Hauptdarstellerin Hanna
Schygulla für Fatih Akins Film "Auf der anderen
Seite". Mit dem Prix Lux möchte das europäische
Parlament verdeutlichen, wie wichtig die Kultur jedes
einzelnen Landes ist. Außerdem erhofft man sich, die
europäische Integration zu fördern. "Auf der anderen
Seite" thematisiert den kulturellen Austausch zwischen
deutschen und türkischen Bürgern, der Film trifft somit
genau ins Schwarze. Akins ausgezeichneter Film wird nun in 23
Amtssprachen der Europäischen Union untertitelt, außerdem
wird eine 35mm-Kopie je Sprachfassung hergestellt und es soll
eine Fassung für Hörgeschädigte geben.
Mit ihrer Hauptrolle als frustrierte Offziersgattin in Fred
Zinnemanns Kriegsdrama "Verdammt in alle Ewigkeit"
("From Here to Eternity") von 1953 verschaffte sich
die gebürtige Schottin den Durchbruch. In einer für die
prüden Fünfziger sehr freizügigen Liebesszene sieht man sie
in der Ozeanbrandung ein sehr leidenschaftliches Verhältnis
mit dem Untergebenen ihres Mannes eingehen.
Ihrer ersten Oscar-Nominierung für ihre Rolle in
"Verdammt in alle Ewigkeit" mit Spencer Tracy
folgten fünf weitere, sie spielte mit den größten
männlichen Stars der fünfziger und frühen sechziger Jahre
wie Yul Brunner, Cary Grant und Richard Burton. Die als
Deborah Jane Trimmer erhielt den Preis jedoch erst 1994 in
Form des Honorary Award für ihr Lebenswerk - der
Hollywood-Rekord für erfolglose Oscar-Nominierungen einer
Darstellerin hält sie ebenfalls.
Die zierliche Deborah Kerr setzte sich dank ihres
schauspielerischen Talents gegen ihre US-Konkurrentinnen
durch, blieb dem Glamour Hollywoods aber stets ein wenig
fremd. 1968 nahm sie Abschied von der Traumfabrik, weil die
Zunahme von Sex und Gewalt sie abstießen.
Sie lebte zuletzt mit ihrem Ehemann, dem deutschen
Schriftsteller Peter Viertel in der Zurückgezogenheit eines
Schweizer Klosters.
Welche Filme für den Oscar nominiert werden, gibt die
Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills
am 22. Januar bekannt. Schon jetzt fiebern mehr Länder mit
als je zu vor und erhoffen sich eine Nominierung. Für den
besten nicht englischsprachigen Film gab es dieses Jahr eine
Rekordbeteiligung, 65 Länder reichten ihre Filme ein. Neu
dabei sind unter anderem Irland und Aserbaidschan. Weitere
Teilnehmer sind "Die Fälscher" von Stefan
Ruzowitzky für Österreich, der von Fatih Akin mitproduzierte
Film "Takva - Gottesfurcht" für die Türkei, der
Zeichentrickfilm "Persepolis" für Frankreich,
"Katyn" von Andrzej Wajda für Polen, außerdem die
Cannes-Gewinner "Vier Monate, drei Wochen und zwei
Tage" von Cristian Mungiu für Rumänien. Für
Deutschland schickt Fatih Akin den Film "Auf der anderen
Seite" ins Rennen und ist somit bei gleich zwei Filmen
beteiligt.
Filmbranche, Hochschulen und Politik wollen das Bundesland
als Film- und Medienstandort stärken. Unter Federführung der
Hochschule für Gestaltung in Offenbach soll eine
"praxisgerechte Ausbildung" angeboten werden.
Die neue Film- und Medienakademie soll die Ausbildungsangebote
der Hochschulen untereinander sowie die Kooperation der
Unternehmen und Institutionen koordinieren und intensiver
vernetzen.
Am 1. Dezember findet in Berlin die 20. Preisverleihung der
Europäischen Filmakademie statt. In Rahmen der Veranstaltung
werden der französische Regisseur Jean-Luc Godard und der
deutsche Kameramann Michael Ballhaus mit den Ehrenpreis für
ihre exzellente Arbeit als Filmschaffende ausgezeichnet.
Godard (76) ist schon seit 50 Jahren im Filmgeschäft
tätig und sei ein "versierter Kenner und Kritiker der
Filmkunst", zudem habe er großen Einfluss auf das
europäische Kino genommen, betonte die Europäische
Filmakademie in Berlin. Auf Grund dieser Leistung werde er
für sein Lebenswerk geehrt.
Ballhaus gilt als einer der bedeutendsten Kameramänner des
deutschen und internationalen Films. Er hat in Deutschland
sowie den USA mit den bedeutenden Regisseuren
zusammengearbeitet, darunter Rainer Werner Fassbinder, Martin
Scorsese und Francis Ford Coppola. Über die Auszeichnung
äußerte sich der 72 Jährige "hoch erfreut", der
Preis sei für ihn "Anerkennung meiner Leistungen".
Der britische Fernsehsender fiel in letzter Zeit immer
wieder mit negativen Meldungen auf und hat nun bekannt
gegeben, dass aufgrund der erheblichen finanziellen Probleme
Kürzungen bevorstehen.
Der größten öffentlich-rechtlichen Anstalt der Welt fehlen
umgerechnet fast 2,9 Milliarden Euro, die sich aus fehlenden
Gebühreneinnahmen ergeben.
Von den weltweit mehr als 23.000
Mitarbeitern sind nun mehr als zehn Prozent gefährdet.
Zuvor
war die BBC durch eine Reihe von Skandalen unangenehm
aufgefallen: Sie musste Fehlverhalten bei einer Anrufer-Show
einräumen und ein Bußgeld von rund 74.000 Euro zahlen,
den Chef von BBC One aufgrund eines irreführenden Berichts
über die Queen zurücktreten lassen und sich von der
Medienaufsicht Ofcom rügen lassen.
Der ehemalige Fernsehmanager soll die TV-Rechte im Auftrag
der DFL vergeben und mit seiner neugegründeten Firma Sirius
als Zwischenhändler von 2009 an die Medienrechte an der Fußball-Bundesliga
vergeben.
Die DFL gründet zudem eine Auslandsgesellschaft
zur internationalen Vermarktung, die im Zeitraum von 2009 bis
2015 Erlöse von etwa 460 Millionen Euro erbringen soll.
"Damit verfügt die Bundesliga über die größte
finanzielle Absicherung ihrer Geschichte", sagte
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.
Profivereine können sich auf eine Erhöhung der Einnahmen
um fast 20 Prozent freuen. Die künftigen Rechteinhaber sollen
von der Kirch-Firma Sirius stellt den künftigen
Rechteinhabern ein Bundesliga-TV mit
Live-Berichterstattung. ZDF und der derzeitige Rechteinhaber
Premiere zeigten bereits Interesse, signalisierten aber eine
Befürchtung höherer Kosten.
Vor fünf Jahren hatte Kirch mit seinen Unternehmen
Insolvenz angemeldet und für eine der größten Pleiten in
der deutschen Wirtschaftsgeschichte gesorgt. Ende September
meldete er sich überraschend mit verschiedenen Projekten
zurück.
Bedenken aufgrund der historischen Pleite hatte es bei der
DFL-Spitze kaum gegeben. "Die Vergangenheit hat keine
entscheidende Rolle gespielt", sagte Rauball.
Das "Schwule Museum Berlin" bereitet zum 65.
Geburtstag des bekannten Filmregisseurs Rosa von Praunheim
(25. November) eine "kritisch-liebevolle-Homage" zu
seinem Leben und Werk vor. Die Ausstellung soll zu dem auch
die Einflüsse und Reaktionen, die sein Lebenswerk in der
Öffentlichkeit hinterließ, dokumentieren, betonte das Museum
in der Ankündigung am Dienstag.
Praunheim gilt als
wichtigster Vertreter des postmodernen deutschen Films. Vor
allem seine Dokumentation von 1970 "Nicht der
Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er
lebt" machte ihn zum öffentlichen Wegbereiter und einer
der Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung
in der Bundesrepublik Deutschland.
Noch bevor Harald Schmidts neue ARD-Show mit Oliver Pocher
am 25. Oktober startet, plant dieser bereits seinen Abschied.
Er wolle "Schmidt & Pocher" nur ein, zwei Jahre
machen um sich dann in Zukunft verstärkt dem Theater
zuwenden. "Danach kann er alleine auf Sendung gehen,
täglich, so wie ich früher, während ich selbst nur noch
Urlaubsvertretung mache. Das wäre mein Ideal" sagte der
50-Jährige der Stuttgarter Zeitung. Pocher könne dann allein
weiter machen, da er der einzige sei, der eine
Late-Night-Karriere starten könne.
Die itallenische Schauspielerin wird den Bambi ihr am 27.
November zum neunten Mal entgegennehmen - dieses Jahr für ihr
Lebenswerk und ihre Rolle als "unvergleichliche
kulturelle Botschafterin ihrer italienischen Heimat".
Seit ihrer Hauptrolle in "Aida" 1953 hat die mit
zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete Grande Dame
in über 100 Filmen gespielt.
"Der neunte BAMBI für Sophia Loren ist
eine Verbeugung vor einer starken Frau, die mit ihrer
unwiderstehlichen Ausstrahlung, ihrem großen Talent und ihrem
unbestechlichen Charakter Außergewöhnliches vollbracht
hat."
Die Schauspielerin Luis Maxwell, welche seit dem ersten Bond
Film "Dr. No" (1965) bis zum letzten Roger
Moore-Bond "Im Angesicht des Todes" (1985) die
legendäre "Miss Moneypenny" verkörperte,
starb 80-jährig am Samstag den 29.09.2007 in einem
Krankenhaus in Australien.
Für Roger Moore sei Maxwells Tod "ein Schock"; sie
sei "für die Bond-Filme ein großer Gewinn
gewesen", so der Ex-Bond Schauspieler.
Die Finanzierungssicherheit der öffentlich-rechtlichen
Sender und ihr immer stärkeres Engagement im Internet sind
den Privatsendern schon lange ein Dorn im Auge. Auf der
letzten Mitgliederversammlung des Verbands Privater Rundfunk
und Telemedien (VPRT) hat deren Präsident geäußert, dass
man über ein Gebührensplitting nachdenke, also die
Mitfinanzierung von Privatsendern aus den Fernsehgebühren.
Schließlich trügen die Privatsender auch zur
gesellschaftlichen Vielfalt bei, so argumentierte Doetz. Man
darf gespannt sein, wie ARD und ZDF über einen solchen Griff
nach ihren Kassen denken werden.
Im Gegensatz zu den Hollywood-Stars, die im diesjährigen
römischen Filmfest für keine Highlights sorgen, begeistern
die europäischen Filme umso mehr. Darunter die Verfilmung des
Bestsellers "Liebesleben" von der israelischen
Autorin Zeruya Shalev. Der gleichnamige Film ist Schraders
Regie-Debüt und erzählt die Gesichte von Ya´ra, eine junge
verheiratete Frau die Chancen auf eine Kariere in der
Universität hat. Da trifft sie den um einige Jahre älteren
Arie und verfällt seiner Anziehungskraft. Obwohl er nur an
einer sexuellen Beziehung interessiert zu sein scheint, ist
sie bereit, ihr bisheriges Leben für diesen Mann aufzugeben -
bis ein Geheimnis ihrer Eltern ans Tageslicht kommt, zu dem
Arie der Schlüssel ist. Schrader gelingt ein schöner,
anmutiger Film, der auf dem Filmfest an der Tiber in den
Vordergrund gerückt ist und einen bleibenden positiven
Eindruck auf das Publikum gemacht hat.
Zehn Jahre nach Francis Ford Coppolas letztem Film
"Der Regenmacher", stellt der 68-Jährige seinen
zweistündigen "Youth Without Youth" (Jugend ohne
Jugend) in dem römischen Filmfestival vor. Nach der
gescheiterten zehnjährigen Arbeit an seinem Riesenprojekt
"Megalopolis", bekommt Cappola das Buch des
rumänischen Philosophen, Religionswissenschaftlers und
Romanciers Mircea Eliade. "Es war wie eine
Offenbarung, meine Kreativität lag am Boden damals, mir ging
es wie dem Protagonisten in dem Buch" sagt er heute nach
der langen Zeit der Frust. Herausgekommen ist eine mysteriöse
Love Story, in der Bruno Ganz mit einer kleinen, aber feinen
Rolle und die verwandlungsfähige Alexandra Maria Lara
beeindrucken.
Autoren in den USA gehören zu den Bestverdienern im
Filmgeschäft, für die Erneuerung ihres Tarifvertrages mit
den Produzenten fordern Sie nun Beteiligungen an Erlösen aus
DVD, Internet und sonstigen neuen Medien. So soll etwa auf
jede DVD ein Zuschlag von 8 Cent erhoben werden, ein betrag
den die Produzenten angesichts des harten Preiskampfes im
DVD-Bereich ablehnen. Sollte es zu keiner Einigung bis 31.
Oktober kommen, droht die WGA damit, dass ab 1. November keine
Zeile mehr geschrieben wird.
Es gehört zu den Albträumen aller Filmschaffenden, wenn
das Ergebnis aufwändiger Dreharbeiten, ja sogar mehrerer
Drehtage durch einen technischen Fehler unbrauchbar gemacht
wird. Ausgerechnet die auch wegen schwieriger
Genehmigungsverfahren und Unfälle am Filmset ins Gerede
gekommene Produktion "Valkyrie" muss nun wichtige
Teile nachdrehen, weil in einem Münchner Kopierwerk das
Negativ angeblich mit falschen Chemikalien bearbeitet
wurde.
Ausgerechnet jener Drehort, dessen Genehmigung besonders
umstritten war, der sogenannte Bendlerblock ist von dem
Schaden betroffen. Der Film über die Widerstandsbewegung der
Offiziere um Stauffenberg, denen es beinahe gelungen wäre,
Hitler zu töten, kostet 80 Million Dollar. Nun muss, zum
Unmut der Betreiber, an der Gedenkstätte erneut gedreht
werden.
Kopierwerksschäden sind selten und das betroffene
Kopierwerk besitzt einen exzellenten Ruf. Dass ein solcher
Vorfall ausgerechnet bei einem solchen Vorzeigeprojekt
auftritt, kann man nur als gewaltiges Pech bezeichnen.
Der Filmemacher Francis Ford Coppola beklagt den Verlust
seines neuen Drehbuches. In der Nacht waren fünf bewaffnete
Männer in sein Haus in Buenos Aires eingedrungen und hatten
neben einer FIlmkamera und persönlichen Gegenständen auch
den Computer des Regisseurs mitgenommen, auf dem sich das
Drehbuch zu seiner neuen Produktion "Tetro" befand.
Coppola will im kommenden Februar in Argentinien mit den
Dreharbeiten beginnen.
Er ließ heute eine Belohnung für die Rückgabe des
Rechners oder zumindest der Daten ausrufen.. "Es waren
die Ergebnisse kreativer Arbeit einer langen Zeit", sagte
eine seiner Angestellten.
Der Hollywood-Regisseur John McTiernan muss eine viermonatige
Haftstrafe antreten. Er war angeklagt, FBI-Beamte belogen zu
haben, die ihn im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen den
als "Privatdetektiv" der Stars bekannten
Anthony Pellicano befragten.
Dabei stellte sich heraus, dass McTiernan Pellicano
angeheurt hatte, um auf illegale Weise Informationen über den
Produzenten Charles Roven zu erhalten.
Das Urteil wurde am Montag in Los Angeles festgesetzt.
Der Hamburger Regisseur geht mit seinem neuen Film "Auf
der anderen Seite" für Deutschland ins Rennen. Von
einer Fachjury gemeinsam mit 4 anderen deutschen Produktionen
ausgewählt, harrt das Familiendrama der endgültigen
Entscheidung am 24. Februar.
"Auf der anderen Seite" hatte bereits in Cannes
den Preis für das beste Drehbuch erhalten und lief im
Wettbewerb zahlreicher internationaler Festivals.
In Deutschland wird er morgen in den Kinos starten.
Der "German Independence Award - Bester Deutscher
Film" wurde an Jakob M. Erwa für sein Spielfilmdebüt
"Heile Welt" verliehen, das von den
Orientierungsversuchen dreier Jugendlicher erzählt. Der mit
8000 Euro dotierte Preis wurde am Sonntag zusammen mit
dem "German Independence Award -
Publikumspreis" verliehen, der an Jan-Hinrik Drevs
für sein Gefängnisdrama "Underdogs" ging. Die
Gewinner erhielten zudem eine Avid-Schnitt-Software.
Als weitere Auszeichnung wurde der ebenfalls mit 8000 Euro
dotierte Otto-Sprenger-Preis an die Brüder Ben und Dominik
Reding für ihr Drama "Für den unbekannten Hund"
vergeben.
Mit der Preisverleihung und der internationalen Premiere
von "The Astronaut Farmer" von Michael Polish endete
am Sonntag Abend das 14. Internationale Filmfest Oldenburg,
das sich immer mehr als Forum des unabhängigen Kinos in
Deutschland etabliert.
Der deutsche Schauspieler Joachim Hansen erlag vergangenen
Donnerstag den Folgen einer Hirnblutung und verstarb im Alter
von 77 Jahren in Berlin..
Bekannt wurde er in den fünfziger Jahren durch die
Hauptrolle im Film "Der Stern von Afrika".
Er spielte in vielen internationalen
Film-Produktionen wie "Die Brücke von Remagen",
übernahm allein zwischen 1957 und 1962 die männliche
Hauptrolle in 19 Filmen und spielte u.a. die Rolle des
Hitler-Attentäters Graf Stauffenberg in der ZDF-Produktion
"Operation Walküre".
Die
Produzenten des Hollywood-Dramas "Valkyrie", einem
Film über den Widerstand gegen Hitler, haben nach langem
Ringen mit dem deutschen Verteidigungsministerium nun doch die
Drehgenehmigung für das historische "Bendlerbock"-Gebäude
erhalten. Dieses war Schauplatz der Erschießung Stauffenbergs nach seinem
fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler und
daher für die Authentizität des Films enorm wichtig.
In
dem Regiedebut „Gone Baby Gone“ von Ben Affleck geht es um
das Paar
Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle
Monaghan), die in Boston gemeinsam als Privatdetektive
arbeiten. Sie übernehmen den Fall der vierjährigen
vermissten Amanda.Das Mädchen
scheint allerdings eine eindeutige Ähnlichkeit mit der in
Portugal verschwundenen Madeleine McCann zu haben. Der
Filmverleih Buena Vista International will den Film deshalb
vorerst nicht in britischen Kinos zeigen.Die
Darstellerin des kleinen Mädchens trägt zwar im Film den
Namen Amanda, ihr richtiger Name ist allerdings Madeleine. Der
Film welcher auf einem Roman von Dennis Lehane basiert, wurde
schon vor einem Jahr gedreht und soll laut Sprecher des
Filmverleihs BBC keine Anlehnung an den McCann-Fall sein.
Ben Affleck
äußerste sich während des Filmfestes im französischen
Deauville zu der Problematik und versicherte, "Wir wollen
den Film nicht veröffentlichen, wenn dieser einen wunden
Punkt trifft". Und so ist es dann auch gekommen,
zumindest scheint der Filmverleih BBC kein Risiko eingehen zu
wollen.
Seit Montag läuft die Filmkunstmesse in Leipzig, bis
Freitag werden sich zum 7. Mal Verleiher und Branchenvertreter
mit Besitzern von Kleinkunst- und Arthouse-Kinos etwa 60
Filme gemeinsam anschauen und deren Bewerbung
diskutieren.
Nicht nur Trailer und Plakate, auch Starttemine und
bisweilen selbst der deutsche Titel werden hier
besprochen. Durch Auswertung der Publikumsreaktionen ziehen
Verleiher und Kinobesitzer Schlüsse auf die Vermarktung der
Filme in Deutschland.
Der Verband bietet weiterhin den Kinobetreibern Seminare
und Vorträge zur Programmgestaltung und Führung der Häuser
an.
Auch der Status des Kinos ist Gesprächsthema -
angesichts der zunehmenden medialen Versorgung der Konsumenten
und der aktuellen Bedrohung der kleineren Kinos durch die
zurückgehenden Einnahmen aus der Werbeindustrie ist es
durchaus angebracht, sich einmal mehr der Bedeutung der
Vielfalt in der deutschen Kinolandschaft bewusst zu
werden.
Die Werbebranche zieht sich mehr und mehr aus Investitionen
in unabhängige Kinos zurück, um sich mehr auf die Einnahmen
in Multiplex-Kinos zu konzentrieren. Dabei vernachlässigt sie
den Kaufkraft und den Anspruch des durchschnittlichen
Arthouse-Besuchers.
Der Branchenverband AG-Kino - Gilde Deutscher
Filmkunsttheater erhofft sich von der Messe wieder einen regen
Austausch von Kinobetreibern mit Verleihern und Kollegen, es
werden ebenfalls Regisseure und Schauspieler anwesend
sein.
Der taiwanesische Oscar-Preisträger Ang Lee ("Brokeback
Mountain", "Tiger and Dragon") erhält zum
zweiten Mal binnen zwei Jahren den begehrten "Goldenen
Löwen" für den besten Film, "Se, Jie"
("Lust, Caution").
Der silberne Löwe für die beste Regie erhielt Brian de
Palma ("Mission: Impossible") für seinen Streifen
"Redacted".
Die Preisträger in der Übersicht:
Goldener Löwe für den besten Film: "Lust,
Caution" von Ang Lee
Goldener Ehrenlöwe für das Lebenswerk: Bernardo
Bertolucci
Silberner Löwe für die beste Regie: "Redacted"
von Brian De Palma
Spezialpreis der Jury: "Le Grain et le Mulet"
von Abdellatif Kechiche und "I'm Not There" von Todd
Haynes
Speziallöwe für das geschlossenste Werk:
"12" von
Nikita Mikhalkov
"Coppa Volpi" für den besten Schauspieler:
Brad Pitt in "The Assassination of Jesse James by the
Coward Robert Ford" von Andrew Dominik
"Coppa Volpi" für die beste Schauspielerin:
Cate Blanchett in "I'm Not There" von Todd
Haynes
Marcello-Mastroianni-Preis für die beste
schauspielerische Nachwuchsleistung: Hafsia Herzi, in
"La Graine et le mulet" von Abdellatif Kechiche
Verleihung des "German
Independence Awards"
Vom 12. bis zum 16. September findet das Independent-Festival
in Oldenburg statt. Gezeigt werden unabhängige deutsche und
internationale Produktionen; das einzigartige Spektrum wird
durch Sonderreihen und Specials vertieft. Das Festival
bezeichnet sich selbst als „non competitive film festival“
und bleibt dieser Maxime seit nun 14 Jahren treu, hält eisern
den Kurs an Hollywood und Standardproduktionen vorbei
und versteht „kontrovers“ als „prädikat wertvoll“.
Ehrengast ist dieses Jahr Abel Ferrara, aus dessen Lebenswerk
7 Filme präsentiert werden. Der Regisseur ist ab dem 14.9.
persönlich anwesend.
Neben der Bekanntmachung unabhängiger Filmemacher und ihrer
Arbeiten durch Berührung mit dem Publikum verleiht das
Festival auch seit 1998 den „German Independence Award –
Bester Deutscher Film“. Eine internationale Jury bestimmt,
welche Arbeiten dem Ideal des unabhängigen Kinos am nächsten
kommen.
Erweitert werden die Auszeichnungen durch den „German
Independence Award – Kurzfilm“, der 2007 Premiere hat undjungen
Filmemachern den Einstieg erleichtern soll, sowie den Otto
Sprenger-Preis, der dieses Jahr zum ersten Mal in Oldenburg
verliehen wird. Diese Auszeichnung ist mit 8000 Euro dotiert
und wird an junge Filmemacher aus Norddeutschland vergeben.
Durch internationalen Ausdehnung undaußergewöhnliche Arbeiten qualifiziert sich „TheOldenburg“ mit seiner besonderen Atmosphäre eines
kleinen Festivals immer mehr vom Insidertipp zu einer
namhaften Plattform für beeindruckende Produktionen.
Selbst der Trailer - stets von Regisseuren mit Rang und Namen
umgesetzt - zeugt von zunehmender Bekanntheit, die aber der
Hingabe an das Credo „independent“ keinen Schaden tut. Er
ist auf der Seite des Festivals einzusehen: www.filmfest-oldenburg.de.
Gleich zwei Antikriegsfilme stehen
während den Filmfestspielen in Venedig im Mittelpunkt. Der
Film „Redacted“ von Hollywood-Regisseur Brian De Palma
wurde eher verhalten aufgenommen, wobei „the Valley of Elah“
das Publikum mehr begeisterte und für 10 Minuten Standing
Ovations sorgte. In diesem Film macht sich ein US-Veteran auf
die Suche nach seinem Sohn, der kurz nach der Rückkehr aus
dem Irak ermordet wird. Regisseur Paul Haggis erzählt, dass
er mit seinem Film keine Kritik an der US-Regierung ausüben
möchte, wichtiger scheint ihm die Psyche der Soldaten nach
traumatischen Kriegserlebnissen zu sein. Während des Films
erfährt der Vater des ermordeten Soldaten, dass sein Sohn
während seines Einsatzes irakische Gefangene folterte und
absichtlich ein Kind mit dem Panzer überfuhr. Gerade wegen
dieser Szenen lässt sich Haggis Haltung zum Irakkrieg
trotzdem erkennen. Lange war man sich nicht sicher, ob es
nicht zu gewagt wäre, dieses noch sehr aktuelle Thema zu
verfilmen. Doch gerade die fragliche Berichterstattung in den
amerikanischen Medien motivierte die beiden Regisseure zu
ihren Filmen.
Eine Millionen Dollar verlangt die
Supermarktkette A&P von zwei ehemaligen Aushilfsarbeitern,
die angeblich mit einem Rapvideo den Namen der Firma in dem
Dreck gezogen haben. Die beiden Brüder Mark and Matthew
D'Avella, die sich in dem Video unter anderem mit roter Beete
in den Genitalbereich schlagen, können die Aufregung nicht
verstehen, "Wir veralbern doch bloß die Seltsamkeit
dieser ganzen Gangsta Rap-Videos". Die
Kundin, die sich über das “ekelhafte“ Video beschwert
hat, sei wohl schon lange mit der Familie der beiden Studenten
verfeindet. Tatsache ist jedoch, dass die jungen Rapper auf
keine Peinlichkeit verzichten um ihr Video "Produce
Paradise" ordentlich ins lächerliche zu ziehen.
Angeblich ist auf dem Video aber keine Exakte Verbindung zu
der Supermarktfiliale zu erkennen, das Logo auf der Mütze
eines der jungen Männer scheint kaum lesbar. Mark and Matthew
D'Avella holen jetzt zum Gegenschlag aus, direkt von ihrer
Internetseite können Fans des Videos eine Beschwerde an
A&P senden, bis jetzt haben 600 Sympathisanten von dieser
Idee Gebrauch gemacht.
Am Potsdamer Platz in Berlin wurde zum
mittlerweile achten Mal einer der renommiertesten
deutschen Nachwuchspreise verliehen; im Rahmen
dessen werden Abschlussarbeiten von Filmstudenten
geehrt.
Der "First Steps Award" beweist seine
Glaubwürdigkeit bzw. Aussagekraft unter anderem mit dem
Beispiel eines diesjährigen Jurymitgliedes:
Hans Weingartner, welcher den begehrten Preis vor sechs Jahren
verliehen bekam, drehte vor drei Jahren den Kinoerfolg
"Die fetten Jahre sind vorbei".
Gewinner dieses Jahres sind u.a. Tom Zenker für seinen
Spielfilm „Der blinde Fleck“ und Eva Neymann für Ihren
Dokumentarstreifen „Wege Gottes“.
Der gebürtige Berliner erlag schon am
letzten Freitag einer langen und schweren Krankheit. Bereits
seit Mitte der Neunziger litt er an Osteoperose. Er gehörte
seit den fünfziger Jahren zu den bedeutendsten Bühnen-,
Film- und Fernsehschauspielern Deutschlands. "Zum
Abstinenzler tauge ich nicht“, sagte der leidenschaftliche
Raucher und Rotweintrinker über seine Lebensweise. 1973 gab
er sein Debüt in der Tatort-Serie der ARD. Er mimte bei 20
Folgen den Kommissar Haferkamp. Danach zog er sich aus dem
Fernsehgeschäft zurück und war wieder mehr auf der Bühne zu
sehen. Mitte der Neunziger nahm er dann von seinem
Künstlerleben wegen gesundheitlicher Probleme Abschied.
Der Schauspieler Ben Becker
("Schlafes Bruder", "Comedian Harmonists")
erlitt am heutigen Montag einen sehr ernsten
Kreislaufzusammenbruch, der laut Beckers Sprecherin auf
Überarbeitung und Stress zurückzuführen sei. Becker
musste nach seinem Auffinden wiederbelebt werden.
Gerüchte über Drogenmissbrauch wies die Sprecherin zurück.
Einer der renommiertesten
deutschen Schauspieler, Armin Müller-Stahl, hat nun sein
Karriere-Ende angekündigt.
Demnach solle nach dem derzeitigen Dreh der
"Buddenbrooks" noch lediglich ein Film folgen, den
Herr Müller-Stahl gemeinsam mit seinem Sohn drehen will.
Hiernach wird sich der 76-jährige wohl mit seinen anderen
Leidenschaften befassen - wie etwa die Malerei.
Dreharbeiten zum neuen
Cruise-Film sorgen für 11 Verletzte!
Bei den Dreharbeiten zum
neuen Cruise-Film "Valkyrie" wurden gestern Abend 11
Menschen verletzt, teilweise schwer. In einer Kurve stürzten
die Personen von einem Lastwagen und mussten sofort ins
Krankenhaus gebracht werden. Die Dreharbeiten wurden somit
vorerst abgebrochen. Der Film von Regisseur Bryan Singer
behandelt dass Hitler-Attentat um Stauffenberg. Für die
Dreharbeiten wurden am Wochenende unter anderem das frühere
Reichsluftfahrt- und heutige Bundesfinanzministerium gesperrt.
Der Film steht dennoch unter Kritik, da Cruise Anhänger der
umstrittenen Scientology-Organisation ist.
Der Regisseur Frank Oz (u.a. die Originalstimme von Yoda
aus "Star Wars") wird mit dem Publikumspreis von
Locarno ausgezeichnet.
Damit hat sich der Film gegen Konkurrenten wie "Das
Bourne Ultimatum" und "Hairspray" (mit John
Travolta und Christopher Walken) durchgesetzt.
Der Film dreht sich um die chaotischen Verhältnisse rund um
den Hauptdarsteller Daniel Macfadyen ("Stolz und
Vorurteil") während des Begräbnisses seines Vaters.
Am 16.08.07 startet der neue Film des jungen Regisseurs
Robert Thalmann ("Netto"), der mit "Am Ende
kommen Touristen" sein zweites Kinoprojekt vorstellt. In
diesem Streifen thematisiert Thalmann den Umgang mit dem Thema
Auschwitz, wobei er deutsche wie polnische Protagonisten
portraitiert und somit die heutige Auffassung bzw. den
modernen Umgang mit diesem brisanten Thema
veranschaulicht.
Statt eines postmodernen Melodrams über die Tragweite des
Holocaust erwartet den Zuschauer ein
"vergnüglicher" Film über eine sich im Laufe der
Zeit veränderte Sicht- und Herangehensweise an die Thematik,
und somit eine neuartige Schilderung des Umgangs mit der
Geschichte.
Er war sicherlich keiner der Regisseure, den Cineasten als
einen Künstler der Leinwand beschrieben hätten. Denn seine
teilweise fraglichen Heimatfilme, "Frau Wirtin treibt es
jetzt noch toller" (1966), " Otto ist auf Frauen
scharf" (1968), ließen nicht zuletzt wegen Ihres Titels,
an jeglichem Anspruch zweifeln. Vor allem seine einst
familienfreundlichen Produktionen scheinen heute nur noch den
Wenigsten ein Begriff zu sein. Antel fand immer wieder
Gefallen daran, den nostalgischen Glanz der Monarchie neu
aufleben zulassen und verzichtete dabei nicht im Geringsten
auf die ständige Eintönigkeit, von der seine Filme befallen
waren. Somit schien zwischen "Kaisermanöver" und
"Kaiserball" die Abwechslung völlig in
Vergessenheit zu geraten. Mit diesen Filmen macht er sich
einen Namen, dem er 1981 zu entfliehen versuchte, als er mit
Karl Merkatz in der Titelrolle das zeitkritische Theaterstück
"Der Bockerer" verfilmte. Diesem Stück fehlte es
nicht an Ernsthaftigkeit und brachten Antels Humor und
Milieukenntnis bestens zu Geltung. Als er 2003 den für ihn
letzten Teil der Brockerer-Serie fertig stellte, gelang ihm
ein Werk, das im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken
vermutlich nicht in Vergessenheit geraten wird.
Der 72-Jährige Drehbuch- und Romanautor starb am
Donnerstag in Berlin. Plenzdorf wurde als Kind einer
Arbeiterfamilie in der DDR geboren. Er schrieb die Drehbücher
zu Filmen wie "Die Legende von Paul und Paula",
"Liebling Kreuzberg" und "Ein fliehendes
Pferd".
Michelle Pfeiffer ("Dangerous Minds", "Scarface")
wurde kürzlich mit einem Stern auf dem "'Walk of Fame"
verewigt. Damit erhält die Schauspielerin den Pflasterstein
Nr. 2345.
Das diesjährige Filmfest Locarno feiert seinen 60. Geburtstag und wurde mit dem japanischen
Animationsfilm "Vexille" von Fumihiko Sori eröffnet.
Natürlich sind auch genügend Hollywood-Größen mitsamt deren Filmen vertreten; u.a. Robert Rodriguez
mit "Planet Terror" und John Travolta in "Hairspray".
Für einen detaillierten Spielplan und ausführliche Hintergrundinfos besucht die offizielle Seite
unter http://www.pardo.ch/
Am Montag den 30.07.07 begannen die Dreharbeiten zum
neuesten "Buddenbrooks"-Streifen.
Regie bei diesem Mammutwerk, welches voraussichtlich Ende
2008 in die deutschen Kinos kommen soll, führt Heinrich
Breloer; dieser zeichnete sich ebenfalls für das 2001
erschienene Doku-Drama "Die Manns"
verantwortlich.
Als Schauspieler verpflichtet sind unter anderem Armin
Mueller-Stahl, Iris Berben, Jessica Schwarz, August Diehl und
Mark Waschke. Der Produktions-Etat liegt bei etwa 15 Mio Euro.
Der auf Game-Adaptionen spezialisiert und dafür mit einem
recht zweifelhaften Ruf bedachte Urfürst des deutschen
Trash-Kinos, Uwe Boll, bringt für etwa 30 Millionen
Euro Produktionskosten das Videospiel-Spektakel "Far Cry"
auf die große Leinwand. Mit an Bord sind voraussichtlich Til
Schweiger, Ralf Möller und Udo Kier. Geplanter Kinostart ist
2008.
Beinahe seit Anfang des deutschen Fernsehens war Peter
Kuiper bei zahllosen Fernsehspielen, Krimis und Spielfilmen
dabei. Ob Stahlnetz, der Kommissar oder Derrick, immer
wieder überzeugte Kuiper in verschiedensten Rollen. Auch
Fassbinder holte ihn in vier Folgen von "Berlin
Alexanderplatz". Zuletzt spielte er 2006 eine Nebenrolle
in dem Film "Until Death" mit Jean-Claude van Damme.
Zum Tag der Deutschen
Einheit übt sich das Fernsehen wieder im Historisieren
unserer jüngeren Vergangenheit. Gleich vier Filme und zwei
flankierende Dokumentationen werden gesendet. Aber
diese Filme stellen die DDR geschönt da. Sie wird
fernsehgerecht aufgepeppt und verzerrt damit das tradierte
Bild dieser Epoche und das, der Menschen, die dort lebten.
Anhand dieser
Historienfilme kann man sehr gut ablesen, was sie einem über
eine Gesellschaft erzählen, die meint, solche Filme zu
brauchen. Der Palast der Republik wird abgerissen, aber gleich
nebenan wird die DDR im Deutschen Historischen Museum
archiviert, und im Film wird sie wieder aufgebaut.
Er hat als Regisseur in der deutschen Fernsehlandschaft
Zeichen gesetzt und das Krimi-Genre in den
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten geprägt. Von ersten
Serien wie "Der Polizeibericht meldet" über das
legendäre "Stahlnetz" sowie Edgar Wallace Filmen
reichte seine Bandbreite bis hin zu diversen Tatort Folgen.
Insgesamt hat er rund 100 TV- und Kinofilme geschaffen. Roland
verstarb im Alter von 81 Jahren nach einer langen Krankheit in
Hamburg.
Die Jüngeren wissen nicht einmal mehr, wer
Medienunternehmen wie Pro7 gegründet und ein gewaltiges
Medienimperium geschaffen hat und dessen Geschicke durch den
Konkurs der Kirch-Gruppe 2002 anders als erhofft verliefen.
Kirch gibt dem ehemaligen Deutsche Bank Chef Breuer Mitschuld
an dem Untergang, weil dieser angeblich an einem Komplott
gegen die Kirch-Gruppe beteiligt gewesen sei. Seitdem versucht
Kirch juristisch gegen Breuer vorzugehen und Schadensersatz
einzufordern. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt, bei der Kirch
Breuer angezeigt hat, sieht dies nach umfangreichen
Befragungen und Untersuchungen allerdings anders und hat die
Ermittlungen eingestellt. Breuer und die deutsche Bank werten
dies für den in Kürze beginnenden Prozess als günstiges
Vorzeichen. Man darf gespannt sein, ob Kirch mit seiner 1,6
Millionen Euro Forderung an Schadensersatz erfolgreich sein
wird.
Während etwa Zeitungsverlage in der Regel ihre Online
Auftritte selbst finanzieren müssen, stehen den
öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten Teile der
Fernsehgebühren zur Verfügung. Dies ruft Kritik auch bei den
Privatsendern hervor. Der baden-württembergische
Ministerpräsident Oettinger hat sich öffentlich dafür
ausgesprochen, das Engagement der Sender im Internet klar zu
begrenzen.
Die international beliebte Schauspielerin
verstarb heute in ihrem Haus in Palm Springs.
1948 erhielt sie einen Oscar für ihre
Rolle als gehörloses Mädchen Belinda in dem Film „Johnny
Belinda“, und wurde später bekannt mit ihrer langjährigen
Hauptrolle in der Serie „Falcon Crest“, in der sie von
1981 bis 1990 das intrigante Familienoberhaupt eines
kalifornischen Weinguts spielte.
Schon vor ihrer Oscar-Auszeichnung war
sie in den Staateneine
gefeierte Schauspielerin.
Ihre Hochzeit mit dem damaligen
Warner-Kollegen Ronald Reagan wurde von der Presse als ideale
Verbindung gefeiert, hielt aber nur 8 Jahre. Sie bekam mit dem
späteren US-Präsidenten zwei Kinder und adoptierte ein
weiteres. Nach der Scheidung weigerte sie sich, zu ihrer Ehe
Stellung zu nehmen, bezeichnete es als „schlechten
Geschmack, über Ex-Männer oder Ex-Frauen zu sprechen“,
sprach sich aber selbst nach Reagans Tod 2004 nur positiv über
ihn aus - „Amerika hat einen großen Präsidenten verloren
und einen großen, liebevollen und sanften Mann."
Ihre zahlreichen Fans, Freunde und
Bekannte trauern heute um die großartige Schauspielerin und
Hollywood-Ikone.
Finnischie
Regisseure veröffentlichten am Montag ein Protestschreiben,
in dem sie den staatlichen Geiz anprangerten. Sie richten sich
vor allem gegen den finnischen Kulturminister Stefan Wallin.
Er habe sein Versprechen nicht gehalten, die Filmförderung um
80 Prozent zu erhöhen. Wallin weißt den Vorwurf allerdings
zurück. Er sagte gegenüber der BBC, es sei nie nie eine
genaue Höhe festgelegt gewesen und auch er sei für eine
faire Förderung von Kunst und Kultur, wobei die Höhe
sicherlich geringer ausfallen wird als von den Regisseuren
gefordert.
Die
Regisseure warnten, dass der finnische Film Schaden davon
tragen würde und das dieser Schaden noch vergrößert werden
kann, wenn sie ihre Arbeit niederlegen. Das Arthouse- und
Independentkino sei traditionell auf staatliche Unterstützung
angewiesen.
Nachdem es aller Kritik zum Trotz nach wie vor unzählige
Zuschauer gibt, die ihre Telefonrechnungen für angeblich
höchste Gewinnchancen mehr als strapazieren, haben diverse
Gerichtsverfahren die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter
erregt. Besonders Spielsüchtige hatten sich bei den
einschlägigen Dauerquizsendungen finanziell ruiniert und
versucht, gerichtlich gegen exorbitante Telefonrechnungen
vorzugehen. Um diese vor sich selbst und besonders gierigen
TV-Veranstaltern zu schützen, soll ab 1. September die
maximale Minutengebühr bei 0137... Nummern auf 50 Cent
begrenzt werden. Außerdem werden die Anbieter verpflichtet,
am Ende jedes Anrufes eine Gebührenansage zu schalten.
Premiere scheint sich wieder gefangen zuhaben, doch gerade
jetzt bittet Georg Kofler um Auflösung seines Vertag. Die
Lizenz zur Bundesliga-Übertragung hatte der Sender vor
einigen Wochen, dem Konkurrenten Arena weggeschnappt und somit
befand sich Premiere auf dem Weg der Besserung. Als
Gesellschafter einer Unternehmensgruppe soll es nun für
Kofler weitergehen. Mit völlig veränderten Zukunftsplänen
startet er nun in die Zukunft, in der Medienbranche will er
nicht mehr arbeiten. Seit 2002 ist er Premierechef und half
dem Unternehmen aus der damalig schweren Situation. Ihm gelang
es Premiere, das damals noch der Kirch-Gruppe gehörte, neu zu
stabilisieren und einen Haupteigentümer zu finden, der dem
Medienimperium, das nötige Kapital zukommen ließ. Unter
seiner Führung ging Premiere 2005 an die Börse. Einen
Tiefpunkt erlitt das Unternehmen erneut, als es 2006 die
Bundesligarechte verlor. Doch jetzt wo auch dieses Problem
behoben ist, scheint es schwer verständlich, dass Kofler dem
Imperium den Rücken zuwendet. Doch für ihn scheint es genau
der richtige Moment für einen Ausstieg zu sein.
Das diesjährige Jubiläumsprogramm von Locarno wurde
allgemein als sehr unterschiedlich in der Qualität bewertet.
Zuviel Mainstream, zu wenig Entschlossenheit, attestierten
Kritiker der Programmauswahl. Den Hauptpreis des Wettbewerbs
erhielt Masahiro Kobayashi für «Ai no yokan (The Rebirth)».
-Der Nachfolger von "Bruce Allmächtig": "Evan
Allmächtig". Der schon beim "Bruce"
regieführende Tom Shadyac verheizt ein
Rekord-Komödien-Budget von 200 Mio. Dollar. Hauptdarsteller
Steve Carell ("Little Miss Sunshine") hat sich somit
vom Side-Character im Vorgänger zum Hauptprotagonisten
gemausert.
-Die US-Countryband "Dixie-Chicks" (bekannt u.a.
durch deren Anti-Bush-Statements) werden porträtiert in der
Doku "Shut Up & Sing"
-Der Name ist Programm: "Slasher", das Regiedebut
von Frank W. Montag, versorgt die Horror- und
Splatter-Fangemeinde mit neuem Material.
-"Reine Geschmackssache", von Regisseur Ingo
Rasper, erzählt die Geschichte einer konfliktreichen
Vater-Sohn-Beziehung
-"Angel - ein Leben wie im Traum", der neueste
Streifen von Francois Ozon ("8 Frauen). Filmbeschreibung
und Kritik gibt's hier.
-"Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft" vom
"Herr der Ringe"-Produzenten Robert Shaye.
-"Half Moon" vom preisgekrönten irakischen
Regisseur und Drehbuchautor Bahman Ghobadi
("Schildkröten können fliegen") schildert die
Reise eines kurdischen Musikers im irakisch-iranischen
Niemandsland, der Musiker für ein Konzert finden will.
- Mit "Ich glaub', ich lieb' meine Frau" wagt
sich Chris Rock als Drehbuchautor, Regisseur und
Hauptdarsteller an das Remake des Filmklassikers "Die
Liebe am Nachmittag" von 1972.
-"10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen" vom
niederländischen Regisseur Rolf de Heer.
Im Alter von 94 Jahren verstarb der Avantgarderegisseur Antonioni
am Montag in seinem Haus. Mit seinen ästhetischen Filmen galt
der Künstler als Legende. Mit Filmen wie "La Notte",
"Zabriskie Point" und "L'avventura" erlang
der in Ferrara geborene Filmemacher Weltruhm. 1985 erlitt er
einen Schlaganfall und zog sich zunächst aus dem Filmgeschäft
zurück. Sein letztes Werk war der Kurzfilm "Eros".
Ulrich Mühe ist am vergangenen Sonntag in Walbeck in
Sachsen-Anhalt gestorben. Der 54-jährige Schauspieler erlag
einem Krebsleiden, zu dem er sich erst am Wochenende
öffentlich bekannt hatte. In dem Oskar-prämierten Film
"Das Leben der anderen" spielte Mühe unter anderem
den Stasi-Offizier. Nach seiner Rückkehr von der
Preisverleihung musste er sich einer schweren Magenoperation
unterziehen. Aus Sachsen stammend studierte Mühe an der
Leipziger Theaterhochschule und war während der DDR-Zeit an
der Berliner Volksbühne und am Deutschen Theater engagiert. Für
seine „Macbeth“-Inszenierung verpflichtete Heiner Müller
ihn 1982 an der Volksbühne. Seit 1983 war er Mitglied des
Deutschen Theaters und wurde zum Star des Ensembles. Für Film
und Fernsehen arbeitete er zudem und wurde 2005 mit dem
deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Die Produktionsfirma Constantin Film hat dem Regisseur
Volker Schlöndorff am vergangenen Freitag gekündigt. Der Hintergrund
für die Entlassung Schlöndorffs, der für die Constantin die
Verfilmung des Romans "Die Päpstin" vorbereitete,
sei sein Artikel in der "Süddeutschen Zeitung"
vom 12. Juli gewesen. In diesem habe der renommierte
Filmemacher ohne Absprache mit der Constantin Kritik geübt an
den neuen Mischformen von Film und Fernsehen. Seinen Aussagen
zu Folge beunruhige ihn, dass "Filmprojekte unter
Ausnutzung von Filmfördermitteln und in Koproduktion mit dem
Fernsehen entstünden, erst im Kino liefen und danach zu
TV-Mehrteilern umgearbeitet und als "Director's Cut"
vermarktet würden". Er nannte in diesem Zusammenhang
auch Produktionen der Constantin als Beispiele. Schlöndorffs
Auffassung habe das Vertrauensverhältnis zerstört und die
Finanzierung der "Päpstin" erschwert, so die
Constantin. Als Ersatz werden derzeit Gespräche mit
potenziellen neuen Regisseuren geführt.
Armin Mueller-Stahl hat Tom Cruise in der Debatte um den
umstrittenen Stauffenberg-Film unterstützt. Der 76-jährige
Schauspieler kritisiert den Streit um den neuen Film "Valkyrie"
seines Kollegen Cruise, der wegen seiner geplanten
Verkörperung des deutschen Widerstandskämpfers aufgrund
seiner Mitgliedschaft in der Organisation Scientology heftig
angegriffen worden ist. So wurde dem Hollywoodstar im Vorfeld
die Drehgenehmigung im historischen Bendlerblock in Berlin
verweigert. Dort war der eigentliche Graf Schenk Claus von
Stauffenberg nach seinem missglückten Attentat auf Hitler mit
anderen Mitgliedern des Widerstands hingerichtet worden.
Mueller-Stahl fordert von den Anklägern mehr Gelassenheit.
Sie sollen Cruise als Schauspieler danach beurteilen, ob er
seine Rolle glaubwürdig spielt. "Und genau das kann man
erst, wenn der Film fertig ist – nicht vorher", so
Mueller-Stahl. Die Dreharbeiten zum Film beginnen am 19. Juli
in den Filmstudios Babelsberg, der mit 4,8 Millionen Euro aus
dem neuen Deutschen Filmförderfonds unterstützt wird.
Die Pro7 Sat1 Senderfamilie ist Kummer gewohnt, nicht zum
ersten Mal steht sie durch Investoren vor tiefgreifenden
Veränderungen. Die neuen Besitzer KKR und Permira haben ihre
ursprüngliche Zusage, keinen Personalabbau zu betreiben, nach
nur wenigen Monaten über Bord geworfen und nun angekündigt,
200 Stellen abzubauen. Vor allem an News- bzw.
Magazinformaten soll gestrichen werden. Dabei haben
Privatsender im Vergleich etwa mit der ARD, ein geradezu
winziges Personalaufkommen. Dass die Streichung der
News-Sparte wohl kaum zu einer Qualitätssteigerung führen
wird, ist anzunehmen.
Als einer der wenigen Regisseure in Hollywood, die
politische Themen aufgreifen, wollte Stone einen Portraitfilm
über Ahmadineschad drehen. Dieser verweigerte aber die Zusage
erwartungsgemäß. Stone gehöre zum Gefolge des großen
Satans, so Ahmadineschad. Die Regierung Irans hat aber geschickt
gekontert. Sie stellte die Forderung, wenn sie Stones Anliegen
nachgeben würden, müsste ein iranischer Filmemacher ein
Portrait über Bush drehen dürfen. Das käme einer Art
bilateraler Gespräche gleich, die ganz entspannt im Kino
stattfinden könnten, vielleicht sogar als Double-Feature...
Das neue Filmprojekt vom Scientologen Tom Cruise vollzieht
die Geschichte von Graf von Stauffenberg nach. Mr. Cuise sieht
sich dabei selber in der Rolle des Grafen. Nun wurden ihm für
seinen Dreh in Berlin die Genehmigungen verweigert. Der neue
Vertreter Deutschlands Florian Henckel von Donnersmarck in der
Traumfabrik vertritt seinen Kollegen mit folgenden Worten:
"Waren uns Stauffenberg und Konsorten nach dem Krieg noch
undeutsche Vaterlandsverräter, so ist uns heute selbst der größte
Star der Siegernation nicht gut genug, unseren Übermenschen
Stauffenberg zu spielen, wenn dieser Star in seinen persönlichen
Überzeugungen nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs
Deutschlands liegt", schrieb von Donnersmarck in einem
heute veröffentlichten Beitrag für die "Frankfurter
Allgemeine Zeitung". Cruise werde mit seiner Rolle als
Stauffenberg "das Ansehen Deutschlands mehr befördern
als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können".
Er galt als der Übervater des europäischen Autorenkinos
und er empfang 1997 in Cannes die "Palme aller
Palmen" als "bester Regisseur aller Zeiten". Über den innersten Kern seiner Filmarbeit meinte er selbst: "Ich weiß nämlich, dass wir mit Hilfe des Films in bisher nie gesehene Welten eindringen können. In Wirklichkeiten außerhalb der Wirklichkeit."
In den letzten Jahrzehnten lebte er zurückgezogen auf der
Ostseeinsel Farö, seiner Wahlheimat. Er hinterlässt 8 Kinder
aus fünf Ehen.
Der Schauspieler Leonard Nimoy kehrt erneut zurück als Mr.
Spock in der weltbekannten Star Trek-Serie. Laut dem
Branchenblatt "Daily Variety" gab das Studio
Paramount auf der Messe Comic-Con International in San Diego
bekannt, dass der 76-jährige Nimoy im 11.Teil der Filmreihe
wieder den Halb-Vulkanier verkörpern werde. Nimoy wird sich
die Rolle mit dem 30-jährigen Schauspielerkollegen Zachary
Quinto teilen, der Spock als jungen Mann spielen wird. Unter
Umständen wird Nimoy durch ein weiteren "Raumschiff-Enterprise"-Veteranen
verstärkt. Dem selben Bericht zufolge versuche der Regisseur
J.J. Abrams den Captain-Kirk-Darsteller William Shatner
ebenfalls für das Projekt zu gewinnen. Über die Handlung des
Weltraum- Abenteuers halten sich die Macher wie immer im
Stillschweigen.
Die Britische Fernsehshow "Born Survivor" ist
aufgeflogen. Der Star der TV-Show, Bear Grylls, der in der
Sendung den harten Burschen mimt und in der Wildnis überleben
muss, schläft nach Enthüllungen einer britischen Zeitung in
Wirklichkeit im Hotel. Millionen von Zuschauern fieberten mit,
als der Überlebenskünstler sich als moderne Ausgabe des
Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel durchzuschlagen hatte
und Schlangen den Kopf zum Frühstück abbiss. Ein Berater der
TV-Show hat nun ausgepackt und die wahren Abläufe hinter den
Kulissen offen gelegt, so berichtet die "Sunday
Times". Demnach habe der ehemalige Elite-Soldat Grylls
nicht auf einer einsamen Insel sondern Hawaii bestehen müssen.
Auch soll er nicht unter freiem Himmel genächtigt, sondern
sich nach Drehschluss in einem komfortablen Hotel
zurückgezogen haben. Dies bestätigte auch eine Sprecherin
des Senders Channel 4, der nun die Produktionsfirma auffordern
werde zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen.
Die erfolgreichsten interaktiven Gameshows Englands, haben
diverse Male Gewinner aus dem Publikum nur vorgetäuscht. Auch
wurden Anrufer über technische Probleme, in die Sendung zu
schalten nicht informiert, sie telefonierten also ohne jede
Chance und zahlten die extra hohen Telefonkosten. Shows wie
"Comic Relief", "Sport Relief" oder
"Kinder in Not" arbeiteten mit unsauberen Methoden.
Eine Show im Radio sendete sogar Shows, die ein Jahr alt
waren, als Live, die Anrufer hätten also niemals in die
Sendung durchgestellt werden können. Zehn BBC-Producer wurden
einstweilen suspendiert. Die britische Medienaufsichtsbehörde
Ofcom hatte die Vorfälle untersucht und ist rigoros
eingeschritten. Sie verhängte eine Strafe in Höhe von 50.000
Pfund gegen die BBC. Peanuts im Vergleich zu den Einnahmen aus
den Telefonbetrügereien, aber immerhin ein Zeichen.
Hierzulande wären derart konsequente Kontrollmechanismen
ebenfalls wünschenswert.
Der Regisseur des neuen Taiwanesischen Kinos galt als
Wegbereiter einer modernen Filmsprache in Taiwan. Man rechnete
ihn zu den Vertretern einer neuen Welle im taiwanesischen
Kino. Im Jahr 2000 erhielt er für „Yi Yi“, seinem letzten
Film, auf dem internationalen Filmfestival in Cannes den
Regie-Preis und wurde damit auch in Europa bekannt. Yang starb
in Beverly Hills an Krebs.
Wer Lust hat, einen Tag Rhein-Main-TV zu schauen, den
erwartet folgendes: Fernsehpredigerinnen, Reportagen über
Modeschauen, Frisurenberatungssendungen, das "Spiritfon
TV" für eine Zukunftsvorhersage durch Kartenlege-Magie,
Verkaufssendungen en gros, und immer wieder Nachrichten aus dem
heimeligen Rhein-Main Gebiet.
Shrek 3, Fluch der Karibik 3, Die Hard 4.0, James
Bond-Casino Royale, Spider-Man 3, Hostel 2, Ocean's Thirteen,
Harry Potter 5, ausserdem neue Rambo, Rocky oder Indiana
Jones-Filme usw. Laut der Zeitschrift "Variety" ist
jeder dritte Film ein Fortsetzungfilm. Was früher eine
Ausnahme war, hat sich inzwischen zur normalen Strategie
entwickelt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Für eine
Fortsetzung muss nicht mehr so um Aufmerksamkeit kämpfen, ist
stärker kalkulierbar, d.h. das wirtschaftliche Risiko ist
geringer und Fortsetzungen spielen meist höhere Gewinne ein
als die "Originale".
In Spanien haben in einem 24-stündigen Streik tausende
Kinos gegen ein neues Filmgesetz protestiert. Streitpunkt ist
die Einfügung einer Quote, die die Betreiber dazu
verpflichtet, in ihrem Kinoangebot mindestens ein Viertel
spanischer und europäischer Filme vorzuführen. In der
Gesetzesnovelle ist von der spanischen Regierung eine
Flexibilisierung der Quote vorgesehen, nicht aber deren
Streichung. Eine solche Regelung gäbe es in allen
EU-Ländern, und man könne nur so das spanische und
europäische Kino im Angesicht der amerikanischen
Vorherrschaft fördern, sagte die Kulturministerin Carmen
Calvo. Laut dem Verband der Kinobetreiber (FECE) interessieren
sich nur 5 Prozent der Kinogänger für spanische Filme. Die
Quote selbst hat zu einem Verlust von einer Milliarde Euro
geführt. Vom Verband werden als Ausgleich unter anderem
steuerliche Erleichterungen für die Kinos gefordert.
Der 1904 in Berlin geborene Arnheim schrieb schon früh
Kritiken zu Filmen, bevor er 1928 Redakteur der
"Weltbühne" wurde. Er schrieb schon bald ein erstes
Werk "Film als Kunst" (1932). Viele weitere sollten
folgen. Schon vor dem Krieg ging er in römisches Exil, dann
nach England und fand schliesslich in den USA eine neue
Heimat. Dort arbeitete er als Dozent in New York und ab 1968
an der Harvard University in Boston. Am letzten Samstag starb
er in Ann Arbor, Michigan.
Während "GG19" sich der Verfilmung von 19
Punkten des Grundgesetzes widmete, (das Ergebnis, umgesetzt
von 18 Nachwuchs-Regisseur-inn-en ist jetzt im Kino zu sehen),
wird nun schon das nächste ähnlich gelagerte Projekt
gedreht. Allerdings sind es diesmal altgediente Profis, welche
die Beiträge zum Episodenprojekt erstellen. Aus dem "United
Nations Development Programm" verfilmen acht renommierte
Regisseure die acht Millenniumsziele der UN. So dreht Wim
Wenders derzeit in Heiligendamm beim G-8-Gipfel.
Es ist ein wenig, wie zum Beginn des Satellitenzeitalters,
als die Privatsender aus dem All zu empfangen waren und erste
Gebührenkritiker meldeten, ja gar kein
öffentlich-rechtliches Fernsehen zu nutzen und folglich auch
keine Gebühren zahlen zu müssen. Im Eiltempo packten ARD und
ZDF ihre Programme auf die gleichen Transponder und das
Argument war obsolet. Im Internet war die Strategie ähnlich,-
der Gedanke jedes Handy, jeden Computer gebührenpflichtig zu
machen, war einfach zu verlockend. Inzwischen verschickt die
GEZ an Firmen und Haushalte Briefe mit dem Inhalt dass jeder
Internet-PC neuerdings ein Fernsehgerät sei und
gebührenpflichtig. Die Proteste gegen diese Zwangsabgabe für
Computer, die vor allem in Unternehmen sicher nicht zum
Fernsehschauen genutzt werden, sind nicht abgeebbt, da wollen
die Sender das zusätzlich generierte Gebührenaufkommen
massiv just in Internetauftritte investieren. 52 Millionen
Euro sollen es allein dieses Jahr sein. Bayerns
Medienminister, Eberhard Sinner fordert momentan eine klare
Begrenzung dieser Aktivitäten, die mit der ursprünglichen
Grundversorgung mit Fernsehen nur noch wenig gemein
haben.
In der digitalen Welt ist eine Großoffensive der ARD
geplant. Die öffentlich-rechtliche Sendergemeinschaft sieht
vor, einen zunehmenden Teil ihrer staatlich gestützten
Einnahmen für digitale Zusatzdienste wie HDTV, Handy-TV,
Audio- und Videoportale im Internet und digitale Dienste im
Hörfunk einzusetzen. Künftig die Gebühreneinnahmen für
digitale Angebote einzusetzen, wird vom ARD-Vorsitzenden Raff
bei der Vorstellung der neuen Strategie dementsprechend
kommentiert: "Die Rundfunkgebühr wird in der digitalen
Medienwelt zur Content-Flatrate für Qualitätsinhalte".
Dabei hatte erst Ende April die EU-Kommission ihre
Untersuchung der Gebührenfinanzierung von ARD und ZDF gegen
Auflagen eingestellt. Bis 2009 gilt es der Vorgabe aus
Brüssel nach für die ARD klar zu definieren, wie sie sich
als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt digital betätigen
darf. Der Auftrag der EU sei es zu verhindern, dass
öffentlich-rechtliche Sender Ihren Auftrag der
Grundversorgung und Geld der Gebührenzahler dazu verwenden,
um privatwirtschaftlichen Unternehmen im Internet unfair
Konkurrenz zu machen.
David Slama ist zum Ehrenkameramann bei der diesjährigen
Verleihung des Deutschen Kamerapreises in Köln gekürt
worden. Unter anderem führte er die Kamera bei mehreren
Filmen Adolf Winkelmanns und jüngst bei dem noch nicht
gesendeten und kontrovers diskutierten Film "Contergan -
Eine einzige Tablette". Zu den weiteren Gewinnern unter
den dreizehn Kameramänner
und Cutter, die beim 17. Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet
wurden, gehören Tomas Erhart für den Fernsehzweiteiler
"Die Mauer - Berlin 61" und Theo Birkens für den
Spielfilm "Der Liebeswunsch" als beste Kamera des
Kinofilms.
Am 28.5.1982 wurde Romy Schneider tot in ihrer Wohnung
aufgefunden. Ihre Todesursache bleibt ungeklärt, wodurch sie
zur unsterblichen Legende des europäischen Films wird. Ihr
Leben und Sterben waren spektakulärer als man es glaubhafter
in einem Film erzählen könnte. Erlangt sie schon im
jugendlichen Alter schnelle Berühmtheit mit den
Sissi-Heimatfilmen, flieht sie bald darauf vor diesem Image
nach Frankreich und führt dort mehrere unglückliche
Beziehungen. Nach dem Tod ihres Sohnes durch einen Unfall
verliert sie langsam den Boden unter den Füßen. Bis zu ihrem
Tod sollte nicht mal ein Jahr vergehen. „Vor der Kamera kann
ich alles, im wahren Leben nichts“.
Der rumänische Regisseur Cristian Mungiu wurde für seine
erschütternde, eindringliche Geschichte einer Abtreibung mit
der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet. Fatih Akin
bekam für "Auf der anderen Seite" den Preis für
das beste Drehbuch verliehen.
Das Filmfestspiel in Cannes ehrt den britischen Mimen und
Charakterdarsteller Laurence Olivier an diesem Dienstag
anlässlich seines hundertsten Geburtstages. Dem 1989
verstorbenen Olivier wird mit drei Vorführungen seiner
berühmtesten Shakespeare-Filme gehuldigt. Das von ihm
gegründete Londoner National Theatre wird erst im Herbst
einen Galaabend zu seinen Ehren veranstalten. In England
übernimmt die Stadt Dorking, die Geburtsstätte Oliviers, die
Feierlichkeiten zu seinem Ehrentag.
Nach "Das Leben der Anderen" erhält mit "NimmerMeer"
von Toke Constantin
Hebbeln (28) der zweite deutsche Hochschulfim einen
Oscar. Diesmal handelt es sich um den internationalen
Studenten-Oscar als bester ausländischer Film, wie die Academy am Donnerstag verlauten lies. Der 60-Minüter ist mit
einem Budget von 55 000 EUR an der Filmakademie
Baden-Württemberg in Ludwigsburg entstanden. Vier der fünf
Filme die es in der Endrunde geschafft hatten stammen aus
Deutschland.
Es gab in Deutschland in der zweiten Hälfte des letzten
Jahrhunderts nicht viele Zeichentrickkünstler, zu aufwändig,
langwierig und teuer war die Produktion abendfüllender Zeichentrickfilme.
Nischen fanden die Zeichner bestenfalls in der Werbung. Kurt
Linda war einer, der sich an lange Zeichenfilme heranwagte und
in diesem Genre in Deutschland Erfolge verzeichnen konnte.
Herausragend etwa die 1969 entstandene Kästner Verfilmung
"Die Konferenz der Tiere". Nun ist er im Alter von
88 Jahren in der Nähe von München verstorben.
Gusti Wolf ist Ende letzter Woche im Alter von 95
verstorben. Die Schauspielerin wurde am 11. April 1912 in Wien
geboren, wo Sie auch immer wieder in den Kammerspielen und vor
allem im Burgtheater auftrat. An diesem war sie im Laufe ihres
Lebens in über hundert Rollen zu sehen gewesen. Neben
verschiedensten Theaterengagements, unter anderem in Berlin
und Hamburg, spielte sie auch häufig in Kino und
Fernsehproduktionen, z. B. die Großmutter in der
österreichischen Kultserie "Cotton Ermittelt". In
letzter Zeit wandte sich Wolf wieder verstärkt dem Theater zu
und hatte noch 2006 im Rahmen des Mozartfestvials eine Rolle
in dem Stück "Mozart Werke Ges.m.b.H.".
Das zwöltägige Tribeca-Filmfest wurde nach dem
11.September 2001 von Robert De Niro und Jane Rosenthal
gegründet. Dieses Jahr sind 250 Spielfilme und
Dokumentationen aus 41 Ländern zu sehen. Die deutsche Angela
Maccarone mit ihrem Film „Vivere“ war für die Kategorie
„Bester Film“ nominiert. Den Preis in dieser Kategorie
erhielt aber David Volach für seinen Film „My Father My
Lord“.
Bei der diesjährigen Verleihung des deutschen Filmpreises
kommen im Vorfeld immer deutlicher Stimmen deutscher Regisseure
auf, die die Vergabepraxis der deutschen Filmakademie
kritisieren. Gegenstand der Kritik ist die ungerechte
Verwendung der Filmpreisgelder für Erfolgsproduktionen. So,
die Meinung, werde der mit drei Millionen Euro höchstdotierte
Kulturpreis des Landes von der Filmakademie als
"Subventions- Kuchen unter den Subventionsmitglieder
verteilt" und nicht mehr wie anfänglich von einem unabhängigen
Gremium des Bundeskulturministeriums. Als Folge des
Massenabstimmungsverfahrens werden dadurch zunehmend die
kleineren, künstlerisch wertvollen Filme benachteiligt, die
ursprünglich gefördert werden sollten.
Produktionsbudgets explodieren und Filme werden immer
teurer. Jüngste Beispiele sind der dritte Teil des
Piraten-Abenteuers "Fluch der Karibik", der 225 Mio.
Euro verschlang, und Spider-Man 3, der sogar mit 258 Mio. zu
Buche schlägt und nun den Rekord hält. Dieser Trend
kommt Banken und Finanz- Anlegern gerade recht, die
verstärkt in die Ware Film investieren. So sind laut
Hollywood Experten in den letzten drei Jahren vier bis sechs
Milliarden Dollar in den Filmsektor geflossen. Das
Filmbusiness ist ein Hochrisikogeschäft, das als
unberechenbar gilt. Epagogix, eine Londoner
Finanzberatungsfirma, gibt nun vor, die unkalkulierbaren
Risiken berechnen und eine Formel für den wirtschaftlichen
Erfolg eines Films anbieten zu können. Durch
feinaufgegliederte Analyse der ehrzählerischen Einheiten des
Drehbuchs soll das Einspielergebnis ermittelbar werden.
Ebenfalls auf Mathematik basierend wendet Thorsten
Hennig-Thurau von der Londoner Cass Business School ein
vergleichbares Verfahren an. Mit Hilfe eines ökonotmetrischen
Modells will er auf der Basis bereits gelaufener Filme
Einspielergebnisse der Zukunft berechnen.
Unter der Hand gab es schon immer Auseinandersetzungen
zwischen den Nächsten von Rainer Werner Fassbinder. Juliane
Lorenz, die sich als seine Witwe bezeichnet, hat eine Stiftung
gegründet und beschickt seitdem die Welt mit Kopien von
Fassbinder-Filmen. Nun hat Ingrid Caven, die zwei Jahre lang
mit Fassbinder verheiratet war, schwere Vorwürfe gegen die
selbsternannte Leiterin der "Fassbinder-Foundation"
erhoben. Sie verbreite „unzählige Verfälschungen und
Halbwahrheiten“ über Fassbinder und grenze bewusst andere
ehemalige Weggefährten Fassbinders aus. Unterstützt wird
dieser Vorwurf unter anderem von Kameramann Michael Ballhaus.
Eigentlich sind es für öffentlich-rechtlichen
Fernsehanstalten eher die unabhängigen Produzenten, denen man
misstraut und denen man teure Bürgschaften bei jedem Projekt
abverlangt. Nun hat eine ARD-Landesanstalt möglicherweise
vergessen, genauer die Finanzgeschicke der eigenen
Tochterfirma zu überwachen. Die Telefilm Saar, eine Tochter
des Saarländischen Rundfunks hat auf bisher noch nicht
geklärte Weise, wie es inzwischen aussieht, ca. 21 Millionen
Euro durch undurchsichtige Machenschaften ihres
Geschäftsführers, der inzwischen spurlos verschwunden ist,
verloren. Möglicherweise steht die Telefilm Saar vor dem
Konkurs.
Die Motion Picture Association of America berät
Richtlinien, wonach Filme, welche zum Zigarettenkonsum anregen
oder diesen gar fördern, eine andere Altersfreigabe
erhalten sollen. Diese Maßnahme soll Produzenten, Regisseure
und Drehbuchautoren zwingen, krankheitsauslösende Elemente
wie Rauchen oder schlechte Ernährung aus ihren Filmen
auszusparen und damit pädagogisch sinnvollen Einfluss auf
Kinder und Jugendliche zu nehmen.
Die Preisverleihung für die "Lolas", die
deutschen Filmpreise erhielt gute Noten, als Preisträger
setzten sich jene Nominierten durch, welche den größten
Bekanntheitsgrad hatten. Die im Vorfeld geäußerte Kritik,
dass künstlerisch wertvollere Independent-Filme erst gar
keine Chance hätten, durch das Auswahlverfahren zu kommen,
wurde durch die Entscheidungen nicht wiederlegt. Abräumer des
Abends ein deutscher Mainstream-Film: "Das Parfüm"
(Regie Tom Tykwer). Bester Spielfilm in Gold "Vier
Minuten" (Regie: Chris Kraus) und bester Spielfilm in
Silber "Wer früher stirbt, ist länger tot" (Regie:
Marcus H. Rosenmüller). Bester Kinder- und Jugendfilm
"Hände weg von Mississippi" (Regie: Detlev Buck)
und bester Dokumentarfilm "Workingman's Death"
(Regie: Michael Glawogger). Unantastbar auf jeden Fall der
Ehrenpreis für Armin Müller Stahl.
Zum 30-jährigen Jubiläum der Kino-Kultserie um die
Sternenkrieger gibt es nun eine Fanumfrage gestartet von
Sozioland. Dabei werden für Fans scheinbar wichtige Fragen wie "Bist du ein
Jedi oder ein Sith?" gestellt. Den Fragebogen kann man,
ohne Registrierung oder Nennung persönlicher Daten, im Web
ausfüllen. Den Link dazu erhaltet ihr hier.
"Wenn du ein schlechtes Drehbuch hast, lass es
bleiben. Wenn du ein gutes Drehbuch hast, bastle nicht daran
rum.“ Das ist der Geheimtipp, nachdem der zweifache
Oscargewinner Clint Eastwood seit Jahrzehnten Filme dreht.
Und dieser Überzeugung sind auch die Drehbuchautoren. Deshalb
gründeten 20 der besten Hollywoodautoren nun die Firma „Writers
Co-OP“. Sie arbeiten zusammen mit dem Warner-Studio, haben
aber eine vertragliche Absicherung für die komplette
künstlerische Freiheit. Das heißt weder Studio noch
Regisseur können sie zu Änderungen zwingen. Beaufsichtigt
wird ihr arbeiten allein von einem Autorengremium.
Für dieses Konzept verantwortlich sind vor allem John Wells,
ein Autorenguru der TV-Branche („West Wing“), und
seine kaum weniger namhaften Kollegen Tom Schulman („Club
der toten Dichter“) und Nicholas Kazan („Die Affäre der
Sunny von B.“).
Das die ausgeweiteten Einflüsse der Drehbuchautoren nicht den
dauernden Krieg mit den Regisseuren bedeuten, darüber sind
sie sich sicher. Die Autoren wollen nur mehr involviert sein,
um ihr Buch den betreffenden besser nahe bringen zu können.
Sie glauben so an eine bessere Zusammenarbeit.
Der Umgang mit Informationen und Magazinen in der ARD
missfällt Franz Alt sichtlich. Die Kürzung der Sendelängen
von 45 auf 30 Minuten und die Zwänge der Journalisten, sich
an die Privatsender anzupassen, würde auf Dauer immer mehr
Zuschauer kosten. Alt warnt vor Fehlentwicklungen wie bei der
BBC, die dort nun mühsam wieder korrigiert werden.
Die Gewalt gegen Journalisten weltweit reißt nicht ab. Nun
wurde die 50-jährige Irak-Korrespondentin Khamail Khalaf die
seit 2004 für den Radiosender Radio Free Europe, Radio
Liberty aus dem Irak berichtet, ermordet in Bagdad
aufgefunden.
Ein durch jugendliche Brandstifter ausgelöstes Feuer hat
sich bedrohlich nahe an die Studiokomplexe und das berühmte
Hollywood-Wahrzeichen vorgearbeitet. Das Wahrzeichen der
Filmproduktionsstätten wurde ursprünglich 1923 in den
Hügeln von Los Angeles als Werbegag einer Maklerfirma
aufgestellt. Der rund 60 Hektar große Brand konnte durch den
Einsatz von über 200 Feuerwehrleuten und Lösch-Hubschraubern
inzwischen gelöscht werden.
Am Samstagabend wurde die Asche von Schauspieler James Doohan besser bekannt aus seiner
Rolle des Chefingenieurs "Scotty" aus "Raumschiff Enterprise" in
Richtung All geschossen. Ganz bis in die unendlichen Weiten führte die Reise nicht, nach kurzer
Zeit kehrte die Rakete an einem Fallschirm planmäßig wieder zurück.
Neben der Asche von Doohan war auch die des Astronauten Gordon Cooper sowie von rund weiteren
200 Menschen an Bord.
Häufig sind viele Filme schon vor der Kinopremiere 3-4 Tage vorher im Netz zu bekommen.
Meist sind es DVD-Kopien oder Abfilmungen aus Kinos. Besonders
beliebt bei den Raubkopieren sind Thriller und
Animationsfilme, welche zu 100% aus dem World Wide Web
erhältlich sind. Auch bei Action-, Horrorfilmen und Komödien
ist die Quote sehr hoch. Der Dokumentarfilm hingegen wird nur
zu 12% kopiert.
"My Blueberry Nights", das erste
englischsprachige Filmprojekt des chinesischen Regisseurs Wong
Kar-Wai, wird das internationale Filmfest in Cannes eröffnen.
Im Jahre 1997 hatte er dort als erster Chinese eine goldene
Palme für die beste Regie gewonnen. Ausserdem im Wettbewerb
ist Fatih Akin mit seinem neuen Film "Auf der anderen
Seite".
Das Hamburger Oberlandesgericht hat im den Rechtsstreit um die Ausstrahlung des Films "Eine einzige Tablette" vier Urteile aus niederer Instanz aufgehoben. Gegen die Ausstrahlung des TV-Dramas um den Contagan-Skandal in 50ern hatten gleich mehrere Parteien eine einstweilige Verfügung erwirkt, unter Anderem das verantwortliche Chemieunternehmen Grünenthal und der Anwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen. Das Gericht widersprach nun Auffassung, dass Betroffene eine historisch verfälschte Darstellung der Ereignisse nur noch in Ausnahmefällen hinnehmen müssten. Trotzdem konnten sich die Kläger in vielen Punkten durchsetzten, das neue Urteil auf der Basis einer aktuellen, bereits in vielen Punkten überarbeiteten Fassung des Films gefällt wurde. Auch kann der Film wegen der zwei noch ausstehenden Verfügungen nach wie vor nicht ausgestrahlt werden.
Im Alter von 84 Jahren ist die Schauspielerin am 3. März,
veröffentlicht in einer Todesanzeige des Berliner Tagesspiegel,
verstorben. In Gießen begann Schultz ihre Theaterkarriere
und setzte sie in Berlin fort. Auch im Kino und Fernsehen
machte sie bei ein paar Produktionen mit. Als
Synchronsprecherin war sie lange erfolgreich. In Jule und
Jim sprach sie die Stimme der Jeanne Moreau.
Es war die Idee von Elizabeth Markevitch. Die
Kunsthistorikerin will mit ihrem Sender Ikono, die Kunst auch
denen zugänglich machen, die sonst keine Museen oder
Ausstellungen besuchen würden.
Ikono ist täglich zwei Stunden via Satellit empfangbar und
zeigt die Kunstwerke ohne Kommentar und Werbeunterbrechung.
In Japan kämpfen die Macher von Ikono, 13 Kunstliebhaber,
für einen Sendeplatz rund um die Uhr. Und auch Hotels und
Flughäfen sind interessiert an einer 24h Ausstrahlung
in ihren Warte-Lounges.
Das es dabei jedoch nicht mehr um das Interesse an Kunst,
sondern um Berieselung geht, stört die Chefredakteurin Markevitch
nicht. "Keiner muss die Kunst verstehen, es geht nur um das gute Gefühl."
Der Spielfilm über die Pille Contergan darf bisher nicht
ausgestrahlt werden. Zurzeit wird im Oberlandesgericht (OLG)
Hamburg diskutiert wie weit die Kunst bei der Realität sein
darf und wie weit sie davon Abstand halten muss. Die Firma
Grünenthal, damaliger Hersteller des Schlafmittels, und der
Anwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen, Anwalt der geschädigten
Contergan-Opfer, klagen gegen den Film. Sie fühlen sich in
dem Film falsch dargestellt. Welche Änderungen auf die
Produktionsfirma Zeitsprung noch zukommen wird zeigt die
Urteilsverkündung, die am 10. April gefällt werden soll.
Donnerstag letzte Woche starb der Regisseur Stuart
Rosenberg mit 79 Jahren an einem Herzschlag in Beverly Hills.
Seinen Durchbruch schaffte er 1967 mit dem Film "Der
Unbeugsame" mit Paul Newman in der Hauptrolle. Das Drama
wurde viermal für den Oscar nominiert und gewann den Oscar
für die Beste Nebenrolle. Er machte Krimiserien, Komödien,
Westernparodien und Horrorfilme.
Die Gewinner des wichtigsten deutschen Fernsehpreises
stehen bereits fest. Am 30. März wird nicht nur Sönke
Wortmann für sein "Sommermärchen" mit dem Preis
ausgezeichnet, sondern auch viele andere Formate erhalten
diese besondere Ehrung. Darunter: "Unter dem Eis" (ARD), die Doku- Soap
"Stellmichein" (ZDF/Arte), "Extreme Activity" (ProSieben),
"Türkisch für Anfänger" (ARD), "Meine verrückte türkische Hochzeit"
(ARD), "Wut" (ARD/WDR), "Arnies Welt" (ARD/WDR), "Monitor" (ARD/WDR).
Insgesamt werden dieses Jahr jedoch zum ersten Mal nur 12 der
eigentlich 14 Preise verliehen.
Eine besondere Anerkennung neben dem Grimm-Preis kommt jedoch
Sönke Wortmann zu. Er wird von der Jury als Regisseur des
erfolgreichsten Medienereignisses 2006 gelobt.
In Köln herrscht derzeit Chaos. Für eine
Bollywoodproduktion mit dem Sänger und Superstar Himesh
Reshammiya wurde die neugotische Agnes-Kirche komplett für
eine Nachtszene verhangen. Die Crew besteht aus 85 Leuten aus
Indien. Dazu sind zusätzlich etwa 800 Statisten im Einsatz.
Das Team wird an rund 50 Tagen drehen. Auch andere
Schauplätze wie Rüdesheim, Stuttgart und Baden-Baden wurden
schon genutzt. Die Liebesgeschichte mit Musik und Happy End
soll später im Sommer in die Kinos und ins Fernsehen kommen.
Viacom, der Medienkonzern zu dem über 130
Fernsehgesellschaften gehören, fordert Schadensersatz für
zahlreiche illegal auf YouTube präsentierte Filme des
Unternehmens. Da YouTube Google gehört, ist klar, wer die
Zeche zahlen soll. Viacom hat heute in NewYork Klage
eingereicht.
Am
Dienstagabend nahm in London eine ungewöhnliche Versteigerung
ihr Ende. In dem Auktionshaus Bonham’s wurden Kleidungsstücke
aus der Filmgeschichte für unglaubliche Preise an Fans
weitergegeben. Ein Umhang aus „Star Wars“ wechselte für
umgerechnet 80.000 € den Besitzer. Auch aus den James
Bond-Filmen, „Braveheart“, „Evita“, „Titanic“ und
Harry Potter Verfilmungen kamen Filmklamotten des britischen
Filmausstatters Angels unter den Hammer.
Beharrlich
und stur revolutioniert sie die polnische Werft und schreibt
somit fast Weltgeschichte. Anna, „Die Heldin von Danzig“,
ist gewissermaßen die Gründerin der „Solidarnosc“ in
Polen. Mit seinem umstrittenen Film will der 67-jährige
Regisseur dieser einfachen, aber doch heldenhaften Arbeiterin
ein Denkmal setzen.
Am 31. März soll die beliebte Unterhaltungssendung aus
Freiburg gesendet werden. Gast soll am Abend John Travolta
sein. Der Ministerpräsident aus Baden-Württemberg Günther
Oettinger appellierte an die Fernsehgremien sich gegen ein so
berühmtes Scientology-Mitglied als Gast zu entscheiden.
Gerade da kürzlich erst eine neue Scientology-Zentrale in
Freiburg eröffnet hat. Das ZDF meint, dass der Schaden bei
einer Ausladung zu hoch sei. Mit Travoltas Management wurde im
Voraus vereinbart, dass über Scientology nicht gesprochen
wird. Bellut, Programmdirektor des ZDF, gegenüber der FAZ:
"Weder Thomas Gottschalk noch die Redaktion haben ein
Interesse daran, dass eine Unterhaltungssendung durch ein so
ernstes Thema wie Scientology in Mitleidenschaft gezogen
wird".
Unter schwierigen Bedingungen und Umwegen verkaufte das ZDF
die Lizenzrechte für die erfolgreichste Samstagabend-Show
Europas an eine amerikanische TV-Senderfamilie. Am 30. März
soll eine Pilotsendung der amerikanischen Version von
"Wetten dass…?" von dem Sender ABC produziert
werden. Wenn der Pilot erfolgreich ist, wird wöchentlich eine
einstündige Show ausgestrahlt. "Top, die Wette
gilt" wird jedoch nicht von Thomas Gottschalk angesagt
werden, sondern von dem britischen Moderatoren-Duo Ant and Dec.
Das sich Zuschauerinteraktion via Telefon zu einer lukrativen Einnahmequelle für die
Fernsehsender entwickelt hat ist spätestens seit "Wer wird Millionär" auch in Deutschland
kein Geheimnis mehr. TV-Quiz-Sendungen gibt es mittlerweile auf nahezu allen Sendern.
Es gibt sogar Sender die sich fast ausschließlich auf dieses Format stützen und so den
Großteil ihrer Einnahmen erwirtschaften. In England kamen in den letzten Wochen verschiedene
Betrugsfälle ans Licht die schließlich zur Schließung des TV-Quiz-Kanals ITV Play führten.
Aber auch gegen andere Sender darunter sogar die BBC wurden Vorwürfen erhoben. Die
Medienaufsicht Ofcom bemängelte unterschiedlichste Verstöße, von unlösbaren Fragen über
falsche Gewinner bis hin zu Quiz-Sendungen vom Band.
In einer Minute wird ein kunstvoll geschnittener Kurzfilm
gezeigt. Aufgenommen mit einem handelsüblichen Mobiltelefon.
Handy - Regisseur Cyril Jagot lässt seine Hauptfigur durch
den Nachmittag hetzen. Mit diesem Film gewann er letztes Jahr
beim französischen Mobile Film Festival den Preis für das
beste Drehbuch. Dafür nahm er jeden Tag auf dem Weg zur
Arbeit ein paar Schnappschüsse auf und konstruierte diese mit
zusätzlich gedrehtem Material zu einer kleinen Geschichte.
Natürlich alles mit dem Handy. Das Mobile Film Festival gibt
es auch in der deutschsprachigen Version. Anmeldeschluss ist
der 27. April 2007 und nähere Informationen gibt es bei der Wettbewerbs-Webseite.
Mit 86 Jahren starb die berühmte Broadwaykünstlerin in
Palm Springs. Um 1950 feierte die Sängerin und Komödiantin
ihre größten Erfolge. Für den Film "The Miracle of
Morgan's Creek" wurde sie von Regisseur Preston Sturges
vor die Kamera geholt. Sie spielte in weiteren Filmen wie
"Annie Get Your Gun" und "The Greatest Show on
Earth" mit. Danach wurde es still um die energiegeladene
Schauspielerin. Als Comeback-Versuche scheiterten musste sie
sich als Haushälterin durchschlagen.
2006 war für die Filmindustrie in Hollywood ein
verdienstreiches Jahr. Nicht nur dass die Einnahmen an den
weltweiten Kinokassen einen Rekord von 25,8 Milliarden
verzeichneten und die Besucherzahlen in den Kinos erstmals
wieder seit drei Jahren auf 1,45 Milliarden stiegen, auch
kamen 2006 deutlich mehr Filme ins US- Kino als im Jahr davor.
Dies lag vor allem am zweiten Teil des Piratenfilmes
"Fluch der Karibik", der rund 1 Milliarde Dollar
weltweit einspielte.
Das erfolgreiche und beliebte Steuer-Abschreibungsmodell
welches eine Vielzahl von britischen Filmproduktionen in der
Restfinanzierung erst ermöglichte, wird zur Verwunderung und
Enttäuschung Vieler in der britischen Filmindustrie durch
neue Einkommensgesetz-Regelungen für den Film künftig nicht
mehr anwendbar.
Gestern verstab Egon Monk 79- jährig in Hamburg. Der
Drehbuchautor und Regisseur hatte an der Defa mit seinem
Regiestudium begonnen und war Mitglied des Berliner Ensembles gewesen, wo er u.a. mit Bertold Brecht zusammenarbeitete.
"Die Geschwister Oppenheim" und "Die
Bertinis" gehören zu seinen bekanntesten
Spielfilmwerken.
Der holländische Filmregisseur Fons Rademakers ist am
Donnerstag in Genf gestorben. Rademakers wurde 86 Jahre alt
und gewann 1986 den Oscar für den Film "De Aanslag"
(Das Attentat) in der Sparte bester ausländischer Beitrag.
Das Werk ist eine Verfilmung von Harry Mulischs Roman.
Bei der Berlinale laufen dieses Jahr zwei Filme aus Peking
- "Spider Lilies" und "Mei". Doch die
Tatsache, dass diese in der Rubrik "Taiwan, China"
laufen, führte zu Empörung und einem Protestschreiben der
taiwanesischen Regierung. Ursache ist der schon Jahrzehnte
andauernde Konflikt zwischen Taipeh und Peking, welches Taiwan
als Teil von China sieht. Der Protest begründet sich darauf,
dass Taiwan ein unabhängiger Staat mit Meinungs- und
Pressefreiheit sowie ein Filmland ohne Zensur ist. Die
Bundesrepublik selbst hat Taiwan offiziell nicht anerkannt.
Auf den Filmfestspielen in Venedig und Cannes laufen
taiwanesische Filme auch stets unter der Rubrik
"Taiwan".
Der Termin war wohlgewählt, so knapp vor der
Oscar-Verleihung. Am Samstagabend wurden die französischen
Césars vergeben. Als bester französischer Film wurde
"Lady Chatterley" von Pascale Ferran ausgezeichnet,
die Hauptdarstellerin aus dem Film, Marina Hands erhielt
den César als beste Hauptdarstellerin. Der César für die
beste Regie ging an Guillaume Canet für "Ne le dis
à personne".
Unbekannte haben am Donnerstag die 63 jährige
französische Film-Diva Catherine Deneuve bestohlen. Die
Täter haben 3000 Euro aus ihrer Handtasche genommen, die
anscheinend einen Moment unbeobachtet war, als Deneuve von der
Berlinale zurückkam. Bekannt ist sie aus Klassikern wie
"Belle du jour" von Louis Bunuel und "le
dernier metro" von Francois Truffaut.
Der 1925 im sächsischen Grechwitz geborene Erik Schuhmann
ist mit 81 Jahren München gestorben. Sein Durchbruch gelang
ihm 1955 mit "Himmel ohne Sterne". Er spielte in
Filmen wie "Nacht fiel über Gotenhafen" und
"Old Surehand". Außerdem wurde er von Rainer-Werner
Fassbinder in "Lili Marleen" und "Die Sehnsucht
der Veronika Voss". Nebenbei war er auch als
Synchronsprecher Tony Curtis, Cary Grant und Jack Nicholson
tätig.
Seine Songs standen im Mittelpunkt vieler Hollywood
Produktionen. Titel wie„Buttons and Bows“, „Mona Lisa“
oder „Whatever Will Be, Will Be“ besser bekannt als „Que
Sera, Sera“ aus Hitchcocks "Der Mann der zuviel
wusste", aber auch Titelmusiken zu diversen Fernsehserien
stammten aus seiner Feder.
Am 27. Januar ist Herbert Reinecker im Alter von 92 Jahren
gestorben. Als Aushängeschild des ZDFs, war Reinecker der
erfolgreichste TV-Krimi Autor Deutschlands. Er entwickelte die
erfolgreiche Serie "Derrick" sowie die Serien
"Kommissar" und "Siska". Außerdem
verfasste er Drehbücher zu "Traumschiff" und
"Jakob und Adele".
Es sieht gut aus für Martin Scorsese. Nach dem kürzlich
gewonnenen Golden Globe für "The Departed", hat er
nun auch den Regiepreis des Verbandes der US- Regisseure (DGA)
erhalten. Das ist ein viel versprechendes Zeichen für den
Oscar, da der Preis als Garant dafür gilt. Seit 1949 gab es
nur sechs Filme, die nachdem sie den DGA- Preis gewonnen
hatten, nicht auch den Oscar erhielten. Scorsese selbst war
schon sechs Mal mit seinen Filmen für den DGA nominiert u.a.
für Taxi- Driver, musste ihn jedoch immer an andere abtreten.
Auf der Geburtstagsparty von Farah Fawcett kam es zu einer
gewalttätigen Eskalation zwischen ihrem Lebensgefährten und
Schauspieler Ryan O´Neal und seinem 42- jährigen Sohn
Griffin. Dabei soll O´Neal seinen Sohn mit einer Waffe
bedroht haben, dieser wiederum habe sich mit einem Schürhaken
gewehrt. Der Familienstreit brachte O´Neal hinter Gitter,
gegen 40.000 Dollar Kaution wurde er jedoch freigelassen.
Auch in diesem Jahr waren wieder unzählige Stars zur
Preisverleihung der Goldenen Kamera anwesend. Neben Edgar
Selge ist Corinna Harfouch mit der Goldenen Kamera für beste
Schauspieler ausgezeichnet worden. Lilo Pulver wurde mit dem
Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Hollywood
Größen Nicholas Cage und Pierce Brosnan kam ebenfalls ein
Preis zu Gute, wie auch Lionel Richie für sein musikalisches
Gesamtoeuvre. Chefdirigent der Berliner Philharmonie wurde mit
einem Spezialpreis für sein Engagement in Sachen
Jungendarbeit gekürt.
Insgesamt 11,2 Mio. Euro an Förderung hat die Filmstiftung
Nordrhein- Westfalen in 25 Filmprojekte investiert. Die
Projektspanne umfasst u.a. die deutsch- russische Koproduktion
"Anonyma" in der Max Färberböck´s
("Aimée und Jaguar") Regie führt, den neuen
Kinofilm von Oskar Roehler "Lulu und Jim" und die
internationale Produktion "Disengagement" des
israelischen Regisseurs Amos Gitai mit Jeanne Moreau und
Juliette Binoche, die 400.000 Euro Unterstützung erhält.
Zum ersten Mal fördert die Filmstiftung auch die
Überarbeitung des Drehbuchs, für die insgesamt 200.000 Euro
bereitstehen und die an mehrere Kölner Produktionsfirmen, wie
z.B. Pandora und Lichtfilm gehen.
Der Bestsellerautor erlag im Alter von 89JAhren einer
Lungenentzündung.
Neben ´Bezaubernde Jeannie` schrieb er auch die Erfolgs
Sitcom ´Hart aber Herzlich`. Als begehrter Drehbuchautor in
Hollywood schrieb er Thriller wie den zuletzt verfilmten ´Der
Zorn der Götter`.
Sein Rezept für gute Drehbücher gab er in einem früheren
Interview preis: Ich schreibe spannende Geschichten über
interessante Menschen in gefährlichen Situationen, und
versuche dabei den Leser immer bei der Stange zu halten.
Bei den Dreharbeiten in Toronto zu dem Science-Fiction Film
"Jumper" von Regisseur Doug Liman kam es zu einem
tödlichen Unfall, als eine Kulisse aus gefrorenem Sand, Eis
und Erde auf mehrere Mitarbeiter hinunterstürzte. Requisiteur
David Ritchie war sofort tot, ein weiterer Mann wurde schwer
verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Der Komponist Peer Raben verstarb am Sonntag im Alter von
66 Jahren an Krebs. Raben war ein enger Freund Fassbinders und
sein Komponist. Bevor die beiden sich 1967 trafen war Raben
selbst als Theater- Regisseur in München tätig. Insgesamt
komponierte er 150 Filmmusiken u.a. für Wong Kar-Wei und
Sergej Stanojkovski.
Sie war Lebensgefährtin und Hauptdarstellerin von Wim
Wenders und wurde dem Publikum durch die Rolle der
Zirkus-Artistin, in die sich der Engel (Bruno Ganz) verliebt,
bekannt. Auch in weiteren Wenders Filmen "In weiter
Ferne, so nah!" und "Bis ans Ende der Welt"
wirkte sie mit, bei letzterem schrieb sie auch am Drehbuch
mit. Sie starb am 11. Januar an einem Herzinfarkt.
In der Nacht vom 16.01. auf den 17.01. wurde
fälschlicherweise der Rücktritt des bayrischen
Ministerpräsidenten Stoiber im BR gesendet. Dabei handelte es
sich um einen Nachruf, den der BR für den Fall eines
Rücktrittes Stoibers produziert hatte. Das peinliche
Missgeschick sieht die CSU jedoch locker.
In einem Rechtsstreit haben Gregor Gysi und die
Schauspielerin Jenny Gröllmann gegen den Audiokommentar von
Florian Henckel von Donnersmarck auf der DVD des "Leben
der Anderen" Recht bekommen. Darin machte der Regisseur
Anspielungen auf eine Stasi- Vergagenheit der Schauspielerin
und des Politikers.
Der Vertrieb der DVD`s mit den Verdächtigungen wurde noch im
Dezember 2006 angehalten und der Kommentar nach Absprache mit
Donnersmarck geändert.
Der in Österreich geborene Regisseur mischte den deutschen
Nachkriegsfilm kräftig auf mit seinem Jugend-Epos "Die
Halbstarken", im Jahre 1957. Der Film bot der damaligen
deutschen Jugend durch eine Reihe begabter
Nachwuchsdarsteller, darunter Horst Buchholz, neue Leitbilder,
ähnlich wie es in den USA durch eine Reihe von James-Dean
Filmen geschah. Tressler starb vergangene Woche im Alter von
89 Jahren.
Der in Mailand geborene, italienische Erfolgsproduzent
Carlo Ponti ist gestern im hohen Alter von 96 Jahren
gestorben. In seiner beruflichen Laufbahn produzierte er mehr
als 100 Filme. Darunter Klassiker wie Fellinis "La Strada"
und Leans "Dr. Schiwago".
Er entdeckte damals die junge Sophia Loren, die er zum Star
machte und später auch heiratete.
Das zuständige Finanzamt München will von bis zu 12000
Anlegern, die in VIP-Fonds investiert und damit Steuern
gespart haben, Steuernachzahlungen von etwa 275 Millionen Euro
einfordern. Statt das Geld als Risikokapital vollständig in
Filme zu investieren, hatte der Fondsbetreiber angeblich den
größten Teil als Festgeld bei Banken deponiert. Damit sei
der Fiskus getäuscht worden. Angeblich wird auch gegen
weitere Film- Fonds- Gesellschaften ermittelt.
Der deutsche Journalistenverband hat für das vergangene
Jahr eine Bilanz der im Beruf getöteten Journalisten
aufgestellt. Darüber hinaus wurden 871 Journalisten
festgenommen, 56 Journalisten wurden entführt.
Der neue ARD-Chef äußert in einem Interview mit dem
Handelsblatt seine Sichtweise zu den steigenden Kosten in der
ARD, der Computerabgabe und wie er über Einspaarungen bei den
Ausgaben denkt.
Der tschechische Komponist Karel Svoboda hat Selbstmord
begannen.
Svoboda begann seine Musikerkarriere in den 60er Jahren mit
der tschechischen Rockband "Mefisto" und wurde
international bekannt als Komponist des Schlagersängers Karel
Gott. Außerdem schrieb er die überall bekannte Titelmusik
zur Kinderserie "Biene Maja".
Erst im November letzten Jahres war sein Musical
"Golem" in Prag uraufgeführt worden.
Die herbe Schelte gegen die deutsche Filmkritik, die
Günther Rohrbach unlängst im "Spiegel" äußerte,
wird vom Verband der deutschen Filmkritiker scharf
zurückgewiesen. Wie in öffentlichen Meinungsschlachten immer
wieder mal bemüht, fühlt sich der Verband an Ressentiments
gegen die Kulturkritik erinnert, wie sie bis ins dritte Reich
hineinreiche. Ob dies den Kern des Streits trifft, möge jeder
selbst am Interview nachprüfen.
Nachdem Florian Henckel von Donnersmarck schon alle
nennenswerten deutschen Preise für sein Stasi- Drama gewonnen
hat, geht "Das Leben der Anderen" jetzt auch in der
Kategorie "bester nicht- englischsprachiger Film"
ins Rennen um den Oscar.
Als Favorit in der Sparte "bester Film" gilt
Alejandro González Iñárritus "Babel", der alleine
sechs weitere Nominierungen trägt. Mit ihm konkurrieren
Scorseses "The Departed" "Letters from Iwo Jima"
von Clint Eastwood, "Little Miss Sunshine" von
Jonathan Dayton und Valerie Faris und Stephen Frears "The
Queen“.
Sollte "Das Leben der Anderen" gewinnen, wäre das
der erste Oscar- Sieg für einen deutschen Film seit 2003.
Damals erhielt Caroline Link für „Nirgendwo in Afrika“
die Trophäe.
In einer ungewöhnlich langen Preisverleihung wurden am
vergangenen Freitag die bayerischen Filmpreise
vergeben. Sowohl der hoch dotierte Produzentenpreis als
auch der Nachwuchsregiepreis gingen an "Wer früher
stirbt ist länger tot". Für den Film "Vier
Minuten" wurde Monica Bleibtreu als beste Schauspielerin,
Hannah Herzsprung als beste Nachwuchsdarstellerin
ausgezeichnet. Regisseur und Autor Chris Kraus bekam den
Drehbuchpreis. Auch der Nachwuchsproduzentenpreis ging an
"Vier Minuten". Tom Tykwer wurde für die beste
Regie bei "Das Parfüm" geehrt.
Die internationalen Berliner Filmfestspiele haben die Liste
der Jurymitglieder, welche über die Vergabe der Bären
entscheiden wird, bekannt gegeben. Unter dem Vorsitz von Paul
Schrader werden Hiam Abbass, Mario Adorf, Gael García Bernal,
Willem Dafoe, Nansun Shi und Molly Malene Stensgaard, am 18.
Februar die Bären des aktuellen Jahrgangs verteilen.
Der Schriftsteller und Drehbuchautor Klaus Poche ist am
Dienstag im Alter von 79 Jahren in Köln gestorben. Klaus
Poche gehörte seit 1994 der Abteilung Film- und Medienkunst
der Berliner Akademie der Künste an. Er verfasste
Kurzgeschichten, Reportagen, Romane und Drehbuchvorlagen wie
zum Beispiel für das DDR-Fernsehspiel Geschlossene
Gesellschaft, das 1978 auf scharfe Kritik der offiziellen
SED-Kulturpolitik stieß.