Eigentlich schlucken heimische Fernsehzuschauer so ziemlich alles.
Ungewöhnlich, dass sich hier und da doch mal jemand beklagt über
eines der vielen unterirdischen TV-Spiele. Marianne Wellershoff lässt
im Spiegel höflich aber begründet, ihrem Unmut freien Lauf. Das macht
Mut für ein kritischeres Fernsehjahr!.
Die Story von Alexander dem Großen wird zum Wettlauf mit der Zeit.
Baz Luhrmann und Oliver Stone wollen im Frühjahr oder Sommer beginnen,
ein Epos über den klassischen mazedonischen Feldherren zu drehen.
Darsteller von Mel Gibson bis Leonardo di Caprio stehen in den
Startlöchern, die Hauptrolle zu übernehmen. Damit treten sie in die
Fußstapfen früherer Alexander-Verfilmungen etwa von 1956 mit Richard
Burton.
Berühmt wurde er mit der Regie zu "Butch Cassidy und Sundance
Kid" und "Der Clou". Doch auch mit späteren Arbeiten
wie "Tollkühne Flieger" oder "Garp und wie er die Welt
sah" setzte er sich filmische Denkmähler. Am 27. Dezember starb
er in seinem New Yorker Apartment
Wim Wenders fühlt sich von seinen Partnern, darunter auch der
derzeitige Holding-Vorstand Christian Leonhardt, betrogen. Vorbei die
Glanzzeiten, als z.B. die "Das Werk AG" bei ihrem Börsengang
gleich am ersten Tag 115 Prozent zulegte. 2 Millionen Euro Steuern habe
er in den letzten zwei Monaten nachgezahlt, und von der
Cash-Ausschüttung seiner Partner bei Gründung der AG, in Höhe von 8
Millionen Mark pro Kopf, habe er auch nichts mitbekommen. Nur
Aktienanteile hat er bekommen, die einer Sperrfrist unterlagen, und er
somit zwischenzeitlich in Liquiditätsmangel kam. Da musste er dann
Anteile für 600.000 Euro gesellschaftsintern verkaufen, um Steuern
zahlen zu können. Und nun soll dies nur ein Darlehen gewesen sein,
dass er zurückzahlen soll. Ganz am Boden scheint Wenders jedoch noch
nicht zu sein, immerhin hat er zusammen mit einem Partner dem
Insolvenzverwalter ein Angebot gemacht, um seine damals in die AG
eingebrachten Road-Movies-Anteile zurückzukaufen.
Der französische Independant Verleih "Mercure Distibution"
wird liquidiert. Unter der Leitung von Jaques Le Glou hatte der Verleih
international anerkannte Filme wie "Harry meint es gut mit
Dir" oder "Schöne Venus" erfolgreich vertrieben. Le
Glou kündigte allerdings an, dass er schon einen Vertrag mit
"Films Distibution" als Berater unterschrieben hat, bleibt
dem französischen Film somit erhalten.
Die private Beteiligungsgesellschaft Permira übernimmt den Pay-TV
Sender Premiere, inklusive eines Großteils der Aktien. Premiere ist
der erste Teil des zusammengebrochenen Kirch-Imperiums, der einen neuen
Investor gefunden hat. Für das 4.te Quartal 2002 erwartet Premiere
ausserdem einen Rekordzuwachs an Abonennten, allein für Dezember etwa
100.000.
Gilles Jacob, derzeitiger Präsident der Filmfestspiele in Cannes,
ist bereits seit 25 Jahren dabei, davon 20 Jahre als Kopf der
Auswahlkommission. Diesen Job gab er allerdings vor 2 Jahren an Thierry
Fremaux und Veronique Cayla ab, hatte aber immer noch einen wichtigen
Anteil bei der Auswahl für die Hauptkategorien. Er wurde einstimmig
von den 28-Jurymitgliedern wiedergewählt, und erhielt einen neuen
Drei-Jahres-Vertrag als Präsident.
In Ihrer 81. Sitzung am 17. Dezember 2002 in Berlin, unter dem
Vorsitz von Herrn Gunther Witte, vergab die Filmförderungsanstalt (
FFA ) Fördergelder für vier Drehbuchprojekte und die Fortentwicklung
eines Drehbuchs. Die neuen Einreichungstermine für das Jahr 2003 sind
der 31. Januar, 30. April, 30. Juli und 30. September.
Von den knapp 10% Marktanteil des deutschen Films hierzulande,
wurden gut 2/3 von Bernd Eichingers Constantin Film in die Kinos
gebracht. Dazu gehören auch die 6 erfolgreichsten „deutschen"
Produktionen dieses Jahres, „Bibi Blocksberg"
(2,1 Millionen), das fernwehige „Nirgendwo in
Afrika" (1,3) die erotisch verklemmten „Knallharten
Jungs" (1,0), das Science-Fiction-Abenteuer „Resident
Evil", Doris Dörries „Nackt"
und die zweite Auflage von „Erkan & Stefan".
Nicht auszudenken wo wir ohne Eichinger wären ...
In der vergangenen Nacht fand deutschlandweit die
Premiere des 2.Teils der „Herr der Ringe"-Verfilmung statt.
Begeistert verließen die zum Teil verkleideten Tolkien-Fans in den
frühen Morgenstunden die nahezu ausverkauften Kinosäle. Heute sollen
„Die zwei Türme" weltweit in die Kinos kommen, mit allein 1000
Kopien in Deutschland. In vielen Städten wurde dem Premierenpublikum
ein besonderes Vorprogramm geboten. Aufgrund zahlreicher
Kartenvorbestellungen wird dem Film schon jetzt ein gigantischer Erfolg
prophezeit und als ernstzunehmende Konkurrenz für Harry Potter und
James Bond betrachtet.
Für die amerikanische Filmindustrie scheint 2002 ein absolutes
Rekordjahr gewesen zu sein, sofern sich die bisher geschätzten
Einnahmen von 10 Mrd.
$ bewahrheiten
werden.Sechs Filme durchbrachen die 200 Mio. $-Grenze und weitere18
spielten immerhin noch 100 Mio. $ ein. Besonders vor dem Hintergrund
eine ansonsten eher vor sich plätschernden Wirtschaftssituation ist
das Ergebnis für Amerika ein großer Erfolg. Für 2003 und 2004 sind
bereits zahlreiche Fortsetzungen von Kinoerfolgen wie Matrix,
Terminator, Spider Man und Herr der Ringe geplant. Man darf gespannt
sein, ob im nächsten Jahr an die rekordverdächtigen
Einspielergebnisse angeknüpft werden kann.
(Quelle:
Financial Times) 18.12.02
Es bleibt spannend
The Blues Brothers strike back
Michael und Rainer Kölmel werden mithilfe der nun zugesicherten
Finanzierung durch die Stadtsparkasse Leipzig das insolvente
Unternehmen Kinowelt übernehmen. Verwunderlich bei diesem Deal ist,
dass den Kölmelbrüdern, angesichts der Tatsache, dass sie diejenigen
waren, die das Unternehmen den Zustand der Insolvenz beschert haben,
dennoch ein derartiges Vertrauen entgegengebracht wird. Auch, dass die
Staatsanwaltschaft gegen Michael Kölmel wegen des Verdachts auf
Untreue und Insolvenzverschleppung ermittelt, scheint man nicht so
ernst nehmen zu wollen.
Hollywoodfirmen, wie Disney, Warner Bros., oder MGM wollen sich
gerichtlich gegen den Verleih und Verkauf von „gesäuberten Filmen“
wehren. Damit schließe man sich einer Klage von Filmemachern an, die
sich gegen - angeblich - speziell auf Zensur spezialisierte Firmen
wendet. Zuvor versuchte das Video-Unternehmen Clean Ficks sich gegen 16
prominente Regisseure das Recht einzuklagen, anstößige, brutale und
erotische Szenen aus Videos herauszuschneiden. Der Verband der
Regisseure reagierte daraufhin mit einer Gegenklage.
In dem neuem James Bond-Streifen „Die Another Day“ stehen
koreanische Agenten auf der Seite der Übeltäter und machen dem
britischen Spion das Leben schwer. Jetzt meldet sich Nordkorea in der
Realität zu Wort und ruft die USA dazu auf, den Film nicht länger in
den Kinos zu zeigen. Dieser sei eine Beleidigung für die gesamte
koreanische Nation und stelle das Land als einen Teil der „Achse des
Bösen“ dar.
Am Donnerstag wurde in England der 56 jährige Allen Watts
verurteilt. In seiner Video-Kopierfirma hatte er jahrelang Blockbuster
wie „Herr der Ringe“, „Gladiator“, „Matrix“ u.a. eine
halbe Million Mal illegal auf Video kopiert. Der Schwindel fiel auf,
als zahlreiche Kunden ihre Videobänder wegen mangelhafter Qualität
wieder in Videotheken zurück brachten. Daraufhin schaltete die
englische Anti-Piracy-Vereinigung FACT Privatdetektive ein.
Am Donnerstag begann ein Team von Ermittlern der Pariser
Staatsanwaltschaft mit der Untersuchung wegen falscher Buchführung
gegen die Vivendi Universal's in Paris. Auch die Privatresidenz des
ehemaligen Vorsitzenden Jean-Marie Messier wurde dabei durchsucht.
Die Irak-Politik von George W. Bush scheint in Hollywood keinen
Nährboden zu finden. Über 100 amerikanische Prominente protestierten
in einem Brief an den US-Präsidenten gegen eine militärische Lösung
des Irak-Konflikts. Unter den Unterzeichnern finden sich Namen, wie Kim
Basinger, Matt Damon, Helen Hunt, Samuel L. Jackson, Susan Sarandon,
oder Ethan Hawke, aber auch Persönlichkeiten aus Diplomatie und
Militär. Schauspieler Martin Sheen überreichte den Protestbrief mit
den Worten: „Ich war immer der Überzeugung, dass Krieg nur
Verzweiflung widerspiegelt, und ich weigere mich, verzweifelt zu sein“.
Angeblich soll aus finanziellen Gründen das „katholische Institut
für Medieninformation“ eingestellt werden, wodurch auch der „Filmdienst“,
sowie die „Funkkorrespondenz“ in ihrer Existenz bedroht wären. In
einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz
schreiben Vertreter der Kurzfilmtage: „Für uns
wie für alle filmkulturell arbeitenden Institutionen in Deutschland
ist der „filmdienst“
eines der wichtigsten Medien der Reflektion und der Information. Sein
enormes Fachwissen, seine Kompetenz, sein Stamm versierter Autoren und
vor allem seine inhaltliche Qualität machen ihn unersetzbar.“
Der deutsche Film hat es schwer dieses Jahr, nur magere 10%
Marktanteil konnte er gegen die Ausländische Konkurrenz (vornehmlich
natürlich Amerika) erkämpfen. Dabei ist das Ergebnis auch noch ein
wenig verfälscht, weil z.B. die Bernd Eichinger Produktion „Resident
Evil“ als deutscher Film zählt, obwohl mit ausländischen
Darstellern und einem US-Team gedreht wurde. Kleine Lichtblicke dieses
Jahres waren Sandra Nettelbecks „Bella Martha“ und Caroline Links
Romanverfilmung „Nirgendwo in Afrika“, der immerhin 1,3 Millionen
Menschen ins Kino lockte. Erfolgreichster deutscher Film dieses Jahres
jedoch war „Bibi Blocksberg“, mit knapp 2 Millionen Zuschauern
Der in Insolvenz gegangene britische Pay-TV Sender ITV hat einen
Schuldenberg in Höhe von 1,24 Milliarden Pfund hinterlassen. Um diesen
etwas abzubauen, sollen die ehemaligen Abonnenten, die sich zu besseren
Zeiten für das digitale
Fernsehen entschieden haben, jetzt einmalig 39,99 Pfund zahlen,
oder die Box zurück geben. Es wird geschätzt, dass noch etwa 1
Millionen Set-Top-Boxen existieren, da nach der Pleite von ITV diese
benutzt werden konnten um Freeview zu sehen, der Ersatzservice für
ITV, der 29 freie Kanäle anbietet.
Pedro Almodóvar erhielt für seinen Liebesfilm „Sprich
mit ihr“ ( „Habla Con Ella“ ) gleich drei Filmpreise. Auf der
Zeremonie in Rom wurde er nicht für das beste Drehbuch und die beste
Regie ausgezeichnet, sondern auch für den besten Film des Jahres.
Dagegen gab es Enttäuschung bei den Hoffnungsträgern für Roman
Polanskis Film „Der Pianist“. Dieser in Babelsberg gedrehte
Streifen spielte bereits im Vorfeld eine Favoritenrolle für die
Auszeichnung zum „Film des Jahres“, doch immerhin erhielt er „den
Preis für die beste Kamera“.
Der Verkauf der Muppet-Firma Jim Jenson rückt immer
näher. Nachdem der Billionär Haim Saban ein Angebot vorgelegt hat,
folgen ihm nun immer mehr Interessenten. Allerdings sind Firmen wie
Walt Disney und Viacom dabei nicht vertreten. Es wird aber spekuliert,
dass sie sich bisher vor allem aus taktischen Gründen zurück gehalten
haben und sich erst in letzter Sekunde einmischen werden. Der
Filmrechtehändler EM-TV, dem die Muppet-Firma Jim Jenson gehört,
benötigt dringend bis Ende des Jahres Bargeld um ein Darlehen in Höhe
von $65 Millionen zu begleichen. „Classic Media“ soll bereits eine
Absichtserklärung für ein Gebot an der Muppet Firma unterschrieben
haben.
Der italienische öffentlich-rechtliche Fernsehsender RAI, der drei
Kanäle betreibt, steht nach Missmanagement und heißen politischen
Auseinandersetzungen vor einer schweren Krise. Gewerkschaften, welche
die Mehrheit der etwa 10000 Angestellten vertreten, kündigten einen
Streik für den zwanzigsten Dezember an, damit endlich ein neues
Management eingesetzt wird.
Albert Wiederspiel wurde zum neuen Leiter des Hamburger Filmfests
ernannt und wird damit seinen Vorgänger Josef Wutz ab Januar nächsten
Jahres ablösen. Seine langjährige Zusammenarbeit mit internationalen
Firmen, wie beispielsweise 20th Century Fox, Universal Pictures, oder
Tobis StudioCanal, durch die er unzählige Kontakte zu
Produktionsfirmen und Festivals knüpfen konnte, macht ihn seiner neuen
Aufgabe würdig. Der Leitungswechsel wurde durch eine Neuorganisation
des Filmfests begleitet - dieses wird ab 2003 zu einer Tochterfirma der
Hamburger Filmförderung.
Die DVD-Version des japanischen Films „Spirited Away“ soll
dessen Farbe fehlerhaft wiedergeben. Das behaupten drei Käufer in
einem Gerichtsprozess vor dem Kyoter Landesgericht. Sie fordern nun als
Entschädigung für jeden von sich $81 und eine Ersatz-DVD. Sie
beanstanden, daß der Film durch einen roten Farbton verdunkelt wird,
der den Filmgenuss erheblich beeinträchtigt. Eine Computeranalyse der
DVD stützt ihre Behauptung. Falls die Schadensersatzklage Erfolg hat,
könnte dies weitreichende Folgen für Disney haben. Drei Millionen
DVD-Kopien sollen bereits seit Juli in Umlauf sein. Disney plant
allerdings keine Entschädigung für die bereits verkauften DVD's.
Am Montag Nachmittag wurde vom Kölner Oberbürgermeister und
Kuratoriumsvorsitzenden Fritz Schramma und den Trägern des Deutschen
Kamerapreises Köln der Verein Deutscher Kamerapreis Köln e. V. ins
Lebens gerufen. Seit 1982 gibt es den Kamerapreis mit dem bisher zwölf
mal herausragende Kamera- und Schnittleistungen ausgezeichnet wurden.
Die Stadt Köln zeigt damit die Wichtigkeit von qualitativ hochwertiger
Arbeiten in der Medienproduktion und unterstreicht die Bedeutung Kölns
als Medienstandort. Mit dem Deutsche Kamerapreis Köln werden Beiträge
in den szenischen Kategorien Spielfilm, Fernsehfilm, Kurzfilm und in
den nichtszenischen Kategorien Bericht, Reportage und
Dokumentation/Kulturfilm prämiert. Der 13. Wettbewerb beginnt am 6.
Januar 2003 und endet am 24. März 2003.
(Quelle: Agentur Ulrike Boldt) 04.12.02
Europäischer Filmpreis
Verleihung in Rom
Am 7. Dezember findet in Rom die Verleihung des Europäischen
Filmpreises statt. Acht Filme sind für die begehrte Trophäe
nominiert, u.a. „Der Pianist“ (Roman Polanski), „8 Frauen“
(François Ozon) und „Sprich mit ihr“ (Pedro Almodovar), die alle
drei als heimliche Favoriten gehandelt werden. Polanski wurde außerdem
auch als bester europäischer Regisseur neben Andreas Dresen
(Deutschland), Aki Kaurismäki (Finnland) und Ken Loach
(Großbritannien) nominiert. Der deutsche Film „Nichts bereuen“ von
Benjamin Quabeck mit Daniel Brühl gehört zu den Nominierten für den
Fassbinder-Preis „Europäische Entdeckung 2002“. Der Europäische
Dokumentarfilmpreis Prix Arte wurde bereits gewählt und geht an den
französischen Film „Sein und Haben“ von Nicolas Philibert.
Die 54 Kandidaten zur Nominierung für den Oskar „Bester
ausländischer Film“ stehen fest. Für Deutschland tritt dabei „Nirgendwo
in Afrika“ von Caroline Link an, für Frankreich Francois Ozon’s
„8 Frauen“.
Der Berliner Rechtehändler und Filmproduzent Senator Entertainment
gab am Freitag einen Verlust von 59,5 Mio. Euro innerhalb der ersten
neun Monate diesen Jahres bekannt. Im Vorjahr dagegen konnten sie noch
einen Gewinn von 6,9 Mio. Euro verbuchen. Als Grund für diesen enormen
Einbruch nannten sie Abschreibungen in Höhe von 95 Mio. Euro.
Außerdem halbierte sich der Umsatz von 115,9 Mio. Euro auf 60,6 Mio.
Euro. Dies lag vor allem an der verspäteten Fertigstellung von
internationalen Filmprojekten. Eine Veränderung scheint nicht in Sicht
zu sein. Schuld daran sollen Filme wie Harry Potter und James Bond
sein, die die Kinos dominieren. Senator Film plant jetzt einen Wechsel
vom Neuen Markt in den geregelten Markt.
Die ARD will aufgrund der aktuellen Medienkrise im nächsten Jahr
einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen. Programmdirektor Günter
Struve meinte: „Es wird weniger Serien und weniger Experimente geben“.
Man konzentriere sich im nächsten Jahr auf das über Werbung
finanzierte Vorabend-Programm und die Fernsehrechte für die Fussball -
Bundesliga übernehme man nur, wenn kein anderer Sender interessiert
sei.
Die desaströsen Zusammenbrüche deutscher Filmhändler betrachten
die großen US Studios als Chance, verlorenen Boden zurückzugewinnen.
Je weniger Konkurrenten es in Deutschland gibt, desto leichteres Spiel
haben Sie 2003 ihre Ware zu ihren Bedingungen abzusetzen.
Schauspieler Clint Eastwood hat Autor und Verlag einer Biografie
verklagt, in der einige Stationen seines Lebens nach seiner Auffassung
falsch oder unschön dargestellt wurden. Vor allem die Darstellung, er
sei ein Kriegsängstlicher Feigling, Atheist und habe Frauen
geschlagen, entbehre jeder Grundlage. Für die Beschädigung des
Eastwood-Images verlangt der Star ein Schmerzensgeld von 10 Millionen
US Dollar.
Nach eigenen Angaben seien sich Kirch Media und der Bauer-Verlag in
allen Punkten über den Inhalt des Kaufvertrages der ProSiebenSat1
Media AG einig. Der Geschäftsführer der Münchner Kirch Media,
Hans-Joachim Ziems, erklärte: "Wir wollen sämtliche Verträge
bis Ende Januar abschließen und unterzeichnen" (...)"Beide
Parteien sind mit diesem Stand der Verhandlungen sehr zufrieden".
Die insolvente Kirch Media hatte sich Ende Oktober für einen Verkauf
des Kerngeschäfts an den Hamburger Verlag entschieden. Sämtliche
Verträge sollen nun bis Ende Januar abgeschlossen und unterzeichnet
sein.
Der spanische Film schreibt für das Jahr 2002 rückläufige Zahlen.
Während 2001 noch ein Anteil von 18,5% bzw. 26,2 Mio. verkaufte
Kinokarten zu verzeichnen waren, sind es dieses Jahr nur noch 13,4%
bzw. 16,2 Mio. Besucher. Dementsprechend liegt der Spanische Film, mit
Einnahmen von 72,1 Mio. Dollar, weit hinter den ausländischen
Produktionen, die insgesamt 464 Mio. Dollar einspielen konnten.
Spaniens größter Erfolg ist wohl "The other Side of the Bed".
Seit seinem Kinostart im April diesen Jahres brachte dieser Film 10,9
Mio. Dollar ein.
Caroline Links Romanverfilmung „Nirgendwo in
Afrika" ist für den „Best Foreign
Language Film Golden Globe Award" nominiert worden, der am
19.Januar.2003 in Los Angeles verliehen wird. Bereits am
23.Oktober.2002 ist der Film von der Export Union des Deutschen Films
als Kandidat für eine Oscarnominierung als bester nicht-englischer
Film ausgewählt worden. Der Kinostart in den USA ist für das
Frühjahr 2003 geplant.
Eine riesige Star-Trek-Ausstellung im Wert von 30 Mio. Dollar wurde
diese Woche im Londoner Hyde Park eröffnet und ist dort wohl die
Größte seit dem Jahre 1851. Die Veranstaltung erstreckt sich über
7000 m² und lockt die Fans der Science-Fiction Serie mit
Flugsimulatoren und interaktiven Bildschirmen, die sich fünf
Jahrzehnten Star-Trek-Geschichte widmen. Ab Februar 2003 ist eine
weltweite Präsentation der Ausstellung in Planung.
Das Ehepaar Liza Minelli und David Gest hat den Musiksender VH1 auf
einen Schadensersatz in Höhe von 23 Millionen Dollar verklagt. Das
Paar hatte bereist 60 Stunden Filmmaterial für eine Reality - Show
produziert, als der Fernsehsender kurzfristig eben diese Show absagte.
Während „Liza und David"
dem Sender Diffamierung und Vertragsbruch vorwerfen, begründet VH1
seine Entscheidung mit der fehlenden Kooperationsbereitschaft des
Paares.
Das deutsch-amerikanische Verhältnis wird erneut auf
die Probe gestellt. Diesmal sorgt der ARD-Dokumentarfilm „Das
Massaker in Afghanistan - Haben die Amerikaner zugesehen?" des
irischen Filmemachers Jamie Doran für Aufruhr auf Seiten der
US-Regierung. Der Film soll diesen Mittwoch ausgestrahlt werden und
grausame Kriegsverbrechen der Amerikaner belegen. Die US-Regierung
weist diese Beschuldigungen weit von sich. Ihrer Ansicht nach sollen
Gegner der Militäraktion in Afghanistan für den Fortbestand der
Vorwürfe gesorgt haben. Die UNO wird nun versuchen den Fall
aufzuklären.
Dem Führungswechsel im Hause Vivendi und seines Pay-TV-Senders „Canal
Plus“ fiel ein weiterer Arbeitspatz zum Opfer. Nun muss der
Vorstandsvorsitzende der Europäischen Abteilung „StudioCanal“
Richard Lenormand bis zum Ende dieses Jahres seinen Arbeitsplatz
räumen. Dieser löste einst Vincent Grimond ab, der seinerseits der
Abteilung wesentlich zu seinem großen Einfluss auf dem europäischen
Filmmarkt verholfen hat.
Die Filmcharts in den Vereinigten Staaten Amerikas stehen Kopf.
Nicht etwa der feiste Zauberlehrling Potter oder der kecke Agent Bond
führen sie an, sondern die kleine simple Komödie „Maid in Manhatten“
mit Jennifer Lopez und Ralph Fiennes in den Hauptrollen. Im
Wocheneinspiel konnte die Ulkromanze am US Box-Office ganze 19
Millionen Dollar verzeichnen.
Schauspieler Sean Penn ist nach Bagdad gereist und will sich für
ein besseres Verständnis zwischen der USA und dem Irak einsetzen. Er
wolle keine Regierung kritisieren, aber er sei überzeugt, dass die
amerikanische Öffentlichkeit nach wie vor zu wenig über den Irak
bescheid wisse. Man würde noch viel gewichtigere Beweise benötigen,
um tatsächlich einen Krieg gegen Sadam Hussein rechtfertigen zu
können. Während seines dreitägigen Aufenthalts traf sich Sean Penn
mit Außenminister Tariq Aziz und besuchte u.a. ein Kinderkrankenhaus
in Bagdad.
Kanadas einflussreichste Filmförderungsagentur Telefilm verkündete
gestern, dass von der Liste der Produktionsfirmen, die nächstes Jahr
Förderkontingente bekommen sollen, fünfzehn Firmen gestrichen werden.
Da nun lediglich noch fünf Produktionsfirmen in den Genuss der
Förderung kommen, ist diese konzentrierende Maßnahme als durchaus
drastisch zu bezeichnen.
Der Hollywood-Star Nick Nolte (61), bekannt aus Filmen wie „48
Stunden“, ist zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt worden, da er
unter Einfluss der Partydroge GHB (Gammahydroxybuttersäure) auf dem
Highway 1 in der Nähe von Malibu (Kalifornien) erwischt worden war.
Gleich nach der Festnahme meldete er sich zur Therapie an, und
entschuldigte sich auch vor Gericht für sein Verhalten.
Der zweite Teil der Tolkien-Trilogie wurde am Dienstag dieser Woche
in Paris uraufgeführt. Ein ganzes Jahr lang mussten die Fans auf die
„die zwei Türme“ warten, doch nun dürfen sie sich auf ein
dreistündiges Kinoerlebnis freuen, das vor allem durch seine
Spezialeffekte fasziniert und wieder einmal die Grenzen des technisch
Machbaren ein gutes Stück hinausschiebt. Die meisten Stars aus „Herr
der Ringe“ waren selbstverständlich bei der Premiere in Paris
anwesend und einstimmig bezeichneten sie ihren Regisseur als „Genie“
und „großen Kommunikator“. Jackson habe es mit Hingabe und
Beharrlichkeit geschafft, alle Fäden des 270 Mio. Dollar teuren
Projekts kunstvoll zu verweben.
Tom Sizemore, bekannt aus „Der Soldat James Ryan“ und „Black
Hawk Down“, wurde verhaftet, weil er anscheinend eine Frau
belästigt, ins Gesicht geschlagen und zu Boden geworfen hat. Er kam
vorläufig für 2500 Dollar Kaution frei, bis zur Verhandlung am 8.
Januar.
Zwei Journalisten des Fernsehsenders Channel 4 wurden
in Bangladesh verhaftet und sind in ein Gerichtsverfahren verwickelt,
dessen Urteil sogar die Todesstrafe sein könnte. Zaiba Malik und Bruno
Sorrentino reisten im letzten Monat nach Bangladesh, um die dortige
politische Situation zu dokumentieren. Eigentlich hatten sie einen
Aufenthalt von nur drei Wochen in Planung, doch man entschied sich noch
für einige Aufnahmen des Inlandes. Nun werden sie durch die Regierung
beschuldigt, das Ansehen des Landes schmälern zu wollen, indem man ein
fundamentalistisches Staatsystem darstelle.
Die Staatsanwaltschaft München hat ein
Ermittlungsverfahren gegen Leo Kirch und einige seiner Ex-Manager wegen
„Verdachts Strafbarer Handlungen“ eingeleitet. In der Fahndung
überprüfe man Millionendarlehen an ehemalige Führungskräfte und
Sohn Thomas Kirch, sowie den unzulässigen Transfer ursprünglicher
Firmenwerten, wie z.B. eines Anteils am spanischen Fernsehsender
Telecicnco. Die Ermittler haben bereits mehrere Vernehmungen
durchgeführt, die Befragung von Leo Kirch steht allerdings noch bevor.
Schauspielerin Winona Ryder wurde ausgerechnet am Nikolaustag wegen
ihres Kaufhausdiebstahls in Beverly Hills verurteilt. 240 Stunden
sozialer Tätigkeit und eine dreijährige Bewährungszeit, so das
Strafmaß. Verbunden war das Urteil mit der richterlichen Warnung, beim
nächsten Diebstahl ins Gefängnis zu müssen. Bei ihrer Festnahme
sagte sie aus, ein Regisseur habe sie angewiesen, für einen Film
stehlen zu üben.
IDeutsche und französische Fernsehsender weigern sich, die
Verleihung des Europäischen Filmpreises diesen Samstag zu übertragen.
Ihrer Meinung nach, würde die Entwicklung der europäischen Filmkultur
nicht in Ihrer Verantwortung liegen, und dies obwohl der
deutsch-französische Sender ARTE einen der Preise sogar sponsert.
William Henson, oder auch „Tex“ Henson, war bekannt durch seine
Arbeit bei Disney, wo er z.B. die Serie „Chip und Chap“ oder auch
„Bullwinkle“ kreierte. Zuletzt unterrichtete er in Dallas Animation
und zeichnete Cartoons für die örtliche Zeitung. Nach einem
Autounfall in seiner Nachbarschaft, erlag er im Alter von 78 Jahren im
Dallas Parkland Memorial Hospital seinen schweren Kopfverletzungen.
In sehr ungewöhnlicher Weise wurden die Videorechte des
chinesischen Films „Hero“ an die Vertriebsbranche verkauft. In
einer Auktionsveranstaltung in Peking wurde weit mehr Geld, als der
Mindestpreis von 956.000 Dollar, für den neuen Streifen geboten.
Letztendlich konnten drei Firmen unter Zusammenschluss und einer
Bezahlung von 2,15 Mio Dollar die Rechte ergattern. Die Organisierung
der 90-minütigen Auktion übernahm die Koproduktionsfirma des Films .
„FireDancer“, der Film des ermordeten afghanischen Regisseurs
Jawed Wassel, ist in die Liste der Filme aufgenommen worden, aus denen
eine Jury fünf Filme für eine Oscarnominierung auswählen wird. Es
ist der erste afghanische Film der bisher für eine Nominierung in die
engere Auswahl gezogen wurde. Der Produzent des Films, Nathan C.
Powell, wird beschuldigt Wassel im Oktober 2001 ermordet zu haben. In
seinem Auto fand man Körperteile und in seinem Gefrierschrank den Kopf
von Wassel. Powels Rechtsanwalt gab an, dass sein Klient schizophren
ist und wütend wurde als Wassel die Vereinigten Staaten beschuldigte
die Anschläge des 11. September angestiftet zu haben. Am 11. Februar,
sechs Wochen vor der Oscarverleihung, wird die Jury die Nominierten
bekannt geben.
Im Alter von 66 Jahren ist der Schauspieler Klaus Löwitsch an
Bauchspeicheldrüsenkrebs Dienstag morgen in einer Münchner Klinik
gestorben. Noch vor kurzem plante Löwitsch ein Comeback auf den
Fernsehbildschirm. Drei neue Projekte sollten bereits in Planung sein.
Infolge eines öffentlichen Prozesses wegen sexueller Nötigung und
Körperverletzung wurde es ab Mitte 2001 still um den Schauspieler.
Bekannt wurde Löwitsch in der Rolle des TV-Polizisten „Peter Strohm“.
Seine Laufbahn begann er im Ballet der Wiener Volksoper, danach folgten
diverse Münchner Bühnen. Auch in der Film- und Fernsehbranche konnte
er Fuß fassen. Durch die Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder
konnte er sich schließlich nach mehreren zweitklassigen Produktionen
als Charakterschauspieler etablieren. 1970 erhielt er den
Bundesfilmpreis und 1998 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen
Fernsehpreis.
Disney wird wohl mit seinem neuen Animationsfilm „Treasure Planet“
nicht die 100 Mio. Dollar Produktionskosten wieder einspielen können,
was den Quartal-Gewinn voraussichtlich von 222 Mio. Dollar auf 175 Mio.
Dollar reduzieren wird. Zu diesem Schluss kam der Vorstand, nachdem „Treasure
Planet“ an dem sonst so lukrativen Thanksgiving-Wochenende nur 16,6
Mio. Dollar eingespielt hatte. Disney erwartet außerdem, dass die
Einnahmen im ersten Quartal 2003 etwa um 1 Cent pro Aktie sinken
werden.
Bis Ende des Jahres werden 6,6 Millionen oder 18 Prozent der
privaten Haushalte in Deutschland über ein DVD-Abspielgerät
verfügen, teilte die DVD-Arbeitsgemeinschaft am Freitag in Hamburg
mit. Im Vergleich zum Vorjahr betrage die Steigerung 135 Prozent und
liege damit weit über den Prognosen, die zuletzt im April auf 5,2
Millionen Geräte angehoben worden waren. Die Wachstumsrate in
Deutschland werde von keinem anderen Land Europas übertroffen.
„Sumuru“ spielt auf einem fernen Planten, auf dem zwei
Astronauten bruchlanden, und der von Amazonen ähnlichen Frauen regiert
wird, die die Männer unterdrücken. Gedreht wurde etwa 6 Wochen in
Johannisburg, unter großer deutscher und englischer Beteiligung. Die
Hauptdarstellerin „Sumuru“ wird von der deutschen Alexandra Kamp
gespielt, und die Special Effects kommen von der Firma Framewerk, einer
Tochterfirma von „Das Werk“. Auch der Fernsehsender RTL ist mit 11%
an dem Projekt beteiligt, und eventuell soll aus dem Film heraus auch
eine Serie entstehen.
„Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ hat nun, 17 Tage
nach seiner Premiere, die 200 Mio. Dollar Grenze überschritten. Damit
landet der neue James-Bond-Streifen auf Platz zwei, nachdem er letzte
Woche noch an der Spitze der Filmcharts lag. Dabei spielte „Die
Another Day“ schon nach 10 Tagen 100 Mio. Dollar ein. Der neue Harry
Potter Film konnte aber nicht seinen letzten Rekord halten. „Der
Stein der Weisen“ erreichte bereits nach 15 Tagen die 200 Mio. Dollar
Grenze.
Der französische Schauspieler Daniel Gélin ist im Alter von 81
Jahren an einem Nierenleiden gestorben. Seine Laufbahn begann am
Theater und seit den 50er Jahren ist er von der Kinoleinwand nicht mehr
wegzudenken. International bekannt wurde er mit „La Ronde“ („Der
Reigen“, 1950, Max Ophüls). Die Liste der Filme, in denen er
mitgespielt hat, scheint kein Ende zu nehmen. Aber auch als Theater-
und Filmregisseur, Lyriker, sowie Schriftsteller war er tätig.
Die Koelmel-Brüder haben die Zahlungsfrist für den Kauf von „Kinowelt“
überschritten. Der entsprechende Geldtransfer in einer Höhe von 32
Millionen Euro hätte am Mittwoch, den 27. November stattfinden sollen.
Obwohl Insolvenzverwalter Wolfgang Ott noch am 22. November erklärte,
er würde bei Nichteinhaltung der Vereinbarungen die Abmachung
rückgängig machen, gewährt er jetzt aufgrund einer Erklärung der
Sparkasse Leipzig eine Aufschiebung des Fristtermins.
Frankreich, Europas führende Nation in punkto Filmproduktion,
überlegt, aus dem pan-europäischen Koproduktionsfonds „Eurimages“
auszusteigen. Dies beinhaltet ein Bericht der „Centre National de la
Cinematographie (CNC)“, der sich mit dem Nutzen des Filmfonds
beschäftigt. Nach Angaben der CNC könne der Fonds nur noch
Filmproduktionen in ihrer Finanzierung vervollständigen. Mit Hilfe des
„Eurimages“ sei man aber nicht in der Lage, Koproduktionen ins
Leben zu rufen.
Der Ex-Finazchef von EM.TV belastet Thomas und Florian Haffa mit
neuen Vorwürfen. Ulrich Goebel sagte am Dienstag, er habe im September
2000 auf fehlerhafte Halbjahreszahlen hingewiesen. Trotz dieser Warnung
hätte man die Halbjahreszahlen in den Wochen darauf bekräftigt. Erst
im Oktober korrigierten die Haffa-Brüder die Zahlen öffentlich und
lösten damit eine Kurssturz der Aktie aus. Goebels Aussagen
bestätigen die Staatsanwaltschaft in ihrer Annahme auf Kursbetrug.
Nach und nach fällt die gesamte „Das Werk AG“ wie ein
Kartenhaus in sich zusammen. Zuerst geht die „Holding“ den Bach
runter, nun wandeln auch die GmbHs der AG auf dem Pfad der Insolvenz.
Unternehmensangaben zufolge ist die drohende Zahlungsunfähigkeit der
„Das-Werk-GmbHs“ in Berlin, Hamburg, München u.v.a. verantwortlich
für die weiteren Insolvenzanträge. Bezeichnenderweise fiel die Aktie
der „Das Werk AG“ seit Ende August von 0,83 Euro auf 0,15 Euro am
gestrigen Mittag.
Die legendären Lauscher von Mr. Spock aus der Science-Fiction-Reihe
„Star Trek“ sollen anfang Dezember versteigert werden. Die Ohren,
die der bisheriger Besitzer vor fast zehn Jahren in einer Fernsehshow
gewann, werden inklusive Echtheits-Zertifikat von Spock-Darsteller
Leonard Nimoy verkauft. Das Auktionshaus rechnet mit einem Preis
zwischen 1.500 und 2.000 Pfund.
Die Filmstiftung NRW hat zum ersten Mal ein Stipendium für
Dokumentarfilmer vergeben. Auf diese Weise soll ein hochwertiges
Dokumentarfilmprojekt für das Kino entwickelt werden. Mehr als 70
Anträge hatte die Jury unter Vorsitz von Gerd Ruge zu begutachten. Die
zwei Projekte „Weiße Raben“ von Tamara Trampe und „Celluloid
Dreams“ von Uli Gaulke & Jeanette Egger wurden für ein
Stipendium im Wert von 100.000 Euro und 62.888 Euro ausgewählt. Das
Projekt „Die Poesie des Todes“ von Seyhan Derin erhält eine
initiale Unterstützung. Auf der Jahresfilmprogrammprämienverleihung
am Montag wurden die Gewinner bekannt gegeben. Geplant ist eine
jährliche Vergabe des Stipendiums.
Der französisch-amerikanische Medienkonzern „Vivendi Universal“
hat sich mit einer Gruppe französischer Investoren darauf geeinigt auf
Grund seiner hohen Verschuldung seine Anteile am Wasserversorger „Vivendi
Environnement“ zu verkaufen. Dies würde bedeuten, dass sich die
Schulden bis Ende des Jahres auf etwa 14 Mrd. Euro (verglichen mit 37
Mrd. Euro Ende 2001) reduzieren ließen. Ferner zeigte „Vivendi
Universal“ Interesse an einer Übernahme des Mobilfunkunternehmens
„Cegetel“, an dem sie bereits zu 44 Prozent beteiligt sind. Dies
würde allerdings zu einer weiteren Erhöhung der Verschuldung führen.
Für die Zusage der Kölmel-Brüder, das Kerngeschäft des
insolventen Medienunternehmens für 32 Millionen Euro zurückkaufen zu
wollen, liegt bis jetzt keine finanzielle Deckung vor. Nachdem die
Staatsanwaltschaft gegen die Brüder wegen Verdachts der Untreue
ermittelte, hat die Sparkasse Leipzig angeblich ihre Kreditzusage
wieder zurückgezogen. Der Konkursverwalter hat den Brüdern bis
Mittwoch kommender Woche eine Frist gesetzt, die Kaufsumme
bereitzustellen.
Und wieder einmal wollte man in Berlin Stars eine kleine Freude
machen, indem man Ihnen einen Bambi schenkt. In der Disziplin „Musiker“
konnte der Pop-Psychopath Michael Jackson eine dieser Trophäen mit auf
seine Ranch nehmen und auch der ersten schwarzen Oscar-Gewinnerin Halle
Barry warf man ein Kitz in den Schoß. Zu guter Letzt ehrte man noch
fleißig Maria Schell samt Bruder Maximilian und schon flossen die
Tränen.
Mittwoch Abend fand in Berlin die Premiere des aktuellen
Bond-Abenteuers statt. Pierce Brosnan und Halle Berry, die
Hauptdarsteller des Films, wurden mit Rufen der Begeisterung von Fans
des kecken Geheimagenten gehuldigt. Das nunmehr zwanzigste Mal
schlürft Bond seinen Martini und natürlich muss auch diesmal wieder
wirklich die ganze Welt vom obligatorischen Bond-Nemesis bedroht
werden. Man kann sich diesmal gar auf kleine, andächtige Zitate
älterer Episoden freuen.
Das Müncher-Film-Festival, Deutschlands Zweitgrößtes, wird ab
1.Oktober 2003 von Andreas Max Stroehl, der bisher am Goethe-Institut
Leiter der Film- und Fernsehabteilung war, geleitet. Er löst damit
Eberhard Hauff ab, der das Festival seit seiner Gründung im Jahre 1979
geleitet hat. Stroehl hat bereits am Dienstag angekündigt, dass er die
einzelnen Kategorien schärfer definieren, und auch die Anzahl der
gezeigten Filme reduzieren will. Allerdings möchte er sich auch mehr
auf die jungen Filmemachern konzentrieren.
Der italienische Fernsehsender RAI hat am Mittwoch zwei seiner
Vorstandsmitglieder verloren, und zwar die einzigen zwei, die aus der
Opposition der italienischen Regierung kommen. Sie protestieren damit
gegen die Politik des General-Direktors und eines weiteren
Vorstandmitgliedes, die beide von Premierminister Berlusconi eingesetzt
worden waren.
Nach achtjähriger Zusammenarbeit mit der britischen Firma „Aardman
Animation“, die z.B. für „Chicken Run“ Knetfiguren-Animationen
realisierten, gab Michael Rose bekannt, dass er „Aardman Animations“
verlassen werde um sich dem Aufbau seiner eigenen Firma „Sirolo Films“
zu widmen. Mit Hengameh Panahi, dem Gründer von „Celluloid Dreams“,
mit dem er bereits 1994 im Rahmen der Aardman „Wallace & Gromit“-
Kollektion gearbeitet hat, strebt er eine formlose Kooperation an.
Trotz seines Alleingangs wird er „Aardman“ aber nicht völlig den
Rücken kehren, sondern bereits im Februar, bei der neuen „Aardman“
Produktion von Nick Parkers „Wallace and Gromit“, die von „DreamWorks“
unterstützt wird, dabei sein. Aardman , die im Frühjahr nächsten
Jahres die Filme „Tortoise And The Hare“ und „Flushed Away“
planen, werden nun einen neuen Firmenchef ernennen.
Im Alter von 74 Jahren starb der US-Schauspieler und
Oscar-Preisträger James Coburn an einem Herzinfarkt, der ihn ereilte
als er zusammen mit seiner Frau im gemeinsamen Haus Musik hörte.
Bekannt wurde er mit Filmen wie die „Die glorreichen Sieben“ und
„Pat Garrett and Billy the Kid“. Auf der Leinwand war er meist als
Raubein oder Bösewicht in zahlreichen Western-, Kriminal- und
Kriegsfilmen zu sehen. Aber auch sein komödiantisches Talent durfte er
in einigen Filmen unter Beweis stellen. Eine Arthritiserkrankung zwang
ihn in den 80er Jahren zu einem Rückzug aus dem Filmgeschäft.
Laut der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung wird Ende des
Jahres in jedem 7. deutschen Haushalt ein DVD-Abspielgerät stehen. Von
den DVD-Recordern werden allerdings gegenwärtig noch nicht sehr viele
verkauft. Doch längerfristig rechnet man damit, dass sie den
Videorecorder ersetzten werden, allerdings noch nicht in den nächsten
drei bis vier Jahren. Was daran liegt, dass sich der Wechsel von einer
Technik zur nächsten auf Seiten des Kunden eher langsam vollzieht und
der Kunde durch wechselseitig inkompatible Standards verunsichert ist.
Dabei überwiegen die Gründe der DVD deutlich gegenüber der
Videokassette. Sie sind einfacher in der Handhabung und auch das lange
Spulen entfällt. Um die 800 Euro kostet allerdings ein DVD-Recorder
und auch die leeren DVDs sind erheblich teurer als die
Videoleerkassetten. Ein Ende des Videorecorders scheint also doch noch
nicht in Sicht zu sein. Es ist eher wahrscheinlich, dass mehrere
Techniken nebeneinander existieren werden.
Kaum ist die Diskussion um die Freigabe ab 6 Jahren verebt, gibt es
auch schon wieder neue Schlagzeilen um den vor kurzem angelaufenen
Harry Potter Streifen. Aufmerksame Kinogänger entdeckten unzählige
Fehler und bombardierten am Wochenende die Webseiten der Produzenten.
Doch Anstoß der Kritik waren nicht etwa Abweichungen vom Original der
Schriftstellerin Joanne K. Rowling, sondern zahlreiche Anschlussfehler
und Umgereimtheiten in der Regie- und Kameraführung. So wurden
z.B. der Bahnhof und das Haus von Harrys Onkel kurzerhand an andere
Schauplätze verlegt. Auch ist es Harry möglich sich ohne Probleme auf
seinen kurz zuvor gebrochenen Arm zu stützen. Ebenfalls entdeckten die
Zuschauer Drähte an denen die scheinbar fliegenden Eulen befestigt
waren..
Die irische Regierung will angeblich den Filmförderungsbeitrag um
12,5% kürzen. Schockiert von den Nachrichten, erklärte Tania Banotti,
die ausgehende Chefin von „Film Makers Irland“, dass die irische
Filmindustrie nicht kampflos aufgeben werde. FMI hatte sich für eine
Erhöhung des Filmförderungsbeitrags ausgesprochen, so dass diese
Kürzung, Banotti zufolge, eine ziemlich enttäuschende Nachricht
gewesen sei. Der Chef des Film-Boards Rod Stoneman rechtfertigte die
Kürzungen als eine Maßnahme gegen die wachsende Krise in der irische
Wirtschaft.
Nach nur einem Jahr Tätigkeit als Chef des tschechischen Fernsehens
droht Jiri Balvin die Entlassung. Nach monatelangem Chaos innerhalb des
staatlichen Fernsehens wurde Balvin ursprünglich als ordnende Hand
begrüßt. Jetzt werden ihm zahlreiche Fehlentscheidungen und
kriminelle Verhaltensweisen in Zusammenhang mit einem Angebot für eine
2 Millionen Dollar teuere Außenübertragungseinheit vorgeworfen.
Russell Crowe, der schon seit seinem Angriff auf den
Programmdirektor der British Academy Film Awards nicht mehr als ganz
beherrscht gilt, hatte wieder mal Ärger. In dem Londoner-Szene
Restaurant „Zuma“ prügelte er sich mit dem neuseeländischen
Geschäftsmann Eric Watson auf der Herrentoilette. Streitpunkt war wohl
eine unbekannte brünette Dame. Als die Polizei eintraf war allerdings
wieder Ruhe eingekehrt ...
Der neue Harry Potter bekam von FSK und FBW die sehr begehrte, weil
geldbringende, Altersfreigabe ab 6 Jahren. Dies scheint angesichts der
teilweise nervenaufreibenden Szenen doch sehr fragwürdig, und man
bekommt so ein Gefühl, als ob sich da jemand dem Druck der großen
Major-Studios gebeugt hat. Gut, die FSK weist zusätzlich darauf hin,
dass kleine Kinder unter 8 Jahren von ihren Eltern begleitet werden
sollten, aber wofür haben wir dann die Altersfreigaben?
Kurz nach Mitternacht lief der zweite Teil von Harry Potter in den
deutschen Kinos an. Obwohl die „Kammer des Schreckens“ allein in
Berlin in 35 Kinos präsentiert wurde, war es Spätentschlossenen kaum
möglich, noch eine der restlichen Kinokarten zu ergattern. Nach
Angaben von „Warner Bros.“ startete „Harry Potter 2“ in
Deutschland mit einer Rekordzahl von 1200 Filmkopien. Vor wenigen Tagen
feierten bereits zahlreiche Fans die Weltpremiere in London.
Ein russischer TV-Sender hat sich bereit erklärt, mehrere Millionen
Dollar für einen Weltraumtrip zu bezahlen, denn der Gewinner einer
Gameshow soll die einmalige Gelegenheit erhalten, die Internationale
Weltraumstation „ISS“ zu besuchen. „Channel One“ macht keine
Angaben darüber, wie viel der Deal mit der russischen Rumfahrtbehörde
kosten wird, aber es wird eine erste Bezahlung von ca. 2 Millionen
Dollar angenommen. Für die Teilnehmer der Gameshow wird zwar keine
Altersbegrenzung festgelegt, allerdings sind eine gute körperliche
Verfassung, sowie Englischkenntnisse Voraussetzung..
In der Nacht zum 9.11.02 wurde der US-Schauspieler Merlin Santana in
einem parkenden Auto erschossen. Eine noch ungeklärte Anzahl
Unbekannter näherten sich dem Wagen und schossen auf den sich auf dem
Beifahrersitz befindenden Santana, der kurze Zeit später starb. Der
26-Jährige wurde bekannt durch Nebenrollen in Filmen und Serien, wie
etwa die „Bill Cosby Show“.
Das deutsche Kino scheint immer mehr Akzeptanz in Hollywood zur
gewinnen. Eine dritte deutsche Kinowelle entwickelte sich mit Filmen
wie „Lola Rennt“ oder „Bella Martha“ als stärkste Vertreter.
Corina Danckwerts, Produzentin und Auslandsbeauftragte der Export-Union
des Deutschen Films in Los Angeles, erklärt, dass der deutscher Film
sich „thematisch verjüngt hat“ und sei „selbstbewusst,
eigenständig und weniger Hollywood-fixiert“. Natürlich aber hat die
Verbreitung der deutschen Filmes im amerikanischen Publikum noch viele
Probleme, z.B. in der Synchronisierung und der Adaption.
Die Besucherzahlen in deutschen Kinos sind in den ersten drei
Quartalen des Jahres 2002 um insgesamt 8 % gesunken. Der Grund für
diesen Rückgang seien nach Ansicht des „FFA“ eine Kombination aus
sehr schönem Wetter im August und September, den Überschwemmungen in
Ostdeutschland und weniger neuen Filmpräsentationen in den deutschen
Kinos. Ebenso habe dieses Jahr ein „Blockbuster“, wie der „Schuh
des Manitu“ gefehlt, der 2001 unzählige Besucher in die Kinos
lockte. Nun erhofft man sich durch Filme, wie „Harry Potter“, „James
Bond“, oder „Herr der Ringe“ mehr Kinobesucher im vierten
Quartal.
Steven Spielberg ist diesen Montag nach Kuba gereist, um noch am
selben Tag an der Premiere von „Minority Report“ teilzunehmen.
Höhepunkt während seinem einwöchigen Aufenthalt wird das Treffen mit
Fidel Castro sein. Spielberg fordert von der US-Regierung eine
Aufhebung der seit 40 Jahren bestehenden Blockade gegen den
Karibikstaat. Es habe keinen Sinn, dass Washington mit Nordkorea und
China Handel treibe, aber nicht mit mit Kuba. Außerdem wünsche er
sich, dort einen seiner nächsten Filme zu drehen.
Im Februar 2000 steht die „EMTV“- Aktie bei 116 Euro und die
Firma ist an der Börse 27 Milliarden Mark wert. Dann fällt die Aktie
tief und liegt Ende des Jahres nur noch bei 5 Euro. Jetzt lautet die
Anklage auf Kursbetrug. Thomas und Florian Haffa sollen im August 2000
falsche Halbjahreszahlen gemeldet haben. Erst im Oktober gestanden die
Brüder, dass Bilanzierungs-Fehler begangen wurden. Eine Gewinnwarnung
kündigte „EMTV“ erst im Dezember an.
Der israelische Film „Broken Wings“ von Regisseur Nir Bergman
gewann den Grand Prix (83,000 Dollar) beim 15. Internationalen Fimfest
in Tokyo. In den Kategorien „Bester Regisseur“ und „Bestes
Drehbuch“ gewannen Carlo Rola für seinen Film „Sass“ und Jason
Xenopoulos für sein Werk „Promised Land“. Die Darsteller-Preise
gingen an die Schauspieler Donatella Finocchiaro für „Angela“ und
an Graham Greene für „Skins“. Yuji Nakaes Film „Hotel Hibiscus“
bekam den „speziellen Preis“ der Jury.
Der amerikanische Filmregisseur Woody Allen übt scharfe Kritik an
der Politik, der die US-Regierung unter Präsident George W. Bush
nachgeht. Bushs Gründe für einen zweiten Krieg gegen den Irak seien
nicht überzeugend genug, es bestehe keine Rechtfertigung. Der
Stadtneurotiker Allen nimmt an, dass Bushs Beweggründe persönlicher
Natur seien: Nach der massiven Unterstützung seiner Person nach dem
11. September, hätte Bush „sonst keine andere Idee“.
Wie letzten Donnerstag angekündigt wird sich die deutsche
Filmproduktions-, und Filmverleihfirma Senator Entertainment aus der
Liste der Aktien des Neuen Marktes zurückziehen. Die Gründe hierfür
sind das Abwenden vieler Investoren von diesem Gebiet, sowie die
Ankündigung der Frankfurter Börse, diesen Aktienindex zu schließen.
Die mit der Listung verbundenen Kosten seien darüber hinaus
angesichts der Rückzüge vieler Aktieninhaber nicht länger tragbar.
Die Produktionsfirma, die sich um die Verfilmung der Harry Potter
Romane kümmert, hält sich strikt an ein jüngst eigens aufgestelltes
Regelwerk: Die „Do's and Don'ts“ der Pottervermarktung. Dieses
verbietet alle möglichen Blicke hinter die Kulissen der
Mammutproduktion, wie zum Beispiel „Making of“- Berichte, um einer
möglichen Entzauberung des Pottermythos entgegenzuwirken.
Stuntman Michael Barber, der als einer von neun Fallschirmspringern
für den neuen Bruce Willis-Film „Tears of the sun“ aus einem
Flugzeug absprang, ist offensichtlich ins Meer gestürzt. Seit zwei
Tagen suchen Rettungskräfte verzweifelt nach ihm, konnten jedoch keine
Spur finden. Die Produktionsfirma Revolution Studios spricht von einem
tragischen Unfall.
Heute startet das ZDF eine Internet/TV Show namens „iDay“ und
verstößt damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag. Dieser sieht
Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender nur als
Programmbegleitung vor, das ZDF hingegen kehrt das Prinzip schlichtweg
um. „iDay“ ist ausschließlich über das Internet per Livestream
erreichbar, wobei das Fernsehen nur eine begleitende Rolle spielt. Der
„Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. ( VPRT )“
fordert jetzt die Medienpolitik und die Räte der
öffentlich-rechtlichen Sender zum wiederholten Male auf, dem
Expansionswillen im Internet ein Ende zu setzen. Private
Medienunternehmen könnten sich aus Kostengründen niemals solche „Internetrekorde“
leisten.
Der tschechische Regisseur Karel Reisz ist im Alter von 76 Jahren
gestorben. Sein Tod ist angeblich auf eine Blutkrankheit
zurückzuführen. Karel Reisz ist als 12-jähriger Junge aus der von
Nationalsozialisten besetzten Tschechoslowakei nach Großbritannien
geflüchtet und wurde dort zu einem der führenden Filmemacher. Er
wurde durch Filme bekannt, wie „The gritty Saturday Night and Sunday
Morning“, oder „Morgan: A Suitable Case For Treatment“, doch sein
größter Triumph ist wohl „The French Lieutenant's Woman“.
Der Film- und Fernsehschauspieler Wolfgang Preis ist diesen Mittwoch
im Alter von 92 Jahren gestorben. Neben seinem Studium im Bereich
Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft, nahm er parallel
Schauspielunterricht und absolvierte eine Tanzausbildung. Später
übernahm er Filmrollen unter anderem in „Canaris“, „Der 20.Juli“,
“Rosen für den Staatsanwalt“, oder „Der längste Tag“. Zuletzt
trat er 1997 als Alexander von Humboldt in der venezolanischen
Produktion „Aire libre“ vor die Kamera.
Der bekannte Charaktermime Kevin Spacey rief die Internetseite www.triggerstreet.com
ins Leben, um unentdeckten Talenten den Weg in die Filmbranche zu
erleichtern. Die Seite basiert auf dem Grundgedanken, dass die alten
Hasen der Filmindustrie Ihre Erfahrung an junge Talente weitergeben
sollen. Filmschaffenden soll es sogar ermöglicht werden, ihre
fertiggestellten Kurzfilme auf der Seite zu präsentieren und an einem
Online-Filmfestival teilzunehmen, das drei mal im Jahr stattfindet.
Regisseur und Co-Drehbuchautor Heinrich Breloer gewann für seinen
Dreiteiler „Die Manns - Ein Jahrhundertroman“ den „International
Emmy“. Die Fernsehproduktion erhielt zwar bereits den Grimme-Preis
und den Deutschen Fernsehpreis, doch der „Emmy“ ist wohl ihr
größter Erfolg. Sichtlich erfreut zeigte sich Heinrich Broloer, als
ihm Schauspielerin Joan Collins den „Fernseh-Oscar“ überreichte.
Seit Wolfgang Petersens Untersee-Drama „Das Boot“, das 1985 einen
„Emmy“ gewann, hat es keinen deutschen Sieger mehr gegeben.
Alte TV- Serien-Jahre erleben ja seit einiger Zeit ein Revival im
Kino, allerdings nicht immer mit Erfolg. „Twin Peaks“ und „Mit
Schrim, Charme und Melone“ waren eher keine Kassenknüller, dafür
räumte aber „3 Engel für Charlie“ einiges ab. Jetzt soll die
80ziger Jahre Serie „21 Jump Street“ verfilmt werden. Es ging um
Cops im jugendlichen Alter, die Verbrechen auf der Highschool
aufklärten. Hauptdarsteller war damals Johnny Depp, der aber
inzwischen mit seinen 39 Jahren zu alt sein wird, um einen
Highschool-Teenager zu spielen.
In diesem Jahr findet in Köln erstmals das „Film+“-Festival
statt, das sich vor allem der Kunst des Filmschnitts widmen wird. Im
Vordergrund steht dabei die Kombination von Filmvorführung und
Diskussion. Auf diese Weise soll den Cuttern die Möglichkeit gegeben
werden sich mit Regisseuren und Schauspielern über Theorie und Praxis
des Editierens auszutauschen. Ferner soll Klaus Dudenhöfer für sein
Lebenswerk, das Filme wie „Des Teufels General“ und „Serengeti
darf nicht sterben“ mit einschließt, ausgezeichnet. Höhepunkt wird
die Verleihung des 4. Schnitt-Preises in Höhe von 7500 Euro sein, mit
dem die beste Schnittleistung in einem deutschen Kinofilm gewürdigt
wird.
Die wegen Kursbetrugs angeklagten Brüder Florian und Thomas Haffa
(ehemalige Vorstände von EM-TV) werden wohl nicht auf die Hilfe von
Sat1-Chef Urs Rohner hoffen können. Rohner sagte am Montag aus, dass
er im Jahr 2000 zwar mit Thomas Haffa über einen Erwerb von 250 Folgen
der US-Serie „Die Simpsons“ gesprochen hat, aber dieser Vertrag auf
Grund zu hoher Preisforderungen von EM-TV nicht zu stande gekommen ist.
Die Haffa-Bruder gaben allerdings an, dass es eine mündliche Zusage
von Rohner über den 200 Millionen-Deal gab. Ihr Ziel ist es zu
beweisen, dass im Herbst 2000, als ihrer Meinung nach der Vertrag mit
Rohner zustande gekommen war, die Unternehmenskrise noch nicht
vorherzusehen war. Auch Leo Kirch, der vor zwei Wochen zu diesem
Prozess ausgesagt hatte, konnte kein Zustandekommen des Vertrags
bestätigen. Aber auch bei dem stark verschuldeten EM-TV kann man nicht
von besonders rosigen Zeiten sprechen, da ihnen nun auch noch ein
Rechtsstreit um die Anteile an der Formel 1 droht.
Für die Drohungen gegen einen L.A. - Journalisten im andauernden
Seagal-Erpressungsfall ist angeblich Seagal selbst und nicht ein
Mafiosi, wie zuletzt angenommen, verantwortlich. Bisher wurde Alexander
Proctor für die Einschüchterung der Reporterin beschuldigt, doch
dieser teilte einem FBI-Informanten mit, dass Steven Seagal für
die Drohungen verantwortlich sei.
Im Rahmen eines Vertrages mit Buena Vista International Television (BVI-TV)
sichert sich Kirch Media die Ausstrahlungsrechte an diversen Filmen von
„Touchstone“ , „Walt Disney Pictures“ und „Miramax“. Neben
Filmen wie „Signs“ und „Sweet Home Alabama“ konnte man für
ProSieben die Disney-Zeichentrickserien „Tarzan“ und „Buzz
Lightyear“ an Land ziehen. Untergangsstimmung scheint man also schön
kaufen zu können.
George Clooney, der den Ruf eines großherzigen Mannes genießt,
wurde von einer Frau mit einem sterbenden Kind im Krankenhaus
kontaktiert. Der von dem Schicksal des todgeweihten Mädchen stark
berührte Clooney telefonierte drei ganze Monate regelmäßig mit
Mutter und Tochter. Über das betreffende Krankenhaus erfuhr Clooney
jedoch, dass dieses Mädchen gar nicht existiert: Die angebliche Mutter
war einfach nur ein Fan, der seine Stimme gut verstellen konnte.
Celebrity Big Brother Gewinner verurteilt das Format
Jack Dee, Celebrity Big Brother Gewinner aus England, verurteilt die
neue Sendung als „müdes Format eines Senders der keine Ideen mehr
hat“. Er selbst habe damals bei der ersten Sendung des Celebrity Big
Brother gedacht, er würde nur ein paar Bücher lesen und nach zwei
Tagen rausfliegen. Er hatte nicht damit gerechnet, dass daraus so eine
große Sache werden würde, und bereut inzwischen, mitgemacht zu haben.
Am Dienstag war Premiere des neuen Kodak-Materials Vision2 500T in
München. Kodak verspricht mit dem neuen Material eine feinere
Körnung, mehr als 10 Blenden Umfang, natürlichere Töne und geraderen
Farbverlauf. Erreicht wurde dies durch Neuentwicklungen in der
Emulsionstechnik. Das alte Vision 500T Material wird allerdings noch
eine Weile erhaltbar sein, bis es dann komplett vom neuen Vision2 500T
abgelöst wird. Ausserdem ist damit zu rechnen, dass es demänchst auch
andere Produkte der alten Vision-Reihe in der neuen Vision2 Version
geben wird.
Der ehemalige Kulturminister Frankreichs Jacques Toubon wurde als
neuer Chef von „Eurimages“, dem Fond des Europarates für
Koproduktion, Verleih und Ausstellung gewählt. Toubon, der in
Frankreich viele Ministerposten erhielt, wird der Nachfolger von Gianni
Massaro, der Ende Oktober zurückgetreten ist.
Anstoß der Kritik ist der neue James Bond Film „Stirb an einem
anderen Tag“, in dem sich der Geheimagent eine Zigarre anzündet. Die
britische Anti-Raucherorganisation „Ash“ vermutet dahinter einen
raffinierten Zug der Tabakindustrie. Doch diesen Verdacht weist Brosnan
weit von sich. Er selbst habe vorgeschlagen, dass Bond im Film eine
Zigarre - angesichts der kubanischen Umgebung - rauchen könnte. Auch
die Produktionsfirma kann den Wirbel nicht ganz nachvollziehen. Denn
wenn James Bond auf Menschen schießt, hält es sich mit der
Vorbildfunktion ja auch ziemlich in Grenzen. Heute feiert „Stirb an
einem andern Tag“ in London seine Weltpremiere, zu der Königin
Elizabeth II persönlich erscheinen wird.
Die Produktions- und Filmvertriebsfirma Internationalmedia (IM)
kündigte am Montag umgreifende Kostsenkungen und Kündigungen an. Die
Firma, die Ihren Hauptsitz in München hat, prognostiziert, dass sie
durch eine Reduzierung der Angestelltenanzahl auf knapp 60 Mitarbeiter,
die Gehaltsliste um ein Drittel kürzen kann. Zusammen mit
Sparmaßnahmen in der Entwicklung und Produktion erwartet man bei IM,
ungefähr 30 Millionen Dollar im Jahr zu sparen.
Am 17. November feierte der Kultregisseur Martin Scorsese seinen 60.
Geburtstag. Zuletzt hat er mit seinem aktuellen Projekt „Gangs of New
York“ Schlagzeilen gemacht, da der Film ursprünglich schon letzten
Winter hätte starten sollen. Aufgewachsen als Sohn sizilianischer
Arbeiter, entschied sich Scorsese nach einem Priesterseminar zu einem
Filmwissenschaftsstudium und arbeitete nebenher als Regieassistent und
Cutter. Mit „Hexenkessel“ (1973) und „Taxi Driver“ (1976)
begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Robert de Niro, mit dem er
insgesamt neun Filme machte. Obwohl er in seinem Leben mit einigen
Preisen ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem begehrten Preis des American
Film Instituts für sein Lebenswerk, bekam er bisher noch keinen Oscar,
hoffen wir, dass ihm dies mit seinem neuen Film gelingen wird.
Die „Filmstiftung NRW“ und der „israelische Filmfonds“ haben
ein Abkommen für engere Beziehungen zwischen den beiden Filmindustrien
beschlossen. Das Abkommen umfasst die Bereiche Filmverleih und
Drehbuch-Entwicklung und soll deutschen, sowie israelischen Produzenten
und Autoren zugute kommen werden
Die Darsteller diverser amerikanischer Sitcoms und Serien wurden von
ihren Produzenten angewiesen, ihre Dialoge schneller zu sprechen. Dies
soll sie intelligenter wirken lassen und bei dem jungen Publikum besser
ankommen. Auch die Drehbuchautoren erhöhen die Zahl der Dialogworte
drastisch, um den Darstellern genügend Futter bieten zu können.
Genannt wird der beschleunigte Sprechstil „fast track dialogue“ und
soll wahre Dialogfeuerwerke abbrennen.
Der große Kassenschlager „Die Monster AG“ von Disney und Pixar
spielte allein im weltweiten Kinovertrieb über 520 Mio. Dollar ein,
von den Video und DVD Einnahmen mal ganz abgesehen. Nun meldet sich
aber ein Comic-Zeichner namens Stanley Mouse, der behauptet die beiden
Hauptfiguren, der einäugige Mike und das große Monster Scully,
würden auf einem Comic von ihm aus den 60-ern stammen. Er verklagte
Disney und Pixar, will auch ein Stück vom Käse haben. Disney weist
sämtliche Vorwürfe allerdings weit von sich. Nun muss der Richter
entscheiden.
Jeffrey Jones, bekannt aus „Ferris macht blau“ und seinen
Auftritten in „Jagd auf roter Oktober“ oder „Amadeus“, ist dem
sexuellen Missbrauch von Kindern angeklagt. Die Polizei observierte den
56-jährigen schon seit längerem, wegen einem sexuellem Übergriff auf
ein minderjähriges Kind. Dabei fand sie mehrere belastende Hinweise,
unter anderem auch Kinderpornographie. Der bis jetzt auf Kaution Freie,
kann jetzt wohl mit einer längeren Haftstrafe rechnen.
Die Schauspielerin Käte Jaenicke ist im Alter von 79 Jahren in
München gestorben. Die gebürtige Danzigerin spielte u.a. in dem
Erfolgsfilm „Die Blechtrommel“ von Volker Schlöndorff und wurde
durch zahlreiche TV-Serien, wie „Alle meine Tiere“, „Der Alte“,
„Derrick“, oder „Holocaust“ bekannt. Käte Jaenicke war früher
ständiger Gast am Berliner Renaissance-Theater, in den Bühnen am
Kurfürstendamm, am Kleinen Theater am Zoo in Frankfurt und am
Nationaltheater Mannheim.
Ein 15-jähriger Junge aus Washington erlitt schwerste Verbrennung,
als er sein eigenes, in Alkohol getränktes Hemd in Brand setzte. Er
versuchte angeblich einen der Stunts nachzuahmen, die in der
umstrittenen MTV-Sendung „Jackass“ gezeigt werden. Ein MTV
-Sprecher versicherte allerdings, dass dieser Stunt niemals in dieser
TV-Reihe gezeigt wurde und appellierte an alle Jugendlichen,
solcherlei Stunts auf keinen Fall nachzuahmen. Schließlich seien an
„Jackass“ ausschleißlich professionelle Stunt-Leute beteiligt.
Italien und Island haben ihre Kandidaten für den Oskar in der
Rubrik „Besten fremdsprachiger Film“ ausgewählt. Roberto Benignis
„Pinocchio“, der mit einem Budget von 40 Mio. Euro die bislang
teuerste italienische Produktion ist, wird Italien im Kampf um die
begehrte Trophäe vertreten. In nur 5 Wochen konnte der Film
allein in Italien 24,3 Mio. Dollar einspielen. Island wird vertreten
von dem Film „Das Meer“ („Hafid“) von Regisseur Baltasar
Kormakur.
Dem Europäischen Animations-Verband „Cartoon“ zufolge,
erreichte die Produktion von Animationsfilmen in Europa einen
Höhepunkt mit 34 sich momentan in der Produktionsphase befindenden
Filmen dieser Machart. Obwohl die Produktion hoch ist, haben
amerikanische und japanische Animationsfilme mehr Erfolg in den
europäischen Kinos. Finanzierungs-Institutionen wie der französischer
CNC, die britische Film Council oder die Deutsche Regionale
Filmförderungen, spielen die größte Rolle in der Entwicklung des
europäischen Animationsfilmes heute.
Der britische Filmverleih Winchester Entertainment hat ein
sieben-jähriges Abkommen mit Universal Studios für den Verleih von
Videos in Großbritannien geschlossen. Im Gegenzug soll Universal auch
anfangen Winchester-Titel auf Video und DVD zu veröffentlichen.
Der 59-jährige Regisseur Larry Clark schlug Hamish McAlpine, dem
Chef der britischen Filmverleihfirma „Metro Tartan“ in einem
Londoner Restaurant nach einem heftigen Wortgefecht ins Gesicht. Der
vor allem für seinen Film „Kids“ bekannte Filmemacher schmiss
einen Tisch hinterher und musste vom Sicherheitspersonal des
Restaurants in die Schranken gewiesen werden. Die Folge dieses
Ausrasteres war, dass sich „Metro Tartan“ dagegen entschied, Clarks
neusten Film „Ken Park“ auf dem London Film Festival zu zeigen.
Die großen Hollywoodstudios stellen ab Montag insgesamt 170
verschiedene Filme unter der Adresse „movielink.com“ in das
Internet. Hier kann sich der US-Amerikaner nun neue und klassische
Werke gegen Endgeld auf die Festplatte ziehen; allerdings löschen sich
die Filmdateien nach 24 Stunden nachdem sie geöffnet wurden von selbst
um dem Raubkopieren Einhalt zu gebieten. Bislang kann man sich
ausschließlich in den USA an diesem kurzen Vergnügen erfreuen.
Der Medienfond CP Medien nahm zwei weitere Filme in seine
Produktionsliste auf. Die Pathe-Produktion „The Night Of The
Medicis“ und der Film „Diamond Dead“, sind die neue Werke die CP
Medien neben Robert Altmans „The Company“ produzieren wird. Die
Produktion des letzten Films hat schon in Chicago angefangen. Das
Pathe-Projekt wird in Bayern und Baden-Württemberg gedreht, was CP
Mediens Bemühen unterstreicht, Deutschland als Filmproduktionsland zu
stützen. Die Firma unterstützte daher den Appell des Verbands
Deutscher Medienfonds an der Schröder-Regierung, um die
Finanzierungsparameter zur verbessern. Dies würde das Drehen in
Deutschland finanziell enorm erleichtern.
Der Tiefflug des Werbemarkts wirkt sich nach wie vor negativ
auf die wirtschaftliche Lage von ProSieben/SAT. 1 aus. Im dritten
Quartal dieses Jahres verzeichnete der Konzern einen Rückgang der
Erträge um ganze zehn Prozent, was auf die katastrophale Lage der
deutschen Werbeindustrie zurückgeführt wird. ProSieben/SAT. 1 sollen
derzeit in Verhandlungen mit dem Bauer-Verlag stehen, um die Zukunft
der KirchMedia zu entscheiden.
Die britische Filmindustrie wurde aufgefordert, sich grundsätzliche
neu zu gestalten. Filmratvorsitzender Sir Alan Parker meinte, die
Filmindustrie würde noch weiter zerfallen, sollte man seine Warnung
nicht berücksichtigen. Man produziere zu wenig großartige Filme und
die wenigen, wirklich guten Produktionen präsentiere man in einem viel
zu kleinem Rahmen. Man bräuchte ebenso eine bessere Ausbildung für
den technischen Stab der Filmproduktionen und neue Investitionen, um
Hollywood-Produktionen nach Großbritannien zu lenken.
Vor dem Hintergrund einer depressiven Stimmung im deutschen
Filmmarkt, hat „Focus Features“ zusammen mit „Constantin Film“
einen Deal im Bezug auf drei neue Filme erreicht - „21 Grams“, „Lost
in Translation“ und „Eternal Sunshine Of The Spotless Mind“. Es
ist bislang der größte Kauf im mailändischen Filmmarkt „MIFED“,
denn „Focus Features“ verlangte große Summen für die Filme.
Allein „21 Grams“ soll 4 Millionen Dollar gekostet haben und der
Preis für die anderen zwei Filme wird in Hinblick auf Stars, wie Jim
Carey und Kate Winslet mit Sicherheit noch höher liegen.
Der „Filmpreis des Nordischen Rates“ für das Jahr 2002 ging an
Aki Kaurismäkis „Der Mann Ohne Vergangenheit“, welcher auch für
den Oskar in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film"
nominiert ist. Der Nordischen Filmpreis beträgt insgesamt 46,270
Dollar und wird vollständig an Regisseur Kaurismaki ausgezahlt, da er
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent des Filmes ist. „Der Mann ohne
Vergangenheit“ ist bisher Kaurismäkis erfolgreichster Film.
Gigant Kirchmedia steht kurz vor seiner Rettung, nachdem ein
deutsches Konsortium Gespräche über den Kauf der bankrotten Firma
führt. Es ist zu erwarten, dass der „Bauer Verlag“ und die „Hypo
Vereinsbank“ einen Deal bis Mitte Dezember erreichen werden. Ein
Sprecher von Kirchmedia sagte dass Sonys „Columbia Tristar“ auch
einen Teil des Konsortiums sein könnte.
Angus Deayton
BBC feuert Quizmaster
Angus Deayton, bisheriger Moderator der Quizshow "Have I Got
News For You", wurde von BBC entlassen. Grund dafür sind
Enthüllungen seines Privatlebens, in dem er angeblich Kokain
konsumiert habe und in Zusammenhang mit Prostituierten stehe.
Programmchef Paul Merton wird Deayton vorläufig vertreten, während
Fernsehproduzenten nach einem langfristigen Nachfolger suchen. Durch
sein Privatleben landete Deayton in unzähligen Schlagzeilen und wurde
zum Spielball des Satireprogramms.
Der italienischer Medien-Baron Vittorio Cecchi Gori wurde wegen
illegalen Geldgeschäften im Zusammenhang mit dem Bankrott seines
Fussballklubs Fiorentina verhaftet. Nachdem er auf Forderungen der
Polizei nicht reagiert hatte, mussten Feuerwehrmänner gewaltsam in
Cecchi Goris Haus eindringen. Cecchi Gori soll angeblich Geldsummen von
Fiorentina für seine Filmproduktion benutzt haben. Der Medienmogul war
schon zuvor in Schwierigkeiten verwickelt. Die Zeitung „La Republica“
veröffentlichte ein Interview, in dem Regisseuer PaoloVirzi erklärte,
dass seine letzte Filmproduktion wegen Cecchi Goris Finanzproblemen
aufgehalten wurde. Der Angeklagte bestreitet jedoch die Anschuldigungen
und spricht von einer Verschwörung.
Der deutsche Film lockte dieses Jahr nicht sehr viele Besucher an
die Kinokassen. Selbst Ausnahmen, wie „Knallharte Jungs", oder
„Bibi Blocksberg" lassen nicht verkennen, dass der deutsche
Kinofilm längst wieder links liegen gelassen wird. Auch die knapp 30
deutschen Langfilme, die während der Hofer Filmtage präsentiert
wurden, lassen keinen Aufbruch erkennen. Sie befassen sich weniger mit
einer „zweiten Lola“, sondern vielmehr mit dem Alltag und den
Träumen kleiner Leute aus den verschiedensten Milieus. Immerhin haben
zwei Filme vielleicht jenes Potenzial, das Zuschauer ins Kino zu ziehen
vermag. Beide Male geht es um junge Mädchen, die gegen alle
Widrigkeiten in ihr eigenes Leben hineinwollen, und beide Male gelingt
es ihnen auch, irgendwie.
Ideenkapitals „Mediastream III-Fonds“ soll zwei Fox-Filme
finanziell unterstützen - den Thriller „The Clearing" mit
Robert Redford, Helen Mirren und William Dafoe, sowie die Komödie „Catch
That Girl". Ideenkapital wollte eigentlich 246,7 Mio Euro von
deutschen Einzelpersonen beziehen, um dieses Geld in drei andere
Fox-Projekte zu investieren. Aber der Fonds schien für privaten
Investoren so erfolgreich zu sein, dass Ideenkapital sich dazu
entschloss, die Finanzierung von 45,6 auf 292,4 Mio. Euro zu erhöhen
und so "The Clearing" und "Catch That Girl" zu
unterstützen.
Ufa Star und Theater Legende Marianne Hoppe starb in der vergangenen
Woche im Alter von 93 Jahren. Ihr filmischer Durchbruch war die
"Schimmelreiter"-Verfilmung 1934 (R: Hans Deppe, Curt Örtl).
1935 holte Gustav Gründgens, ihr späterer Ehemann sie ans Berliner
Staatstheater. Bis in die 90er Jahre stand sie auf der Bühne unter
anderem bei Claus Peymann, Frank Castorf und Heiner Müller aber auch
in diversen Filmen und Fernsehspielen trat sie auf.
Europas Filmmärkte sind unter Druck. Die London Screenings wurden
wegen eines Boykotts von AFMA-zugehörigen Firmen schwer betroffen. So
was könnte den Mailänder MIFED-Markt stärken, aber es gibt auch
wachsende Spekulation dass AFM die MIFED als Europas erster
Herbst-Filmmarkt ersetzen will. London Screenings musste einen
Rückgang der beteiligten Filme von 400 auf 40 hinnehmen, während
MIFED hofft das schlechte Ergebnis von letzten Jahr zu überwinden. Die
Veranstalter sprechen über einen kommenden Erfolg des Markts. Aus ihre
Sicht haben amerikanische Verkaufsfirmen erklärt, es gäbe einfach
nicht genug Geschäft im Independent-Sektor um zwei Filmmärkte in
Europa zu begründen, denn das Sundance-Filmfest übernimmt immer
mehr die Rolle des ersten Markts des Jahres .
Heute läuft „Austin Powers in Goldständer“, der nun dritte
Teil des erfolgreichen Agenten-Retro-Ulks in den deutschen Kinos an.
Thematisch konsequent geht es natürlich um das Retten der Welt und die
Reih-um-Befriedigung der Weiblichkeit. Diesmal jedoch dank Zeitreise in
den wilden Siebzigern, die mit Disco, Afro und Blaxploitation
anscheinend nur darauf warten von Hauptdarsteller Mike Meyers durch den
Kakao gezogen zu werden. Michael Caine spielt im Übrigen Austins
Vater.
Rupert Murdochs „Star TV“ wird in ganz Asien ausgestrahlt und
ist nun auch der erste ausländische Sender, der von Indien aus seine
Programme zeigt. Die Firma hat seine Vereinbarungen mit dem bisherigen
Chef-Konzern „NDTV“ gekündigt und will bis zum März nächsten
einen eigens kontrollierten Nachrichten-Kanal ins Leben rufen. Mit
dieser neuen Regelung hofft der Sender, in dem als sehr
vielversprechend geltenden indischen Markt dominieren zu können. Neben
China verzeichnete Star TV seine größten Einnahmen dieses Jahr aus
Indien.
Roman Polanski konnte am Montag die Deutschlandpremiere seines neuen
Films "Der Pianist" feiern. Der Streifen handelt von dem
jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, der während des Dritten
Reiches im Warschauer Getto um sein Leben kämpft. Der mittlerweile
69-jährige Regisseur war selbst als Kind im Krakauer Getto
untergebracht, konnte diesem aber entkommen. Der Film erhielt bisher
sehr gute Kritiken. Auf dem Festival in Cannes wurde er dieses Jahr mit
der Goldenen Palme ausgezeichnet und der Literaturkritiker
Reich-Ranicki lobte Polanskis Werk als "unfassbar
authentisch" und
Zum 40. Geburtstag des ersten James Bond-Filmes hat die
amerikanische Spielwarenfirma Mattel, die auch die berühmte
Barbie-Puppe herstellt, eine James Bond-Puppe entworfen. Bleibt nur die
Frage, wie ähnlich Barbie-Bond Ken aussehen wird.
Ein ehemaliger Produktionsassistent von „Star Wars: Episode II“
steht unter Verdacht, eine Kopie des Filmes vor der Premiere gestohlen
und diese dann im Internet zur Verfügung gestellt zu haben. Falls die
Vorwürfe sich bewahrheiten, drohen dem 30-jährigen Shea O´Brien
Foley bis zu 7 Jahre Gefängnis. er arbeitet fast 2 Jahre lang im
Filmstudio von George Lucas und klaute außer der Kopie angeblich auch
anderes Material, wie Videoclips, Spezialeffekte, Soundtracks und
Storyboards. Trotz Diebstahl war „Star Wars: Episode II“ einer der
erfolgreichsten Filme des Jahres.
Gianni Massaro ist als Präsident des Europarat - Filmfonds
Eurimages zurückgetreten. Die Gründe hierfür seien die übermäßige
Macht des Europarates über Eurimages, das schlechte Management und die
wachsenden Konflikte zwischen dem Rat und Eurimages. In seiner
Erklärung sagte er ,dass er eine bleierne Zukunft für den Fond sieht,
da das Geld, das von Mitgliederstaaten erbracht wird, nicht
ausreichen wird und Länder die nicht so viel beitragen, denselben
Zugang zur Finanzierungshilfe von Eurimages haben wie andere. Nun
versuchen Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien jeweils ihren
Einfluss zu mobilisieren, um einen Staatsbürger ihres Landes in das
Amt zu hieven.
Die Veröffentlichung eines Hollywood-Filmes über einen
Scharfschützen wurde verzögert wegen thematischer Bezüge zu den
jüngsten Ereignissen in Washington: In dem Film „Phone Booth“ mit
Colin Farrell und Kiefer Sutherland, kommt eine Szene vor, in der ein
Scharfschütze auf einen fremden Mann anlegt, der gerade in eine
Telefonzelle geht um dort einen Anruf zu beantworten. Twentieth Century
Fox erklärte, dass es auf Grund besagter Ereignisse besser wäre, die
Veröffentlichung des Filmes zu verschieben. Larry Cohen, der Regisseur
des Filmes, sagte, er wolle die Familien der bisher neun Opfer des
realen Scharfschützen nicht beleidigen.
Eine große Ausstellung im Londoner Wissenschaftsmuseum feiert 40
Jahre James Bond-Filme. Der berühmteste Spion, dargestellt zurzeit von
Pierce Brosnan, feiert 4 Jahrzehnte in der Filmbranche. In der
Ausstellung werde verschiedene Schauspieler vorgestellt, die in
den Filmen eine Rolle spielten, wie z.B. Christopher Lee der den bösen
Scaramanga , sowie Honor Blackman, die Darstellerin von Pussy Galore.
Barbara Broccoli deren Vater „Cubby“ der Kopf hinter den Filmen war
und die jetzt mit ihren Bruder die Filme selbst produziert, war auch
da. Die Ausstellung läuft in London bis März. Sie wird danach in
verschiedenen anderen Ländern statt finden.
Der neuer Film von Roberto Benigni „Pinocchio“, scheint in
Italien sehr erfolgreich zur sein, trotz der unterschiedlichen
Reaktionen von Filmkritikern. Der auf das berühmte Märchen basierter
Film, ist in Italien gar erfolgreicher als die Fantasy-Megaproduktion
„Herr der Ringe“. Der Film, eine Koproduktion von Miramax und Walt
Disney, wurde auch von eine starken Marketing-Kampagne begleitet, ein
wichtiger Faktor für den Erfolg. 1,15 Millionen Zuschauer haben den
Film gesehen, „Herr der Ringe“ zog 947.400 an die Kinokassen. Trotz
des großen Erfolgs haben viele Kritiker den Film als „langweilig“
bezeichnet.
Italiens Blue Star Movie unterschrieb ein Gemeinschaftsabkommen mit
der britischen Spice Factory. Dieses sieht vor, gemeinsam drei bis
fünf Filme in Italien auf Englisch zu produzieren. Momentan finden in
Rom unter der Regie Renzo Martinellis die Dreharbeiten zu „Five Moons
Sqare“ (Piazza Delle Cinque Lune) statt. Besetzt ist der
internationale Produktionsauftakt mit Giancarlo Giannini und Donald
Sutherland.
Das U-Boot-Drama „K-19“ mit Harrison Ford und Liam Neeson stieß
auf Proteste in Russland bei seine Premiere. Der Film erzählt die
wahre Geschichte des sowjetischen U-Boots K-19, dem ersten sowjetischen
Atom-U-Boots mit ballistischen Raketten, das während eines Manövers
vor der amerikanischen Küste ein Problem mit seinem Atomreaktor hatte.
Der Film beschreibt die Versuche der Crew das Problem zu lösen, um so
eine Atomexplosion vor der US-Küste zu verhindern. Aber die Reaktionen
der Überlebenden von K-19 waren nicht so freundlich wie erwartet.
Veteranen erklärten, dass viele Szenen des Filmes die Crew des Bootes
diffamierten. Die Struktur im Boot wird, den Veteranen nach, als
unorganisiert präsentiert, es gäbe zu viele Szenen, in denen Matrosen
als betrunken porträtiert werden. Trotz der Reaktionen lief die
Premiere in St. Petersburg ohne Probleme. Das Publikum, größten Teils
Veteranen und ihre Familien, verehrten die gefallene Genossen.
Nach Jahren von Überlegungen hat Scottish Enterprise sich
entschieden, dass es keine Gründe für die Errichtung eines großen
Studios in Schottland gäbe. Stattdessen möchte die Organisation
zusätzliche 1,6 Mio. Dollar für die Errichtung eines kleineren
Studios im Wert von 4,7 Millionen Dollar ausgeben. Die Überlegungen,
ein größeres Studio in Schottland zu bauen, tauchten während den
Dreharbeiten von Filmen wie „Braveheart“ und „Trainspotting“
auf und kamen zur ihrem Höhepunkt, als veröffentlicht wurde, dass
Sean Connery und Sony eine Zusammenarbeit überlegten, die so ein
Vorhaben möglich machen würde. Die Zusammenarbeit kam aber nie
zustande. Gute Nachrichten gab es für das schottische Kino, als Malcom
Ritchie von Kuhn & Co erklärte, dass er nach Schottland mit
Plänen für die Finanzierung von zehn Low-Budget-Produktionen
zurückkehre.
Vivendi Universal will die Belegschaft in seinen Pariser Hauptbüros
halbieren. Es wir erwartet, dass die Entscheidung von Vivendi auf
starke Proteste der Arbeitnehmer stoßen wird. Vivendi erklärte, dass
diese Maßnahme 88 Mio. Dollar einsparen werde. Darüber hinaus werden
Jobs in anderen Büros in Los Angeles und New York gestrichen. Die
Gewerkschaften ließen verlauten, dass sie die Situation sehr genau
verfolgen.
Die diesjährige MIPCOM ist geprägt von erhöhtem Sicherheitsdenken
seitens der Käufer. Die Verkäufer von TV-Formaten lassen wissen, dass
es inzwischen viel länger dauert mit den Sendern Geschäfte
auszuhandeln, da diese vor dem Kauf mehr Informationen und
Zusicherungen beanspruchen als es früher der Fall war: „Die Zeiten
in denen Sender ein Format kaufen, gleich nachdem sie den Trailer
gesehen haben, sind vorbei.“ sagt dazu Stephn J. Davis, Präsident
und Vorstandsvorsitzender von Carlton America.
Der Lieblingsschotte Ihrer Majestät Sir Sean Connery klagt gegen
die Produktionsfirma Mandalay Pictures und ihren Vorsitzenden Peter
Guber. Grund für diese 17-Millionen-Dollar-Klage ist, dass Connery
sich von der Firma hinsichtlich des Filmprojekts „End Game“
übergangen fühlt. Nach einer gemeinsamen Planungsphase des
CIA-Thrillers hätte Mandalay kurz vor der heißen Produktionsphase
sämtlichen Kontakt zu Connery abgebrochen und sich somit geweigert,
mit ihm weiterzuarbeiten.
Drei große Hollywood-Regisseure liebäugeln mit Alexander dem
Großen auf Celluloid: Baz Luhrmann („Moulin Rouge“), Oliver Stone
(„Natural Born Killers“) und Martin Scorsese („Taxi Driver“)
brennen darauf, das Leben des Hellenen-Herrschers zu verfilmen. Wessen
Alexander Mazedonien erobern darf, ist Grundlage für ein fast
chancengleiches und deshalb enorm spannendes Rennen. Jeder der drei
Kontrahenten befindet sich noch in der Geldauftreib- und
Drehbuchüberarbeitungsphase. Man kann nur hoffen, dass eines der drei
Projekte realisiert wird, bevor die durch „Gladiator“ eingeleitete
Renaissance des Sandalenfilms sich im Sand verläuft.
Im Februar 2000 kaufte das deutsche Unternehmen EM.TV für laut
Tagesspiegel 1,3 Milliarden DM (ca. 660 Millionen Euro) Jim Henson Co.
und damit die Rechte an der berühmten Muppetshow. Nun knapp 2 ½ Jahre
später bemüht sich die von der allgemeinen Medien-Rezession stark
gebeutelten Münchner Firma emsig um einen Käufer für die
Puppenkiste. Der milliardenschwere Produzent Haim Saban gilt als
favorisierter Anwärter. Für die Muppets bietet er ca. 130 Millionen
Euro, was für EM.TV in Betrachtnahme des Einkaufpreises einen Verlust
von ca. 530 Millionen bedeuten würde. Die Zeiten sind hart.
Die Ufa-Theater GmbH & Co. KG musste am Montag Insolvenz
anmelden. Seit dem Multiplex-Boom in den neunziger Jahren kämpfte die
Kinokette ums Überleben. Sie verspekulierte sich jedoch mit
Investitionen in Millionenhöhe. Nachdem in den letzten Monaten auf
Grund der allgemeinen schlechten konjunkturellen Lage die Kinosessel
leer blieben, gab die Ufa auf. Eine gute Nachricht gibt es jedoch
schon: Die Kinos werden erst einmal nicht geschlossen. Die Firma soll
viel eher im Rahmen eines Insolvenzplans saniert werden. Die Probleme
der Ufa seien nämlich vorwiegend hausgemacht. Die Mietverträge der
Kinosäle seien zu viel zu hohen Mieten abgeschlossen worden. Auch sei
immer mit unrealistisch hohen Kinobesucherzahlen kalkuliert worden so
der Geschäftsführer des Hauptverband Deutscher Filmtheater, Andreas
Kramer.
Die Chancen stehen gut, dass Hamburgs ehemalige Kultursenatorin
Christina Weiss neue Kultur Staatsministerin wird. Abhängig ist ihre
Entscheidung von einem für heute (07.10.02) angesetzten Gespräch mit
Bundeskanzler Schröder. Als Kultursenatorin von 1991 bis 2001 war
Weiss unter Anderem dafür bekannt, der lokalen Filmindustrie
wohlwollend gegenüber zu stehen.
Nachdem es noch eine ganze Reihe an Kinderproduktionen zu haben gab,
war es klar, dass die diesjährige Mipcom Junior ein Käufermarkt sein
würde. Nur 166 Anbieter standen 433 potentiellen Käufern gegenüber.
Die Vorführungen fanden in dem Palais de Festival in Cannes statt. Man
wartet nun gespannt auf die Reaktionen der Teilnehmer und entscheidet
dann, ob die Kinderfilmmesse für immer umzieht. Was auch noch nicht
sicher ist, was die erfahrenen amerikanischen Einkäufer tun werden. Ob
sie wieder nach den „sicheren“ Disney -Produktionen greifen oder
doch Newcomern eine Chance geben.
Der Regisseur ermutigt Jugendliche öffentlich zum Kinobesuch seines
Films „Sweet Sixteen“, obwohl dieser erst ab 18 freigegeben ist.
Die britische Zensurbehörde,
British Board of Film Classification (BBFC) hat über 200 „schmutzige
Worte“ in dem Film gezählt und aus diesem Grunde die
Altersbeschränkung erlassen. Loach beklagt, dass die Zensoren in einem
Elfenbeinturm säßen und keine Ahnung von der Sprache der Straße
hätten.
Im Juni dieses Jahres führte die Stadt Prag neue Location-Gebühren
ein: Von ursprünglich $0,32 pro m² in der Prager Innenstadt auf
ungleich höher angesiedelte $1,62. Nun sah man jedoch ein, dass diese
drastische Erhöhung Prag als Drehort weitaus weniger attraktiv macht
und senkte die Gebühren wieder um 75%: Paramount Pictures, die
Coraci's „In 80 Tagen um die Welt“ in Prag drehen wollten,
entschied sich aus Kostengründen für Berlin. Prag gilt seit mehreren
Jahren als äußerst beliebte Location für Film- und
Werbeproduktionen. „From Hell", „Blade II" und „XXX"
wurden beispielsweise dort gedreht.
Obwohl der neue Teil „Harry Potter and the Chamber of
Secrets“ erst am 16. November in England (zeitgleich mit den USA.)
startet, werden bereits jetzt massive Kartenvorbestellungen getätigt.
Wie schon im ersten Teil werden Harry, Ron und Hermine wieder mit Hilfe
zahlreicher Keying-Tricks
gegen die Mächte des Bösen antreten. Der Film soll allein bei der
Kinokette Odeon auf 228 Leinwänden laufen.
Nachdem der finnische Regisseur Aki Kaurismäki erfahren hatte, dass
der iranische Filmemacher Abbas Kiarostami durch extrem scharfe
Einreisekontrollen der US Behörde an der Teilnahme am New Yorker
Filmfestival gehindert wurde, entschied er sich aus Solidarität gegen
eine Teilnahme: „Unter diesen Umständen bin auch ich gezwungen,
meine Teilnahme zurückzunehmen. Wenn die jetzige Regierung der
Vereinigten Staaten einen Iraner ablehnt, wird sie wohl kaum einen
Finnen gebrauchen können. Wir haben ja nicht einmal Öl.“
Die französische Filmgruppe Bac Majestic und die
Vivendi-Tochterfirma StudioCanal wollen ihre 3-jährige Partnerschaft
beenden. Bac Majestic wird die Kontrolle über Bac Distribution wieder
zugesprochen. StudioCanal wird sich dafür die Filmproduktionsfirma
Mars Films von Bac Distribution einverleiben, die danach zur Mars
Distribution unbenannt werden soll. Beiden Unternehmen soll das
unabhängige Wirtschaften gewährleistet sein. Stephane Celerier,
ehemaliger Chef von Mars Films, leitet nun die Mars Distribution.
Medienfirmen wie MTV oder Das Werk sind durch neue Erkenntnisse
über die Vergangenheit des Firmengeländes zu einer Haltung
aufgefordert. Wie sich jüngst herausgestellt hat, war das Münchner
Lodenfrey-Gelände gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ein
KZ-Nebenlager. 30 KZ-Häftlinge mussten in der damaligen Lodenfabrik ab
Juni 1944 Zwangsarbeit leisten. Während Lodenfrey versucht, diese
Erkenntnisse zu verharmlosen, denkt MTV über einen Wegzug nach. Der
Münchner Historiker Andreas Heusler vermutet jedoch, dass MTV die
historische Befangenheit des Areals lediglich als Rechtfertigung für
die Durchsetzung firmeninterner Interessen nutzt.
Nur zwei Nächte verbrachte Michael Kölmel im Gefängnis. Der
Kinowelt-Gründer wurde gegen Kaution freigelassen und trotz der
negativen Schlagzeilen rund um sein Namen, wollen er und sein Bruder
Rainer ab dem 1. November die Vermögenswerte von Kinowelt über „Neue
Spielfilm Vertriebs und Marketing GmbH“ wiedererobern.
Ewan McGregor hat die britische Produktionsfirma „Natural Nylon“
verlassen, mit der Absicht eine britische „United Artists" zu
gründen. McGregor gründete zuvor „Natural Nylon" zusammen mit
anderen Schauspielern, wie Johnny Lee Miller, oder Sean Pertwee. Im
ersten Projekt dieser Firma war er die antreibende Kraft, doch seitdem
erschien er in keinem weiteren Film von „Natural Nylon“. Ewan
McGregor war viel mehr mit Filmprojekten außerhalb der Firma
beschäftigt
Nach Richard Harris Tod ist Warner Brothers gezwungen, einen
Ersatzschauspieler für den Zauberer Dumbledore zu finden. Harris hatte
bereits für die Dreharbeiten des nächsten Harry Potter - Teils
unterschrieben, die im Februar oder März nächsten Jahres beginnen
sollen. Als dieses Jahr sein Krebsleiden publik wurde, meinte seine
Sprecherin Sharon Thomas, er stehe trotzdem sehr wahrscheinlich für
den dritten Potter-Film zur Verfügung. Richard Harris, der schon in
Filmen, wie "A man Called a Horse" oder "The Sporting
Life" sein schauspielerisches Können bewies, starb jedoch am
vergangenen Freitag.
Robert Redford plant nach Angaben eine Fortsetzung seines Films
"Der Kandidat" aus dem Jahre 1972, in dem er den
idealistischen Senatorkandidat Bill McKay inszeniert. Redford soll der
Produzent sowie der Regisseur des Filmes sein.
Michael Kölmel wurde verhaftet, um eine mögliche Flucht des
Kinowelt-Chefs zu verhindert, das erklärte die Münchener Polizei.
Kölmel werden Insolvenzvergehen zur Last gelegt. Kinowelt konnte einen
Kredit der Bank „ABN Amro“ von 71 Mio. Euro nicht zurückzahlen.
Kölmel hat den Rechtehandel, den Filmverleih und das Geschäft mit
Videos und DVDs an ein Unternehmen verkauft, hinter dem er und sein
Bruder Rainer standen. Das verärgerte Mitarbeiter der Kinowelt AG, die
gegen die Rückkehr der Kölmels demonstriert hatten. Ein anderer Grund
für den Kollaps des Unternehmens war der Kauf eines 560 Mio Mark
teueren Filmpaketes von „Warner Brothers“. Kinowelt schuldete dem
Konzern am Ende 370 Mio Euro und hatte dabei auch noch einen Verlust
von 300 Mio Euro.
Die Premiere seines letzten Filmes "Harry Potter und der
Gefangene von Askaban" konnte er nicht mehr erleben. Richard
Harris, alias Zaubermeister Dumbledore, verstarb im Alter von 72 Jahren
an Krebs. Der irische Schauspielstar spielte unter anderem in "Der
Mann, den sie Pferd Nannten" (R: Elliot Silverstein),
"Meuterei auf der Bounty" (R: Levis Milestone, Carol Reed)
und "Das Feld" (R: Jim Sheridan).
Adolph Green, Autor und Texter von New York- Musicals wie „On the
Town“, „Wonderful Town“, sowie vom erfolgreichen Film-Musical „Singin´
in the Rain“, starb im Alter von 87 Jahren. Green stand zusammen mit
Betty Comden in einer 60-jährigen Zusammenarbeit in der beide mit
Komponisten wie Leonard Bernstein, Jule Styn und Cy Coleman arbeiteten.
Greens größter Erfolg war vielleicht das Film-Musical „Singin´ in
the Rain“ mit Gene Kelly. Zahlreiche Filme folgten danach, die
meisten davon erfolgreich.
Der britischer Fernsehsender ITV hat einer Bitte des Moderators John
Leslie für einen kurzen Urlaub zugestimmt. Leslie wurde mit einer
Serie von Vergewaltigungen in Verbindung gebracht. Der Sender gab keine
Angaben über die Länge des „Urlaubs“, aber viele fürchten die
Vorwürfe sind so hart, dass ein Comeback für den Moderator nicht in
Sicht sei.
Die European Film Academy (EFA) und United International Pictures
(UIP) nominierten insgesamt elf Filme für die Verleihung des
Europäischen Kurzfilmpreises. Wie schon in Cannes ist unter den
zugelassenen Anwärtern keine deutsche Kurzfilmproduktion. Mit vier
Nennungen wird der französische Film bei der Verleihung am 7. Dezember
in Rom gute Chancen haben.
Bereits am Dienstag hat die Geschäftsführung von „n-tv“ seinen
Mitarbeitern angeblich Stellenstreichungen angekündigt, die von
einer Arbeitsgruppe des Aufsichtsrates beschlossen worden seien. In
welchen Bereichen Personal eingespart werden soll, habe man noch nicht
mitgeteilt, sicher sei nur, dass man den Hauptsitz in der Berliner
Taubenstrasse erhalten werde. „RTL Group“ habe bereits eine
Finanzhilfe in Höhe von 3 Millionen Euro überwiesen. Schon Anfang
September kündigte der Geschäftsführer Helmut Brandstätter
angesichts der Flaute auf dem Werbemarkt Einschnitte für den Sender
an.
„The Man Without A Past“ von Regisseur Aki Kaurismaki, gewann
den Großen Preis für den Besten Film beim 29. internationalen
Filmfestival von Flandern in Gent. Der Preis enthält eine Geldsumme
von 12,350 Euro für den Regisseur und die gleiche Geldsumme für
den belgischen Filmverleih, der den Film nach Brüssel und
Flandern bringt. Andere Preise wie den für das Bestes Drehbuch und den
Besten Regisseur gingen an Rolf de Heer für „The Tracker“ und
Andreas Dreser für „Halbe Treppe“.
Johnny Knoxville, der Produzent und Hauptdarsteller der MTV-Serie
„Jackass“, will die Serie auf die Leinwand bringen. Die
Kinoadaption der für Ihre gewagten, ebenso wie sinnlosen Stunteinlagen
bekannten Serie wird schon jetzt als Erfolg gehandelt. Zuspruch wird
der Film sicherlich bei der den Hedonismus frönenden Jugend finden und
deren Eltern unter Garantie auf die Barrikaden bringen.
Der iranischer Regisseur Bahman Qobadi verzichtete auf einen Preis,
den er beim Chicago Filmfestival gewonnen hatte, nachdem die
US-Behörde ihm keine Einreiseerlaubnis in die USA ausstellen wollten
um dort den Preis in Empfang zu nehmen. Qobadi, der den Preis für
seinen Film „Die Lieder meines Mutterlandes“ gewonnen hat,
berichtete, dass ihm trotz intensivster Bemühungen keine Chance auf
ein Visum gegeben wurde. Er ist nicht alleine: Abbas Kiarostami, der
ebenfalls Iraner ist, durfte nicht zum letzen New York-Filmfest reisen.
Der finnischer Regisseur Aki Kaurismaki boykottierte daraufhin das
Ereignis als Solidarität mit Kiarostami und als Protest gegen die
neuen strengen amerikanischen Gesetzen.
BBC will noch dieses Jahr mit dem ersten interaktiven TV-Soap-Format
das Fernsehwesen revolutionieren. Dahinter steckt die Idee, einem jeden
Zuschauer die Möglichkeit zu geben, interaktiv in die Handlung
einzugreifen und z.B. das Ende mitzubestimmen. Selbst auf die Liste der
Darsteller soll der Zuschauer Einfluß nehmen.
Das siebte Pusan Filmfest, das vom 14. bis zum 23.11 in Korea
stattfinden wird, gibt sein Programm bekannt: Eine Rekordanzahl von 228
Filme wird dieses Jahr gezeigt. Das Festival gilt als das wichtigste
Filmfest Asiens. Dieses Ereignis wird mit der Premiere des koreanischen
Filmes „Küstenwache“ - ein Film der eine Kontroverse auslösen
soll - eröffnet. Ein spezieller Aspekt des Filmfests wird auch ein
Hommage an den koreanischen Regisseur Kim Soo-yong sein.
Granada und Carlton veröffentlichen Details ihrer schon seit langem
geplanten Fusion, die einen Großteil des Free-TV-Bereichs
Großbritanniens unter ein Management stellen wird. In wie weit davon
die Filmindustrie betroffen sein wird, ist jedoch noch unklar. Wegen
Kapitel-Mangel haben sich beide Firmen aus der Filmproduktion
zurückgezogen. Jährlich wird die Fusion ungefähr 54,4 Millionen
Dollar einsparen, doch darüber, ob dieses Geld in die Filmproduktion
der >Firmen fließen wird, schwieg man sich bislang aus.
Die Veranstalter der 69. MIFED, des Mailänder Film-, Fernseh- und
Multimedia-Markts, erklärten dass die Veranstaltung, die nächsten
Monat statt findet, einen Status mit Cannes als einem der beiden
größten Märkte Europas gewinnen wird. Das Mailänder Ereignis
investierte dieses Jahr viel in bessere Dienstleistungen. Der Markt
verspricht nicht nur mehr Teilnehmer, sondern auch ein höheres Niveau.
Nach 6-jährigen Pause kehrt das von Aardman Animations liebevoll
geknetete Duo „Wallace and Gromit“ zurück in die Welt der
Animations-Fangemeinde. BBC News Online stellt heute den Ersten von
insgesamt zehn einminütigen Kurzfilmen vor. Den Film mit dem Titel „Soccamatic“
kann man sich gegen einen bestimmten Betrag aus dem Netz ziehen. Diese
Filmreihe soll jedoch nur den Auftakt bieten zu einem ersten
abendfüllenden Knetabenteuer, an dessen Script momentan noch gefeilt
wird.
Das Deutsche Filmfest „Made in Germany“ wird ab diesem Jahr Teil
des Internationalen Festival AFI FILM in Los Angeles (USA). Unter
anderem wird Marlene Dietrichs „Die Frau, nach der man sich sehnt“
(1929) gezeigt. Wie in den Zwanzigern soll der Stummfilm in dieser
Vorstellung von einem live-spielenden Pianisten musikalisch untermalt
werden. Weitere deutsche Beiträge sind Caroline Links „Nirgendwo in
Afrika“, Andreas Dresens „Halbe Treppe“ und der deutsche
Überflieger-Komödien-Smash-Hit „Der Schuh des Manitu“.
Ein britischer Drehbuch-Autor hat den neuen Thriller „One Hour
Photo“ mit Robin Williams, wegen seine Ähnlichkeit mit einen
Kurzfilm den er vor 5 Jahre geschrieben hat, angeklagt. John Wrathall
erklärte, der Film sei seinen Film „Magic Moments“ sehr ähnlich.
Dieser 8-minütige Film wurde auf verschiedenen Festivals mit Preisen
ausgezeichnet. Wrathall sagt, dass „One Hour Photo“ kein schlechter
Film sei, er basiere eben auf einer geklauten Idee. Mark Romanek, der
Regisseur von „One Hour Photo“, erklärte, dass er auf die
Filmidee gekommen sei, als er vor zwei Jahren Fotografie-Bücher
einkaufen gegangen ist.
Die französisch-brasilianische Koproduktion „Madam Sata“ von
Karim Ainuzi bekam den Gold Hugo-Preis im Chicago-Filmfestival. Der
Film über einen Transvestiten auf den Straßen im Rio der 30er Jahre
gewann den Preis „für die Porträtierung einer außerordentlichen
Ära, eines außenordentlichen Milieus und eines außerordentlichen
Charakters“, gespielt von Lazaro Ramos.
Premiere Marketing and Distirbution Group hat Probleme. Dass die
Belegschaft in der Firma halbiert werden musste, ist nur ein Aspekt der
Krise. „Slap Her, She´s French“, ein Teen-Movie und die erste
Produktion der Firma, musste drei mal storniert werden wegen
Finanzierungsprobleme. Trotz der Problemen erklärte die Firma, dass
sie noch im Spiel ist.
Die Einschaltquoten des italienischen staatlichen Fernsehkonzerns
RAI sind sehr niedrig, besonders nach den Zensur-Vorwürfe gegen das
Management des Konzerns, weil eine satirische Show eingestellt wurde.
Die Show, „Blob Presents Berlusconi“, konzentrierte sich in einer
satirischen Weise auf die Person des konservativen italienischen
Premierministers Silvio Berlusconi.
Am Samstag wird in den USA der neue Madonna-Streifen „Swept Away“
anlaufen. Bei diesem Remake eines italienischen Films von 1974 führt
Guy Ritchie, der Ehemann der Pop-Diva, Regie. Vollkommen unbeteiligt an
dieser Produktion ist der Schauspieler Vincent D'Onofrio, allerdings
nicht ganz freiwillig. Laut eigener Angaben hätte er nämlich als
Allererster die Idee gehabt, besagtes Remake mit Madonna in der
Hauptrolle zu verfilmen und nun hätte das Ehepaar dieses Vorhaben
einfach geklaut. Grund genug für eine Klage vor Gericht. Grund zuwenig
für einen Sieg vor Gericht.
Dem Hysterie-Format „Fame Academy“ der BBC geht es jeden
Tag schlechter. Die zweite Folge verlor vier Millionen Zuschauer im
Vergleich zur Ersten und bekam nur 3.7 Mio. Zuschauer- nur ein Fünftel
des britischen Publikums. Fast zwei Millionen Zuschauer schalteten um
als Fame Academy anfing: die meisten wollten lieber die Soap-Serie „Emmerdale“
auf ITV sehen. Das Hysterie-Format verlor nicht nur Zuschauer an
bekannte Serien wie „East-Enders“, sondern auch an
Nachrichtenreportagen. Anscheinend interessiert sich das Massenpublikum
nicht mehr für Hysterie.
Mit 87 Jahren starb die britische Filmschauspielerin Phyllis Calvert
am Dienstag morgen. Sie war bekannt für ihre Rollen in Filmen des
legendären Londoner Gainsborough Sudios, welches in den dreißiger und
vierziger Jahren den englischen Film nachhaltig beeinflußte. Im
Gegensatz zu einem Großteil der sogenannten „Gainsborough girls“
verzichtete Calvert auf eine Hollywoodkarriere in den USA und
bevorzugte Rollen in englischen Fernsehserien wie „Kate“ und „House
of Eliot“.
Der belgische Filmemacher ist im Alter von 76 Jahren in Valencia
während eines Künstlertreffens gestorben. Delvaux galt als einer der
besten Filmemachers Belgiens. Seine zumeist experimentellen Filme
fanden einen eher kleinen Zuschauerkreis. Er prägte den Stil des
«magischen Realismus». Bekannt wurde er durch Filme wie „L'homme au
crâne rasé“ („Der Mann, der sich die Haare kurz schneiden ließ“)
aus dem Jahre 1965 und „Rendez-vous á Bray“ (1971).
Auf dem 22. niederländischen Filmfestival in Utrecht räumte
Vincent Bals Kinderfilm „Minoes“ zwei Goldene Kälber ab. Damit
wies diese Verfilmung eines Kinderbuches Georg Sluizers neuestes Werk
„The Sone Raft“ in die Schranken, der allerdings seinerseits mit
dem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Die
Auszeichnung für die beste Regie ging an Alejandro Agresti für seinen
Film „Valentin“.
Zwar konnte die ARD die meisten Fernsehpreise absahnen, nicht aber
die Begehrtesten. Sowohl der Preis für den besten Fernsehfilm, als
auch den, für die beste TV-Serie ging an die private Konkurrenz Die
Koproduktion von Sat1 und teamWorX namens „Der Tanz mit dem Teufel“
wurde zum besten Fernsehfilm gekürt und die Vorabendserie „Edel
& Starck“ zur besten Serie.
Die Zahl der Zuschauer nimmt zu, die nach Anrufen beim Mitmach
Sender Neun Live Telefonrechnungen von mehreren tausend Euro zu zahlen
haben. Dabei kann man den Unmut der zur Kasse gebetenen Zuschauer doch
kaum verstehen, hat doch der Sender stets offen verkündet, sich durch
Zuschaueranrufe zu finanzieren.
Der Versuch, mit digitalem Fernsehen Geld zu verdienen sei wie die
Hoffnung, einen Stein melken zu können, so das Ergebnis einer
aktuellen Studie von Forrester Research. Die europäischen Länder
sollten die Einführung des Digitalfernsehens
nicht erzwingen, sondern dem freien Spiel des Marktes überlassen, so
die Forderung des Forschungs-Instituts.
Im Alter von 58 Jahren ist Bruce Paltrow in einem Krankenhaus in Rom
an Krebs gestorben. Er war nach Italien geflogen, um dort den 30.
Geburtstag seiner Tochter zu feiern, die sich gerade bei italienischen
Freunden aufgehalten hatte. Bruce Paltrow war Produzent und Regisseur
von amerikanischen Serien. Viel Lob aber wenig Zuschauerresonanz bekam
er für die Serie „The White Shadow“ in den 60er Jahren. Bekannt
wurde er erst 1982 mit dem Film „A Little Sex“. 2000 führte er
Regie bei dem Film „Duets", in dem seine Tochter die Hauptrolle
spielte. Neben seiner Tochter hinterließ Bruce Paltrow auch seine Frau
Blythe Danner, Schauspielerin, und seinen Sohn Jake Paltrow, Regisseur.
Nachdem der britische öffentliche Sender BBC ein Filmpaket, das den
ersten Harry-Potter-Film beinhaltet, für eine Rekordsumme von zehn
Millionen Pfund gekauft hat, kam vor allem von Channel 5-Chef Kevin
Lygo scharfe Kritik. Er rief die britische Regierung dazu auf, BBC mehr
Richtlinien aufzuerlegen. Als öffentlicher Sender solle er vor allem
den britischen Film unterstützen und nicht die Gebühren der
britischen Fernsehzuschauer den Hollywood Moguln in den Rachen werfen.
Mit 10 Millionen Pfund hätte man locker vier „Ganz oder gar nicht“
(Full Monty) drehen können, so Lygo.
Die Achterbahn AG, die neben der Produktion und Vermarktung von „Werner“
Filmen und Produkten auch „Harry Potter Tassen“ und die „Ottifanten“
zu Geld machte, ist in Schwierigkeiten. Seit vergangenem Jahr „kesselt
“ es nicht mehr so richtig. Die Kieler Firma beschäftigt 80
Mitarbeiter, deren Gehälter nur noch bis Jahresende gesichert sind.
Neben Villa, Privatflugzeug und schickem Auto erfüllen sich immer
mehr Hollywood-Größen den Traum einer eigenen Produktionsfirma. Jodie
Foster, Robert Redford sind schon lange im Geschäft. Neuerdings baut
aber auch die jüngere Hollywood-Generation um Drew Barrymore ihre
eigenen Produktionsfirmen auf. Tom Hanks konnte diesen Sommer mit
seiner Produktionsfirma Playtone Pictures einen Sensationserfolg mit
der Independent-Produktion „My Big Fat Greek Wedding“ landen.
Eigentlich nur als Kunstprojekt geplant steht es seit 4 Wochen in den
amerikanischen Kinocharts ganz oben und ist damit der größte
kommerzielle Erfolg eines Low-Budget -Streifens seit "A Blair
Wicht Project".
Der japanische Regie-Veteran Shindo Kaneto dreht gerade seinen
neusten Film „Die Eule“ (Fukuro). Auf der westlichen Hemisphäre
wurde der 90-Jährige bekannt mit seinen Film „Naked Island“
(Hadeka a no shima) aus dem Jahre 1960, der damals unter anderem beim
Internationalen Filmfestival in Moskau ausgezeichnet wurde. Seine
aktuelle Produktion realisiert Kaneto mit seiner eigenen
Produktionsfirma und nur 1.6 Millionen Dollar Budget. Voraussichtlich
kommt „Die Eule“ im Frühjahr nächsten Jahres in die Kinos.
Nach nicht einmal zwei Jahren lässt Julian Nida-Rümelin sein Amt
als Kulturstaatsminister fallen. Seine Entscheidung fiel zugunsten der
Universität Göttingen, an der er, wie schon vor der Amtsübernahme,
als Professor der Philosophie unterrichten wird. Als Beweggründe gibt
er an, kein Berufspolitiker werden zu wollen; darüber hinaus hätte
ihn die Universität unter zeitlichen Druck gestellt, weshalb die
Entscheidung schnell fallen musste.
Zum 1. Oktober, dem Weltvegetariertag, outen sich viele Filmstars
als Pflanzenliebhaber. Bekennende Vegetarier sind u.a.: Drew Berrymore,
Brigitte Bardot, Gillian Anderson, Anthony Hopkins, Liv Tyler, Danny
DeVito, Pamela Anderson, Kim Basinger, Michael J. Fox , Jennifer
Aniston und Brad Pitt. Eine fleischlose Küche ist demzufolge nicht nur
gesund, sondern auch ziemlich hipp derzeit. Allein hierzulande haben
sich bislang sechs Millionen Deutsche gegen eine fleischhaltige E
Tom Cruise kann endlich wieder sein schönes Lächeln zeigen, denn
er muss seine Zahnspange nicht mehr tragen. Cruises Zähne sind wie
neu! Nach sechs Monate stehen sie in Reih und Glied. Mit der Zahnspange
sollten angeblich Fehler in Cruises Gebiss ausgeglichen werden. Obwohl
Cruise öffentlich erklärte, dass er mit dieser Korrekturmaßnahme
kein Problem habe, hat er in Wahrheit es gehasst. Und nicht nur das, er
musste auch 4500 Dollar dafür zahlen.
Die Polizei von Bombay verhaftete den Bollywood-Star Salman Khan
nach einem Unfall, in dem eine Person getötet und drei andere verletzt
wurden. Als Khan mit seinem Auto unkontrolliert in eine Bäckerei fuhr,
war er stark alkoholisiert . Ein Mann, der vor der Bäckerei geschlafen
hat, war sofort tot. Drei weitere, unter ihnen zwei Kinder, wurden
verletzt. Khan versuchte, nach Polizeiangaben, der Verhaftung zu
entfliehen, stellte sich jedoch wenige Stunden später freiwillig.
Der Präsident des spanischen Filmproduzentenbundes (FAPAE), Eduardo
Campoy, verurteilt die von der Regierung angekündigte Kürzungen der
Fimförderung. Die Regierung will die Filmförderung um 30% senken. Die
spanische Filmindustrie soll jetzt jährlich 31,2 Mio. statt 40,6 Mio.
Euro bekommen. Campoy erklärte, dass die Filmförderung nun da sowohl
das Free-TV, als auch das Pay-TV in einer tiefen Krise steckt, für das
spanische Kino von enormer Wichtigkeit sei. Campoy sagte, "Wir
fordern keine Erhöhung der Filmförderung, sondern nur die
Kontinuität und Sicherung der jetzigen".
Im letzten Gefecht zwischen russischen Streitkräften und
tschetschenischen Rebellen wurde ein britischer Journalist getötet.
Der 28-jährige Kameramann Roddy Scott, der als Kriegsberichterstatter
für eine Londoner Nachrichtenagentur arbeitete, geriet in eine
Konfrontation, in der 14 russische Soldaten und an die 80 Rebellen
getötet wurden. Schon im August entschieden sich viele Journalisten
aus Gründen der Gefährlichkeit gegen eine Berichterstattung im
"zweiten Tschetschenienkrieg".
Der russische Filmregisseur Nikita Mikhalkov will mit der
Unterstützung von Bank- und Metallindustriemogul Vladimir Potanin eine
Kinokette im Wert von 40 Mio. Dollar gründen. Potanin ist einer der
reichsten Männern Russlands und besitzt ein Unternehmen,
Profmedia, in der Medienbranche. Die neue Firma wird den Namen Cinema
Park tragen und wird von Mikhalkovs Three T-Firma, sowie von Profmedia
kontrolliert. Cinema Park will 12 - Multiplexkinos in verschiedenen
Städten einrichten. Mikhalkov, ein Freund der Regierung Putins, wird
Chef der neuer Firma sein.
Bei der neuen Show auf BBC 1 wird der Gewinner mit einer
Rekordgewinnsumme von 100.000 Pfund bedacht. Nicht wie bei der
Container-Show Big Brother endet sein glamouröses Leben nach der Show,
sondern es fängt dann erst richtig an. Der Gewinner bekommt neben
einem Plattenvertrag bei Abbey Road Studios eine Wohnung in Notting
Hill, in die wöchentlich frische Blumen und Champagner geliefert
werden. Außerdem erhält er einen Sportwagen, Flugtickets in die
Karibik und VIP- Eintrittskarten zu Veranstaltungen wie das Cannes
Filmfestival. Doch nach einem Jahr ist auch dieser Ruhm vorbei und der
Kandidat muss wieder auf eigenen Füßen stehen.
Deutsche Filmverleiher schlossen sich dem Protest 42 Kinobetreiber
gegen die Verleihung der SPIO-Ehrenmedaille an Leni Riefenstahl an. Die
umstrittene Regisseurin, bekannt für ihre Nazi-Propagandafilme, wurde
"für ihre außerordentlichen Verdienste um den deutschen
Film" ausgezeichnet. Die Kinobetreiber, alle Mitglieder der HDF
oder Kino AG, haben die Rücknahme der Ehrung gefordert, die sie als
Auszeichnung einer bekannten Repräsentantin des NS-Regimes bewerten.
Noch vor dem ersten Schuss im drohenden Krieg der USA gegen den Irak
befinden sich die europäischen Medienaktien unter Dauerfeuer. Während
Medienanstalten in den USA und in Japan sich trotz der misslichen Lage
an den Finanzmärkten behaupten können, sanken die Werte der
europäischen Medienaktien allein letzte Woche durchschnittlich um 10
bis 15% . Mark Harrington (Londoner Medienanalytiker) zufolge liegt das
nicht allein an der desaströsen Lage von Vivendi Universal. Kürzlich
stattgefundene Treffen der betroffenen Firmen mit Börsenmaklern, als
auch unzulängliche Transparenz sind mitverantwortlich für die
purzelnden Aktienkurse. Im Gegensatz zum letzten Jahr drückt man sich
nun um die Veröffentlichung allzu weitsichtiger Zukunftsprognosen, was
das Vertrauen der Aktionäre nicht unbedingt fördert.
Im Zuge einer neuen Studie veröffentlicht der CNC eine Liste von
Maßnamen zur Unterstützung des französischen Kinos. Diese Maßnamen
könnten den nationalen Produktionen zusätzlich 80 Mio. bis 100 Mio.
Euro Budget einbringen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie
ist sowohl national, als auch international günstig. Der Bankrott
einiger kleinen, unabhängigen Produktionsfirmen und der finanzielle
Zusammenbruch des Fernsehsenders Canal Plus löst jedoch bei
Filmschaffenden Angst vor einer Generalkrise aus.
Die demokratischen und republikanischen Vorsitzenden des
einflussreichen Repräsentantenhauses veröffentlichten einen
Gesetzentwurf, der den Übergang vom analogen zum digitalen Fernsehen
fördern soll. Der Umstellungstermin wird dem Vernehmen nach der 31.
Dezember 2006 sein. Falls dieses Gesetz verabschiedet wird, werden die
USA einen deutlichen Vorsprung gegenüber Großbritannien haben; dort
ist die Umstellung zwischen 2006 und 2010 geplant. Digitale
Fernsehgeräte sind deutlich teurer als analoge, weshalb sich die
Umstellung als problematisch erweisen könnte. In den USA besitzen nur
3 Mio. von 100 Mio. Haushalten einen digitalen Fernseher.
Die „Quan Doi Nhan Dan“, die Zeitschrift der vietnamesischen
Volksarmee, hat den Schauspieler Don Duong als Verräter beschimpft.
Don hatte zusammen mit Mel Gibson in „Wir waren Helden“ und letztes
Jahr mit Patrick Swayze im Flüchtlingsdrama „Green Dragon“
mitgespielt. „Wir waren Helden“ zeigt das Gefecht von Ia Drang,
angeblich das erste Gefecht zwischen amerikanischen und vietnamesischen
Soldaten in 1965, aus einer Perspektive, die vietnamesische Kritiker
als „reine Diffamierung der Volksarmee und des vietnamesischen Volkes“
empfinden. In Gegensatz zum Skeptizismus von Filmen wie „Apocalypse
Now“ oder„Platoon“ werden in „Wir waren Helden“ US-Soldaten
als pure Helden porträtiert. Don könnte ein Ausreise- und Spielverbot
für fünf Jahre drohen.
Zu Beginn der wichtigsten Filmfestspiele Spaniens feierte das
Festival am 19.09. sein 50-jähriges Jubiläum. Nach dem Ende des
Franco-Regimes 1975 konnte sich das Filmfestival von der Zensur befreit
als international bedeutendes Kinoereignis behaupten. Seitdem mangelt
es nicht an Staraufgebot. Dieses Jahr wird der Filmpate Francis Ford
Coppola mit einem Sonderpreis geehrt, Volker Schlöndorff mit einer
Retrospektive. Wim Wenders leitet die Jury, die über die Vergabe der
„Goldenen Muschel“ für den besten Film entscheidet.
Auf Grund der Flut an amerikanischen Produktionen, die in der
letzten Zeit in Australien produziert wurden hat der Bundesstaat
Victoria diese Woche grünes Licht für einen neuen Produktionskomplex
in Melbourne gegeben. Mit der öffentlichen Finanzspritze von 22
Millionen US Dollar ist nun genug Geld zusammen, um bis zum Jahr 2004
fünf Produktionsstudios mit insgesamt 7.000 Quadratkilometer zu
errichten. Victorias Ministerpräsident Steve Bracks nannte den Bau der
Studios einen Glücksfall für die kreative Infrastruktur Melbournes
sowohl in ökonomischer als auch in kultureller Hinsicht.
Nach 20 Jahre Leinwandpause soll der schwedischer Regisseur Ingmar
Bergmann ein Drehbuch für einen Fernseh- und Kinofilm entwickelt
haben, das sich im Moment in der Drehphase befindet. Der Film, „Saraband“,
ist seine erste Produktion seit „Fanny und Alexander“ aus dem Jahre
1983. Er soll im kommenden Herbst gesendet werden. Nach „Fanny und
Alexander“ hatte Bergmann sich entschlossen, nur Bücher zu schreiben
und Regie bei Theaterinszenierungen zu führen. Aber jetzt ist er doch
zurück. Hauptdarsteller in seinen neuen Film sind Liv Ullmann und
Erland Josephson, jahrelange Bekannte des Regisseurs.
„Edgardo Mortara“, das 20 Mio. Dollar-Projekt von FilmFour,
wurde nach einer Entscheidung der Produktionsfirma gestoppt. Die
Gründe dieser Entscheidung scheinen Finanzierungsprobleme zu sein. Der
Film mit Anthony Hopkins und Javier Bardem erzählt die Geschichte der
Entführung eines jüdischen Jungen im Jahre 1858 durch Agenten des
Vatikans. Mit der Entscheidung von FilmFour bleibt die
Che-Guevara-Geschichte, „Die Motorrad Tagebücher“, die einzige
internationale Produktion der Firma.
Das Sundance Filmfestival in Park City/Utah wird sich für
internationale Dokumentarfilme öffnen. Ungefähr acht Filme aus der
ganzen Welt sollen auf dem Festival laufen, das am 16. Januar 2003
beginnt. Die Einreichfristen für dasFestival laufen am 11. Oktober ab.
Die Dokumentarfilme können auch für den World Cinema Audience
Award-Preis des Festivals nominiert werden.
Das Toronto Filmfestival ist fast zu Ende, die Geschäfte jedoch
noch nicht. Lion’s Gate erhielt die nordamerikanischen Rechte an dem
Horrorfilm „Cabin Fever“. Die Firma zahlte 2,5 Mio. Dollar für den
Film, zusätzlich werden 12 bis 15 Mio. Dollar für Werbung ausgegeben.
Dem Vernehmen nach hat Lion’s Gate andere Anbieter wie Miramax Films,
MGM, Fine Line Features und Revolution Films damit ausgestochen. „Cabin
Fever“ erzählt die Geschichte einer Studentengruppe, die ihr Abitur
mit einem Trip in die Berge feiern. Einer von ihnen zieht sich eine
Viruserkrankung zu und der Rest ist Geschichte...
Der Ausstieg Brad Pitts (das Drehbuch reizte ihn plötzlich nicht
mehr) aus dem Science-Fiction-Projekt „The Fountain“ hat
schmerzliche Konsequenzen für das Vorhaben. Die Dreharbeiten, die in
Kürze in Australien starten sollten, wurden abgesagt. Ohne den
prominenten Hauptdarsteller platzt das Vorhaben. Nun hat das Filmteam
in einem offenen Brief seinen Unmut über so viel Egoismus geäußert.
Frankreichs Erfolgsgeschichte der letzten vier Jahre ist gebrochen.
Obwohl diesen Sommer (Juli bis August) 26 neuen französische Filme
anliefen, konnten nur 6,4 Mio. Besucher in die Kinos gelockt werden. Im
letzten Jahr wurden zur gleichen Zeit 25,4 Mio. Eintrittskarten
verkauft. In dem Kampf um Besucherzahlen musste sich der französische
Film der Konkurrenz aus Hollywood eindeutig geschlagen geben. Diese zog
diesen Sommer 19,5 Mio. Franzosen vor die Leinwände.
Granada Film, die Produktionsfirma von Erfolgsfilmen wie „Bloody
Sunday“, wird bald schließen. Granada Film ist die
Tochtergesellschaft des englischen Medienkonzerns Granada und wird in
der Komödien- und Drama- Abteilung des Konzerns eingegliedert werden.
Die Nachricht kommt nach dem Schließen von Film Four, und so bleibt
nun BBC als einziger Fernsehsender, der an der britische Filmproduktion
beteiligt ist. Der neue Chef von Granada Film wird für die
Komödien- und Drama-Abteilung des Medienkonzerns verantwortlich sein.
Die Firma will sich jetzt auf kleinere Produktionen für das britische
Publikum konzentrieren. Granada Film gewann kürzlich den Goldenen Bär
für „Bloody Sunday“.
Schauspieler Nick Nolte wurde gestern verhaftet, da der Verdacht
besteht, er sei unter Drogeneinfluss Auto gefahren. Der 61jähriger
Nolte wurde von Polizisten auf einer Malibu-Autobahn angehalten,
nachdem er mit seinem Mercedes-Benz auf beiden Spuren der Straße
fuhr. Er wurde sofort verhaftet und in eine Polizeistation gebracht, wo
er wahrscheinlich für die nächsten Tage bleiben wird.
Warner Home Video hat eine Abmachung mit dem Streaming-Anbieter
CinemaNow geschlossen, dass Filmhits wie „Harry Potter“ über das
Internet vertrieben werden sollen. Hitfilme können für 3,99 Dollar
gedownloadet werden, sonstige Filme werden mit 2,99 Dollar zu Buche
schlagen. Die Filme sind beliebig oft über einen Zeitraum von 24
Stunden abspielbar. Trotz der Gefahr illegaler Kopien, die man mit
digitaler Rechteverwaltung einzudämmen sucht, ist das Interesse der
Hollywoodstudios nach wie vor ungebrochen. Die Abmachung soll zunächst
bis Ende des Jahres gültig sein, mit Option auf Verlängerung.
Ein Feuer hat gestern das Studio und Set von Disneys „Pirates of
the Caribbean“ abgebrannt. Das Feuer hat Schäden i. H. v. von
ungefähr 350.000 Dollar angerichtet. Zu Schaden ist dabei niemand
gekommen und das Feuer konnte innerhalb von 50 Minuten mit der Hilfe
eines Disney-Feuerwehrautos und 50 Feuerwehrmännern gelöscht werden.
Gebäude in der Nähe von „Soundstage 2“, dem Platz der
Dreharbeiten, wurden wegen giftigen Abgasen evakuiert.
Mehr als zehn Jahre hat Terry Gilliam seine Idee einer Don
Quixote-Verfilmung reifen lassen. Eine Woche nach Drehstart musste das
Projekt, an dem u. a. Johnny Depp und Jean Rochefort beteiligt waren,
wegen einer Überflutung, zerstörtem Equipment und Versicherungsärger
eingestellt werden. Mr. Gilliams bitterer Kommentar: „Das war wie ‚Licht!‘,
‚Kamera!‘, ‚Und bitte nicht!‘“
Die britische Darstellerin Katrin Cartlidge, die in Mike
Leigh-Filmen wie „Nackt“, „Karriere Girls“ und „Topsy-Turvy“
mitwirkte, verstarb 41-jährig. Die für ihren Humor und ihre
Leidenschaft bekannte Schauspielerin begann ihre Karriere mit der
Seifenoper „Brookside“, der sie sechs Jahre treu blieb; später
wirkte sie in u. a. in „No Man's Land“ und „From Hell“ mit.
Der schottischer Regisseur Peter Mullan gewann für seinen Film „Die
Magdalene Schwestern“ den Goldenen Löwen für den besten Film in
Venedig. Der Film beschäftigt sich mit der psychischen und
körperlichen Misshandlung von Mädchen durch katholische Nonnen in
Irland. Nicht überraschend, reagierte der Vatikan verärgert, da der
Film vor allem in Italien eine Kontroverse auslöste. Außerdem wurden
u. a. Stefano Accorsi als bester Schauspieler und Julianne Moore als
beste Schauspielerin ausgezeichnet.
Manisha Koirala, die Hauptdarstellerin des indischen Kinofilms „Ek
Chhoti Si Love Story“, hat die Aufführung des Filmes gerichtlich
verbieten lassen, weil unmoralische Szenen mit einem Körper-Double
gedreht wurden. Zuschauer könnten dadurch den Eindruck gewinnen, sie
selbst habe sich in ungebührlicher Weise in dem Film gezeigt.
Regisseur Shashilal Nair reklamiert, er habe wegen der Gewichtszunahme
der Darstellerin ein Körper-Double einsetzen müssen. Der
Gerichtsbeschluss wird nur halbherzig durchgesetzt, so bilden sich
überall im Land Schlangen vor den Kinos, die den skandalösen Film
zeigen.
Gestern feierte der als Regieexzentriker bekannt gewordene
Dokumentar- und Autorenfilmer Werner Herzog seinen 60sten Geburtstag.
Zusammen mit Klaus Kinski drehte er fünf Filme, darunter „Nosferatu:
Phantom der Nach“ und „Fitzcarraldo“. Seine Hassliebe zu dem als
aufbrausender Perfektionist bekannten Darsteller dokumentierte er in
dem Film „Mein liebster Feind“.
Nach dem Tod der Regielegende Billy Wilder hat seine Ehefrau Audrey
die Statuen zurück an die Academy of Motion Picture Arts and Sciences
gegeben. Die Academy gab an, die Oscars als „lebendes Zeugnis des
hervorragenden Werdegangs“ von Billy Wilder zu bewahren. Insgesamt
wurde Mr. Wilder 21 mal für den Oscar nominiert; sechs mal konnte er
die Auszeichnung mit nach Hause tragen.
Didier Bellens, Chef von Europas größter privater Rundfunkgruppe
RTL, sagte, dass eine Erholung des Werbemarkts in Europa nicht in Sicht
sei. Trotzdem, so Bellens, erwarte man eine bessere zweite
Hälfte des Jahres 2002, als zur selben Zeit im letzten Jahr. Dies
teilte Bellens während der Präsentation der Ergebnisse RTLs der
ersten sechs Monate von 2002 mit.
Matt Damons neuer Film„The Bourne Identity“ ist in
Großbritannien mit 12 A klassifiziert worden. Kinder unter zwölf
Jahren dürfen den Film in Begleitung ihrer Eltern ansehen. Matt Damon
hält diese Klassifizierung für nicht angebracht. Der Film sei zu
brutal für Kinder. Er rät Eltern, sich den Film erst einmal allein
anzusehen, bevor sie ihn mit ihren Kindern ansehen. In Großbritannien
ist die neue Filmzensur ein großes Thema. Bei Filmen wie „Spiderman“
beklagten sich die Eltern, dass ihre Kinder ihn nicht allein ansehen
durften.
Der Beitrag von Doris Dörrie zu den Filmfestspielen in Venedig ist
gestern Abend überwiegend positiv aufgenommen worden. Nach der
Vorführung gab es längeren Applaus. In dem Film geht es um die
Beziehungen dreier Paare. Mit Heike Makatsch, Benno Führmann, Nina
Hoss und Jürgen Vogel ist der Film prominent besetzt. Als zweiter
deutscher Film geht „Führer Ex“ von Winfried Bonengel ins Rennen
um den Goldenen Löwen.
Die Münchener Produktionsfirma Helkon Media hat ihr Anteile
an der TV-Produktionsfirma Sonne Mond und Sterne Film und
Fernsehproduktionen und den Solo-Filmverleih verkauft. Die
Tochtergesellschaft Helkon Media Distribution hat beim Münchener
Gericht Insolvenz angemeldet. Dies alles sind Konsequenzen, die aus der
temporären Insolvenz von Helkon Media am 2. August gezogen wurden. Es
werde aber keine weiteren Einflüsse auf die Fortführung des
Geschäfts bei Helkon geben.
„The Mad House“, ein Film des russischen Regisseurs Andrei
Konchalovsky über den zweijährigen Tschetschenien-Krieg, wird auf dem
diesjährigen Filmfest von Venedig gezeigt. Der Film erzählt die
Geschichte aus der Sicht von eine Gruppe von Geisteskranken in einem
besiegten Krankenhaus an der russisch-tschetschenischen Grenze.
Gleichzeitig schlüpft John Malkovich in die Rolle des Psychopathen Tom
Ripley in dem „Der talentierte Mr. Ripley„-Nachfolger „Ripley´s
Game“.
Gerade zwei Wochen vor den Parlamentswahlen hat die schwedische
Kulturministerin Marita Ulvskog auf Kritik aus der Filmindustrie
reagiert und überraschend 8,7 Mio. Dollar finanzielle Unterstützung
zugesagt. Trotz des großen Erfolgs mehrerer einheimischer Produktionen
würden weitere 2,7 Mio. Dollar benötigt, so Borje Hansson, Leiter des
schwedischen Produktionsverbands.
Die Bertelsmann AG plant, den Großteil ihrer Internetgeschäfte –
einschließlich dem Onlineversand BOL und Napster – abzustoßen. Dem
Vernehmen nach wurden bereits Übernamegespräche mit Amazon.com
geführt, die die Geschäftsführung nicht bestätigen wollte.
Kathryn Bigelows neuer Film „K-19: The Widowmaker“ mit Harrison
Ford hat nicht den erhofften Aufschwung für Intermedia gebracht: Der
U-Boot-Thriller, der auch in Venedig aufgeführt wird, hat in den
ersten sechs Wochen lediglich 34,2 Mio. Dollar eingespielt. Intermedia
musste seine Gewinnerwartungen von 330 bis 370 Mio. Euro auf 270 bis
290 Mio. Euro nach unten korrigieren.
„Ungünstiges Marktumfeld“, „Neuorientierung“ oder „Optimierung“,
dies sind die Verpackungen für das jähe Ende des erst Anfang 2002
gestarteten Medienhypes Viva Plus. Die Idee, mit Korrespondenten aus
den internationalen Musikmetropolen einen Nachrichtenkanal der
Musikszene zu etablieren, wird aus wirtschaftlichen Gründen
eingestellt. Aus dem Kanal soll ein reiner Videoclip- Abspielsender
werden, für die Wirtschaftlichkeit sollen die Zuschauer durch
Wunschauswahl per Telefon sorgen.
Ein Gericht hat am Donnerstag entschieden, dass eine Klage gegen
Schauspieler Steven Seagal jetzt als Prozess weiter läuft. Der
Produzent Julius Nasso hatte gegen Seagal geklagt, weil der Star einen
Vertrag im von Wert 125 Mio. Dollar auf Rat seines buddhistischen
Ratgebers storniert hatte. Der Ratgeber mit den Namen Mukara soll
Seagal überzeugt haben, sich von seinen Arbeitskollegen sowie von
seinen Kindern zu distanzieren.
Das neue Hysterie-Format von RTL mit dem Namen „Deutschland sucht
den Superstar“ stößt schon vor seinem Start auf verschiedene
Schwierigkeiten . Beim neuen Programm, eine Mischung aus „Big Brother“
und „Wetten dass...“, sollen Deutsche Zuschauer teure 0190-Nummern
anrufen und unter den Kandidaten des Programms den besten Popstar
aussuchen. Aber es gibt noch viele Probleme, obwohl der Sender dies
offiziell bestreitet. Alles fing bei der Suche nach dem Moderator des
Show an. Der Wunschkandidat Oliver Geißen habe einfach „keine Zeit“,
die Show zu präsentieren. Die größte Schwierigkeit könnte auch die
Suche nach geeigneten Kandidaten sein. Nicht so viele wie gedacht
wollen bei der Show dabei sein.
Das Taucher-Drama "The Big Blue" (Im Rausch der Tiefe) von
Regisseur Luc Besson, wird 14 Jahren nach seiner Premiere endlich auch
in Italien zu sehen sein. Der Film erzählt die Geschichte von Tauchern
Jacques Mayol und Enzo Majorca die während der 70er und 80er, Rekorde
fürs Überleben unter Wassen gebrochen haben. Majorca ist direkt nach
der Erstaufführung des Filmes ins Gericht gegangen und klagte, da er
der Meinungwar, der Film porträtiere ihn auf eine negative Art. Jetzt
aber gab er seine Zusage zur eine kürzere Version des Filmes, der
Freitags in Rom gezeigt wird. Mayol, der andere Realcharakter des
Films, beging letzten Dezember in sein Haus Selbstmord.
Der "Berliner Zeitung" zufolge werden die Gesellschafter
des Senders ChannelD heute Insolvenz anmelden. Der Chef des
deutschsprachigen Pay-TV-Senders Karl-Otto Saur gibt die
"allgemeine Medienkrise" als Grund für diesen Schritt an.
Der Sender ist am 1. September 2001 in den USA gestartet.
Der britische Kabel- und Satellitenkanal CNBC wurde zum neuesten
Opfer des Tieffluges in der Medienindustrie und wird 25 Jobs streichen,
um seine Kosten zu reduzieren. Der Präsident von CNBC, einem
gemeinsamen Projekt von NBC und Dow Jones, hat die neue Politik der
Firma per E-Mail den Angestellten des Londoner Büros mitgeteilt . CNBC
kann zurzeit in 70 Millionen Haushalten in Europa empfangen werden. Der
Anteil der britischen Zuschauer ist mit rund 0.1 % jedoch kaum zu
registrieren.
Jean- René Fourtou hat am Mittwoch die neue Strategie der
Mediengruppe Vivendi vorgestellt. In den nächsten 18 Monaten sollen
Aktiva im Wert von 12 Milliarden Euro verkauft werden. Die
Tochtergesellschaft Vivendi Universal Publishing steht zum Verkauf. Wer
von den Interessenten aus Frankreich und Amerika den Zuschlag erhält
steht noch nicht fest. Es werde im Sinne der Aktionäre und
Beschäftigten von Vivendi Universal Publishing entschieden werden. Die
Anteile von 40,8 % an Vivendi Environnement sollen hingegen gehalten
werden. Außerdem wurde bekannt, dass die italienische Filiale
Télépiu an News Corp verkauft worden sei. Ex-Chef Messier werde nicht
mehr Geld von Vivendi Universal bekommen. In einer Zeit, in der
täglich Beschwerden von französischen und amerikanischen Aktionären
kämen, sei es unmöglich M. Messier mehr zu zahlen. Sein
amerikanischer Vertrag bleibe vom französischen Gesetz
unberührt.
Ein gläubiger Mormone löste eine Welle des Ärgers in Hollywood
aus. Robert Dixon macht Profit mit dem Verkauf von Videos bekannter
Filme wie "Titanic" oder "Saving Private Ryan", in
denen er in Eigenarbeit Sex-, Nackt- oder Gewaltszenen
herausgeschnitten hat. Zahlreiche Regisseure wie Steven Spielberg,
Robert Altman, Robert Redford, Martin Scorsese, Steven Soderbergh und
Michael Apted klagen Dixon wegen Verstoßes gegen das Urheberrechts an.
Spielberg argumentierte, es sei unethisch das Werk von Künstlern zu
verändern. Man reiße ja auch keine Seiten aus einem Buch heraus.
Die Aktienkurse der ITV-Firmen Carlton und Granada sind gesunken,
nachdem bekannt wurde, dass der ITV-Konzern auf der Suche nach einem
neuen Chef ist. Channel 5-Chef Dawn Airey erklärte am
Wochenende, dass er auf die ITV-Topstelle verzichte. Er wolle lieber
Programmchef von British Sky Broadcasting werden. ITV versuchte die
Öffentlichkeit von der Existenz eines Plan B zu überzeugen, was
jedoch nach weiteren Absagen potentieller Kandidaten nicht glaubhaft
gemacht werden konnte.
Der russischer Schauspieler Sergei Bodrov Jr. wurde zum Opfer eines
Lawinenunglücks und viele befürchten seinen Tod. Bodrov hatte
zusammen mit seiner Crew in Südrussland gefilmt, als sich eine Lawine
aus Matsch, Schnee und Eis löste. Die Nachrichtenagentur Interfax
berichtet, dass nur neun von 58 Crewmitgliedern das Unglück überlebt
hätten. Die Chancen auf ein Überleben Bodrovs werden als gering
eingeschätzt.
Die Abwesenheit der Regisseure Martin Scorsese („Taxi Driver“)
und Pedro Almodóvar („Alles über meine Mutter“) bei dem
diesjährigen Filmfestival in Marrakesch nahm dem internationalen
Filmfest den sonst gewohnten Glanz. Scorsese, der gar einen Orden von
König Mohammed VI für besondere Verdienste empfangen sollte, gab an,
auf Drängen seiner Produzenten hin die Arbeiten an „Gangs of New
York“ dringend beenden zu müssen. Almodóvar entschuldigte sein
Fehlen mit persönlichen Gründen. Der Schock auf diese Absagen konnte
nur noch von den Reaktionen des islamischen Publikums auf die
öffentliche Vorführung des sexuell geladenen Filmes „Mulholland
Drive“ von David Lynch übertroffen werden.
Disney verhandelt zurzeit mit dem chinesischen Choreografen Yuen Wo
Ping über die Regie des neuen Disney-Filmes „Schneewitchen und die
Sieben Shao Lin“. Yuen war Choreograf für erfolgreiche Filme wie „Matrix“
und „Tiger and Dragon“, und das neue Disney-Projekt könnte seine
erste englischsprachige Regie-Arbeit sein. Yuens Name ist im
asiatischen Raum sehr bekannt. Er soll Talente wie Jackie Chan entdeckt
haben. Der Disney-Film ist eine chinesische Kampfsport-Version des
bekannten Märchens „Schneewittchen und die sieben Zwerge“.
Mindestens ein halbes Dutzend Interessenten gaben Angebote zur
Übernahme des Pay TV-Bereichs der stark gebeutelten Kirchgruppe ab.
Unter ihnen befindet sich auch der Münchener Medienmogul Herbert
Kloiber. Seit dem Beginn des Insolvenzverfahrens der Kirchgruppe im
April suchte man bislang vergebens einen Käufer für Deutschlands
einzige Pay TV-Sendergruppe. Premieres leitender Geschäftsführer
Georg Kofler konnte durch tiefgreifende Maßnahmen die einst
astronomisch hohen Verlustzahlen verhältnismäßig drücken und
versucht, bis Ende dieses Jahres einen Käufer zu finden.
Die Branchengrößen Grupo Planeta (Spanien) und De Agostini
(Italien) haben sich zusammengeschlossen. Eine neugegründete
Produktionseinheit soll Mehrteiler koproduzieren und vier bis fünf
Eigenproduktionen realisieren. Außerdem will der neugegründete
Konzern 25 Filme im Jahr aufnehmen und vertreiben, darunter auch
mehrere Arthouse-Filme und asiatische Titel.
Die RTV Family Entertainment AG setzt trotz sinkender Aktienkurse
weiter auf Neuemissionen. Nachdem die erste Kapitalerhöhung nicht den
erhofften Geldsegen brachte, wirft die Firma nun noch einmal 2,1
Millionen Aktien auf den Markt. Der Eröffnungskurs lag immerhin bei
0,9 Euro, nachdem der Kurs von fünf Euro Anfang Juli auf 0,7 Euro
Anfang September gefallen war.
Die ums Überleben kämpfende Mediengruppe Vivendi Universal scheint
treu zu ihrem Besitz von Babelsberg Studios zu stehen. Das Interesse
von Vivendi an Babelsberg Studios wurde oft in Frage gestellt,
besonders nach der Entlassung von Studiochefin Gabriella Bacher, und
nachdem der Medienkonzern Firmenanteile von Babelsberg verkaufte.
Thierry Potok, Vivendi-Chef Deutschland, erklärte in einer
Pressenkonferenz, dass die Entlassung von Bacher, das Ergebnis von
Problemen zwischen Bacher und ihm als Vivendi-Chef war. Dies
reflektiere keineswegs die Strategie Vivendis in Deutschland. Potok
kritisierte auch Erklärungen in der deutsche Presse von Medienfiguren
wie Regina Ziegler und Andrea Willson, die Vivendi aus Solidarität zu
Bacher boykottieren.
Rossana Rummo, die populäre Chefin der Kino-Abteilung der
italienischen Regierung, soll durch den Berlusconi- Treuen Gianni
Profita ersetzt werden. Die Entlassung ist Teil der umstrittenen
Umstrukturierung, die Berlusconi im staatlichen Medienbereich
einführen will. Seit Berlusconis Wahlsieg in Mai 2001sind Leute mit
wichtigen Stellen in Filmhochschulen und den staatlichen
Rundfunkdendern RAI entfernt und mit politischen Alliierten Berlusconis
ersetzt worden. Rummo hatte ihre Stelle unter der ehemaligen
sozialdemokratischen Regierung bekommen.
Einer von Taiwans führenden Kabelfernsehkonzernen will nächsten
Monat einen interaktiven digitalen Fernsehdienst unter der Namen Total
TV starten. Die Firma, China Network Systems, erklärte, die erster
Phase des neuen Dienstes werde nur in zwei dicht gesiedelten Vororten
der Hauptstadt Taipei operieren.
Denzel Washington hat auf einer Pressekonferenz auf dem
Toronto Filmfestival zu seinem neuen Film „Antwone Fisher“ erklärt
, er halte seinen Oskar-Gewinn nicht für bahnbrechend für schwarze
Darsteller. Der Film erzählt die Geschichte einer afroamerikanischen
Frau, die versucht, sich mit den Misshandlungen, die sie als Kind in
einem Kinderheim erlitt, auseinanderzusetzen. „Manchmal ist es nicht
so wichtig, was jemand für dich macht, sondern was du für dich selbst
machst.“, hatte der 47-jährige Denzel gesagt. Ähnliche Bemerkungen
über die Bedeutung der Oskar-Statue kamen in Toronto auch von der
legendären Sophia Loren.
Oslo-Cinemas, Norwegens größte Filmtheaterfirma, soll noch vor
Jahresende privatisiert werden. Das bis jetzt städtische Unternehmen,
das elf Kinos besitzt, soll an verschiedene Investoren und
einzelne Kinobesitzer verkauft werden. Der Wert des Unternehmens wird
auf rund 27 Mio. Dollar geschätzt. Obwohl es in anderen
skandinavischen Ländern private Filmtheaterfirmen gab, war in Norwegen
seit 1913 dieser Bereich der Filmindustrie von den Stadtverwaltungen
reguliert.
Die beliebte Schauspielerin leidet angeblich seit längerem unter
starker Erschöpfung und verletzt sich sehr leicht. Zudem hat Ihr Mann
unerklärliche blaue und schwarze Flecken auf ihrer Haut bemerkt. Der
konsultierte Arzt hat laut Starmagazine eine heimtückische
Blutkrankheit diagnostiziert.
Keiko, der berühmte Wal aus „Free Willy“, soll nach einem
gescheiterten Versuch, ihn ins Meer freizulassen, vorerst in Norwegen
bleiben. Keiko ist von Island, wo er freigelassen wurde, in einen
norwegischen Fjord geschwommen. Experten waren der Ansicht, das Tier
könne einen norwegischen Winter nicht überleben, aber Einwohner der
Gegend versprachen sich von dem 25-jährigen Wal positive Impulse für
den Tourismus. Um das Tier zu schützen, haben die Behörden einen
50 m-Schutzradius um Keiko vorgeschrieben. Trotz millionenschwerer
Investitionen in die Einwilderung zieht der Wal die Gesellschaft von
Menschen noch immer der von Walen vor.
Nach monatelangen Verhandlungen wurde ein Abkommen erzielt, wonach
Global Rule One, eine Regel des US-Schauspielerverbands, für
australische Produktionen gelockert werden darf. Global Rule One
schreibt vor, dass Verbands-Mitglieder nicht unter einem bestimmten
Minimum arbeiten dürfen, ganz gleich in welchem Land. Aber die
wachsende Zahl von australischen Schauspielern in Hollywood
würde für die australischen Schauspieler sehr ungünstige Bedingungen
in ihrer Filmindustrie schaffen.
Kim Hunter, Star von Elia Kazans „Endestation Sehnsucht“, starb
gestern im Alter von 79. Es war Hunters berühmteste Rolle, für die
sie auch den Oskar erhielt. Sie hatte später in vielen weniger
bekannten Filmen gespielt; u. a. hatte sie eine der Hauptrollen
in der „Planet der Affen“-Trilogie. Ihre Karriere erreichte ihren
Tiefpunkt Ende der 50er Jahren, als sie als kommunistische
Sympathisantin von einer in Hollywood einflussreiche Zeitschrift
benannt wurde. Sie kam Mitte der 60er zurück.
Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW),
die gestern in München veröffentlicht wurde, prognostiziert düstere
Aussichten für die deutsche Filmindustrie. Die Studie erklärt,
es gebe wegen der Situation der Börsenmärkte weniger Geld, um Filme
und Fernsehserien zu produzieren. Alle potenziellen Förderungsgelder
sind schon verbraucht.
Eine Imax-Version von „Stars Wars: Episode II – Angriff der
Klonkrieger“, wird zurzeit von Twentieth Century Fox vorbereitet.
Wenn alles glatt läuft, wird die neue Version am 1. November in 70
Imax-Kinos in den USA laufen. Auch eine Imax-Version von „Apollo 13“
soll am 20. September in 20 Kinos gezeigt werden. Den Studio-Bossen
zufolge könnte die Imax-Version der „Klonkrieger“ weitere 20 Mio.
Dollar zusätzlich zu den 300 Mio. Dollar, die der Film bis jetzt
eingefahren hat, bringen. Pläne, die Imax-Version international zu
exportieren, sind noch nicht in Sicht.
Weniger als eine Woche nach dem 90. Geburtstag der
Babelsberg-Studios ist die Marketing-Chefin Gabriella Bacher von ihrer
Stelle zurückgetreten. Bacher hatte seit letztem Jahr die Aufgabe
inne, alle Medienaktivitäten von Vivendi Deutschland, dem
Mutterkonzern der „Studio Babelsberg Motion Pictures“ (S.B.M.P.),
zu überwachen. In einer offiziellen Presserklärung ließ Vivendi-Chef
Thierry Potok verlauten, dass „das gegenseitige Vertrauen für eine
weitere Zusammenarbeit zerstört wurde“.
Michael Elphick, bekannter britischer Star von Serien wie „Boon“
und „Harry“, starb letzten Samstag nach seiner Einlieferung ins
Krankenhaus. Elphick hatte seit vielen Jahren mit seinem Alkoholproblem
zu kämpfen gehabt, besonders nach dem Tod seiner Lebensgefährtin
Julia Alexander in 1996. Elphicks Mutter Joan beschrieb ihren Sohn als
einen „sehr ruhigen und sehr netten Mann“. Schon seit seinem
zehnten Lebensjahr habe er Schauspieler werden wollen.
Miramax Films hat, für die Rechte des Film „Jet Lag“ von
Daniele Thompson in der USA, Australien, Neuseeland und Südafrika, ein
Mio. Dollar gezahlt. Der Film, eine romantische Komödie mit Juliette
Binoche und Jean Reno, hatte seiner Weltpremiere auf dem
internationalen Filmfestival von Toronto. Der Kauf der Rechten durch
Miramax war der erste große Deal im Festival.
Wal Keiko will sich nicht an die Freiheit gewöhnen. Nach Jahren in
Erlebnisparks und drei „Free Willy“-Spielfilmen wurde mit einem 20
Mio. Dollar-Programm die Wiedereingliederung des 25-jährigen
Wals in die Natur angestrengt. Vergangene Woche nun ist Keiko in
einem norwegischen Fjord aufgetaucht, wo er, wie gewohnt, die Nähe und
Aufmerksamkeit von Menschen sucht. Zahlreiche Fans füttern das Tier,
wollen mit ihm schwimmen, auf seinen Rücken klettern. Tierschützer
fürchten, dass das Tier verlernen wird, sich selbst Nahrung zu suchen.
Im Winter, wenn die Fans wegbleiben, könnte dies das Leben des Wals
bedrohen.
Jim Gianopulos, Vorsitzender von Fox Filmed Entertainment,
zerstreute Befürchtungen, Fox könnte sich nach der Aufkündigung
einer Zusammenarbeit mit Disney aus dem Vertrieb von Filmen via
Internet zurückziehen: Eine eigenständige Beobachtung und
zurückhaltende Handlungsweise bedeute keinen Rückzug. Der Aufbau
entsprechender Strukturen werde länger dauern, als zunächst
angenommen.
In Venedig zeigten sich die Kritiker wenig begeistert von den
deutschen Beiträgen: Doris Dörries „Nackt“ wurde von einem
Kritiker als langweiliges „Strindberg-Stück aus dem Supermarkt“
abgewertet. Winfried Bonengels Drama „Führer Ex“ galt als „zu
deutsch, zu düster, zu didaktisch“. Ein italienischer Kritiker sah
gar aus Deutschland „nur Langeweile“ kommen.
Für den diesjährigen SHINE (Sexual Health In Entertainment) Preis
sind u. a. die Serien „Sex and the City“, „Law & Order:
SVU“ und „Will & Grace“ nominiert. Die Auszeichnung, die von
den gemeinnützigen Vereinen „Advocates for Youth“ und „The
Kaiser Family Foundation“ vergeben wird, erkennt das Verdienst um die
Portraitierung gesunden Sex’ an. NBC wurde mit gleich vier Serien am
häufigsten nominiert.
Dänemarks neuer rechter Kulturminister Brian Mikkelsen will die
direkte Finanzunterstützung der Filmindustrie senken. Das bedeutet,
die Filmindustrie wird 3,2 Mio. Dollar weniger bekommen. Trotzdem
wurden die neuen Maßnahmen der Regierung von Seiten der Filmindustrie
ohne Protest hingenommen. Gleichzeitig sollen die jährlichen
Investitionen in Filmproduktionen, die von staatlichen Sendern
gefördert werden, um 5,3 Mio. Dollar aufgestockt werden. So soll die
dänische Filmindustrie letzten Endes jährlich zusätzliche 2,2 Mio.
Dollar bekommen. Trotz der Kürzungen, ist die Filmindustrie der
Kulturbereich, der am wenigsten von neuen Sparmaßnahmen betroffen
ist..
Es werden immer mehr kritische Stimmen laut, dass der experimentelle
Film „11'09''01“ aus Frankreich wenig Sympathie mit den USA zeige.
Der Film zeigt in elf Episoden, wie der Rest der Welt auf die
Terroranschläge in Amerika reagiert hat. Für den Film wurden elf
internationale Regisseure verpflichtet. Kritiker klagen an, dass in den
Filmen eher gezeigt werde, warum die USA die Anschläge verdient
hätten. Der Film wird auf der Viennale in Venedig laufen. In den USA
scheint er so schnell keinen Verleih zu finden.
Heute beginnt in Oldenburg das 9. Internationale Filmfest Oldenburg,
ein unabhängiges Filmfestival, auf dem Filme wie „Kid’s Return“
von Takeshi Kitano, Kevin Spaceys „Albino Alligator“ sowie „The
Limey“ und „Out of Sight“ von Oskargewinner Steven Soderbergh
ihre deutsche Erstaufführung feierten. Das Festival läuft bis zum 8.
September.
J. Lee Thompson, Regisseur von „Die Kanonen von Navarone“, „Ein
Köder für die Bestie“, „Die Eroberung des Planeten der Affen“
und „Die Schlacht um den Planeten der Affen“, ist vergangenen
Freitag mit 88 Jahren an Herzversagen gestorben. Er arbeitete u. a. mit
Stars wie Anthony Quinn, Gregory Peck und Yul Brynner zusammen.
Die italienische Regisseurin Cristina Comencini hat am Montag für
ihren Film „The Best Day of My Life“ den Grand Prix of Americas
erhalten. Der Film über eine 60-jährige Großmutter, die drei
Generationen ihrer Familie unter einem Dach vereinen will, konnte sich
gegen 25 Mitbewerber durchsetzen.Andere Preisträger waren der
türkische Regisseur Tayfun Pirsemiloglou für „Innowhereland“, der
spanische Regisseur Carlos Saura für „Salome“, Diego Arsuaga für
„The Last Train“ und Sophie Marceau für „Speak to Me of Love“.
Nachdem Vivendi Universal seinen 50-prozentigen Anteil am
Vizzavi-Internetportal verkauft hat, steht nun Universal selbst zur
Disposition: Entsprechende Gespräche zwischen dem neuen Vorsitzenden
Jean-René Fourtou und der Betriebsleitung wurden bestätigt. M.
Fourtou will demnächst weitere Treffen mit Universal Music in New York
und Universal Studios in Los Angeles führen.
Jahrzehntelang galt er als Erfolgsgarant, produzierte Stoffe, die
den deutschen Massengeschmack trafen. Filme wie die Edgar-Wallace
oder die Karl-May-Reihe, Loriot und Otto-Streifen brachten ihm
große Erfolge ein. Kommerziell weniger erfolgreich waren seine
Versuche, anspruchsvolle Filme zu produzieren. Mehrere Produktionen
mit Fassbinder oder Ingmar Bergmann blieben reine Achtungserfolge.
Nachdem die liquiden Mittel im ersten Quartal um 30% auf 90 Mio.
Euro reduziert wurden, verabschiedet sich der Konzern nun von der
US-Beteiligung Jim Henson. Ein weiterer Schritt zu Konsolidierung:
Im Vergleich zum vergangenen Jahr sank der Verlust um 42% auf 70
Mio. Euro, der Umsatz ging von 466 auf 94 Mio. Euro zurück. Im
aktuellen Branchenumfeld sind dennoch vorerst keine großen Sprünge
zu erwarten.
Das jüngste Projekt von Autor und Regisseur Quentin Tarantino,
das die Geschichte einer Auftragskillerin, die nach einem
fünfjährigen Koma wiedererwacht und einen Rachefeldzug startet,
geht nach langer Wartezeit endlich in die Drehphase. Mr. Tarantino
hatte die Dreharbeiten für die Schwangerschaftszeit von
Hauptdarstellerin Uma Thurman verschoben.
Nicolas Cages Regiedebüt „Sonny“, das die Geschichte eines
Jungen erzählt, der in einem Bordell aufwächst und später zum
Stricher wird, droht eine Klage über 2 Mio. Dollar des TV-Autors
Robert Dellinger, der sein Urheberrecht verletzt sieht. Laut Mr.
Dellinger bedient der Film sich bei vier verschiedenen Drehbücher,
die er in den 70er Jahren zusammen mit John Carlen, dem offiziellen
Autor von „Sonny“, verfasst habe.
Steven Rosenbaums Dokumentarfilm über die Anschläge vom 11.
September wird demnächst in New York und später in Boston und
Washington gezeigt werden. Der Film will sich weniger auf politische
Aussagen als vielmehr auf das Erleben der Menschen konzentrieren.
Bereits am Tag des Anschlags hatten sein Team und er unzählige
Stunden Rohmaterial gefilmt, das später durch externes Material
ergänzt wurde. Rosenbaum: „Ganz gleich, wie viele Geschichten
über einzelnes Heldentum und Mut ich erzähle, es bleibt der Tag
einer entsetzlichen Tragödie.“
Sony Japan will einen neuen Dienst starten, der es Kinogängern
ermöglichen soll, vorab Vorstellungen nach Wunsch im Internet zu
wählen. Dabei sollen nicht nur aktuelle Filme wie etwa „Spider-Man“
oder „Panic Room“ zur Auswahl stehen, sondern auch Klassiker wie
„Easy Rider“, „Taxi Driver“ oder „Lawrence von Arabien“.
Sony verspricht den Benutzern ein vielfältigeres Kinoprogramm und
sich selbst garantierte Zuschauer.
Nachdem eine Gruppe von neun Unternehmen (darunter Philips,
Samsung und Sony) bereits einen neuen DVD-Standard angekündigt
hatte, kontern nun NEC und Toshiba mit ihrem DVD-Modell für die
Zukunft: Bis zu 40 GB (entspricht ca. 25 Filmstunden) sollen auf den
neuen Scheiben, die bereits für 2003 erwartet werden, Platz finden.
Bis die Kompatibilität untereinander und zu bestehenden Standards
geklärt ist, dürfte das Käuferinteresse eher zurückhaltend
ausfallen.
Die Familie des „Winnie the Pooh“-Zeichners Stephan Slesinger
verklagt Disney auf die Zahlung von Tantiemen für die Vermarktung
der Comicfigur in Milliardenhöhe. Slesinger hält seit 1930 die
Rechte an dem kleinen Bären. Für Disney würde ein gerichtlicher
Erfolg der Familie ein finanzielles Fiasko bedeuten. Die Erlöse aus
„Winnie the Pohh“ machen rund ein Viertel des Disney-Umsatzes
aus.
Australien erweist sich als produktionsfreundliches Land. Gerade
erst haben die Wachowski Brüder „The Matrix Reloaded“ und „The
Matrix Revolutions“ in Sydney abgedreht. Durch die Dreharbeiten
sind 110,6 Millionen Dollar in dem Bundesland New South Wales
ausgegeben worden. Stolz präsentiert Ministerpräsident Bob Carr
die Zahlen. Seit den Olympischen Spielen traue man sich mehr zu und
habe keine Angst, der Gastgeber großer Ereignisse zu sein.
Steuerliche Vorteile, der schwache Australische Dollar und das gute
australische Umfeld ziehe ausländische Filmfirmen an. Es werden
weitere Produktionen von Universal und Columbia Pictures folgen
u. a. der Science-Fiction-Thriller „The Fountain“ mit Brad
Pitt und Cate Blanchett in den Hauptrollen.
Über 70.000 Australier haben sich bei einer Erhebung dem
Jedi-Glauben zugehörig erklärt. Nach einem E-Mail-Aufruf, der den
Jedi-Glauben offiziell anerkannt wissen wollte, hatten sich
vornehmlich in Australien, aber auch in Großbritannien und
Neuseeland Gläubige gemeldet, deren Bekenntnise aber nur zu einem
geringen Teil als ernsthaft anzusehen seien, so Chris Brennan,
Vorsitzender der Australian Star Wars Appreciation Society.
Neil Jordans Film „The Good Thief“ eröffnet das Filmfestival
von San Sebastian in Spanien. Er tritt neben 17 Filmen wie „El
Crimen Del Padre Amaro“ von Carlos Carrera oder Paul Scraders „Auto
Focus“ um die Auszeichnung der goldenen und silbernen Muschel an.
Das Festival findet vom 19. bis 28. September statt.
Nach weniger als 14 Tagen kann Beverley Hills 90210-Star Jason
Priestley das Krankenhaus wieder verlassen. Bei einem Autounfall auf
der Rennstrecke Kentucky Speedway hatte er sich schwere Verletzungen
zugezogen und verbrachte eine Woche auf der Intensivstation.
Priestley wird sich nun in einem Rehabilitationszentrum vollends von
seinen Verletzungen kurieren.
Der Kölner Roma-Verein Rom wirft der umstrittenen Regisseurin
Leni Riefenstahl Holocaust-Leugnung vor. Gestützt wird die Anklage
auf eine Äußerung Frau Riefenstahls in einem Interview der „Frankfurter
Rundschau“, in dem sie beteuert habe, alle in ihrem Film „Tiefland“
mitwirkenden Zigeuner nach den Dreharbeiten wohlbehalten wieder
gesehen zu haben. Ihr Anwalt ließ mitteilen, dass Frau Riefenstahl
die Äußerung bereits zurückgezogen habe.
Rolf Schübels Fünf-Millionen-Euro-Verfilmung eines Romans von
Charlotte Kerner erzählt die Geschichte der hochbegabten Pianistin
Iris, die sich auf ihrem Karrierehöhepunkt klonen lässt, nachdem
sie erfahren hat, dass sie unheilbar krank ist. Franka Potente
spielt sowohl die Mutter als auch die geklonte Tochter.
Der Autor des Romans „Corellis Mandoline“, Louis de Bernieres
zeigte sich auf dem Edinburgh Book Festival enttäuscht über die
gleichnamige Verfilmung von John Madden mit Nicolas Cage und
Penelope Cruz in den Hauptrollen. Als er die Rechte verkauft habe,
habe er mit einer europäischen, vielleicht sogar italienischen
Adaption seiner Liebesgeschichte, die auch die Greuel des zweiten
Weltkriegs nicht ausspart, gerechnet.
Der amerikanische TV-Sender CBS plant eine Mini-Serie über Adolf
Hitlers Jugend, die basierend auf Ian Kershaws Biografie Hitler
nicht als Monster, sondern als Mensch zeigen soll. Bereits im
Vorfeld entfachte das Unterfangen heftige Debatten. Die geplante
Programmplatzierung wurde in der Presse als Quotenfang abgestraft.
Vertreter historischer und jüdischer Organisationen stellen die
Sinnhaftigkeit des Projekts infrage und befürchten Auftrieb für
antisemitische Tendenzen. CBS-Chef Leslie Moonves verteidigt das
Projekt: „Wir vergessen, dass [Hitler] letztlich ein Mensch war.
Ich sage nicht, dass er ein guter Kerl war. Er war ein schlechter
Kerl.“
Nachdem die zahlreichen Rückmeldungen zu den Anschlägen des 11.
Septembers das Interesse der jungen Zuschauer an anspruchsvollen
Themen belegt hatten, will der Kinderkanal am 14. September mit „Fortsetzung
folgt“ ein neues Format starten, das jeden Samstag um 10:00 Uhr
junge Zuschauer mit ansprechenden Beiträgen versorgen will. Großer
Wert wird dabei auf die Teilnahmemöglichkeit der Zuschauer via
Telefon, Fax, E-Mail und TED gelegt.
Je 250.000 Euro stellen die Filmförderungsanstalt (FFA) und der
Hauptverband Deutscher Filmtheater e. V. (HDF) für Kinos zur
Verfügung, die durch die Hochwasserkatastrophe Schäden erlitten
haben. Auf die FFA-Mittel haben zusätzlich geschädigte Videotheken
Zugriff. FFA-Verwaltungsrat Eberhard Junkersdorf bezeichnete die
Unterstützung als Selbstverständlichkeit und versprach weitere
Maßnahmen, „um die betroffenen Unternehmen der Branche nachhaltig
zu unterstützen.“
Im Vergleich zum Vorjahr würden die Werbeeinnahmen dieses Jahr
um etwa fünf Prozent sinken, so Urs Rohner, Vorstandsvorsitzender
von ProSiebenSAT.1. Auf der Telemesse in Köln lecken die Sender
ihre Wunden und buhlen um Werbegelder, indem sie Freispots und
Rabatte gewähren. Sowohl die Öffentlich-rechtlichen als auch die
Privaten bemühen sich um ihr Senderprofil, um Werbekunden
zielgruppengerechte Plätze anbieten zu können. Die Konzepte
reichen vom Filmliebhaber-Programm über Comedy bis zu weiteren
Gerichts- und Castingshows.
Morgen wird die umstrittene Filmemacherin und Fotografin Leni
Riefenstahl, deren Propaganda-Filme die Ästhetik des Dritten
Reiches definiert haben, 100 Jahre alt. Heute ist sie insbesondere
wegen ihrer wunderschönen Unterwasseraufnahmen im Blickfeld der
Öffentlichkeit. Die immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik geratene
Künstlerin hat sich in mancher Hinsicht von ihrer Vergangenheit
distanziert, mehr aber noch verleugnet. Bis heute bewegen sich
Charakterzeichnungen der nach wie vor aktiven Riefenstahl zwischen
wegweisendem Genie und unverbesserlicher Faschistin.
Die kommende Berlinale soll vom 6. bis 16. Februar stattfinden
und damit einen Tag kürzer ausfallen als bisher. Festival-Direktor
Dieter Kosslick verspricht sich von der Verkürzung eine bessere
Profilierung der Veranstaltung, deren Organisation in der
Vergangenheit teilweise in die Kritik geraten war. Am Tag nach der
Preisverleihung, die bereits für den 15. Februar angesetzt ist,
sollen mehrere Filme aus dem Festivalprogramm erneut in
ausgewählten Kinos aufgeführt werden, um den Kampf um die letzten
Karten zu entzerren.
Sowohl CNN als auch CBS ließen vermutlich Geld springen, um an
Videos des Terrornetzwerks zu gelangen, die Giftgasexperimente
zeigen. Die Sorge, Gelder könnten auf Konten der Terroristen
geflossen sein, zerstreuten die Sender, nachdem man zunächst einen
Geldfluss dementiert und sich dann über die Summe bedeckt gehalten
hatte: Es seien Beträge im unteren fünfstelligen Bereich (dem
Vernehmen nach um die 30.000 Dollar) gezahlt worden, deren
Empfänger außerhalb terroristischer Kreise stünden und aus
Personenschutzgründen nicht Preis gegeben werden dürften.
Ähnliche Handel waren bereits für Material des Anschlags vom 11.
September geschlossen worden.
Liberty und Vivendi scheinen im Moment Vorgespräche über eine
Zusammenlegung ihrer Kabelgeschäfte zu führen. Bei einer Fusion
der beiden Kabelprogrammsparten würde einer der größten
Unterhaltungskonzerne entstehen. Liberty hätte bei einem
Zustandekommen der Pläne maßgebliche Beteiligungen an Vivendi
Universal Entertainment, News Corp Ltd., Sydney und AOL Time Warner
Inc. sowie Dulles.
Nach einer Studie von Dodona Research werden es bis im letzten
Jahr 1 Milliarde verkaufte Kinokarten. Im Jahre 2006 werde die 7,6
Milliarden-Grenze erreicht werden. Deutschland, Frankreich, Italien,
Spanien und Großbritannien stellen die größten europäischen
Märkte dar. Die Studie zeigt außerdem, dass entgegen einer
weitverbreiteten Meinung den Multikomplexkinos keine herausragende
Rolle bei der Entwicklung der Filmbranche zukommt. Vielmehr sei
dieser Trend einer Erhöhung des Lebensstandards und einer
größeren Freizeitkultur zuzuschreiben. Auch eine befürchtete
Amerikanisierung durch Multiplexkinos sei nicht eingetreten.
Vielmehr seien vor allem heimische Produktionen in den letzten
Jahren sehr erfolgreich gewesen.
Gaspard Noé, Regisseur des Filmes „Irréversible“
hat die britische Filmzensur aufgefordert, seinen Film lieber nicht
zuzulassen, anstatt Szenen herauszuschneiden. Der Film, der auch auf
dem Filmfest in Cannes gezeigt wurde, hat bis jetzt starke
Reaktionen bei den Zuschauern hervorgerufen. Viele haben den
Kinosaal vorzeitig verlassen. Noé warnt davor, da der Film
rückwärts erzählt wird und man dadurch nicht das volle
Filmerlebnis bekomme. Der Film zeigt unter anderem eine anale
Vergewaltigung in Echtzeit.
Besitzer einer digitalen Kamera mit einer Auflösung von 6
Millionen Pixel brauchen sich wohl keine Sorgen zu machen, dass das
Gerät innerhalb kurzer Zeit veralten könnte. Mit dieser Anzahl an
Bildpunkten sei erst einmal die Grenze in der digitalen Fotographie
erreicht. Allerdings bräuchte man jetzt, um die hohe Auflösung
optimal nutzen zu können, bessere Objektive. Die Hersteller werden
nun wohl versuchen, ihre Produkte über Design und Größe zu
vermarkten.
Obwohl der Film „Sex and Lucia“ beim Filmfest in Seattle
mehrfach ausgezeichnet wurde, weigern sich die örtlichen Zeitungen,
Werbung für den Film zu schalten. Seattle Times und Seattle
Post-Intelligencer, die auch zu den Sponsoren des Festivals
gehörten, erklärten übereinstimmend, der Film enthalte einige
eindeutige Szenen und passe somit nicht zum Konzept der Zeitung. „Sex
and Lucia“ läuft heute in Seattle an.
In Russland wird um die Einführung des digitalen Fernsehens
gerungen. Gennady Skylar, Chef des Russischen Rundfunks, hat ein
staatliches Darlehen von 3 Milliarden Dollar für die Umstellung von
analogem auf digitales Fernsehen innerhalb der nächsten 5 Jahre
beantragt. Er befürchtet, Russland werde vom digitalen Europa
abgeschnitten, falls die Gelder nicht bewilligt werden. Im
Kommunikations- Ministerium zeigte man sich allerdings amüsiert von
derlei Ansinnen und hält den Zeitplan für unrealistisch.
Nach Wolfgang Jacobsen, Organisator der Retrospektive, ist nun
auch die Verantwortliche des Kinderfilmfestes, Renate Zylla,
zurückgetreten. Über ihre Gründe kann im Moment nur spekuliert
werden. Berichte, dass dem Kinderfilmfest Gelder gestrichen wurden,
werden von Berlinale-Pressesprecherin Frauke Greiner nicht
bestätigt. Nächsten Dienstag, wenn Zylla aus ihrem Urlaub wieder
kommt, wird es ein Gespräch zwischen ihr und Festivalleiter Dieter
Kosslick geben.
Der mexikanische Film „El Crimen del Padre Amaro“ hat eine
Welle der Entrüstung in der katholischen Kirche ausgelöst. Der
Film erzählt die Geschichte eines jungen Priesters, der sich in ein
16-jähriges Mädchen verliebt und zeigt sowohl Sex- als auch
Drogenszenen. Die mexikanische Bischofskonferenz war empört über
den Film und überlegt, rechtliche Schritte gegen die mexikanische
Regierung einzuleiten, die dem Film Fördermittel zur Verfügung
gestellt hatte. Hauptdarsteller Gael Garcia Bernal sieht es
gelassener. Es sei ein ehrlicher Film und würde deshalb starke
Emotionen hervorrufen.
Die Macher von Filmen wie „Harry Potter“ oder „Spy Kids“
versuchen gegen das Eintreten der Pubertät ihrer Hauptdarsteller
anzurennen. Solange ihre Darsteller noch kindlich und niedlich
aussehen produzieren sie einen Film nach dem anderen. Es ist
üblich, ein halbes Jahr Drehpause zwischen den einzelnen Filmen
einzulegen, da die Filmfiguren auch älter werden und die Kinder mit
ihrer Rolle mitwachsen. Nicht alle Folgen von „Harry Potter“
können mit der gleichen Besetzung gedreht werden, da drei der
sieben Bücher der Serie noch nicht veröffentlicht sind. Neben dem
Drehen muss außerdem auch noch die Ausbildung der Kinder
berücksichtigt werden. Denn nur auf diese Weise haben die jungen
Schauspieler später einmal eine Alternative zum Filmgeschäft –
wenn sie nicht mehr als Kinderstars gefragt sind.
Der frühere Serienstar ist mit seinem Rennfahrzeug von der Bahn
abgekommen und mit 180 mph gegen eine Mauer gerast. Es ist nicht
sein erster Rennunfall, bereits 1995 hatte er einen Speedboat-Unfall
und 1999 einen Autounfall in den Hügeln um Hollywood. Nach Auskunft
der Ärzte hat er trotz einiger Knochenbrüche sehr viel
Glück gehabt.
Marie-Pierre Macia, die bisherige Leiterin der 1968 ins Leben
gerufenen Reihe kämpft mit allen Mitteln um Ihre Position. Von 1969
bis 1999 hatte Pierre-Henri Deleau die Reihe geleitet und dem
internationalen Autorenkino aus einer sehr cinephilen Perspektive
ein Forum geboten. Die Auswahl von Frau Macia in den vergangenen
Jahren ist stark kritisiert worden, deshalb sei ihr Vertrag nicht
erneuert worden.
Der Spielfilm von Iain Dilthey ist bei den internationalen
Filmfestspielen in Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet
worden. 22 Filme liefen im Wettbewerb um diese Auszeichnung. Der
gebürtige Schotte Dilthey erzählt in dem Film die Geschichte einer
unglücklichen Pfarrersgattin, gespielt von Susanne-Marie Wrage. Der
Preis ist mit über 61000 Euro dotiert.
Der amerikanische Schauspieler („Ben Hur“, „Die zehn Gebote“,
„Im Zeichen des Bösen“) hat sich nach einer Alzheimer-Diagnose
seiner Ärzte per Video von seinem Publikum verabschiedet. Er
möchte die Zuschauer von nun an von seinem Leben ausschließen,
sagte er in seiner Abschiedsrede. Der 77 jährige Heston hatte sich
in den letzten Jahren vor allem als Lobbyist der Waffenindustrie
hervorgetan. Sein Freund, Ex-US Präsident Reagan leidet seit 1994
an Alzheimer.
Eine landesweite Kommission hat in den USA entschieden, dass bis
zum Jahr 2007 alle Fernsehgerätehersteller in ihre Geräte einen
Empfänger für digitale Signale einbauen müssen. Die Kommission
erhofft sich dadurch eine Aufwertung des Rundfunks, denn HDTV (High
Definition Television) ist nicht nur eine neue Form, sondern eine
neuen Möglichkeit für das Fernsehen.
Von vielen Serien ist die letzte Staffel längst abgedreht und
sie flimmert in der zigsten Wiederholung über den Bildschirm. Ihre
Fans können trotzdem nicht genug von ihren Lieblingsserien
bekommen. Im Internet haben sich deshalb Gemeinden der
Fan-Fiction-Schreiber gegründet, die die Geschichten weiterspinnen.
Seit Italiens staatliche Fernsehanstalten unter Berlusconis
Kontrolle sind, ist der Anteil der Sendezeit für die Opposition um
10% gefallen. „RAI Nachrichten geben zunehmend die Stimmen der
Regierung wieder, während die Meinung der Opposition drastisch
vernachlässigt wird.“, teilte der Pressesprecher der Opposition
mit. Silvio Berlusconi ist Eigentümer der drei größten
kommerziellen Kanäle Italiens und als Ministerpräsident hat er
auch indirekt die Kontrolle über die staatliche Fernsehanstalt RAI.
Dadurch hat er Einfluss auf über 90% der Fernsehausstrahlungen im
ganzen Land.
Eigentlich wollte Dustin Hoffmann, der Heute 65 Jahre alt wird,
Konzertpianist werden, jedoch wurde er durch die Filmbegeisterung
seiner Familie angesteckt. Von einem Musikkonservatorium wechselte
er an den Broadway, um die Schauspielerei zu erlernen. Zu einigen
seiner bekanntesten und wichtigsten Filme zählen z. B. „Die
Reifeprüfung“, „Kramer gegen Kramer“ und „Rain Man“. In
seiner bisherigen vier Jahrzehnte umfassenden Karriere wurde er
bereits zwei mal mit dem Oscar ausgezeichnet.
In Paris, oder besser gesagt in ganz Frankreich, wird derzeit
Jacques Tati gefeiert. Mehrere Bücher sind gerade erschienen, und
in der Rue de Tournon im französischen Architektur-Institut läuft
eine Ausstellung, die Tati als einen der großen
Zivilisationskritiker seiner Zeit würdigt. Vor allem aber ist sein
Film „Playtime“ wieder zu sehen, das Meisterwerk, für das
Jacques Tati neun Jahre seines Lebens hingab, all sein Geld und auch
seine Gesundheit. Im November vor 20 Jahren starb er an einer
Lungenembolie.
Der erst 20 Jahre alte Schauspieler starb an Herzproblemen, wie
ein Pressesprecher mitteilte. In der Serie Ally McBeal trat er als
Wunderkind Anwalt Oren Koolie auf. Der nur 97 cm große Evans, damit
einer der kleinsten Darsteller Hollywoods, hatte eine seltene
Krankheit die seinen Körper am wachsen hinderte.
Kurz vor Beginn der entscheidenden Verkaufsrunde werden bei den
Verkäufer der insolventen KirchMedia die seriösen von den
unseriösen Geboten getrennt. Zur Zeit gelten bestenfalls drei der
sieben Interessenten für ernsthaft, berichtete die „Financial
Times Deutschland“. Die möglichen Kandidaten sind die
Commerzbank, die mit dem Hollywood-Studio Colmbia zusammenarbeitet,
das Konsortium der Verlage Springer, Bauer, Spiegel und
HypoVereinsbank sowie der US-Medienkonzern Viacom der unter anderem
die Sender MTV, CBS und die Paramount Studios betreibt.
Seit nunmehr zwölf Jahren war Wolfgang Jacobsen für die
Retrospektive verantwortlich, seine Nachfolger wird Direktor Hans
Helmut Prinzler sein. Laut dem Tagesspiegel habe Jacobsen selbst
darum gebeten, ihn von seinen bisherigen Aufgaben zu entbinden. „Es
hat eine Reihe von Konflikten gegeben. Ich ziehe die Konsequenz,
weil ich nicht glaube, unter diesen Bedingungen zum Erfolg der
Veranstaltung beitragen zu können.“ Dem Vernehmen nach handelt
sich dabei hauptsächlich um unüberbrückbare Differenzen mit der
Berlinale-Leitung.
Durch die Pleite von Medienmogul Leo Kirch kann es noch zu
gravierenden juristischen Folgen für den Firmengründer, sein
Management und den Aufsichtsrat der insolventen KirchMedia kommen.
Zurzeit dokumentieren Wirtschaftsprüfer die Geldströme, die vor
der Insolvenz in und aus dem Unternehmen geflossen sind. Nach
Vorliegen der Ergebnisse könnten sich daraus juristische Ansprüche
vor allem gegen Leo Kirch und seinen Vize Dieter Hahn ergeben –
sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich: „Das ginge in den
Bereich der Untreue“, so ein Gläubigervertreter.
Im dritten Quartal diesen Jahres hat der Walt Disney-Konzern rund
5,8 Mrd. Dollar umgesetzt und damit den Vorjahreswert um drei
Prozent verfehlt. Dies sei hauptsächlich Zurückzuführen auf einen
Besucherrückgang in den Disney-Themenparks. Aber auch das
TV-Geschäft verzeichnete einen zehnprozentigen Umsatzrückgang.
Einzig der Studio-Bereich kann noch einen Anstieg verbuchen. Dafür
sorgte zum größten Teil der Kassenschlager „Lilo & Stitch“.
Aber so wie es aussieht wird auch das vierte Quartal nicht
sonderlich rosig werden.
Die Seifenblase der Internet-Wirtschaft ist geplatzt. Aber die
der kreativen Web-Kunst schillert weiter in den schönsten Farben.
Zeichnerisches Talent und etwas Geschick als Programmierer verbinden
sich zu einer eigenen Art von Zeichentrickfilmen, die im Internet
eine wachsende Fangemeinde finden. Das wichtigste Werkzeug der
Online-Trickfilmer ist das Animationsprogramm Flash aus dem Hause
Macromedia. Mit diesem Werkzeug wird es vielen Benutzern leicht
gemacht, eigene kleine, digitale Trickfilme zu erstellen und diese
online zu präsentieren. Beispielhaft die Homepage
von Joe Sparks.
Nach dem Sturz des Taliban-Regimes war die neue Regierung u. a.
durch liberale Kulturpolitik aufgefallen: Erstmals waren
Filmvorführungen und vielfältige Radioausstrahlungen wieder
erlaubt. Jetzt hat Mohammed Ischak, Chef des Staatsrundfunks und
Kommandeur der Nordallianz die Schrauben wieder angezogen: Filme aus
der blumig-romantischen Bollywood-Fabrik und Frauengesang im Radio
sollen fortan wieder verboten sein.
Der „Easy Rider“-Hauptdarsteller soll in einer britischen
Produktion den berühmten Sänger Frank Sinatra verkörpern.
Entgegen der Hoffnungen zahlloser Fans soll der Film sich besonders
auf die unangenehmen Seiten des Sängers konzentrieren, der bei
Auslandsauftritten durch sein grobes Verhalten negativ auffiel. Der
streitbare Produzent Nik Powell gehört ebenso zum Team wie die
Schauspielerinnen Melanie Griffith und Portia de Rossi.
Auf dem Filmfest in Venedig hat Salma Hayek ihren neuen Film,
Julie Taymors „Frida“, vorgestellt, der die Geschichte der
mexikanischen Malerin Frida Kahlo erzählt. Die unbequeme Biografie
über eine kommunistische, haarige und bisexuelle Frau schien wenig
attraktiv, lockte dessen ungeachtet aber auch Madonna und Jennifer
Lopez, die jedoch den Kürzeren zogen. An Mrs. Hayeks Seite spielt
Koautor Edward Norton.
Über eine Millionen ITV Digital-Abonnenten könnten
möglicherweise demnächst zur Kasse gebeten werden, wenn Sie
weiterhin BBCs neuen digitalen Dienst nutzen möchten. Die
Set-Top-Boxen waren den Abonnenten ursprünglich kostenlos zur
Verfügung gestellt worden, um mit der Konkurrenz mithalten zu
können. Nachdem ITV Digital in Schwierigkeiten geraten war, haben
inzwischen zwei Käufer Interesse an dem Dienst bekundet. Fachleute
vermuten, dass der spätere Käufer den Benutzern Zusatzkosten in
Rechnung stellen wird, wenn sie ihre Geräte behalten wollen.
Betamax-Erfinder Sony hat angekündigt, dass die Produktion
entsprechender Abspielgeräte 20 Jahre nach der Einführung
demnächst auslaufen werde, Service und Kassettenproduktion jedoch
vorerst weiterlaufen solle. In Kennerkreisen genießt das Format ein
hohes Ansehen wegen seiner guten Bild- und Tonqualität. Dennoch
verlor es den Kampf gegen das übermächtige VHS-Format, das von der
Industrie und den Endverbrauchern letztlich vorgezogen wurde.
Gabor Herendis Film „A Kind of America“ hat alle ungarischen
Kassenrekorde geschlagen. Den Film über einen jungen Filmemacher,
der darauf hofft, seinen ersten Film machen zu können, haben
bereits 480.000 Ungarn gesehen. Seit 29 Wochen steht er in den
Top-Ten Ungarns und hat damit bereits Titanic verdrängt, der nur 28
Wochen in der ungarischen Favoritenliste war.
In Berlin sind zum dritten Mal seit 2.000 junge Filmemacher mit
dem „First Steps Awards“ ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb
wurde u. a. initiiert von den Produzenten Bernd Eichinger
(Constantin Film) und Nico Hoffmann (teamWorx) und Stefan Aust
(SPIEGEL TV). Die Auszeichnungen sind insgesamt mit 72.000 Euro
dotiert. Ausgezeichnet wurden die besten Filme in den Kategorien „Kurz-
und Animationsfilm“, „Spielfilm bis 60 Minuten“, „abendfüllender
Spielfilm“, „Dokumentarfilm“, sowie dieses Jahr neu dabei „Werbefilm“.
Von 1969 bis 1980 möbelte Ted Ashley als Vorsitzender und
Generaldirektor die bis dahin Verlust behaftete Produktionsfirma zu
einem traditionsreichen Branchenriesen auf. Unter seiner Leitung
wurden heutige Klassiker wie „Uhrwerk Orange“ und „Der
Exorzist“ ermöglicht, Filmgrößen wie Clint Eastwood, Stanley
Kubrick und Barbra Streisand unterstützt.
Der Musiksender Viva hat heute Zahlen vorgelegt nach denen er
einen Umsatzanstieg von sieben Prozent in den ersten sechs Monaten
des Jahres im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte. Die Bilanz
konnte außerdem durch die Verkaufserlöse eines Firmenanteils von
49 Prozent an AOL Time Warner verbessert werden. Insgesamt werde das
Geschäftsjahr 2002 durch die Flaute auf dem Werbemarkt jedoch mit
einem Umsatzrückgang von 10 Prozent abgeschlossen werden.
Der schottische Videokünstler Douglas Gordon wird seinen
Lieblingswestern „Der schwarze Falke“ von John Ford auf dem
Gelände des norwegischen Telekommunikations-Konzerns Telenor in
Zeitlupe ablaufen lassen, und zwar Bild für Bild. Die Projektion
des Filmes wird fünf Jahre dauern. 1993 gewann Gordon für seine
Projektion „24 Hour Psycho“ den Turner Award. „Zeitlupe“, so
erklärt Gordon, „lässt uns Sachen erkennen, die wir nie sehen
sollten“
Zusammen mit seiner Frau Nadja Tiller will er in Castagnola bei
Lugano das Fest ohne viel Aufhebens begehen. In zahlreichen Filmen
trat Herr Giller mal als Charakterkopf, mal als Komödiant in
Erscheinung. Seine Leistungen in „Rosen für den Staatsanwalt“
und „Zwei unter Millionen“ wurden mit dem Bundesfilmpreis
geehrt.
Ab 1. September sollen in Cinestar-Filmpalästen
Sondervorführungen von Sven Unterwaldts neuem Kinofilm, der auf
einem Ralf-König-Comic basiert, Spendengelder für die
Hochwasserhilfe des Deutschen Roten Kreuzes einbringen. Der Film
erzählt die Geschichte von zwei gegensätzlichen Nachbarn – der
eine hetero, der andere schwul – die sich mit ihrem frischen
Single-Dasein abfinden müssen und rasch in turbulenten
Verwicklungen wiederfinden.
Das renommierte New York Film Festival, das am 27. September mit
Alexander Paynes „About Schmidt“ eröffnet wird, auf dem
Höhepunkt Paul Thomas Andersons „Punch-Drunk Love“ und als
Schlussvorführung Pedro Almodóvars „Hable con ella“ zeigt, hat
sein Programm vorgestellt. U. a. werden Aki Kaurismäkis
Cannes-Gewinner „Mies vailla menneisyyttä“, Marco Bellocchios
„L'ora di religione (Il sorriso di mia madre)“ und Paul
Greengrass' „Bloody Sunday“ gezeigt.
Nach Abschluss seines laufenden Projekts „Gangs of New York“
von Martin Scorsese hat Schauspieler Leonardo DiCaprio die Qual der
Wahl: Entweder wird er in Baz Luhrmanns („William Shakespeares
Romeo & Julia“, „Moulin Rouge“) „Alexander the Great“
mitspielen oder erneut in einem Scorsese-Film auftreten, als
exzentrischer Milliardär Howard Hughes.
Das Konzept von StudioCanal, in europäischen Ländern
Produktionsarme zu installieren, um gemeinsam eine Größe im
Euromarkt zu werden, ging nicht auf: Das Wachstum blieb hinter den
Erwartungen zurück und wichtige Ressourcen wanderten ersatzlos in
die USA ab. Was sich laut TSC-Produzentin Wiebke Toppel bereits vor
einem Jahr abgezeichnet habe, nimmt nun Kontur an: Dem deutschen
Produktionsarm wurde bis jetzt noch kein neues Produktionsbudget aus
Paris bewilligt.
Nicht nur die öffentlich-rechtlichen Sender betreiben enormen
personellen und technischen Aufwand, um über die Flutkatastrophe zu
berichten, auch die Privaten entsenden Sonderteams in die
Krisengebiete. Gelohnt wird der Aufwand den Sendern mit
überdurchschnittlichen Einschaltquoten. Besonders der
Nachrichtensender n-tv profitiert von teilweise vielfachen
Zuschauerzahlen.
Nachdem Joachim Król seine weitere Mitwirkung in der
ARD-Filmreihe zugunsten des Kinofilms „Lautlos“ abgesagt hatte,
hat nun auch Barbara Auer ihren Ausstieg signalisiert. Berichten
zufolge erwarte sie im November ihr zweites Kind, nach dessen
Entbindung sie erst mal kürzer treten wolle. Króls Rolle wurde
bereits mit Uwe Kockisch neu besetzt; für Barbara Auer muss
spätestens bis zum Drehstart am 26. September eine Neubesetzung
gefunden werden.
Vom 18. bis 22. September werden auf dem Marakech International
Film Festival unter anderem David Lynch, Francis Ford Coppola,
Martin Scorsese, Catherine Deneuve und Monica Belucci erwartet. Das
unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI. stehende Festival
will sich für mehr Toleranz durch ungebrochenen Ideen- und
Erfahrungsaustausch stark machen. Die hohe Stardichte hat für das
Festival besonderen symbolischen Wert, da letztes Jahr aufgrund der
Terroranschläge in den Vereinigten Staaten zahlreiche Gäste ihr
Kommen abgesagt hatten.
Die ARD veranstaltete zusammen mit der Bild-Zeitung eine
Benefizgala; der MDR versteigerte eine Andy-Warhol-Ausgabe des
Brockhaus sowie „Brisant“- und „Fakt“-Fanartikel; SAT.1
versteigert das Fußballtrikot von Paul Breitner; Jürgen Fliege
startete einen Spendenaufruf und RTL spendete zusammen mit dem „Stern“
und der „Sächsischen Zeitung“ je 100.000 Euro. Morgen will das
ZDF ein Solidaritätskonzert veranstalten. Bisher kamen mehr als 24
Mio. Euro zusammen.
Vom 5. bis 14. September zeigt das Toronto International Film
Festival zahlreiche internationale Produktionen, unter denen sich
auch 20 deutsche Filme und Koproduktionen befinden. Die Freude in
hiesigen Fachkreisen dürfte allerdings gedämpft werden durch die
Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Filme
Koproduktionen sind, deren deutsche Identität nicht viel deutlicher
hervortritt als der französische Anteil an „Mulholland Drive“
oder der italienische an „Nikita“.
Auf ihrer gemeinsamen Geburtstagsfeier wurden die befreundeten
Schauspieler Robert de Niro und Sean Penn beim Ausblasen der
Geburtstagskerzen von einem Sensationsreporter fotografiert, der
seine Aufnahme prompt zur Veröffentlichung feilbot. De Niros Anwalt
bezeichnete das Eindringen des Reporters in de Niros New Yorker Loft
als rechtswidrig. Dem widersprach die Fotoagentur „Celebrity Vibe“
mit der Begründung, der Fotograf sei geladener Gast gewesen. Nun
werden die Gerichte über die mit 1 Mio. Dollar Streitwert
bezifferte Frage befinden müssen.
Der indische Dokumentarfilm „Peace and War“ soll geschnitten
werden, da er der Zensurbehörde zufolge Szenen enthält, die die
Bevölkerung desensibilisieren und entmenschlichen könnten.
Regisseur Patwardhan erklärt, sein Film werde ruiniert, wenn die
Fülle der Schnitte umgesetzt würde. Er befürchtet außerdem eine
Einschränkung der Redefreiheit in Indien, wenn ein solcher Film
nicht gezeigt werden dürfte. Kritiker führen die Entscheidung der
Zensur darauf zurück, dass die momentane Hindu-nationalistische
Regierung versuche, die Medien zu kontrollieren. Der Film
beschäftigt sich mit nuklearen Tests und den Anschlägen des 11.
Septembers.
In dem Versuch, neue Investoren anzuziehen und sich so auf ein
sicheres finanzielles Standbein zu stellen, hat Premiere ein
Geschäft mit Vivendi Universal abgeschlossen und sich die
Ausstrahlungsrechte an Filmen wie „Gladiator“, „Erin
Brockovich“ und „The Mummy Returns“. Bis Weihnachten plane man
noch ein bis zwei weitere Vertragsabschlüssen mit
Hollywoodgrößen, so Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler.
Der Film „El Crimen Del Padre Amaro“ des mexikanischen
Regisseurs Carlos Carrera hat einen neuen Besucherrekord in Mexiko
aufgestellt. Mit drei Millionen Dollar, die er am ersten Wochenende
eingespielt hat, verdreifacht der Film den Rekord des Erfolgsfilms
„Y Tu Mama Tambien“. Zu dem Erfolg beigetragen haben sicherlich
auch die Entrüstungen der katholischen Kirche über den Film, da
dieser Sexszenen eines jungen Priesters enthält. Der Werbung
für den Film hat es gut getan.
Auf einer Pressekonferenz des Edinburgh International
Filmfestivals anlässlich der Aufführung ihres Films „The Guys“
haben die beiden Schauspieler ihre große Sorge zum Ausdruck
gebracht, dass es zu einem Krieg mit dem Irak kommen könne. Eine
militärische Verbreitung von Gewalt könne nicht die Lösung sein,
meinte Susan Sarandon zu den Reportern.
Auf 4,6 Milliarden Dollar beziffert Liberty Media, einer der
größten Investoren in der Medienwirtschaft, die Verluste nach
Abschreibungen auf Investitionen bei AOL Time Warner und News
Corporation. Zudem belasten die Anteile am Mobilfunkanbieter Sprint
PCS die Bilanz. Bekannt gegeben wurden die Zahlen, nachdem die von
Liberty kontrollierte UPC, Europas größter Kabelnetzbetreiber,
gefährlich nah vor dem Konkurs steht.
Die Post-Produktionsgruppe Das Werk hat einen weiteren Kredit
über 60 Millionen Euro von ihren Gläubigerbanken erhalten. Das
Geld floss, nachdem Das Werk weitreichende Umstrukturierungen
vorgenommen hatte. Das Werk konzentriert sich nun auf das
Kerngeschäft der Postproduktion für Film und Fernsehen. Dieser
Entschlackung fallen 100 Angestellte zum Opfer. Nach der
Entscheidung der Banken fassten auch die Aktionäre wieder
Vertrauen. Die Das Werk-Aktie stieg gestern um 46%.
Im zweiten Quartal in Folge müssen Aktionäre des
französisch-amerikanischen Medienkonzerns Viviendi-Universal
Wertminderungen hinnehmen. Das neuen Management will Vermögenswerte
in Höhe von 10 Millionen Euro verkaufen, um den Fall seiner Aktien
zu stoppen. Mit Spannung wird erwartet, ob auch die Anteile an dem
französischen Mobiltelefonunternehmen SFR veräußert werden.
Francesa Josephs UK-Premiere Ihres Debütfilms „Morgen die
Skala“ auf dem diesjährigen Internationalen Filmfestival in
Edinburg (14. – 25. August) muss ausfallen. Der Grund dafür ist
nicht etwa der Film selbst sondern Probleme mit dem Copyright. Das
Festival hat währenddessen zwei weitere Titel in das
Festivalprogramm aufgenommen. Zum einen Samantha Langs Psychodrama
„The Idol“ und den Dokumentarfilm „Following The Rabbit Proof
Fence“.
Die indische Polizei geht zur Zeit Hinweisen nach, dass der
indische Film „Devdas“ durch Gelder aus der Unterwelt finanziert
wurde. Der Produzent des Films Bharat Shah, der letztes Jahr wegen
möglichen Verbindungen zur Unterwelt unter Arrest gestellt wurde,
streitet ab, Geld angenommen zu haben. Die Kontroverse begann als
der Nachrichtensender Star TV einen Anruf eines gewissen Abu Salem
bekam, der behauptete den Film mit 480 Millionen Rupie über 10
Millionen Euro unterstützt zu haben. Shah gab gegenüber einer
lokalen Zeitung an, dass er den Film aus eigenen Mitteln finanziert
habe. Des weiteren bat er die Polizei um Schutz.
Sharon Stone spielte nicht nur mit ihrem Partner sondern auch mit
Zigaretten in den aufregendsten Szenen in „Basic Instinct“.
Genau wie ihre Kollegen in „Showgirls“ oder „Flashdance“.
Der bekannte Drehbuchautor hat den Stars so manche Zigarettenszene
auf den Leib (oder die Lunge) geschrieben. Nun leidet der
leidenschaftliche Raucher an schwerem Lungenkrebs. Rauchen sei ein
integraler Bestandteil seiner Drehbücher gewesen, es gehörte zu
dem „Bad Guy-Image“, welches er kreierte, bedauerte er in einem
Interview der New York Times. Er fühle sich als Mittäter, durch
seine filmische Glorifizierung des Rauchens, eine unbekannte Zahl
von Menschen umgebracht zu haben.
Sie haben, laut Handelsblatt, geschafft, wovon so mancher
Konkursler im Lande nur träumen kann: Die Firma per Insolvenz
entschuldet (rund 500 Millionen Euro) und danach die verbleibenden
wertvollen Teile günstig (für 31 Millionen Euro) wieder
zurückgekauft. Freitag fiel in München die Entscheidung, dass
nicht die Bieter Jerry Payne und Marcus Schöfer sondern die
Firmengründer selbst den Zuschlag erhalten sollen. Dass die
Finanzierungszusage der Sparkasse Leipzig für das Konzept der
Kölmel-Brüder nicht ganz ohne Gegenleistungen erfolgte, zeigte
sich Freitag Abend in Form der Ankündigung durch Michael Kölmel,
den Unternehmenssitz samt 70 Mitarbeitern nach Leipzig zu verlagern.
Mit fast 60 Millionen Euro ist der Streitwert enorm hoch, den die
Macher (Time Warner) der überaus erfolgreichen
Bestattungsinstituts-Serie zu fürchten haben. Die Autorin Gwen
O'Donnell behauptet, die Serie basiere auf ihrem Original-Drehbuch,
welches sie bereits 1998 bei der Writers Guild of America
registrieren ließ. Ein weiteres Beispiel, wie wichtig es ist, seine
Drehbuchideen
schützen zu lassen. Ihr Buch wurde inzwischen von einer
Independent- Produktion verfilmt, die durch die Serie ebenfalls
finanzielle Einbußen erwarten muss.
Vom British Film Institute befragt haben 144 Filmkritiker und
Regisseure „Citizen Kane“ zum besten Film aller Zeiten gekürt.
Bei den nachfolgenden Plätzen waren sich Regisseure und Kritiker
nicht einig. Während die Kritiker Hitchcocks „Vertigo“ und Jean
Renoirs „La Regle du Jeu“ auf die Plätze zwei und drei
wählten, war die zweite Wahl der Regisseure „Der Pate I + II“
gefolgt von Fellinis „8 ½“. Kein anderer Film hat wie „Citizen
Kane“ das Kino reformiert. Seit nunmehr 40 Jahren steht er ganz
oben auf der List der Filmklassiker des Britischen Filminstituts,
das alle zehn Jahre eine Wahl abhält.
In der heutigen Sitzung der Gläubigerbanken wird entschieden,
wer das bankrotte Unternehmen Kinowelt übernehmen wird. Neben
Firmengründer Kölmel, der eine Finanzierungsvorlage der Sparkasse
Leipzig vorlegen kann, wollen auch die Kinowelt-Manager Jerry Payne
und Marcus Schöfer das Unternehmen übernehmen. Sie stützen sich
auf den belgischen Investor Summa N. V., dessen Bonität von
ABN Amro bestätigt wurde.
Schwere Zeiten für die amerikanische Unterhaltungsindustrie.
Durch hohe Abschreibungen, strategische Richtungswechsel, eine Welle
von Entlassungen sowie eine Flaute bei den Werbeeinnahmen bahnt sich
eine echte Krise an. Und eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht.
Die erste Enttäuschung lieferte letzte Woche Disney. Mit der
Botschaft, der Konzern schreibe zurzeit rote Zahlen, wurde die ganze
Branche belastet. Allein der Medienriese Viacom, Betreiber von MTV,
CBS und den Paramount Studios, scheint die derzeitige Situation
besser zu meistern als die Konkurrenz. Analysten meinen, das könne
daran liegen, dass Viacom sich nicht weit von ihrem Kerngeschäft
entfernt haben und statt Visionen konservative Geschäftspraktiken
verfolgten.
In den meisten Imax-Kinos wurden bisher hauptsächlich Naturfilme
oder Filme wissenschaftlicher Art gezeigt, das soll sich nun
ändern. Die Imax-Kinos sind mit der CAA (Creative Artists Agency)
eine Vereinbarung über die verstärkte Produktion von Hollywood
Filmen im Imax-Format eingegangen. Disney hat bereits die zwei Filme
„Fantasia 2000“ und „Die schöne und das Biest“ im neuen
Format veröffentlicht, beide waren weltweit sehr erfolgreich. Noch
dieses Jahr soll Ron Howards Weltraumepos „Apollo 13“ im Imax
anlaufen.
Das vom 22. August bis 2. September stattfindende 26. World Film
Festival in Montreal bietet ein internationales Programm. Doch
französische Produktionen haben im französischsprachigen Teil
Kanadas ein leichtes Übergewicht. Es werden alleine fünf Filme aus
Frankreich im Wettbewerb vorgestellt. Aber auch drei der insgesamt
26 Wettbewerbsteilnehmer kommen aus Deutschland, darunter „Mein
erstes Wunder“ und „Vater“.
In der vergangen Woche trafen sich Still und Heimlich die
Vertreter der größten Filmstudios Hollywoods um über die Zukunft
zu diskutieren. Es wurde unter anderem die Umsetzung und
Markteinführung des neuen DVD-Standart
„High-Definition-DVD“ besprochen. Die neue Technologie wird,
nach Angaben in US-Berichten, den Kopierschutz verbessern und eine
sehr gute Bildqualität liefern. Konsumenten sollen bereits Ende des
Nächsten Jahres Zugang zu HD-DVD-Playern haben und die neuen Medien
im Handel erwerben können.
Eine neue Studie über die Einnahmequellen von Kinos ergab das
viele Kinobesitzer mehr Gewinn am Verkauf vom Essen als an den
Kinokarten selbst machen. In den USA gibt es sogar ein Kino das nur
am Nebengeschäft mit den Lebensmitteln verdient und mit den Filmen
keinen Gewinn einfährt. Führend beim Kauf von Snacks sind die
Japaner mit durchschnittlich $ 3,86 pro Kinokarte, Deutschland liegt
bei $ 1,65.
Marilyn Monroe wurde als Norma Jean Mortenson am 1. Juni 1926 in
Los Angeles geboren. Zu ihren erfolgreichsten Filmen zählen „Niagara“,
„How to Marry a Millionaire“ und „Some Like It Hot“. Die
wohl bekannteste Frau des 20. Jahrhunderts starb am 5. August 1962
im Alter von nur 36 Jahren. Bis heute sind die Umstände ihres Todes
nicht geklärt. Fanpage
von Marilyn Monroe
Der achtzigjährige Chef der Motion Picture Associaton, Jack
Valenti, übt Druck auf den amerikanischen Kongress aus, neue Waffen
gegen das illegale Kopieren zu genehmigen. Prompt haben zwei
Abgeordnete ein Gesetz vorgeschlagen, welches den Studios legal
erlauben soll, andere Rechner, die am illegalen Austausch von Filmen
beteiligt sind, zu hacken. Ganz gleich, ob fremde Dateien
ferngelöscht oder Rechner mit Viren infiziert werden sollen, man
kann nur hoffen, dass der Kongress den Fantasien Grenzen setzt.
Die Pleitewelle unter den Filmfinanzhändlern will kein Ende
finden. Am Freitag stellte Helkon Media einen Insolvenzantrag. In
den vergangnen Monaten wurde vergeblich versucht, neue Investoren zu
finden, um die Firma neu zu finanzieren. Erst Mitte des Jahres war
die Firma am den Neuen Markt notiert worden. Helkon beschäftigt
zurzeit rund 120. „Das Geschäft läuft momentan weiter, so weit
das unter den gegebenen Umständen möglich ist.“, teilte eine
Sprecherin des Vorstandes mit.
Die Internationale Filmschule Köln (IFS), bislang
ausschließlich Weiterbildungseinrichtung etwa für berufserfahrene
Filmausstatter, Kostümbildner oder Cutter, bietet ab Oktober 2002
ein dreijähriges grundständiges Studium in den Bereichen
Filmregie, Produktion und – bereits im April gestartet –
Drehbuch an. Kritik am Ausbau der IFS kommt von Seiten der
Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), wo seit 1990 Studierende
(zur Zeit 220) in den Bereichen Fernsehen/Film, Mediengestaltung und
Medienkunst ausgebildet werden. Dietrich Leder, Professor im Bereich
Fernsehen/Film an der KHM, hält mit Blick auf die leeren
Haushaltskassen in NRW eine reine Filmakademie in Köln für so
notwendig wie den Bau eines zweiten Domes.